Mit Informationen der ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten sowie der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen.
22:08 Uhr: Selenskyj hofft auf weitere diplomatische Bemühungen der USA
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hofft trotz des Iran-Kriegs auf weitere diplomatische Bemühungen der USA zur Beendigung des Ukraine-Kriegs. "Es ist klar, dass der Schwerpunkt der amerikanischen Seite derzeit auf der Situation rund um den Iran und in dieser Region liegt, aber auch der Krieg, den Russland gegen die Ukraine führt, muss beendet werden", sagte Selenskyj am Sonntagabend nach Gesprächen im US-Bundesstaat Florida.
21.21 Uhr: US-Gesandter Witkoff – Fortschritte in Gesprächen mit Ukraine-Unterhändlern
Bei den Ukraine-Gesprächen von Unterhändlern Washingtons und Kiews sind nach US-Angaben Fortschritte erzielt worden. Bei dem zweitägigen Treffen im US-Bundesstaat Florida sei über "die weitere Überbrückung von Differenzen und die Klärung offener Fragen" beraten worden, erklärte der US-Sondergesandte Steve Witkoff am Sonntag. Dabei sei auch "ein Durchbruch in einer wichtigen humanitären Angelegenheit erzielt worden".
Die Unterhändler der Ukraine und der USA waren in Florida zusammengekommen, um weitere Dreiergespräche mit Russland über eine Beendigung des Ukraine-Kriegs vorzubereiten. Eine trilaterale Gesprächsrunde mit Vertretern Russlands, der Ukraine und der USA hatte zuletzt Mitte Februar in Genf stattgefunden. Diese brachte allerdings keine konkreten Ergebnisse.
Moskau beharrt für ein Ende seines seit mehr als vier Jahren andauernden Angriffskriegs auf seiner Forderung, dass die Ukraine die gesamte Donbass-Region abtreten soll, was Kiew strikt ablehnt.
19.59 Uhr: Selenskyj – Russland nutzt besseres Wetter für verstärkte Angriffe
Russland versucht nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, seine Offensiven wegen günstigerer Wetterbedingungen zu verstärken. Dies führe jedoch zu höheren Verlusten, teilt Selenskyj auf X mit. In der Region Donezk hätten sich die ukrainischen Positionen in der vergangenen Woche nicht wesentlich verändert. In den Grenzgebieten der Regionen Charkiw und Sumy würden russische Vorstoßversuche abgewehrt und die entsprechenden Einheiten zerstört.
19.34 Uhr: Tote durch russischen Beschuss bei Nikopol
Im südostukrainischen Gebiet Dnipropetrowsk sind mindestens zwei Menschen durch russischen Beschuss mittels Artillerie und Drohnen getötet worden. Einer Mitteilung von Gouverneur Olexander Hanscha bei Telegram zufolge sind mehrere Gemeinden des Landkreises Nikopol beschossen worden. Gebäude seien beschädigt und ein Auto in Brand gesetzt worden.
16.29 Uhr: Selenskyj – Schärfer gegen Russlands Schattenflotte vorgehen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj fordert vor den nächsten Verhandlungen mit den USA ein härteres Vorgehen gegen Russland. Gegen Russlands Schattenflotte müsse schärfer vorgegangen werden, schreibt Selenskyj und X. Zudem müssten Russland Öleinnahmen entzogen werden. "Einnahmen geben Russland ein Gefühl der Straffreiheit und die Möglichkeit, den Krieg fortzusetzen. Deshalb muss der Druck anhalten und die Sanktionen müssen greifen." Russlands Schattenflotte dürfe sich nirgends sicher fühlen. "Tanker, die dem Kriegsbudget dienen, können und müssen gestoppt und blockiert werden."
16.13 Uhr: Gab Ungarn EU-Gipfel-Informationen an Moskau weiter?
Polens Ministerpräsident Donald Tusk hat Ungarn vorgeworfen, Russland zeitnah über Absprachen auf EU-Gipfeln zu informieren. "Dass Orbans Leute Moskau bis ins kleinste Detail über die EU-Gipfeltreffen informieren, dürfte niemanden überraschen", schrieb der proeuropäische Regierungschef am Sonntag auf der Plattform X mit Blick auf den ungarischen Regierungschef. "Wir hatten diesen Verdacht schon lange", schrieb Tusk weiter und erklärte damit auch seine zurückhaltende Haltung auf EU-Gipfeln: "Das ist einer der Gründe, warum ich nur dann das Wort ergreife, wenn es unbedingt nötig ist, und nur so viel sage, wie unbedingt nötig ist."
Zuvor hatte die "Washington Post" berichtet, Ungarns Außenminister Péter Szijjártó solle mehrfach aus EU-Außenministertreffen heraus mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow telefoniert und ihn über die Beratungen informiert haben. Szijjártó selbst sprach auf X von "Falschmeldungen".
Orban, der als Putin- und Trump-nah gilt, hatte am Donnerstag auf dem EU-Gipfel verhindert, dass ein 90-Milliarden-Euro-Kredit der EU an die Ukraine ausgezahlt werden konnte. Er zog damit deutliche Kritik der EU-Staats- und Regierungschefs auf sich. Auch Kanzler Friedrich Merz warf ihm "grobe Illoyalität" vor, weil Orban im Dezember einen EU-Beschluss mitgetragen hatte.
13.43 Uhr: Selenskyj: Putin profitiert von einem langen Krieg im Iran
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj fürchtet um die Konsequenzen des Iran-Kriegs für die Situation seines Landes. "Ich habe ein sehr ungutes Gefühl, was die Auswirkungen dieses Krieges auf die Lage in der Ukraine angeht und was den Fokus der USA betrifft". Dieser läge leider mehr auf dem Nahen Osten als auf der Ukraine, sagte Selenskyj in einem am Sonntag ausgestrahlten Interview der britischen BBC. "Unsere diplomatischen Treffen, die trilateralen Treffen werden ständig verschoben. Dafür gibt es einen Grund: den Krieg im Iran."
12.30 Uhr: Pistorius kritisiert Lockerung von Russland-Sanktionen
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat sich dagegen gewandt, wegen der aktuellen Lage auf den Energiemärkten Sanktionen gegen Russland zu lockern. "Es darf nicht sein, dass ausgerechnet Russland jetzt von dieser Lageentwicklung profitiert", sagte Pistorius am Sonntag bei einem Besuch in Japan.
Abgesehen von der klaren Haltung gegenüber Russland plädiert der deutsche Verteidigungsminister auf seiner Japanreise dafür, die Abstimmung mit Gleichgesinnten im pazifischen Raum zu suchen. Das sei umso mehr erforderlich, weil der Kurs von US-Präsident Trump die Verlässlichkeit der USA mit einem Fragezeichen erscheinen lasse.
10.25 Uhr: Russland - Dorf Potapiwka in Region Sumy eingenommen
Russische Truppen haben nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur RIA das Dorf Potapiwka in der nordostukrainischen Region Sumy eingenommen. RIA berief sich auf das russische Verteidigungsministerium. Zudem wehrte die russische Luftabwehr nach Angaben des Regionalgouverneurs Radij Chabirow einen ukrainischen Drohnenangriff auf die Stadt Ufa in der Region Baschkortostan ab. Die Drohnen seien in der Nähe der Ölraffinerien der Stadt abgeschossen worden.
Getarnter ukrainischer Panzer im Osten des Landes
08.54 Uhr: Tödlicher Unfall bei Drohnenangriff auf Zug in der Ukraine
Bei einem russischen Drohnenangriff auf einen Personenzug in der Ukraine ist es zu einem tödlichen Unfall gekommen. Der Zug im Gebiet Odessa hielt und sollte geräumt werden, wie die ukrainische Staatsbahn Ukrsalisnyzja auf Telegram mitteilte. Dabei sei eine Schaffnerin von einem entgegenkommenden Zug getötet worden, der ebenfalls einen Haltepunkt zur Evakuierung ansteuerte. Ein Passagier sei verletzt worden. Die Bahn berichtete noch von einem weiteren Angriff auf einen Zug im Gebiet Dnipropetrowsk. Dort sei die Räumung problemlos verlaufen.
