Der Kinosaal mit den samtenen roten Kinosesseln in der Hochschule für Fernsehen und Film München ist komplett voll an diesem Abend, an dem die Schauspieler Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl die Premiere von Teil 1 ihrer letzten Tatort-Doppelfolge "Unvergänglich" feiern. 20 Uhr, auf der Leinwand erscheint das altbekannte Fadenkreuz und Doldingers Titelmelodie der Krimireihe erklingt: Es ist Tatort-Zeit!
"Unvergänglich 1 & 2": Wir arbeiten bis zum Schluss
Sie versprechen es sich gegenseitig – "beim letzten Fall lassen wir uns sicher nicht erschießen". Dieses Klischee wollen Batic (Miroslav Nemec) und Leitmayr (Udo Wachtveitl) nach 100 gemeinsamen Fällen vermeiden. Doch das Finale hat es in sich:
Alles beginnt mit einer Leiche – sie ist verbrannt bis zur Unkenntlichkeit und liegt in Münchens grauen Katakomben weit unter der Stadt. Vier Tage haben Batic und Leitmayr, bis sie in den Ruhestand gehen – reicht das, um den letzten Fall zusammen mit Kalli Hammermann zu lösen?
"Vier Tage haben wir noch, das reicht uns eh – wetten?", gibt Leitmayr vor Hammermann an. Und Batic ergänzt: "Wir arbeiten bis zum Schluss – und wenn dann Schluss ist, dann ist Schluss." Die Kommissaren-Ehre ist angeknipst, mit einem ungelösten Fall geht es sich schlecht in Rente.
Im Laufe ihrer Hochdruck-Ermittlungen stellen sie fest, dass die Tote in einem Bed-and-Breakfast-Appartement zu Gast war. Sie hatte weder Wurzeln noch ein ausgeprägtes soziales Netzwerk in München. War sie ein Zufallsopfer? Der spezifische Fundort bringt die Ermittler auf eine unheimliche Spur. Ein Phantom scheint in München umzugehen. Ein Phantom mit Schlüsseln zu geheimen Orten und untervermieteten Wohnungen.
Ein mörderisches Phantom hält die Kommissare auf Trab
Nach und nach entspinnt sich das System des Unbekannten – ein Netzwerk, das die ganze Stadt zu umspannen scheint. Die Sorge vor weiteren Opfern treibt die Kommissare an. Sie engen den Kreis der Verdächtigen ein, doch beim Versuch, dem potentiellen Täter eine Falle zu stellen, bringen sich die Kommissare selbst in Gefahr.
Beim dramatischen Showdown auf dem Dach des Krankenhauses – übrigens gedreht auf dem BR-Funkhaus-Dach – wird sich entscheiden, ob Ivo und Franz ihr Versprechen halten können, den letzten Fall lebend zu überstehen.
Das Licht geht an, die rund 250 Gäste im Kinosaal halten die Luft an – war's das? "Sind die jetzt tot?", flüstert ein Fan seinem Sitznachbarn zu. Die Auflösung erzählt der zweite Teil der Tatort-Doppelfolge, der am Ostermontag läuft.
Ruhestands-Urkunden der bayerischen Polizei vom Innenminister
Und ganz so, wie ihre latent mürrischen TV-Charaktere das Gespenst Ruhestand in den beiden Fällen umschiffen, so scheint es den beiden Ruheständlern auch in der Realität zu gehen an diesem Premierenabend: Bitte nicht zu viel Aufheben, nicht noch eine Ehre, keine weitere Überraschung. Aber da müssen sie durch: Der bayerische Innenminister und oberster Dienstherr der Polizei im Freistaat, Joachim Herrmann, überreicht den beiden als bekennender Tatort-Fan Ruhestands-Urkunden der bayerischen Polizei.
Und wer genau hinsieht, sieht die beiden auch dankbar lächeln – denn das Ende von Batic und Leitmayr ist noch lange kein Ende für das befreundete Duo Nemec und Wachtveitl. Als Dank singen sie ein selbstkomponiertes Ständchen für die Fans:
"Am Sonntag um viertel nach acht wird gern einer umgebracht."
Zwei Legenden vom Tatort München sagen: "Servus".
"Unvergänglich" läuft als Doppelfolge am Ostersonntag, 5. April, und Ostermontag, 6. April, im Ersten und ist danach in der ARD-Mediathek verfügbar.
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