(Symbolbild) Ein Thermometer zeigt 35 Grad Celsius.
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"Heat Dome" über Teilen Europas: Bis zu 35 Grad in Bayern

Das Wetterphänomen tritt selten und vorwiegend im Sommer auf. Jetzt sorgt ein sogenannter "Heat Dome" bereits im Frühjahr für hochsommerliche Temperaturen - auch im Freistaat. Der Dienstag ist der bisher heißeste Tag des Jahres. Wann kühlt es ab?

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio am .

Ein sogenannter "Heat Dome" lässt derzeit die Menschen in Südwest-, West- und Teilen Mitteleuropas unter einer außergewöhnlichen Hitzewelle von über 30 Grad, teils auch über 35 Grad, stöhnen. Dabei wurden am Pfingstwochenende neue Hitzerekorde im Mai verzeichnet. Der Dienstag markiert in Bayern den vorläufigen Hitze-Höhepunkt. Doch am Horizont zeigt sich bereits ein Wetterwechsel.

Was ist ein "Heat Dome"?

Die Großwetterlage über dem Südwesten, Westen und der Mitte Europas ist von einer außergewöhnlich starken Hochdruckzone geprägt, die bis in hohe Luftschichten reicht und wie ein riesiger Deckel oder Glocke wirkt – ein sogenannter "Heat Dome". Dabei sinken die Luftmassen im Bereich des Hochdruckgebiets großflächig ab. Durch den steigenden Druck wird die Luft in den unteren Schichten komprimiert und heizt sich massiv auf. Da es unter der Glocke zu keinem Luftmassenwechsel kommt, bleibt es in den Regionen länger sehr heiß.

Solche Wetterphänomene bilden sich in Mitteleuropa typischerweise ein- bis dreimal pro Sommer. Sie halten meist ein bis zwei Wochen an, können im Extremfall aber auch mehrere Wochen andauern und zu extremer Trockenheit und Dürre führen.

Die Auswirkungen waren am langen Pfingstwochenende in Spanien, Frankreich und Großbritannien spürbar: Dort wurden bestehende Wärme- und Hitzerekorde nicht nur knapp übertroffen, sondern teils um bis zu zwei Grad pulverisiert. Auch an einigen Messstationen in Bayern wurden neue Mai-Rekorde registriert. Unter der Hitzeglocke ist es deutlich wärmer als in Teilen Italiens, Griechenlands oder in der Türkei.

Dienstag ist der bisher heißeste Tag des Jahres

Der heutige Dienstag markiert den vorläufigen Höhepunkt der Hitzewelle im Freistaat. Bei strahlendem Sonnenschein und kaum einer Wolke am Himmel klettert das Quecksilber verbreitet auf über 30 Grad, in der Spitze bis zu 35 Grad.

Mittwoch und Donnerstag von Norden her etwas kühler

Während die große Hitze in Teilen Frankreichs und der Iberischen Halbinsel bis zum Ende der Woche anhält, wird es bei uns im Freistaat vorübergehend etwas kühler. So strömt Mittwochnachmittag mit einem stark böig auffrischenden Nordwestwind aus dem südlichen Skandinavien etwas kühlere Luft nach Bayern. Diese macht sich aber erst nur in Teilen Oberfrankens bemerkbar, hier liegen die Höchstwerte bei sommerlichen 25 Grad. Im restlichen Freistaat werden nochmals hochsommerliche bis heiße 28 bis 33 Grad erreicht. Dazu gibt es einen Mix aus Sonne und Wolken, im Norden Bayerns ist es am Vormittag auch verbreitet sonnig. Es bleibt trocken, einzig in Richtung Alpen und im östlichen Mittelgebirgsraum sind einzelne Schauer, im Bereich der Alpen auch lokal kräftige Gewitter möglich.

Am Donnerstag setzt sich bayernweit die etwas kühlere Luft durch. Bei Höchstwerten von 22 bis 29 Grad ist kurzes Durchatmen angesagt. Das Wetter bleibt dennoch freundlich: Die Sonne dominiert, einzelne Schauer und Gewitter sind am ehesten in den Alpen möglich.

Freitag und Samstag nochmals sehr warm, ab Sonntag kühler

Am Freitag und Samstag steigen die Temperaturen bei Sonne und lockeren Wolken wieder auf hochsommerliche bis heiße Werte von bis zu 31, in der Untermain-Region örtlich bis zu 32 Grad. Einzelne Schauer und Gewitter bleiben die Ausnahme und beschränken sich vor allem auf die Mittelgebirge und Alpen.

Ab Sonntag stellt sich die Wetterlage voraussichtlich auf eine Westwindwetterlage um. Dann gelangen vom Atlantik kühlere Luftmassen nach Bayern, die Temperaturen pendeln sich bei 20 bis 25 Grad ein. Mit in die Strömung eingelagerten Tiefausläufern ziehen dann auch wiederholt Schauer und teils kräftige Gewitter durch den Freistaat.

Bis dahin gilt weiterhin die Empfehlung: Bei Aufenthalten im Freien auf ausreichenden Sonnenschutz achten und viel trinken – am besten Mineralwasser oder ungesüßte Tees. Und auch keine Kleinkinder oder Tiere im PKW zurücklassen, die Innenräume von PKWs heizen sich innerhalb weniger Minuten lebensbedrohlich auf.

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