05.40 Uhr: Ukraine will Öl auf Schiffen der russischen Schattenflotte beschlagnahmen
Vor dem Hintergrund eines von Frankreich aufgebrachten Tankers der russischen Schattenflotte hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die Beschlagnahmung von russischen Erdöllieferungen gefordert. "Solange der Krieg andauert, solange die (russischen) Angriffe fortgesetzt werden, muss auch der Druck auf den Aggressor anhalten", sagte Selenskyj in einer Videobotschaft. Kiew arbeitet demnach mit europäischen Ländern daran, dass diese auf Gesetzesebene den Stopp von Öltankern und das Beschlagnahmen von russischem Erdöl gestatten.
03.15 Uhr: Behörden in Belgorod korrigieren Zahl der Toten nach ukrainischem Beschuss nach oben
Nach den ukrainischen Attacken auf die russische Grenzregion Belgorod steigt die Zahl der Toten. Behördenangaben zufolge sind durch den ukrainischen Beschuss mindestens vier Frauen getötet worden. Getroffen worden sei eine soziale Einrichtung im Dorf Smorodino, teilte Gebietsgouverneur Wjatscheslaw Gladkow auf Telegram mit. Das Dorf im Landkreis Graiworon liegt nur wenige Kilometer von der Grenze zur Ukraine entfernt. Eine weitere Frau sei schwer verletzt aus den Trümmern geborgen worden, schrieb Gladkow. Es sei nicht ausgeschlossen, dass noch weitere Opfer gefunden werden.
Sonntag, 22.03.2026
22.42 Uhr: Kiew meldet erneut Einschränkungen bei Strom- und Wasserversorgung
In Teilen der ukrainischen Hauptstadt Kiew fallen Strom- und Wasserversorgung aus. Grund dafür sei ein Zwischenfall im Stromnetz, teilen die Behörden mit. Einsatzkräfte arbeiteten daran, die Versorgung in den Gebieten östlich des Flusses Dnipro wiederherzustellen, erklärt die Stadtverwaltung auf dem Kurznachrichtendienst Telegram. Russische Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur führen in Kiew und anderen Großstädten immer wieder zu teils längeren Strom-Ausfällen.
21.41 Uhr: Neue Gesprächsrunde zwischen USA und Ukraine ist angelaufen
Unterhändler der Ukraine und der USA sind am Samstag in den USA zusammengekommen, um weitere Dreier-Gespräche mit Russland über eine Beendigung des Ukraine-Kriegs vorzubereiten. Wie der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mitteilte, fand ein erstes Treffen statt. Die Gespräche sollen demnach am Sonntag fortgesetzt werden. Im Zentrum der Beratungen steht demnach die Frage, "inwieweit die russische Seite bereit ist, auf ein echtes Ende des Krieges hinzuarbeiten".
Nach Berichten ukrainischer Medien fand das Treffen im US-Bundesstaat Florida statt. Der US-Delegation gehörten demnach der Sondergesandte Steve Witkoff sowie der Schwiegersohn und Berater von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, an. Die Ukraine wurde vom ukrainischen Chefunterhändler Rustem Umerow und von Selenskyjs Berater Kyrylo Budanow vertreten. Witkoff sprach im Anschluss im Onlinedienst X von einem "konstruktiven" Treffen. Die Gespräche konzentrierten sich demnach darauf, verbleibende Streitpunkte "einzugrenzen und zu lösen", um einer "umfassenden Friedensvereinbarung näherzukommen"
17.43 Uhr: Auch zwei Tote bei Attacke auf Saporischschja
Bei einem russischen Drohnenangriff auf die Stadt Saporischschja in der Ukraine sind nach örtlichen Behördenangaben mindestens zwei Menschen getötet worden. Bei den beiden Todesopfern des Angriffs vom Samstagmorgen handele es sich um eine Frau und einen Mann, teilte der Chef der Regionalverwaltung, Ivan Fedorow, mit. Zudem seien sechs Menschen verletzt worden, darunter zwei Kinder. Fedorows Angaben zufolge hatte eine russische Drohne ein Privathaus erfasst. Russische Angriffe auf Energieinfrastruktur führten nach Behördenangaben dazu, dass der Großteil der nordukrainischen Region Tschernihiw am Samstag keinen Strom hatte.
15.54 Uhr: Zwei Frauen tot durch ukrainischen Angriff bei Belgorod
Nach Behördenangaben sind im russischen Grenzgebiet Belgorod durch ukrainischen Beschuss mindestens zwei Frauen getötet worden. Getroffen worden sei eine soziale Einrichtung im Dorf Smorodino, teilte Gebietsgouverneur Wjatscheslaw Gladkow auf Telegram mit. Das Dorf im Landkreis Graiworon liegt nur wenige Kilometer von der Grenze zur Ukraine entfernt.
Eine dritte Frau sei schwer verletzt aus den Trümmern geborgen worden, schrieb Gladkow. Es sei nicht ausgeschlossen, dass noch weitere Opfer gefunden werden. Das Gebiet Belgorod liegt in Reichweite ukrainischer Drohnen und Artillerie. Die Ukraine schießt bei ihrer Abwehr der russischen Invasion auch über die Grenze hinweg in Feindesland.
Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
11.26 Uhr: Beginnt jetzt die russische Frühjahrsoffensive?
Die Kämpfe an der Front im Osten der Ukraine haben sich nach Angaben des Kiewer Generalstabs in den vergangenen Tagen verstärkt. Das ukrainische Militär spricht von hohen russischen Verlusten. Im Morgenbericht des Generalstabs für Samstag hieß es, dass binnen 24 Stunden 1.240 russische Soldaten verletzt oder gefallen seien. Es habe 161 einzelne Gefechte gegeben. Solche Angaben der Militärstatistiken sind nicht unabhängig überprüfbar. Die gemeldeten Zahlen lagen zuletzt aber deutlich höher als in den vergangenen Wochen. Demnach scheinen sich die russischen Angriffe seit Dienstag verstärkt zu haben.
Schwerpunkt der Kämpfe soll einmal mehr die Stadt Pokrowsk im Industrierevier Donbass sein, allerdings meldet weder die eine noch die andere Seite, dass größere Geländegewinne bekannt wurden. Einige Militärbeobachter vertreten die Meinung, dass die Ukrainer eine erste Frühjahrsoffensive der Russen hätten abwehren können. Das US-amerikanische Institut für Kriegsstudien (ISW) dagegen geht davon aus, dass es sich um verstärkte Erkundungsangriffe der russischen Armee handelt, die so möglicherweise ihre Frühjahrs-/Sommeroffensive vorbereitet.
Das russische Verteidigungsministerium in Moskau bleibt bei der Darstellung, dass seine Truppen an der mehr als 1.000 Kilometer langen Front auf dem Vormarsch seien.
09.51 Uhr: Russische Drohnen treffen Stromversorgung in Tschernihiw
Ein russischer Drohnenangriff hat die Stromversorgung in einem Großteil der nordukrainischen Region Tschernihiw lahmgelegt, wie der örtliche Gouverneur Wjatscheslaw Tschaus mitteilte. Die Reparatur laufe. Die gleichnamige Regionalhauptstadt sei komplett ohne Strom, erklärte die dortige Stadtverwaltung. Die an Russland und Belarus grenzende Region hatte vor dem Krieg knapp eine Million Einwohner.
07.49 Uhr: Russland meldet ukrainischen Drohnenangriff
Die Ukraine hat Russland russischen Staatsmedien zufolge über Nacht mit mehr als 280 Drohnen angegriffen. Das meldet die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf das russische Verteidigungsministerium. Demnach handelt es sich um einen der größten ukrainischen Angriffe seit Kriegsbeginn vor mehr als vier Jahren.
Rund 90 Drohnen wurden in der südrussischen Region Rostow abgeschossen, wie Regionalgouverneur Juri Sljusar im Onlinedienst Telegram mitteilte. Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin erklärte in Onlinediensten, dass 27 Drohnen auf die russische Hauptstadt zugesteuert und abgefangen worden seien. Bei weiteren Drohnenangriffen im Südwesten der Region Saratow wurden zudem zwei Menschen verletzt und mehrere Häuser beschädigt, wie der örtliche Gouverneur Roman Busargin bei Telegram mitteilte.
