Mit Informationen der ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten sowie der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen.
20.45 Uhr: Ukraine dankbar für erneuten Friedensappell des Papstes
Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha hat Papst Leo XIV. für seinen erneuten Friedensappell gedankt. "Die Solidarität des Papstes mit den Leidenden, seine Gebete für die Zivilbevölkerung, die den Winter überstehen muss, und sein Appell an die Welt, die Bemühungen zur Beendigung dieses Krieges zu verstärken, sind eindringliche Mahnungen an unsere gemeinsame Menschlichkeit und die dringende Notwendigkeit eines dauerhaften Friedens", schrieb Sybiha auf der Plattform .x
17.49 Uhr: Selensky – US-Sicherheitsgarantien – warten auf Ratifizierung
Ein Dokument der USA über Sicherheitsgarantien für die Ukraine ist nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj vollständig ausgearbeitet und unterzeichnungsreif. "Für uns sind Sicherheitsgarantien zuallererst Garantien der Sicherheit von den Vereinigten Staaten", sagte Selenskyj am Sonntag in der litauischen Hauptstadt Vilnius bei einem Treffen mit Präsident Gitanas Nauseda. "Das Dokument ist zu 100 Prozent fertig, und wir warten darauf, dass unsere Partner den Termin und den Ort bestätigen, an dem wir es unterzeichnen werden." Das Dokument werde anschließend zur Ratifizierung an den US-Kongress und das ukrainische Parlament weitergeleitet.
16.40 Uhr: Litauens Präsident wirft Russland Friedensblockade vor
Litauens Präsident Gitanas Nauseda wirft Russland vor, sich einer Verpflichtung zu einem dauerhaften und gerechten Frieden in der Ukraine zu entziehen. Die Regierung Moskau akzeptiere zudem keinen Waffenstillstand in dem Krieg, sagt Nauseda nach einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Wilnius.
14.06 Uhr: Papst kritisiert anhaltende Angriffe auf die Ukraine
Papst Leo XIV. hat Russlands Kriegsführung gegen die Ukraine scharf kritisiert. "Auch in diesen Tagen wird die Ukraine von anhaltenden Angriffen heimgesucht, ganze Bevölkerungsgruppen sind dadurch der winterlichen Kälte ausgesetzt", sagte er am Sonntag beim Mittagsgebet auf dem Petersplatz.
"Die Fortsetzung der Kampfhandlungen mit ihren immer schwerwiegenderen Folgen für die Zivilbevölkerung vertieft die Kluft zwischen den Völkern und rückt einen gerechten und dauerhaften Frieden in die Ferne", mahnte Leo. Er verfolge die Ereignisse mit großer Trauer und sei in Gedanken und im Gebet bei den Leidenden. "Ich appelliere an alle, ihre Bemühungen zur Beendigung dieses Krieges weiter zu intensivieren."
Ausdrücklich rief der Papst zum Friedensgebet für die Ukraine, den Nahen Osten und alle Regionen auf, "wo man sich leider für Interessen bekämpft, die nicht die der Menschen sind", sagte Leo. "Frieden wird durch den Respekt vor den Völkern aufgebaut!", unterstrich der Papst vor Tausenden Menschen auf dem Petersplatz.
12.41 Uhr: Kreml - Werden niemals mit EU-Chefdiplomatin Kallas reden
Das russische Präsidialamt lehnt jegliche Gespräche mit der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas ab. "Wir werden niemals mit ihr etwas besprechen, und die Amerikaner auch nicht, das ist doch klar", sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow im russischen Staatsfernsehen. Man werde einfach abwarten, bis Kallas ihr Amt verlasse. Die Estin hat Russland vorgeworfen, keine Zugeständnisse in der Frage zu machen, wie man den Krieg beenden könne. Russland habe vielmehr seine Angriffe auf Zivilisten und die zivile Infrastruktur verstärkt - und das in einer Zeit, in der der Winter in der Ukraine für eisige Temperaturen sorge, hatte Kallas kürzlich gesagt.
12.39 Uhr: Grünen-Chefin fordert mehr Unterstützung für Kiew aus Berlin
Die Grünen-Vorsitzende Franziska Brantner hat die Bundesregierung angesichts der trilateralen Ukraine-Gespräche und gleichzeitiger russischer Angriffe auf die ukrainische Infrastruktur zum Handeln aufgefordert. Russlands Präsident Wladimir Putin "will keinen Frieden, er will Unterwerfung", sagte Brantner der Deutschen Presse-Agentur. "Wer Menschen im Winter die Wärme nimmt, führt keinen Krieg gegen Soldaten, sondern gegen Familien, Alte und Kinder." Sie warf Putin Kriegsverbrechen vor.
