Anhöhe von Vauquois, Granaten im Gelände, Blindgänger, Erster Weltkrieg, bei Verdun, Vauquois, Grand Est, Frankreich, Europa
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Symbolbild, Granate Blindgänger

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Kinder finden Granate im Wald und nehmen sie mit nach Hause

Bei Weyarn im Landkreis Miesbach haben Kinder beim Spielen im Wald eine Granate aus dem 2. Weltkrieg entdeckt. Die Polizei schaltete eine Fachfirma für Sprengmittel ein. Was laut Polizei bei solchen Funden zu tun ist.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten aus Oberbayern am .

Kinder haben bei Weyarn im Wald beim Spielen eine Granate aus dem 2. Weltkrieg gefunden. Den ungewöhnlichen Fund nahmen sie kurzerhand mit nach Hause. Der Vater der Kinder verständigte dann sofort über den Notruf die Polizei.

Kinder bringen Granate aus dem Wald mit nach Hause

Die Beamten schickten einer Fachfirma für Sprengmittel Fotos. Die Spezialisten stuften die Granate als potenziell funktionstüchtig und damit gefährlich ein. Die Granate wurde dann von Experten bei der Familie, deren Kinder die Granate gefunden hatten, abgeholt und fachgerecht entsorgt.

Polizei warnt: Niemals Granaten anfassen oder mitnehmen

Die Polizei weist in diesem Zusammenhang ausdrücklich darauf hin, dass derartige Funde auf keinen Fall mitgenommen werden sollten. Die Bitte der Polizei lautet: Falls Sie oder Ihre Kinder Granaten, Minen oder Ähnliches finden sollten, bitte immer liegenlassen, nicht anfassen und sofort den Notruf wählen.

2024 mehr als doppelt so viele Blindgänger entdeckt wie 2023

Eine Granate oder Bombe zu entdecken, ist in Bayern grundsätzlich keine Seltenheit. Nicht selten finden Spaziergänger Bomben, Granaten oder Munition aus dem 2. Weltkrieg im Wald. Und es werden auch in regelmäßigen Abständen bei Bauarbeiten sogenannte Blindgänger gefunden.

Insgesamt seien im Jahr 2024 von Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes rund 87 Tonnen Bomben, Granaten und Munition beseitigt worden. Im Vergleich zum Jahr 2023 wurden somit 39 Tonnen weniger Munition unschädlich gemacht. Die Zahl der Kampfmittelfunde stieg im gleichen Zeitraum jedoch um mehr als das Doppelte an. Insgesamt wurden 53 Blindgänger alliierter Spreng- und Splitterbomben entschärft. 2023 waren es noch 25 gewesen.

Fast täglich neue Bombenfunde

Besonders in Gebieten, die während des Krieges im Fokus von Bombardements standen, sei auch künftig vermehrt mit dem Fund weiterer Blindgänger zu rechnen. Grundstückseigentümer und Bauherren müssen in Bayern vor Baumaßnahmen im Boden jedem Verdacht auf mögliche Blindgänger nachgehen. Werden Bomben gefunden, müssen Fachfirmen mit der Bergung beauftragt werden. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst ist für die Entsorgung verantwortlich.

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