06.03 Uhr: Vorbereitungen für neue Friedensgespräche
Heute reist eine Gruppe ukrainischer Unterhändler in die USA, um eine neue Runde von Friedensgesprächen mit Russland vorzubereiten. Dabei wird es unter anderem um das Abkommen über US-amerikanische Sicherheitsgarantien und einen Wiederaufbauplan für die kriegsversehrte Ukraine gehen, wie Präsident Wolodymyr Selenskyj gegenüber Journalisten ankündigte. Zudem soll über das Nato-Waffenkaufprogramm PURL und konkret den Erwerb von Flugabwehrraketen für die von Kiew genutzten US-amerikanischen Patriot-Systeme gesprochen werden. Russische Vertreter werden nicht erwartet.
Zuletzt gab es vor rund einem Monat in der Schweiz unter Vermittlung der USA direkte Gespräche zwischen Russland und der Ukraine. Eine neue, für Anfang des Monats geplante Verhandlungsrunde in Abu Dhabi wurde auf unbestimmte Zeit verschoben, aufgrund des Irankrieges.
Samstag, 21.03.2026
21.40 Uhr: Italien - Beschädigter russischer Tanker treibt auf Libyen zu
Ein Anfang März durch einen mutmaßlichen Angriff im Mittelmeer beschädigter russischer Tanker treibt nach Angaben des italienischen Zivilschutzes führerlos auf die libysche Küste zu. Derzeit gebe es keine Informationen darüber, dass Treibstoff aus der "Arctic Metagaz" ausgetreten sei, sagte ein Sprecher der Behörde. Es sei aber unklar, wie die Lage mit Blick auf das vom Tanker transportierte Gas sei. Am 3. März hatten sich mehrere Explosionen an Bord des Tankers ereignet. Russland wirft der Ukraine vor, das Schiff mit Drohnen attackiert zu haben. Die Ukraine hat sich bislang nicht zu dem Vorfall geäußert.
16.06 Uhr: Ukraine will bei USA auf Termine für Dreier-Gespräche mit Russland drängen
Die Ukraine will gegenüber den USA auf einen Zeitrahmen für die ins Stocken geratenen Dreier-Gespräche mit Russland über eine Beendigung des Ukraine-Kriegs drängen. Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte, bei einem für Samstag geplanten Treffen von Unterhändlern der Ukraine und der USA in den Vereinigten Staaten wolle er "klare Termine." Es sei verständlich, dass der Iran-Krieg zu einer Terminverschiebung geführt habe, sagte Selenskyj vor Medienvertretern. Dennoch seien "zumindest ungefähre Daten" nötig.
Bei dem Treffen am Samstag werde die ukrainische Seite auch die jüngste Entscheidung der USA zur Sprache bringen, die Ölsanktionen gegen Russland wegen des Iran-Kriegs zu lockern, kündigte Selenskyj an. Diese Entscheidung bedeute "mehr Geld für Russland und mehr Möglichkeiten für sie später an der Front". Dies sei "gefährlich".
15.57 Uhr: Orban droht mit zusätzlichen Schritten gegen Kiew
Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban hat nach der Blockade eines 90-Milliarden-Euro-Kredits für die Ukraine mit weiteren Schritten gegen das von Russland angegriffene Land gedroht. "Wir haben auch noch andere Instrumente", sagte Orban in Brüssel: "Vierzig Prozent der ukrainischen Elektrizitätsversorgung läuft über Ungarn, das haben wir noch nicht angerührt."
Orban drohte zudem, sein Veto gegen den nächsten Siebenjahreshaushalt der EU einzulegen, falls dieser Finanzhilfen für die Ukraine enthalte. Außerdem wolle die EU "ständig neue Sanktionen" gegen Russland einführen. "Das erfordert Einstimmigkeit, und die werden wir nicht geben", kündigte Orban an: "Wir haben viele Karten in der Hand, daher glaube ich nicht, dass es sich lohnt, Streit mit Ungarn anzufangen."
15.14 Uhr: Selenskyj - Ukraine produziert gemeinsam mit Deutschland Drohnen
Die Ukraine produziert nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj bereits gemeinsam mit Deutschland, Großbritannien, Dänemark und den Niederlanden Drohnen. Zudem starte eine entsprechende Kooperation mit Norwegen, teilte Selenskyj in einem WhatsApp-Chat mit Reportern mit. Kiew habe darüber hinaus eine gemeinsame Drohnenproduktion mit Rumänien, Schweden und Frankreich vereinbart.
15.10 Uhr: Drei Tote bei russischen Angriffen auf die Ukraine
Bei russischen Angriffen im Osten und Süden der Ukraine sind nach neuen Behördenangaben drei Menschen getötet worden. Durch einen Drohnenangriff auf ein Fahrzeug, mit dem Zivilisten aus der östlichen Region Donezk in Sicherheit gebracht werden sollten, wurden nach Angaben der Staatsanwaltschaft zwei ältere Frauen tödlich verletzt. Zwei weitere Senioren erlitten ebenfalls Verletzungen.
In der Region Saporischschja im Süden der Ukraine wurde nach Behördenangaben eine Frau getötet. Zwei weitere Menschen, darunter ein zehnjähriger Junge, seien bei den Angriffen auf Wohnhäuser verletzt worden, erklärte Regionalgouverneur Iwan Fedorow. Die russischen Behörden meldeten derweil ein Todesopfer bei einem ukrainischen Drohnenangriff in der Grenzregion Belgorod.
14.06 Uhr: UN - Russland verhindert Rückkehr von Vertriebenen in Ost-Ukraine
Russland verhindert mit seiner harschen Besatzungspolitik laut UN-Beobachtern die Rückkehr von mehr als 870.000 Binnenflüchtlingen in die östliche Ukraine. Die Russifizierung der eroberten Gebiete sei für die große Mehrheit der Vertriebenen abschreckend, erklärte die UN-Mission zur Beobachtung der Menschenrechte in der Ukraine in Kiew. So müssten Ukrainer die russische Staatsbürgerschaft annehmen, die Besatzer hätten Privatvermögen von Vertriebenen beschlagnahmt und rekrutierten unter Zwang Ukrainer für die Streitkräfte.
Auch würden Kinder in Schulen nach dem russischen staatlichen Lehrplan unterrichtet, so die Beobachter. Ukrainer müssten ihre kulturelle Eigenart verleugnen und sich an russische Gesetze halten, die Meinungs- und Religionsfreiheit einschränkten. Russland sei auch für Deportationen von Ukrainern aus ihrer Heimat verantwortlich.
13.42 Uhr: Kreml stellt Kiew Bedingungen für Teilwaffenruhe
Die russische Führung hat im Krieg gegen die Ukraine eine mögliche Teilwaffenruhe für Angriffe auf Energieanlagen in Aussicht gestellt - unter bestimmten Bedingungen. Kiew müsse dazu die Attacken gegen die russische Öl- und Gasinfrastruktur einstellen und die "Erpressung anderer Länder, darunter auch Mitgliedstaaten der EU" im Energiesektor beenden, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge.
Zuletzt hatte Russland ukrainische Drohnenattacken auf Kompressorstationen für eine Gaspipeline in die Türkei beklagt. Nach Darstellung Moskaus führen solche Angriffe zu weiteren Steigerungen beim Öl- und Gaspreis. Mit dem Stichwort "Erpressung" nahm Peskow Stellung zum Streit zwischen Kiew und Budapest um die Pipeline "Druschba", über die Ungarn Öl aus Russland erhält. Ein Abschnitt der Leitung in der Westukraine war nach Angaben aus Kiew durch russische Angriffe beschädigt worden. Budapest wirft Kiew vor, die Durchleitung von Öl zu verhindern.