Die Angriffe auf zivile Ziele und Infrastruktur in der Ukraine seien kein Kollateralschaden, sondern Kalkül, sagte die Grünen-Chefin. Die Ukraine habe daher zu Recht um weitere Unterstützung bei der Flugabwehr gebeten. Die Bundesregierung müsse nun mit europäischen Partnern prüfen, wer noch weitere Abwehrsysteme liefern könne. Die Regierung solle außerdem prüfen, "inwieweit europäische Länder mit eigenen Fähigkeiten einen Beitrag leisten könnten".
12.25 Uhr: Luftverteidigung – Selenskyj will mehr Munition
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Verbündeten seines Landes aufgefordert, weitere Munition für die Luftverteidigung bereitzustellen. Es würden "jeden Tag Raketen für Luftverteidigungssysteme benötigt", sagte Selenskyj bei seiner Ankunft in der litauischen Hauptstadt Vilnius. Die Ukraine arbeite weiterhin mit den USA und Europa zusammen, "um einen besseren Schutz unseres Luftraums zu gewährleisten".
"Allein in dieser Woche haben die Russen mehr als 1.700 Angriffsdrohnen, mehr als 1.380 Lenkbomben und 69 Raketen verschiedener Typen abgefeuert", sagte Selenskyj. Der ukrainische Präsident nimmt in Litauen an den Gedenkfeierlichkeiten zum Aufstand von 1863 teil, der sich gegen das russische Kaiserreich richtete.
09.20 Uhr: Rund 1.700 Häuser in Kiew weiter ohne Heizung
In der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind nach einer Serie russischer Luftangriffe laut Behördenangaben noch immer rund 1.700 Wohngebäude ohne Heizung. Seit dem Vorabend sei die Wärmeversorgung in mehr als 1.600 Häusern wiederhergestellt worden, schreibt Bürgermeister Vitali Klitschko auf dem Kurznachrichtendienst Telegram. Die Reparaturarbeiten dauerten an. Russland hatte das ukrainische Energiesystem mit Raketen und Drohnen angegriffen, was bei Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt zu weitreichenden Ausfällen führte.
00.53 Uhr: Witkoff - Gespräche über Ukraine-Krieg werden nächste Woche weitergehen
Die Gespräche über ein Ende des Ukraine-Kriegs sollen in der kommenden Woche weitergehen. Das schrieb der US-Sondergesandte Witkoff in sozialen Medien. Das Treffen zwischen den USA, Russland und der Ukraine gestern und vorgestern nannte er sehr konstruktiv. Ähnlich äußerte sich auch der ukrainische Präsident Selenskyj. Bei der ersten Begegnung der Kriegsgegner nach längerer Zeit seien viele Themen besprochen worden.
Im Video: Gespräche in Abu Dhabi sollen nächste Woche weitergehen
Verhandlungen in Abu Dhabi vorerst beendet
00.41 Uhr: Russland meldet Einnahme von Dorf Staryzja in Region Charkiw
Russland meldet die Einnahme des Dorfes Staryzja in der nordostukrainischen Region Charkiw. Der ukrainischem Generalstab bestätigt dies nicht, spricht aber von sechs russischen Angriffen in dem Gebiet. Das russische Verteidigungsministerium meldet zudem nächtliche Angriffe auf ukrainische Drohnen-Standorte und Energieanlagen. Die Angaben lassen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.
Sonntag, 25. Januar 2026
21.36 Uhr: Behörden melden Raketenangriff auf russische Grenzregion
Die westrussische Großstadt Belgorod nahe der Grenze zur Ukraine ist nach Behördenangaben von einem schweren Raketenangriff getroffen worden. "Unseren Informationen nach war es der massivste Raketenbeschuss Belgorods (seit Kriegsbeginn)", schrieb der Gouverneur der Region, Wjatscheslaw Gladkow, bei Telegram. Demnach wurden Energieanlagen getroffen. Tote und Verletzte habe es ersten Informationen nach aber nicht gegeben, fügte er hinzu.
20.38 Uhr: Nächste Dreiergespräche am 1. Februar geplant
Die Dreiergespräche zwischen der Ukraine, Russland und den USA zur Beendigung des Ukraine-Krieges sollen nach US-Angaben in einer Woche fortgesetzt werden. "Wir haben uns darauf verständig, dass die nächste Runde am nächsten Sonntag wieder in Abu Dhabi beginnt", sagte ein US-Regierungsvertreter am Samstag zu Journalisten. Die Einigung auf weitere Gespräche sei ein "gutes Zeichen".
15.30 Uhr: Selenskyj nach Abu-Dhabi-Treffen - Baldige Folgegespräche möglich
Nach den trilateralen Verhandlungen der Ukraine, Russlands und der USA in Abu Dhabi hält der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ein Folgetreffen in der kommenden Woche für möglich. Die Gespräche seien konstruktiv gewesen, und die Ukraine sei zu weiteren Gesprächen bereit, sagte Selenskyj. Militärvertreter hätten eine Liste von Themen für eine mögliche nächste Begegnung identifiziert. Zudem habe die US-Seite Formate angesprochen, um Parameter für ein Ende des Krieges zu formalisieren.
