Die Feuerwehr arbeitet an der Absturzstelle, nachdem ein Flugzeug in ein Wohnhaus gestürzt ist.
Bildrechte: picture alliance/dpa/Einsatzreport Niederrhein | Sascha Rixkens

Die Feuerwehr arbeitet an der Absturzstelle, nachdem ein Flugzeug in ein Wohnhaus gestürzt ist.

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Kleinflugzeug am Niederrhein in Wohnhaus gestürzt – zwei Tote

Beim Absturz eines Kleinflugzeuges auf ein Wohnhaus in Korschenbroich am Niederrhein sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Bei einer der beiden Personen handelt es sich um die Pilotin. Die Identität der zweiten Person ist noch unklar.

Über dieses Thema berichtet: BAYERN 3-Nachrichten am .

Bei einem Flugzeugabsturz in Korschenbroich am Niederrhein sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Ein Kleinflugzeug stürzte auf die Terrasse eines Wohnhauses.

Offenbar technische Probleme kurz vor dem Ziel

Eine 71-jährige Pilotin hatte zuvor auf dem Weg zum Flughafen Mönchengladbach mit technischen Problemen gekämpft, wie sie dem Tower meldete. Vermutlich waren es Motorprobleme, die Düsseldorferin konnte ihr Flugzeug im Landeanflug nicht mehr in der Luft halten. 

Gegen 12 Uhr krachte sie mit ihrer Maschine auf die Terrasse eines Einfamilienhauses in Korschenbroich. Sie selbst starb dabei und eine zweite Person, wie die Polizei mitteilte. Vom Flugzeug blieben nur Trümmer und Reste des Hecks übrig.

An der Unglücksstelle brach sofort ein Feuer aus. Die Unglücksstelle wurde weiträumig abgesperrt. Die Feuerwehrkräfte hatten das Feuer schnell unter Kontrolle.

Auf Bildern ist zu sehen, wie das Heck der zerstörten Maschine aus dem Vorgarten des Hauses ragt und Feuerwehrleute mit Atemschutzmasken den Brand löschen. Die Fassade des Hauses ist schwer beschädigt und hat schwarze Rauchspuren.

Identität des zweiten Opfers wird weiter untersucht

In dem Haus waren laut Polizei drei Personen gemeldet, von denen zwei zum Zeitpunkt des Unglücks nicht zu Hause waren. Sie meldeten sich später bei der Polizei. Die Vermutung liege nahe, dass die fehlende dritte Person das zweite Opfer ist. Aber die Identität werde weiter untersucht, sagt ein Sprecher.

Das Haus ist nach dem Unglück einsturzgefährdet, das Technische Hilfswerk stützte die zerstörten Mauern ab. Der Schaden liege mit Sicherheit im sechsstelligen Bereich, sagte der Polizeisprecher.

Maschine kam aus Thüringen

Die Pilotin war laut Polizei am Morgen im thüringischen Alkersleben bei Erfurt gestartet. Sie hatte also bereits mehrere hundert Kilometer Flug hinter sich, als das Unglück passierte. 

Ob tatsächlich ein technisches Versagen verantwortlich war, soll nun gründlich untersucht werden. Solche Flugunfalluntersuchungen können erfahrungsgemäß Monate dauern.

Mit Informationen von dpa

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