13.30 Uhr: Frankreich stoppt erneut Öltanker aus Russland im Mittelmeer
Frankreichs Marine hat einen aus Russland kommenden Ölfrachter im Mittelmeer angehalten und überprüft. Das Schiff aus Murmansk werde verdächtigt, unter falscher Flagge zu fahren, teilte die Meerespräfektur für das Mittelmeer in Toulon mit. Die Zweifel an der mosambikanischen Flagge seien bestätigt worden. Das Schiff sei umgeleitet und für weitere Untersuchungen zu einem Ankerplatz gebracht worden.
Frankreichs Präsident Macron zufolge handelt es sich bei der "Deyna" um ein Schiff der Schattenflotte. Der Iran-Krieg werde Frankreich nicht von seiner Unterstützung der Ukraine gegen den russischen Angriffskrieg ablenken, so Macron: "Diese Schiffe, die die internationalen Sanktionen umgehen und gegen das Meeresrecht verstoßen, sind Kriegsprofiteure. Sie wollen Profite einfahren und finanzieren die russischen Kriegsbemühungen." Bereits im Januar und im Oktober hatte Frankreich jeweils ein Schiff aufgebracht, das verdächtigt wurde, zur Schattenflotte zu gehören.
13.16 Uhr: Russisches Militär soll künftig Inhaftierte im Ausland befreien
Die russischen Streitkräfte sollen künftig im Ausland inhaftierte Staatsbürger des Landes befreien können, wenn diese nach Auffassung von Kremlchef Wladimir Putin zu Unrecht verurteilt wurden. Das sieht eine Gesetzesänderung vor, die nun mit Vorrang in der Staatsduma angenommen werden solle, wie Parlamentschef Wjatscheslaw Wolodin sagte. Es gehe um eine "Stärkung des Schutzes der Rechte unserer Bürger vor Handlungen unfreundlicher Staaten", sagte Wolodin. Die Annahme der von der Regierung bereits gebilligten Gesetzesänderung gilt als Formalie.
Das Rechtssystem im Westen habe sich selbst endgültig diskreditiert, erklärte Wolodin, der ein enger Vertrauter Putins ist. Putin selbst ist wegen des Vorwurfs von Kriegsverbrechen in der Ukraine vom Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag zur Fahndung ausgeschrieben.
12.42 Uhr: Russische Zentralbank senkt Leitzinsen wegen Wirtschaftsschwäche auf 15 Prozent
Die russische Zentralbank reagiert auf die Schwäche der Wirtschaft des Landes mit einer Senkung der Leitzinsen von 15,5 auf 15 Prozent. "Aktuelle Daten und Konjunkturumfragen deuten auf ein verlangsamtes Wirtschaftswachstum zu Beginn des Jahres 2026 hin", erklärte die Notenbank. Die Verbrauchernachfrage habe sich "nach ihrem starken Anstieg Ende 2025 abgekühlt". Im Februar hatte die Zentralbank bereits einen Zinsschritt um einen halben Prozentpunkt nach unten beschlossen. Zuvor hatte die Bank die Leitzinsen wegen der hohen Inflation zwei Jahre lang bei fast 20 Prozent gehalten.
Die russische Wirtschaft hat massiv von den enormen Militärausgaben im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine profitiert. Die sehr hohen Zinsen lasteten jedoch auf den Unternehmen, insbesondere auf solchen ohne Bezug zum Rüstungssektor. Mittlerweile hat sich die Wirtschaft auch deutlich abgekühlt. 2025 betrug das Wachstum nur noch rund ein Prozent, nach 4,3 Prozent im Jahr 2024.
11.23 Uhr: Bundesregierung erleichtert Ausfuhr von Verteidigungswaffen in Ukraine
Die Bundesregierung erleichtert befristet die Lieferung von Rüstungsgütern zur Verteidigung an die Ukraine und in die Golfstaaten. In den kommenden sechs Monaten gilt eine allgemeine Genehmigung für Waffen und Rüstungsgüter, die der Luft- und Seeverteidigung dienen, wie das Bundeswirtschaftsministerium in Berlin mitteilte. Damit solle die Lieferung beschleunigt werden.
Rüstungsexporteure müssen damit in den von der Regelung eingeschlossenen Fällen keinen Ausfuhrantrag beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle mehr stellen. Die Unternehmen müssen sich aber registrieren und monatlich ihre Exporte melden. Die allgemeine Genehmigung ist zunächst bis zum 15. September befristet.
Im Audio: Berlin erlässt Exporterleichterungen für Verteidigungswaffen
Der Eingang zum Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
09.40 Uhr: Tote nach Angriffen in der Ukraine und Russland
Bei russischen Angriffen in der Region Saporischschja im Süden der Ukraine ist nach Behördenangaben eine Frau getötet worden. Zwei weitere Menschen, darunter ein zehnjähriger Junge, seien bei den Angriffen auf Wohnhäuser verletzt worden, erklärte Regionalgouverneur Iwan Fedorow im Onlinedienst Telegram.
Nach Angaben Kiews griff Russland die Ukraine in der Nacht mit insgesamt 156 Drohnen an. 133 davon seien abgefangen worden. Im Hafen von Odessa wurden nach Behördenangaben zwei mit Getreide beladene Frachtschiffe bei einem Angriff beschädigt. Zwei Besatzungsmitglieder wurden demnach verletzt. In der russischen Grenzregion Belgorod wurde nach Angaben der örtlichen Behörden ein Mann bei einem ukrainischen Drohnenangriff getötet.
09.17 Uhr: Orban verteidigt Veto bei EU-Gipfel
Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban versucht seine Blockade von milliardenschweren Finanzhilfen für die Ukraine beim jüngsten Brüsseler EU-Gipfel zu rechtfertigen. "Es kam ein wenig Stottern ins Getriebe", sagte er in der Nacht zum Freitag vor ungarischen Journalisten in Brüssel. "Aber die juristische Lage ist völlig klar, wir haben das Recht dazu", fügte er mit Blick auf seine Vetodrohung hinzu. "Denn der Entscheidungsprozess war noch nicht abgeschlossen", zitierten ihn ungarische Medien.
05.53 Uhr: Eine Tote bei russischen Angriffen im Süden der Ukraine
Bei russischen Angriffen in der Region Saporischschja im Süden der Ukraine ist nach Angaben des Regionalgouverneurs eine Frau getötet worden. Zwei weitere Menschen, darunter ein 10-jähriger Junge, seien bei den zwei Angriffen auf Wohnhäuser verletzt worden, erklärte Regionalgouverneur Iwan Fedorow am Freitag im Onlinedienst Telegram.
01.37 Uhr: EU will Ukraine-Kredit trotz ungarischer Blockade auszahlen
Die EU will Wege finden, den zugesagten Kredit von 90 Milliarden Euro an die Ukraine trotz des anhaltenden Widerstands Ungarns auszuzahlen. "Wir werden auf die eine oder andere Weise liefern", sagt EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nach dem EU-Gipfel in Brüssel. EU-Ratspräsident Antonio Costa erklärt dazu, die EU-Staats- und Regierungschefs hätten den "inakzeptablen" Widerstand Ungarns gegen die Auszahlung des Ukraine-Kredits bei ihrem Treffen verurteilt: "Eine Vereinbarung ist eine Vereinbarung, wir müssen zu unserem Wort stehen. Und niemand kann den Europäischen Rat erpressen."
01.04 Uhr: Merz - Orbans Ukraine-Blockade wird weitreichende Folgen haben
Bundeskanzler Friedrich Merz hat dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban "grobe Illoyalität" vorgeworfen und Konsequenzen wegen dessen Blockade eines Milliardenkredits für die Ukraine angekündigt. "Ich werde dieses Thema spätestens bei den (EU-)Haushaltsberatungen wieder aufrufen", sagte er am Donnerstagabend in Brüssel nach Ende des EU-Gipfels. "Wir sind uns einig, dass wir das, was heute im Europäischen Rat geschehen ist, so nicht hinnehmen. Das wird auch Konsequenzen haben, die weit über dieses einzelne Ereignis hinausreichen", fügte er hinzu, ohne Details zu nennen. Merz warf dem nationalkonservativen Ministerpräsidenten Ungarns vor, "die Handlungsfähigkeit und das Ansehen der Europäischen Union als Ganzes" beschädigt zu haben.
