Zu einem außergewöhnlich aufwändigen Einsatz ist die Bergwacht Rosenheim-Samerberg am Montagnachmittag an die Hochries (1.569 m) gerufen worden. Innerhalb kürzester Zeit stürzten dort drei Gleitschirmflieger an unterschiedlichen Stellen ab und mussten aus schwer zugänglichem Gelände gerettet werden. Eine Pilotin wurde dabei schwer verletzt. Der Einsatz, der gegen 13 Uhr begann, zog sich über rund vier Stunden hin.
Drei Gleitschirm-Notfälle gleichzeitig - drei parallele Rettungseinsätze
Zuerst wurde ein unverletzter Gleitschirmflieger gemeldet, der nach einem missglückten Manöver sicher in einem Baum in etwa vier Metern Höhe hing. Während die ersten Retter mit der Hochriesbahn zum Gipfel unterwegs waren, meldete die Flugschule einen weiteren Absturz im Bereich des Weststartplatzes.
Kurz darauf folgte die dritte Alarmierung: Ein weiterer Schirm war in den Bäumen auf der Ostseite der Hochries gesichtet worden. Aufgrund der drei parallelen Einsätze wurde umgehend die Bergwacht Sachrang-Aschau mit speziellem Baum-Bergungsequipment nachalarmiert.
Zwei verletzte Piloten: Zwei Rettungshubschrauber im Einsatz
Priorität hatte die Rettung am Weststartplatz, wo sich eine Gleitschirmfliegerin beim Absturz schwere Verletzungen zugezogen hatte. Sie musste medizinisch versorgt und anschließend per Winde mit dem Helikopter aus dem Gelände gerettet werden.
Auch bei einem der anderen Piloten war eine notärztliche Versorgung notwendig und es musste ein weiterer Rettungshubschrauber mit Winde angefordert werden. Der dritte Gleitschirmflieger überstand den Absturz laut Bergwacht ohne größere Verletzungen.
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