ARD-DeutschlandTrend im April 2026: Sonntagsfrage
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ARD-DeutschlandTrend im April 2026: Sonntagsfrage

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ARD-DeutschlandTrend: Union und AfD fast gleichauf, SPD schwach

Wäre am Sonntag Bundestagswahl, käme die Union auf 26 Prozent – und die AfD auf 25 Prozent. Die SPD erreicht im ARD-DeutschlandTrend nur noch 12 Prozent. Auch beim persönlichen Zustimmungswert geht es für Kanzler Merz und Vize Klingbeil nach unten.

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Der neue ARD-DeutschlandTrend ist da – mit unerfreulichen Zahlen für Union und SPD. Die beiden Koalitionspartner im Bund büßen in der Sonntagsfrage jeweils ein. CDU und CSU erreichen aktuell 26 Prozent, das sind zwei Prozentpunkte weniger als Anfang März. Die SPD liegt bei 12 Prozent (-2). Diesen Wert erreichten die Sozialdemokraten letztmals im Jahr 2019, es ist ihr bisher niedrigster Wert in der Sonntagsfrage des DeutschlandTrends.

Die AfD kommt in der repräsentativen Umfrage von Infratest dimap auf 25 Prozent (+2). Die Grünen können um einen Prozentpunkt auf 14 Prozent zulegen. Die Linke verbessert sich ebenfalls etwas auf 10 Prozent (+1). Das BSW und die FDP liegen bei 3 Prozent – und bleiben damit wie seit vielen Monaten unter der Fünf-Prozent-Hürde.

Interaktive Grafik: Die Sonntagsfrage seit Januar 2021

Vertrauen in die schwarz-rote Bundesregierung weiter niedrig

Dass die Bundesregierung die Wirtschaft wieder voranbringt und die sozialen Sicherungssysteme in Deutschland zukunftssicher macht, glaubt nur eine deutliche Minderheit der Befragten. 20 Prozent rechnen damit, dass Schwarz-Rot die notwendigen Maßnahmen einleitet, um den Sozialstaat zukunftsfest zu machen. 74 Prozent glauben das nicht. Ähnlich ist es bei der Frage, ob die Regierung die Wirtschaft ankurbeln kann: 26 Prozent haben hierfür Vertrauen, 70 Prozent nicht.

Das passt zur allgemein niedrigen Zufriedenheit mit der Arbeit der Bundesregierung. Aktuell sind nur 15 Prozent im ARD-DeutschlandTrend mit Schwarz-Rot zufrieden – neun Prozentpunkte weniger als Anfang März. 45 Prozent zeigen sich weniger zufrieden, 39 Prozent gar nicht zufrieden. Das macht zusammen 84 Prozent, der höchste Unzufriedenheitswert seit dem Start der Koalition im Mai 2025.

Auch bei den Anhängern von CDU, CSU und SPD überwiegt die Kritik. Bei den Unterstützenden der Union sind 57 Prozent unzufrieden mit Schwarz-Rot. Bei den SPD-Unterstützenden sind es sogar 78 Prozent. Das gilt auch bei der Frage, wie explizit die Rolle der SPD in der Regierung bewertet wird. Mit der Performance ihrer eigenen Partei sind 57 Prozent der SPD-Anhänger weniger oder gar nicht zufrieden. Bei allen Befragten sind es 83 Prozent.

Grafik: Zufriedenheit mit der Bundesregierung

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ARD-DeutschlandTrend im April 2026: Zufriedenheit mit der Bundesregierung

Zufriedenheit: Merz, Klingbeil und Söder büßen ein

Die führenden Politiker von Union und SPD büßen auch bei ihren persönlichen Zustimmungswerten ein. Mit der politischen Arbeit von Friedrich Merz, dem Bundeskanzler und CDU-Vorsitzenden, sind aktuell 21 Prozent der Befragten zufrieden. Ein Minus von acht Prozentpunkten zu Anfang März.

Lars Klingbeil, Bundesfinanzminister und SPD-Chef, verliert 15 Prozentpunkte. Mit ihm sind derzeit 18 Prozent zufrieden. Bärbel Bas, die andere SPD-Chefin und Bundesarbeitsministerin, kommt auf einen Zufriedenheitswert von 15 Prozent – ist aber weniger Befragten bekannt als Merz und Klingbeil. Der Zufriedenheitswert bei CSU-Chef Markus Söder ist ebenfalls gesunken. Mit Söders politischer Arbeit zufrieden sind 27 Prozent, sechs Prozentpunkte weniger als im Januar.

An der Spitze der abgefragten Spitzenpolitiker sind zwei andere Vertreter der Bundesregierung: Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD), mit dem 49 Prozent zufrieden sind (-6). Und mit klarem Abstand dahinter Außenminister Johann Wadephul (CDU), mit dem 30 Prozent zufrieden sind (-3).

Grafik: Zufriedenheit mit Friedrich Merz und Lars Klingbeil

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ARD-DeutschlandTrend im April 2026: Entwicklung der Politikerzufriedenheit von Friedrich Merz und Lars Klingbeil

Zum Hören: ARD-DeutschlandTrend im April 2026

Berlin, 27.3.26: Bundeskanzler Merz (r.) und Finanzminister Klingbeil (l.) im Deutschen Bundestag.
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Berlin, 27.3.26: Bundeskanzler Merz (r.) und Finanzminister Klingbeil (l.) im Deutschen Bundestag.

Der ARD-DeutschlandTrend

Für den aktuellen ARD-DeutschlandTrend befragte das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap vom 30. bis 31. März 2026 insgesamt 1.316 Wahlberechtigte in Deutschland (785 Telefoninterviews und 531 Online-Interviews). Es handelt sich um eine repräsentative Studie unter den Wahlberechtigten in Deutschland.

Infratest dimap weist darauf hin, dass die Sonntagsfrage zur Bundestagswahl aktuelle Parteipräferenzen misst und kein tatsächliches Wahlverhalten. Sie ermittelt einen Zwischenstand im Meinungsbildungsprozess der Wahlbevölkerung, der erst am Wahlsonntag final abgeschlossen ist. Rückschlüsse auf den Wahlausgang sind damit nur bedingt möglich. Viele Wähler legen sich kurzfristig vor einer Wahl fest.

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