Freitag, 20. März 2026
20.43 Uhr: Selenskyj - Ukrainische Unterhändler treffen am Samstag US-Vertreter
Unterhändler der Ukraine und der USA sollen sich laut dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj am Samstag in den Vereinigten Staaten treffen, um die ins Stocken geratenen Gespräche über eine Beendigung des russischen Angriffskriegs zu beleben. "Das ukrainische Team – genauer gesagt der politische Teil der Verhandlungsdelegation – ist bereits unterwegs", sagte Selenskyj in seiner allabendlichen Videoansprache.
16.30 Uhr: Selenskyj dringt auf von Ungarn blockiertes EU-Hilfspaket
Das von Ungarn blockierte EU-Hilfspaket über 90 Milliarden Euro ist für die Ukraine laut Präsident Wolodymyr Selenskyj von entscheidender Bedeutung. Im Kampf gegen Russland befinde sich das Land in einer schwierigen Lage, so Selenskyj vor dem Europäischen Rat. In den letzten Tagen habe er Signale aus den USA erhalten, dass Friedensgespräche mit Russland bald wieder aufgenommen werden könnten. Zudem arbeite die Ukraine mit der EU an der Reparatur der von Russland beschädigten Druschba-Ölpipeline.
14.50 Uhr: EU-Gipfel bringt Orban und Fico nicht zum Einlenken
Trotz des Drucks der anderen EU-Mitgliedstaaten hielten Ungarn und die Slowakei beim Gipfel in Brüssel an ihrer Blockade des 90-Milliarden-Euro-Kredits für die Ukraine fest. Laut Diplomatenkreisen gelang es den 25 anderen Staats- und Regierungschefs nicht, Ungarns Premier Viktor Orban und seinen slowakischen Amtskollegen Robert Fico umzustimmen. Dennoch erwarten die anderen Mitgliedstaaten, dass die Auszahlung des Kredits gemäß einer Gipfelerklärung Anfang April beginnen wird.
Im Video: EU-Gipfel in Brüssel - ARD-Reporter mit Einschätzungen
ARD-Korrespondent Dirk Lipsk zu EU-Gipfel in Brüssel
12.45 Uhr: Estland meldet erneute russische Luftraumverletzung
Estland, Mitglied der EU und Nato, hat eine neue Verletzung seines Luftraums durch Russland gemeldet. Am 18. März drang ein russischer Sukhoi Su-30-Kampfjet für etwa eine Minute unerlaubt in den estnischen Luftraum nahe der Ostsee-Insel Vaindloo ein, wie die estnische Armee in Tallinn mitteilte. Dieser Vorfall reiht sich in eine Serie von russischen Luftraumverletzungen im vergangenen Jahr ein, die für Spannungen unter den Nato-Verbündeten in Europa gesorgt haben.
12.13 Uhr: Finnischer Regierungschef wirft Orban Betrug wegen Ukraine-Veto vor
Der finnische Ministerpräsident Petteri Orpo hat den ungarischen Regierungschef Viktor Orban wegen seiner Blockadehaltung gegenüber EU-Hilfe für die Ukraine scharf kritisiert. "Er nutzt die Ukraine als Wahlkampfwaffe, und das ist nicht gut", sagte Orpo am Donnerstag in Brüssel. "Wir hatten eine Vereinbarung, und ich finde, er hat uns betrogen."
Im Dezember hatte die EU eine Finanzierung für den Wiederaufbau der Ukraine und ihre Streitkräfte beschlossen, der Orban zunächst zugestimmt hatte. EU-Vertreter rechnen damit, dass die Ukraine einen Großteil der 90 Milliarden Euro bis spätestens Anfang Mai erhält. Orban, der am 12. April bei den Parlamentswahlen in Ungarn zur Wiederwahl antritt und in Umfragen hinten liegt, hat im Wahlkampf den ukrainischen Präsidenten Selenskyj als Bedrohung für Ungarn dargestellt. Er behauptet, Selenskyj und EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen wollten Ungarn in den russischen Krieg hineinziehen.
11.17 Uhr: Merz fordert Orban zum Einlenken auf
Zum Auftakt des EU-Gipfels hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban erneut aufgefordert, seine Blockade der milliardenschweren Finanzhilfen für die Ukraine aufzugeben. Er erinnerte in Brüssel daran, dass beim Gipfel im Dezember eine einstimmige Entscheidung aller Mitgliedstaaten darüber getroffen worden sei. "Das Prinzip der Arbeit in der Europäischen Union ist das Prinzip der Loyalität und der Verlässlichkeit. Und ich gehe davon aus, dass sich daran alle Mitgliedstaaten in der Europäischen Union auch halten", betonte Merz.
09.30 Uhr: Orban lehnt Ukraine-Darlehen weiter ab
Im Streit um russische Öllieferungen beharrt Ungarns Regierungschef Viktor Orban vorerst weiter auf seiner Blockade eines EU-Darlehens für die Ukraine. Ungarn werde der Ukraine helfen, "wenn wir unser Öl bekommen", sagte Orban vor einem EU-Gipfel am Donnerstag in Brüssel. "Bis dahin können wir keinen pro-ukrainischen Vorschlag unterstützen", betonte Orban.
In dem Streit geht es um die Druschba-Pipeline, die normalerweise russisches Öl durch die Ukraine nach Ungarn und in die Slowakei transportiert. Sie war nach ukrainischen Angaben im Januar bei einem russischen Angriff beschädigt und deshalb vorübergehend stillgelegt worden. Orban blockiert mit Verweis auf die fehlenden Öllieferungen sowohl ein EU-Darlehen für die Ukraine in Höhe von 90 Milliarden Euro als auch ein neues Sanktionspaket gegen Russland.
07.40 Uhr: Ein Toter bei ukrainischen Angriffen auf Krim
Bei ukrainischen Drohnenangriffen auf die von Russland annektierte Halbinsel Krim ist nach Angaben eines von Moskau eingesetzten Gouverneurs ein Mann getötet worden. Zwei weitere Menschen seien bei den Angriffen auf Sewastopol verletzt worden, erklärte Michail Raswoschajew am Donnerstag im Onlinedienst Telegram. 27 Drohnen seien abgeschossen worden. Sewastopol wird von der ukrainischen Armee immer wieder ins Visier genommen. In der Hafenstadt auf der annektierten Halbinsel befindet sich das Hauptquartier der russischen Schwarzmeerflotte. Den ukrainischen Behörden zufolge gab es derweil auch Angriffe auf die Schwarzmeerhafenstadt Odessa. Dabei seien drei Menschen verletzt worden.
07.08 Uhr: Ukraine-Gespräche ruhen wegen Iran-Krieg
Die Friedensgespräche zwischen den USA, Russland und der Ukraine sind einem russischen Medienbericht zufolge wegen des Iran-Kriegs ausgesetzt. Das russische Präsidialamt habe die Unterbrechung bestätigt, berichtet die Zeitung "Iswestija" unter Berufung auf Vertreter der Regierung in Moskau. Der Iran-Krieg könnte die Ukraine zu Kompromissen bewegen, heißt es weiter. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow zufolge werde der russische Sondergesandte Kirill Dmitrijew zwar seine Arbeit an Investitions- und Wirtschaftskooperationen fortsetzen, die trilateralen Gespräche seien jedoch unterbrochen. "Kirill Dmitrijew setzt die Arbeit fort. Die trilaterale Gruppe macht eine Pause", wird Peskow von der Zeitung zitiert.
04.10 Uhr: Merz & Co wollen beim EU-Gipfel Orbans Blockade kippen
Beim ersten regulären EU-Gipfel des Jahres droht an diesem Donnerstag eine offene Konfrontation zwischen Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban und Staats- und Regierungschefs wie Bundeskanzler Friedrich Merz. Hintergrund ist die weiterhin anhaltende ungarische Blockade milliardenschwerer EU-Finanzhilfen für die Ukraine. Orban will diese erst beenden, wenn der Konflikt um unterbrochene russische Öllieferungen über die Druschba-Pipeline beigelegt ist. Merz sagte hingegen am Mittwoch im Bundestag, man dürfe keine Rücksicht auf ein einzelnes EU-Land nehmen, das aus innenpolitischen Gründen und wegen eines laufenden Wahlkampfs eine Blockade aufbaue.
