Reis, Tee und Gewürze aus Supermärkten in Deutschland enthalten laut einer Untersuchung von Foodwatch häufig Rückstände verbotener Pestizide. In rund zwei Dritteln der getesteten Produkte wurden solche Rückstände nachgewiesen, teilte die Verbraucherschutzorganisation mit.
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Foodwatch empfiehlt Rückruf für drei Produkte
Für die Untersuchung wurden 63 Produkte aus Deutschland, den Niederlanden, Österreich und Frankreich getestet, darunter gezielt Waren, die selten in der EU hergestellt werden. In Deutschland waren 13 von 19 getesteten Produkten belastet; drei Produkte überschritten dabei die gesetzlichen Grenzwerte. Betroffen sind unter anderem Kreuzkümmel der Marken Fuchs und Kania sowie der Rewe Chili Mix, die Foodwatch zum Rückruf empfiehlt. Auch Paprikapulver, grüner Tee und Basmati-Reis wiesen häufig hohe Rückstände auf.
Verbraucherschützer: EU-Importregeln nicht ausreichend
"Zahlreiche der gefundenen Pestizidwirkstoffe sind in Europa verboten, gelangen aber über importierte Lebensmittel wieder in unsere Supermärkte", erklärte Annemarie Botzki von Foodwatch. Die EU-Kommission arbeitet derzeit an neuen Importregeln, die bislang nach Ansicht der Verbraucherschützer nicht ausreichen. Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) lehnt die EU-Pläne ab.
Dieser Artikel ist erstmals am 19. Mai 2026 auf BR24 erschienen. Das Thema ist weiterhin aktuell. Daher haben wir diesen Artikel erneut publiziert.
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