Ein Mann zündet einen Böller an (Symbolbild)
Bildrechte: picture alliance/Andreas Franke

Drei Männer warfen Böller auf fahrende Autos (Symbolbild)

Per Mail sharen
Artikel mit Audio-InhaltenAudiobeitrag

US-Soldaten sollen in Bayern Böller auf Autos geworfen haben

Drei 20- bis 21-jährige Soldaten der US-Armee sollen auf Bundesstraßen in der Oberpfalz aus einem Geländewagen heraus Feuerwerkskörper auf andere Autos geworfen haben. Laut Polizei wurden mehrere Fahrer gefährdet. Ein Zeuge verständigte die Polizei.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten aus der Oberpfalz am .

Am Montagabend haben drei Männer in den Oberpfälzer Landkreisen Tirschenreuth und Neustadt an der Waldnaab Fahrzeuge mit explodierenden Feuerwerkskörpern beworfen. Laut Polizei handelt es sich bei den mutmaßlichen Tätern um US-amerikanische Soldaten, die in einem weißen Geländewagen unterwegs waren. Die Beamten wollen nun herausfinden, wie viele Autos attackiert und gefährdet wurden.

Dutzende Knallkörper in den Gegenverkehr geworfen

Wie die Polizeiinspektion Kemnath am heutigen Dienstag berichtet, waren die 20 bis 21 Jahre alten Soldaten "in teils nicht angepasster Geschwindigkeit" auf der B22 und B299 gefahren – von Erbendorf in Richtung Pressath und weiter nach Grafenwöhr.

Aus dem Fahrzeug mit AS-Zulassung (Amberg-Sulzbach) heraus warfen sie - teils auch gezielt - angezündete Feuerwerkskörper auf andere Verkehrsteilnehmer – das ergaben die ersten Ermittlungen. In unregelmäßigen Abständen flogen demnach etwa 20 bis 30 Mal Knallkörper in den Gegenverkehr. Mehrere Fahrer wurden dadurch gefährdet.

Betroffener meldet weißen SUV der Polizei

Gegen 20.40 Uhr rief ein Verkehrsteilnehmer, der auch beworfen worden war, den Polizei-Notruf. Der Zeuge blieb in ständigem Kontakt mit den Beamten, heißt es.

Bei Grafenwöhr konnte der verdächtige weiße Hyundai-SUV schließlich gestoppt werden. Im Innenraum fanden die Polizisten zahlreiche in Deutschland verbotene Feuerwerkskörper und Böller. Diese stammen offenbar aus Tschechien. Außerdem wurde "eine erhebliche Menge" an Liquids für elektronische Zigaretten sichergestellt, so die Polizei.

Zeugenaufruf der Polizei Kemnath

Die Tatverdächtigen wurden noch vor Ort an die US-Militärpolizei übergeben. Die Polizeiinspektion Kemnath hat die Ermittlungen übernommen und steht dabei im Austausch mit dem Zoll.

Die Polizei bittet betroffene Fahrer und weitere Zeugen, sich zu melden. Es gehe um den Zeitraum zwischen 20.35 Uhr und 20.50 Uhr. Hinweise werden unter der Telefonnummer 09642/92030 entgegengenommen.

Das ist die Europäische Perspektive bei BR24.

"Hier ist Bayern": Der BR24 Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!