Donnerstag, 19. März 2026
23.28 Uhr: Russische Drohnen greifen Westukraine an
Die russische Armee hat in den Abendstunden mit Drohnen mehrere Ziele im Westen der Ukraine angegriffen. In der Großstadt Lwiw habe eine Drohne das regionale Hauptquartier des Geheimdienstes SBU beschädigt, teilte Militärgouverneur Maksym Kosyzkyj auf Telegram mit. Verletzte habe es nicht gegeben. Im Gebiet Wolyn wurde eine Anlage der Energieversorgung nahe der Stadt Nowowolynsk attackiert. Deswegen fiel für etwa 30.000 Haushalte der Strom aus, wie Militärgouverneur Roman Romanjuk auf Telegram schrieb.
23.05 Uhr: Kiew - Russen schüchtern ungarische Minderheit ein
Der ukrainische Geheimdienst SBU hat nach eigenen Angaben eine Einschüchterungskampagne russischer Dienste gegen die ungarische Minderheit in der Ukraine aufgedeckt. Damit solle das gespannte Verhältnis zwischen Ungarn und der Ukraine weiter belastet werden, teilte der SBU in Kiew mit.
19.21 Uhr: Ukrainische Angriffe treffen Flugzeugwerke in Russland
Die ukrainische Armee hat nach Angaben ihres Generalstabs mit Luftangriffen zwei Flugzeugwerke in Russland getroffen. In der Nacht zu Montag sei die Flugzeugfabrik Aviastar bei Uljanowsk an der Wolga angegriffen worden, teilte das Militär in Kiew mit. Eine klimatisierte Halle und eine Stellfläche sowie mehrere Flugzeuge seien beschädigt worden. Die Fabrik produziere Militärtransportflugzeuge vom Typ Iljuschin Il-76, Tankflugzeuge Il-78 und warte schwere Transportflugzeuge.
19.20 Uhr: Litauen verhängt Einreiseverbote für russische Ukraine-Kämpfer
Litauen hat Einreiseverbote gegen 268 Russen verhängt, die in Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine an der Front gekämpft haben. "Die von ehemaligen russischen Kämpfern ausgehenden Sicherheitsbedrohungen sind offensichtlich. Wir können sie nicht ignorieren", begründete Innenminister Vladislavas Kondratovicius den Schritt des baltische EU- und Nato-Landes.
17.54 Uhr: Kehrtwende eines Kriegsbefürworters - Putin gehört vor Gericht
Die abrupte Kehrtwende eines Kreml-Propagandisten sorgt in Russland für Aufregung. Ilja Remeslo, bislang bekannt für Kampagnen gegen die russische Opposition, schrieb plötzlich auf seinem Telegram-Kanal, dass Wladimir Putin als Präsident illegitim sei und vor ein Kriegsgericht gehöre. Putin habe das Land in die Sackgasse des Ukraine-Kriegs geführt, heißt es in einer Art Manifest. Der Kremlchef schade der Wirtschaft, er erdrossele die Freiheit der Medien und des Internets.
17.20 Uhr: Bundeswehr - Ölpreis kein Russland-Gamechanger
Die höheren Öleinnahmen für Russland durch den Krieg im Iran werden nach Einschätzung von Generalleutnant Alexander Sollfrank nicht entscheidend im Ukraine-Krieg sein. Der hohe Ölpreis sei zwar aktuell ein Vorteil für Russland, das Land gebe jedoch zu viel Geld für den Krieg aus, sagte der Oberbefehlshaber des Operativen Führungskommandos der Bundeswehr zu Reuters. Der Preissprung sei daher kein "Gamechanger". Zudem habe es in der Vergangenheit bei niedrigeren Ölpreisen hohe Einbußen für Russland gegeben.
(Archivbild): Bundeswehr-General Sollfrank
15.15 Uhr: Merz - EU-Gipfel muss 90-Milliarden-Kredit für Ukraine freigeben
Der EU-Gipfel am Donnerstag muss nach Ansicht von Kanzler Friedrich Merz eine Einigung über die weitere Finanzierung der Ukraine finden. "Wir müssen in der EU jetzt schnell zu einer Einigung über das sogenannte zwanzigste Sanktionspaket (gegen Russland) kommen", sagt der Kanzler in seiner Regierungserklärung im Bundestag. "Und wir müssen auch dringend den bereits vereinbarten Kredit über 90 Milliarden Euro für die Ukraine zur Auszahlung bringen." Er setze sich dafür mit "Nachdruck" ein. "Wir dürfen dabei auch keine Rücksicht nehmen auf ein einziges Land aus der Europäischen Union, das jetzt aus innenpolitischen Gründen und eines dort geführten Wahlkampfes diese Blockade in Europa gegenwärtig aufbaut", fügt Merz in Anspielung auf Ungarn hinzu, wo im April ein neues Parlament gewählt wird. Sowohl Ungarn als auch die Slowakei haben die Freigabe des eigentlich bereits von der EU beschlossenen Milliardenkredits immer wieder blockiert.
14.05 Uhr: Spanien bekräftigt Solidarität mit Ukraine
Der spanische Ministerpräsident Pedro Sanchez versichert der Ukraine trotz der Lage im Nahen Osten anhaltende Unterstützung. Zwar beherrsche die Krise in Nahost derzeit die Gespräche, sagt Sanchez. "Aber ich möchte der ukrainischen Regierung sagen, dass nichts und niemand uns vergessen lassen wird, was in der Ukraine geschieht." Die Hilfe werde mit derselben Intensität fortgesetzt.
13.40 Uhr: Wadephul erwartet keine Änderung der US-Ukrainepolitik
Bundesaußenminister Johann Wadephul erwartet ungeachtet der jüngsten transatlantischen Spannungen wegen des Iran-Kriegs keine Konsequenzen für die Unterstützung der USA für die Ukraine. "Es gibt eine breite Unterstützung für die Ukraine in der politischen Landschaft der Vereinigten Staaten von Amerika", sagt Wadephul in Berlin. "Deswegen habe ich keinen Zweifel daran, dass am Ende die USA ihren Kurs weiter fortführen und die Ukraine weiter unterstützen werden."
Dessen ungeachtet sei es allerdings so, dass die USA ihre militärische Unterstützung deutlich zurückgefahren hätten. "Deutschland ist in den vergangenen Jahren mit Abstand der größte Unterstützer der Ukraine gewesen", betont der Minister. "Insofern ändert sich da für uns überhaupt gar nichts."
13.02 Uhr: Russland profitiert offenbar wenig von Ölpreisanstieg
Russland profitiert wohl nur begrenzt von den stark gestiegenen Ölpreisen aufgrund des Iran-Kriegs. Laut Schätzungen der Nachrichtenagentur Reuters werden die Ölausfuhren des Landes durch ukrainische Drohnenangriffe auf die Exportinfrastruktur und schlechtes Wetter gebremst. Diese Schätzungen basieren auf Daten des Finanzdienstleisters LSEG und Brancheninsidern. Demnach könnten die Ölverladungen aus den drei wichtigsten russischen Westhäfen Primorsk, Ust-Luga und Noworossijsk im März auf 1,7 Millionen Barrel pro Tag sinken, obwohl ursprünglich 1,8 Millionen geplant waren.
03.49 Uhr: Ein Toter bei ukrainischem Angriff in russischer Region Krasnodar
Bei einem ukrainischem Drohnenangriff in der südrussischen Region Krasnodar ist nach Angaben des russischen Regionalgouverneurs ein Mensch getötet worden. Bei dem Angriff auf Wohngebäude seien drei Häuser beschädigt worden, erklärte Regionalgouverneur Weniamin Kondratjew am Mittwoch im Onlinedienst Telegram. In einer Wohnung sei ein Feuer ausgebrochen, das schnell gelöscht habe werden können.
