Mehr als 120 Rekrutinnen und Rekruten des Luftwaffenausbildungsbataillons in Nürnberg haben ihr Gelöbnis abgelegt.
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Neue Soldaten für die Luftwaffe in Roth

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Bundeswehr-Gelöbnis: Warum junge Menschen freiwillig dienen

Rund 120 Rekrutinnen und Rekruten des Luftwaffenausbildungsbataillons in Roth haben am Mittwoch in Nürnberg ihr feierliches Gelöbnis abgelegt. Die Gründe, warum sie sich für den Bundeswehrdienst entschieden haben, sind vielfältig.

Über dieses Thema berichtet: Frankenschau aktuell am .

Bei einer öffentlichen Veranstaltung vor zahlreichen zivilen und militärischen Gästen haben 120 Rekrutinnen und Rekruten auf dem Sebalder Platz in Nürnberg ihren Diensteid abgelegt. Dabei gelobten sie der Bundesrepublik Deutschland "treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen". So das gemeinsam gesprochene Gelöbnis mitten in der Nürnberger Innenstadt, mit dem auch die Bundeswehr sichtbarer gemacht werden soll.

Kommandeur hofft, dass Freiwilligkeit bleibt

Zudem soll dabei auch für die Luftwaffe geworben werden. Das bejahte auch der Kommandeur des Ausbildungsbataillons, Oberstleutnant Christian Zerau, denn es sei nicht seine Gangart, junge Menschen mit Zwang zur Truppe zu holen. "Mir wäre es persönlich natürlich auch deutlich lieber, wenn wir bei der Freiwilligkeit bleiben können", so Zerau. Die Menschen, die freiwillig den Weg zur Bundeswehr finden, seien ein "ganz anderes Fundament", mit dem die Bundeswehr arbeiten könne, als "wenn wir Menschen tatsächlich zwingen müssen, den Weg zur Bundeswehr zu gehen", so der Oberstleutnant.

Er persönlich hoffe, dass es bei Freiwilligkeit bleibe. "Wir merken, dass die Menschen, die zu uns kommen, mit einer ganz anderen Ernsthaftigkeit auch zu uns kommen, denen ist durchaus bewusst, was in der Welt gerade passiert."

Er hofft, dass sich genügend Menschen melden, um die Zahl der aktiven Soldatinnen und Soldaten von mindestens 260.000, die im neuen Wehrdienstgesetz, das im Dezember vom Bundestag verabschiedet wurde, freiwillig zu erreichen. Zudem soll es 200.000 Reservistinnen und Reservisten geben. Sollten sich nicht genug Freiwillige melden, soll über weitere Maßnahmen entschieden werden, darunter wäre auch ein verpflichtender Wehrdienst.

Gründe zur Bundeswehr zu gehen: Verantwortung übernehmen

Für die Rekrutinnen und Rekruten, die vereidigt wurden, ist das kein Thema. Sie haben sich schon freiwillig gemeldet. Ihre Motivation, warum sie sich für den Dienst bei der Bundeswehr entschieden haben, könnte nicht unterschiedlicher sein, wie eine kleine Umfrage vor Ort in Nürnberg zeigt. So hat die aktuelle Weltlage Anna-Sophie dazu bewogen, zur Luftwaffe zu gehen: "Ich habe mich entschieden, freiwillig zur Bundeswehr zu gehen, weil sich die sicherheitspolitische Lage, ja auch sehr verändert hat in den letzten paar Jahren, auch nachdem ich Abitur gemacht habe." Im Laufe ihres Studiums habe sie das quasi beobachtet und sich dann entschieden, "dass ich Verantwortung übernehmen möchte und mich dieser Herausforderung stellen möchte", so die junge Frau.

Kindheitstraum und Familientradition

Moritz wollte sich mit dem Dienst bei der Bundeswehr einen langersehnten Kindheitstraum erfüllen: "Also, mein Vater und mein Großvater sind auch beide bei der Bundeswehr", erzählt der junge Mann im BR24-Interview. Somit habe er schon als kleiner Junge Kontaktpunkte gehabt. Er wollte sich "seinen Traum erfüllen und auch in die Uniform schlüpfen" und "Teil der Truppe werden", sagt er.

Auch Christian hat Familie bei der Bundeswehr und wollte sie deshalb selbst kennenlernen und "einen eigenen Einblick gewinnen". Bisher gefalle es ihm sehr gut und vielleicht bleibe er dabei, meint der Rekrut. Rebecca sieht dagegen ihre persönliche Motivation darin, ihre geistigen und körperliche Kapazitäten einzubringen, um "ich sag jetzt mal, etwas Größerem auch zu dienen".

Ausbildungsbataillon in Roth

Die jungen Frauen und Männer durchlaufen ihre Grundausbildung im Luftwaffen-Ausbildungsbataillon in Roth. Das Ausbildungsbataillon führt zentral die Grundausbildung für Mannschaften und Offiziersanwärter der Luftwaffe an den Standorten Roth in Bayern und Germersheim in Rheinland­ Pfalz durch.

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