Nach der Aufregung über eine Genehmigungspflicht von Auslandsaufenthalten junger Männer wollte das Verteidigungsministerium Klarheit schaffen – mit einer Verwaltungsvorschrift. Doch jetzt kommen Fragen an der Rechtmäßigkeit auf. Ein Überblick.
Wie wehrhaft sind Deutschland und Europa? BR24 startet die neue Rubrik "Verteidigung" – mit Analysen zu Sicherheitspolitik, Friedensforschung, aber auch zum Beispiel den Sorgen der Jugend. Für bessere Orientierung in Zeiten globaler Unsicherheit.
Das IT-Bataillon 292 am Standort Dillingen kümmert sich um die Verteidigungsfähigkeit im Cyberraum. Dazu gehören der Schutz vor Hackerangriffen, die elektronische Kampfführung und die Sicherstellung militärischer Kommunikation. Ein Standortbesuch.
Erstmals proben Deutschland und Israel gemeinsam den Ernstfall im Netz: Mit der Übung "Blue Horizon" wird der neue Cyber-Sicherheitspakt greifbar. Ziel ist ein deutscher "Cyberdome", der Angriffe früh erkennt und Abwehrkräfte beider Länder vernetzt.
Cyberattacken haben deutsche Firmen 2024 laut Schätzung 179 Milliarden Euro gekostet. Worauf wir uns einstellen müssen, nicht nur in der Wirtschaft, erklärt die Präsidentin des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik, Claudia Plattner.
Die Bundeswehr soll mit Blick auf die Bedrohung durch Russland stark anwachsen. Dabei setzt die Regierung auch auf mehr und aktivere Reservisten. Wie deren Einsatz bisher geregelt ist und was ein neues Gesetz jetzt vorschlägt.
Vor ein paar Tagen haben Jugendliche, die nächstes Jahr volljährig werden, eine Postkarte von der Bundeswehr bekommen. Das Besondere: Auf der Postkarte prangt groß der eigene Familienname. Das hat für Aufregung gesorgt.
Im vergangenen Jahr hat die Bundeswehr den Heimatschutz umstrukturiert. Im Falle eines Krieges sollen die Soldatinnen und Soldaten im Inland kritische Infrastruktur sichern. Die meisten von ihnen sind Reservisten. Wie sie den Ernstfall üben.
Die Bundesregierung rüstet auch im Inneren auf: Sie will die Bevölkerung mit Milliarden-Investitionen besser vor Krisen, Katastrophen und Konflikten schützen. Bundesinnenminister Dobrindt räumt ein, dass es Nachholbedarf gibt.
"Sisu" statt Schulterzucken: Finnland gilt vielen als Vorbild, wenn es um die Vorbereitung auf Krisen geht – von Bunkern über Vorräte bis zur Industrie. Was Deutschland von der finnischen Hartnäckigkeit lernen kann.
Damit auch in einem Krisen- oder Katastrophenfall genug Essen auf unseren Tellern landet, sind wir auf eine funktionierende Landwirtschaft angewiesen. Doch wie krisenfest sind die Landwirte in Bayern wirklich? Das soll nun eine Umfrage klären.
Dass Donald Trump Europas Verteidigung weitgehend den europäischen Nato-Staaten übertragen will, steht fest. Jetzt soll der amerikanische Anteil an den Nato-Einheiten sinken, die im Krisenfall mobilisiert werden – etwa im Falle eines Angriffs.
Truppenabzüge für die einen, mehr Militärpräsenz woanders: Aufgrund "guter Beziehungen" sendet US-Präsident Trump 5.000 Soldaten nach Polen. Für andere Länder gibt es Kritik und drohende Demobilisierung. Strafe sei das keine, so Außenminister Rubio.
2029 könnte ein kritisches Jahr für die Nato werden. Militärexperten gehen davon aus: Das russische Militär ist bis dahin so gut ausgestattet, dass es in der Lage ist, die Nato anzugreifen. Sie sehen mehrere Szenarien.