Mittwoch, 18. März 2026
18.45 Uhr: Selenskyj wirbt in London um Unterstützung
Vor dem Hintergrund nachlassender Aufmerksamkeit für den Krieg in seinem Land ist der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nach London gereist. "Die Regime in Russland und im Iran sind Brüder im Hass", sagte Selenskyj als Gastredner im britischen Parlament. "Und wir wollen, dass Regime, die auf Hass beruhen, niemals, wirklich niemals, in irgendetwas gewinnen. Und wir wollen, dass kein solches Regime Europa oder unsere Partner bedroht."
15.38 Uhr: Selenskyj zu Gesprächen in London eingetroffen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist zu Gesprächen mit dem britischen Premierminister Keir Starmer und Nato-Generalsekretär Mark Rutte in London eingetroffen. Selenskyj werde zudem von König Charles im Buckingham Palace empfangen und vor dem Parlament sprechen, sagte Selenskyjs Sprecher Serhij Nykyforow. "Unsere Prioritäten sind klar: mehr Sicherheit und Möglichkeiten für die Ukraine", schrieb Selenskyj auf sozialen Netzwerken. Die britische Regierung hatte zuvor angekündigt, eine Verteidigungspartnerschaft unterzeichnen wollten, die darauf abzielt, der Bedrohung durch Billig-Drohnen entgegenzuwirken.
Am Mittwoch reist Selenskyj nach Spanien weiter. Die europäischen Verbündeten der Ukraine haben Kiew zugesichert, ihre Unterstützung für das Land im Krieg gegen Russland aufrechtzuerhalten. Die USA hatten ihre Sanktionen gegen Russland zuletzt teilweise aufgehoben, um die durch den Iran-Krieg gestiegenen Ölpreise zu senken. Die Verhandlungen zwischen Kiew, Moskau und Washington zur Beendigung des Ukraine-Kriegs sind durch den Konflikt im Nahen Osten und der Golfregion zuletzt ins Stocken geraten.
14.48 Uhr: Moldau bestellt nach Verschmutzung des Flusses Dnister russischen Botschafter ein
Die Republik Moldau hat den russischen Botschafter einbestellt, um gegen die offenbar durch einen russischen Angriff verursachte Verschmutzung des lebenswichtigen Flusses Dnister zu protestieren. "Moldau verurteilt aufs Schärfste diesen Angriff, der Ölverschmutzungen im Dnister verursachte und erhebliche Risiken für die Umwelt und die Sicherheit der Wasserversorgung Moldaus bedeutet", erklärte das Außenministerium in Chisinau.
Der Dnister, der in der Ukraine entspringt und über Moldau ins Schwarze Meer fließt, versorgt etwa 80 Prozent der 2,4 Millionen Einwohner des Nachbarlandes der Ukraine mit Trinkwasser. Am Montag hatte die Regierung in Chisinau wegen der Verschmutzung des Flusses einen 15-tägigen Umweltalarm ausgegeben. Sie geht davon aus, dass ein russischer Angriff auf das Wasserkraftwerk am Dnister am 7. März den Austritt von Kraftstoff zur Folge hatte.
13.58 Uhr: Wadephul - Keine Lockerung von Russland-Sanktionen
Außenminister Johann Wadephul sieht in Russland einen Profiteur der aktuellen Krise im Nahen Osten. "Russland ist ein Kriegsgewinnler der aktuellen Krise", sagte der CDU-Politiker bei einer Pressekonferenz mit seinem griechischen Amtskollegen Giorgos Gerapetritis in Berlin. Das Land profitiere von höheren Öl- und Gaspreisen, das fülle seine Kriegskasse.
"Und Russland lässt keinen Zweifel daran, dass es seinen Krieg gegen die Ukraine unvermindert fortsetzen will", so Wadephul. Umso mehr müssten sich etwa die EU und Deutschland hinter die Energiesanktionen stellen und die Einnahmen Russlands mit weiteren Maßnahmen beschneiden: "Jetzt Sanktionen zu lockern, ist in jedem Fall der falsche Weg." Wadephul betonte, auch wenn die aktuelle Krise gerade nach Aufmerksamkeit verlange, dürfe man nicht vergessen: "Die Lage in der Ukraine bleibt für uns die absolute Sicherheitspriorität."
11.45 Uhr: Russland - Kein Landesteil vor ukrainischen Drohnen sicher
Sergej Schoigu, Sekretär des russischen Sicherheitsrates, hat davor gewarnt, dass wegen der Fortschritte bei der ukrainischen Drohnenproduktion keine Region Russlands mehr vor Angriffen sicher sei. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Tass sagte Schoigu bei einem Treffen mit Behördenvertretern in Jekaterinburg, die Zahl der ukrainischen Sabotageakte gegen Russland sei im Jahr 2025 um 40 Prozent auf 1.830 Vorfälle gestiegen. Ein Netzwerk von Geheimdiensten aus 56 Ländern arbeite gegen Russland. Namen von Staaten nannte Schoigu nicht. Die Ukraine hatte zuletzt verstärkt auch die russische Hauptstadt Moskau mit weitreichenden Drohnen attackiert. Zudem baut sie eigene Raketen mit längerer Reichweite, mit denen sie in den vergangenen Monaten wiederholt Ziele tief in Russland angegriffen hat.
08.45 Uhr: Selenskyj in London - Engere Rüstungskooperation geplant
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj trifft sich mit dem britischen Premierminister Keir Starmer in London, um eine vertiefte Verteidigungs- und Industriepartnerschaft zu vereinbaren. Die beiden Regierungschefs wollen eine Erklärung zur gemeinsamen Produktion und Lieferung von Drohnen sowie anderen Militärtechnologien unterzeichnen, teilt die britische Regierung mit. Zu den Gesprächen über die euro-atlantische Sicherheit wird auch Nato-Generalsekretär Mark Rutte erwartet. Drohnen und elektronische Kriegsführung seien inzwischen von zentraler Bedeutung für die nationale Sicherheit, erklärt Starmer.
07.48 Uhr: Russland meldet größeren ukrainischen Drohnenangriff
Russland meldet erneut einen größeren ukrainischen Drohnenangriff. In der Nacht wurden laut der Nachrichtenagentur Interfax 206 ukrainische Drohnen abgewehrt. Allein 43 davon seien über der Region Moskau abgefangen worden. Russland hatte bereits in den vergangenen Tagen von größeren ukrainischen Drohnenangriffen berichtet. So wurden nach Behördenangaben von Montag binnen zwei Tagen rund 250 Drohnen mit Kurs auf die Hauptstadt Moskau abgeschossen.
06.10 Uhr: EU-Rats-Chef will Gespräche mit Russland vorbereiten
Aus Sicht von EU-Ratspräsident António Costa sollte sich die Europäische Union trotz des laufenden Ukraine-Kriegs auf mögliche Gespräche mit Russland vorbereiten. Das könnte wichtig sein, wenn Trump mit seinen Anstrengungen scheitern oder aber beschließen sollte, sie nicht mehr fortzusetzen. Costa mahnte zugleich an, bei Kontakten mit Russland keine Alleingänge zu unternehmen.
Die gestiegenen Preise für Öl, Gas und Sprit ändern laut Costa nichts an der Strategie der EU. "Wir wollen uns von der russischen Energieversorgung unabhängig machen und nicht mit Russland über den Energiepreis verhandeln", betonte Costa im Interview des enr-Netzwerks, zu dem auch die Deutsche Presse-Agentur gehört.
Dienstag, 17. März 2026
22.25 Uhr: Selenskyj - Russische Offensive vereitelt
Der Ukraine ist es nach Angaben ihres Präsidenten Wolodymyr Selenskyj gelungen, eine für den März geplante strategische Offensive des russischen Militärs zu vereiteln. «Und auch wenn die Attacken stetig sind und die Sturmversuche anhalten, ist ihre Intensität und der Maßstab der Auseinandersetzung nicht so groß, wie die Russen das geplant und ihre Kommandeure das der politischen Führung versprochen haben», sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache.
