Symbolbild: Ein Flugzeug der Fluggesellschaft Lufthansa (Airbus A350-900) am Flughafen München.
Bildrechte: picture alliance/dpa | Matthias Balk

Symbolbild: Eigentlich sollte ein Airbus A350-900 am Freitag von Denver nach München fliegen. Doch bereits beim Start kam es zum Abbruch.

Per Mail sharen
Artikel mit Audio-InhaltenAudiobeitrag

Lufthansa-Maschine muss bei hohem Tempo Start abbrechen

Eigentlich sollte ein Airbus A350-900 am Freitag von Denver nach München fliegen. Doch bereits beim Start kommt es bei hoher Geschwindigkeit zum Abbruch. Trotz des abrupten Stopps: Nach Lufthansa-Angaben sind Passagiere und Crew "wohlauf".

Über dieses Thema berichtet: BR24 am .

Am Flughafen in Denver in den USA musste am Freitag ein Flugzeug der Lufthansa den Start abbrechen. Ein "Schockmoment", wie aus mehreren Medienberichten hervorgeht. Das Flugzeug soll laut Berichten bei hoher Geschwindigkeit plötzlich zum Stehen gekommen sein. Eigentlich hätte die Maschine am Freitag nach München fliegen sollen.

Lufthansa Group: "Start vorsorglich abgebrochen"

Die Lufthansa Group erklärte am Montag auf BR24-Anfrage, dass es sich bei dem Vorfall am Freitag um den "Flug LH 481, ein Airbus A350-900, von Denver nach München" handelte. Hierbei sei der "Start vorsorglich abgebrochen" worden. Wie ein Lufthansa-Sprecher schriftlich mitteilte, waren "ungünstige und nicht vorhersehbare Windverhältnisse während des Startvorgangs" der Grund für den Abbruch. Das Flugzeug sei auf der Bahn zum Stehen gekommen.

Abbruch bei mehr als 80 Knoten

"Der Startabbruch erfolgte bei mehr als 80 Knoten (umgerechnet 149 Stundenkilometer)", so der Lufthansa-Sprecher am Montag auf BR24-Anfrage. In einigen Medienberichten und in den Sozialen Medien hieß es am Montag, dass die Maschine bereits auf mehr als 300 Stundenkilometer beschleunigt hatte.

Wie eine Sprecherin der Lufthansa am Dienstag auf erneute BR24-Anfrage erklärte, lag die Geschwindigkeit bei mehr als 80 Knoten – welche Geschwindigkeit es aber tatsächlich war, könne zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht genannt werden. Dies werde laut Sprecherin gerade noch untersucht. Zu keinem Zeitpunkt habe jedoch eine Gefahr für Passagiere und die Crews bestanden, so die Sprecherin weiter.

Zur Frage, ob das Flugzeug durch den Vorfall beschädigt wurde, teilte der Lufthansa-Sprecher am Montag mit: "Wegen der (erwartungsgemäßen) hohen Hitzeentwicklung durch das Bremsen sind mehrere Reifen – wie der Fachausdruck heißt – abgeblasen, um einem Platzen zuvorzukommen." Nun seien auch Arbeiten an den Bremsen nötig.

Passagiere und Crewmitglieder "wohlauf"

Nach Angaben des Sprechers sind alle 314 Passagiere und Crewmitglieder, die an Bord waren, "wohlauf". Die Cockpitbesatzung hätte die Entscheidung für den Abbruch "gemäß den geltenden Standardverfahren" entschieden. Die Sicherheit der Passagiere und der Crews habe für die Lufthansa "oberste Priorität", wie es weiter heißt.

Am Freitag wären auch Einsatzkräfte des Denver International Airport vor Ort gewesen, um die Passagiere beim Verlassen des Flugzeugs auf der Startbahn zu unterstützten. Die Passagiere wurden nach Angaben des Sprechers zurück ins Terminal gebracht und auf andere Flüge umgebucht.

Transparenz-Hinweis: Ursprünglich stand in der Überschrift und im Teaser-Text des Artikels, dass der Abbruch bei 150 km/h erfolgte. Dies war irreführend. Der Abbruch erfolgte bei „mehr als“ 80 Knoten (mehr als ~ 150 km/h). Dies wurde in der Überschrift und im Teaser-Text ausgebessert. Außerdem wurde ein weiterer Absatz im Text ergänzt.

Das ist die Europäische Perspektive bei BR24.

"Hier ist Bayern": Der BR24 Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!