Nach VW will nun ein weiterer deutscher Autobauer vom Auftragsboom in der Rüstungsindustrie profitieren: Mercedes-Chef Källenius hat erklärt, er könne sich einen Einstieg des Unternehmens vorstellen. Gibt es also womöglich bald Panzer mit Stern?
Der Rüstungskonzern KNDS drängt an die Börse – und der deutsche Staat ringt um Milliarden und Einfluss: Soll er Großaktionär werden, um eine französische Dominanz zu verhindern?
Finnlands Präsident Alexander Stubb hatte vor kurzem erklärt, Europa brauche die Ukraine inzwischen dringender als umgekehrt. Das gilt vor allem für Rüstungsprojekte. Gerade bayerische Firmen profitieren sehr stark von Know-How aus der Ukraine.
Seit Januar müssen 18-jährige Männer in Deutschland einen Fragebogen ausfüllen, ob sie bereit sind, freiwillig Wehrdienst zu leisten. Wie viele haben sich bisher gemeldet und was droht, wenn jemand den Fragebogen nicht zurückschickt?
Erneut gehen bundesweit Schülerinnen und Schüler gegen den Wehrdienst auf die Straße. Mobil machen dabei auch Gruppierungen aus dem linksextremen Spektrum. Sicherheitsbehörden gelten sie mitunter als "Treiber" hinter den Protesten.
An vier bayerischen Standorten sollen bald Musterungszentren entstehen. Das Verteidigungsministerium hat sich für gut erreichbare Orte in Regionen mit hoher Bevölkerungsdichte entschieden. Und damit – so die Hoffnung – mit vielen Bewerbern.
Der angekündigte Teilabzug von US-Truppen in Deutschland hat zuletzt die Schlagzeilen beherrscht. Auch wegen der Folgen für betroffene Regionen. Doch eine andere Nachricht aus Washington dürfte strategisch noch schwerer wiegen.
Der von US-Präsident Trump angekündigte Truppenabzug aus Deutschland trifft vor allem die Oberpfalz. Nach Informationen des BR wird eine Brigade mit knapp 5.000 Soldaten den Standort Vilseck verlassen. Der Region drohen schwere Einbußen.
Erst am Freitag hatte das Pentagon angekündigt, die US-Truppen in Deutschland um 5.000 Soldaten zu verringern. Nun hat Präsident Trump nachgelegt: Er spricht von "weit mehr" Soldaten. Derweil versucht die Nato, sich Klarheit zu verschaffen.
Immer wieder werden in Bayern Drohnen über kritischer Infrastruktur gesichtet. Die bayerische Polizei soll darauf schnell und effizient reagieren können – unter anderem durch ein neues Abwehrzentrum. Experten sehen aber weitere Stellschrauben.
Die erste Aufregung um Drohnenflüge an Flughäfen in Westeuropa hat sich gelegt. Aber die Bedrohung besteht weiter. Um die Drohnenabwehr zu verbessern, forschen jetzt viele Staaten und Firmen an laserbasierten Systemen – mit Vor- und Nachteilen.
Das Bundeskriminalamt hat in diesem Jahr bereits mehr als 1.000 verdächtige Drohnenflüge registriert. Wer dahinter stecke, wisse man nicht genau. Vermutet wird ein staatlich gesteuertes Vorgehen, um Verunsicherung zu stiften.
Auf der Münchner Sicherheitskonferenz blickt Heeresinspekteur Christian Freuding im BR24-Exklusivinterview auf die Zukunft des Heeres. In Litauen will er weiter auf Freiwillige setzen, zu Hause die Reserve stärken.
Nach der Münchner Sicherheitskonferenz geht die Debatte um einen europäischen Atomwaffen-Schutzschirm weiter – angestoßen von einer Rede des Bundeskanzlers. Doch viele deutsche Politiker äußern sich zurückhaltend.
Zwischen Abschreckung und Transparenz: Generalinspekteur Breuer warnt vor einer öffentlichen Debatte über Europas nukleare Strategie – und setzt auf vertrauliche Gespräche. Zugleich erwartet er keinen vorschnellen Rückzug der USA aus der Nato.
Podcast Tipp: Die Entscheidung - Comeback der Wehrpflicht