19.23 Uhr: Selenskyj reist am Dienstag nach London
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj reist am Dienstag nach London und einen Tag später nach Madrid. Der britische Verteidigungsminister John Healey kündigte Selenskyjs Besuch am Montag im Parlament in London an und bekräftigte die "uneingeschränkte Entschlossenheit" seines Landes, der Ukraine in ihrem Verteidigungskrieg gegen Russland beizustehen. Kurz zuvor hatte der britische Premierminister Keir Starmer angekündigt, dass er den ukrainischen Präsidenten "bald" treffen werde. Starmer hatte Selenskyj zuletzt im Dezember empfangen.
Am Mittwoch wird Selenskyj in Madrid zu Gesprächen mit dem spanischen Regierungschef Pedro Sánchez erwartet.
17.51 Uhr: Russland greift Kiew am helllichten Tag an
Die russische Armee hat am Montag einen seltenen Angriff am helllichten Tag auf Kiew geflogen. Nach Angaben von Reportern der Nachrichtenagentur AFP waren Explosionen zu hören und stiegen Rauchwolken auf, während Einwohner Schutz suchten. Auch stürzten Drohnentrümmer auf den Maidan, den Platz der Unabhängigkeit im Zentrum der ukrainischen Hauptstadt.
Die ukrainische Luftwaffe beschrieb den Angriff zur Hauptverkehrszeit als "ungewöhnlich" - die russische Armee führt ihre Luftangriffe auf Kiew und andere ukrainische Städte meist nachts aus. Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe wurden in der Nacht zum Montag und dann tagsüber 194 von 211 abgefeuerten russischen Drohnen abgefangen.
Im Video: Russland greift die Ukraine weiter an
Neue landesweite Angriffe in der Ukraine
15.54 Uhr: Polens Luftwaffe fängt erneut russischen Aufklärer ab
Kampfjets der polnischen Luftwaffe haben erneut ein russisches Aufklärungsflugzeug über der Ostsee abgefangen. Die Maschine vom Typ Iljuschin IL-20 sei am Freitag von zwei polnischen Kampfjets vom Typ MiG-29 eskortiert worden, teilte das Oberkommando der polnischen Streitkräfte auf der Plattform X mit. Dazu postete es eine Aufnahme von der Maschine über dem Meer. In der Mitteilung hieß es weiter, der russische Aufklärer sei in internationalem Luftraum ohne Flugplan und mit ausgeschaltetem Transponder unterwegs gewesen. Die polnischen Piloten hätten das fremde Flugzeug abgefangen, identifiziert und bis zum Verlassen ihres Zuständigkeitsbereichs eskortiert. Der Luftraum über Polen wurde demnach nicht verletzt. Den Angaben zufolge war dies bereits der neunte derartige Vorfall seit Jahresbeginn.
14.14 Uhr: Tote nach russischen Angriffen im Gebiet Dnipropetrowsk
Im südostukrainischen Gebiet Dnipropetrowsk sind mindestens zwei Zivilisten durch russischen Raketenbeschuss getötet worden. Weitere sieben Menschen seien in der Gemeinde Sajzewe im Landkreis Synelnykowe verletzt worden, teilte der Gouverneur, Olexander Hanscha, bei Telegram mit. Eine Schule und zehn Wohnhäuser wurden den Angaben nach beschädigt. Die Gemeinde ist gut 80 Kilometer von der Frontlinie entfernt.
13.30 Uhr: Kenianer sollen nicht mehr für Russland in Ukraine kämpfen
Kenia hat sich nach Angaben seines Außenministers Musalia Mudavadi mit Moskau darauf verständigt, dass Staatsangehörige des afrikanischen Landes nicht mehr für Russland in der Ukraine kämpfen werden. Mudavadi teilt dies nach Gesprächen mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow in Moskau mit. Lawrow zufolge haben kenianische Bürger freiwillig Verträge unterzeichnet, um an der Seite der russischen Armee zu kämpfen. Einem kenianischen Geheimdienstbericht zufolge wurden mehr als 1.000 Kenianer rekrutiert.
12.10 Uhr: Kreml – Trump hat Interesse an Ukraine nicht verloren
Russland weist einen Bericht der "Financial Times" zurück, wonach der Ukraine-Friedensprozess im Sande verläuft, weil US-Präsident Donald Trump wegen des Iran-Kriegs das Interesse an der Ukraine verliert. Trumps häufige Hinweise auf die Ukraine in jüngster Zeit deuteten auf das Gegenteil hin, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow vor Journalisten. Außerdem dränge Trump den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj nachdrücklich zu einer Einigung. Peskow fügt hinzu, Russland sei an einer Fortsetzung der Gespräche zur Beendigung des Krieges interessiert.
11.35 Uhr: Frankreich – EU sanktioniert neun Personen wegen Butscha-Massaker
Die Europäische Union verhängt nach Angaben des französischen Außenministers Jean-Noel Barrot Sanktionen gegen neun Personen im Zusammenhang mit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Ihnen würden Kriegsverbrechen mit Blick auf das Massaker im ukrainischen Butscha vorgeworfen, sagt Barrot vor einem Treffen der EU-Außenminister in Brüssel.
11.05 Uhr: Ungarn blockiert EU-Ukraine-Kredit bis wieder Öl fließt
Das EU-Mitgliedsland Ungarn bekräftigt seinen Widerstand gegen einen geplanten Kredit der Europäischen Union für die Ukraine in Höhe von 90 Milliarden Euro. Ungarn werde den Kredit weiterhin blockieren, solange kein Öl durch die Druschba-Pipeline geleitet werde, sagt Außenminister Peter Szijjarto in Brüssel. Seit Ende Januar fließt kein russisches Öl mehr durch die Röhre nach Ungarn und in die Slowakei. Die Regierung in Kiew macht einen russischen Angriff in der Westukraine für den Ausfall verantwortlich, während die Slowakei und Ungarn der Ukraine die Schuld geben.
08.55 Uhr: Russischer Drohnenangriff auf Kiew am helllichten Tag
Bei einem russischen Angriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew am helllichten Tag sind am Montag mehrere Explosionen zu hören gewesen. Wie AFP-Reporter weiter berichteten, fing die ukrainische Flugabwehr zahlreiche russische Geschosse ab, Rauchwolken stiegen über Kiew auf. Einwohner suchten mitten in der Hauptverkehrszeit am Morgen Schutz.
"Trümmer einer Drohne" seien "mitten im Zentrum der Hauptstadt herabgefallen", teilte Bürgermeister Vitali Klitschko noch während des Angriffs mit. Es seien vorerst keine Angaben über Verletzte bekannt, auch seien keine Brände ausgelöst worden.
06.45 Uhr: Großer ukrainischer Drohnenangriff auf Moskau abgewehrt
Russland hat nach eigenen Angaben am Wochenende einen großen ukrainischen Luftangriff mit mehr als 100 Drohnen auf die Hauptstadt Moskau abgewehrt. Der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin sprach am Montag von mehr als 100 abgeschossenen Drohnen binnen zwei Tagen. Allein in der Nacht auf Montag seien über der Region Moskau 53 Drohnen abgefangen worden, meldete die Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf einen Vertreter des Verteidigungsministeriums. Insgesamt seien in einer Nacht bei Angriffen auf Russland mindestens 145 Drohnen zerstört worden.An den Moskauer Flughäfen wurde der Flugbetrieb zeitweise eingeschränkt, wie die russische Luftfahrtbehörde mitteilte.
Archivbild vom 18.01.2026: Der Kreml (r) und das Wolkenkratzerviertel Moskwa City (hinten).
06.27 Uhr: Brand in Öldepot in Südrussland nach Drohnenangriff
In der südrussischen Region Krasnodar ist nach Angaben der örtlichen Behörden ein Öldepot nach einem Drohnenangriff in Brand geraten. Der Angriff habe sich in der Stadt Labinsk ereignet, teilten die Behörden mit. Niemand sei verletzt worden. Die Region ist regelmäßig Ziel ukrainischer Drohnenangriffe. So hatte die Ukraine in der vergangenen Woche eine Ölanlage nahe der Stadt Tichorezk, die Afipski-Ölraffinerie und den Hafen Kawkas angegriffen.
Montag, 16. März 2026
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