14.55 Uhr: Vereinigte Arabische Emirate - Russland-Ukraine-Gespräche verliefen konstruktiv
Die Gespräche Russlands und der Ukraine in Abu Dhabi haben nach Angaben der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) in einer "konstruktiven und positiven Atmosphäre" stattgefunden. Ein Regierungssprecher teilte mit, der direkte Austausch habe sich auf noch offene Punkte des von den USA vorgeschlagenen Friedensplans konzentriert. Das russische Außenministerium erklärte unterdessen mit Blick auf mögliche weitere Treffen in Istanbul, Moskau bleibe offen für eine Fortsetzung des Dialogs. Dies meldet die staatliche Nachrichtenagentur RIA.
14.23 Uhr: Verhandlungen in Abu Dhabi vorerst beendet
Der zweite Verhandlungstag bei den trilateralen Gesprächen zwischen Kiew, Moskau und Washington über eine Beendigung des russischen Kriegs in der Ukraine ist beendet. Die Delegationen seien in ihre Hotels zurückgekehrt, eine Fortsetzung heute sei nicht mehr geplant, berichtete die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf Verhandlungskreise. Konkrete Ergebnisse wurden zunächst nicht bekannt.
Die Delegationen hatten hinter verschlossenen Türen verhandelt. Im Mittelpunkt stand zuletzt das heikle Thema der Gebietsabtretungen. Russland fordert neben den bereits besetzten Gebieten im Osten der Ukraine weitere Landstriche. Dazu gehören auch die nach fast vier Jahren noch nicht eroberten Teile des Gebietes Donezk. Die Ukraine lehnt einen einseitigen Rückzug aus der Region ab. Moskau beharrt außerdem darauf, dass die Ukraine nicht der Nato beitritt. Russland hatte bereits im Vorfeld mitgeteilt, wenn es keine diplomatische Lösung gebe, werde man die Ziele auf militärischem Weg erreichen.
10.23 Uhr: Russland - Haben weiteren Ort in Region Charkiw eingenommen
Russland hat nach eigenen Angaben das Dorf Staryzja in der nordostukrainischen Region Charkiw eingenommen. Zudem hätten die Truppen in der Nacht ukrainische Drohnenstellungen und Energieanlagen angegriffen, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
09.18 Uhr: Selenskyj pocht auf Umsetzung von Trump-Absprachen zur Luftabwehr
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj fordert nach den schweren russischen Angriffen auf Energieanlagen die vollständige Umsetzung der mit US-Präsident Donald Trump getroffenen Absprachen zur Luftabwehr. Die in Davos vereinbarten Maßnahmen müssten "vollständig umgesetzt" werden, sagte Selenskyj. Er und Trump hatten sich am Donnerstag beim Weltwirtschaftsforum getroffen und über Unterstützung bei der Luftabwehr gesprochen, ohne jedoch Details zu nennen.
08.51 Uhr: Fast 6.000 Gebäude in Kiew ohne Heizung
In der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind nach einem russischen Angriff in der Nacht fast 6000 Gebäude von der Wärmeversorgung abgeschnitten. Dies teilt Bürgermeister Vitali Klitschko mit. Die Außentemperatur liegt am Morgen bei minus 12 Grad.
Im Audio: Fast 6.000 Gebäude in Kiew ohne Heizung
Fast 6.000 Gebäude in Kiew ohne Heizung
06.57 Uhr: Ukrainer und Russen setzen Gespräche über Kriegsende fort
Nach dem Auftakt der Gespräche am Vorabend in Abu Dhabi werden heute ranghohe Militärvertreter Russlands und der Ukraine unter Vermittlung der USA aufeinandertreffen. Ziel des diplomatischen Ringens in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate sei ein würdiger und dauerhafter Frieden, teilte der ukrainische Verhandlungsführer Rustem Umjerow nach der ersten Runde mit.
Bei den Gesprächen auf der Arabischen Halbinsel werden heute nach ukrainischen Angaben auch Generalstabschef Andrij Hnatow und der stellvertretende Chef des Militärgeheimdienstes, Generalleutnant Wadym Skibizkyj, dazustoßen. Die russische Verhandlungsdelegation wird angeführt vom Chef des Militärgeheimdienstes, Igor Kostjukow. Von US-Seite ist unter anderem der fürs Heer zuständige Staatssekretär Daniel Driscoll dabei.
06.18 Uhr: Nato will an Ostflanke verstärkt auf Roboter-Systeme setzen
Die Nato will an ihrer Ostflanke deutlich mehr Waffen und Munition lagern und zugleich eine neue Verteidigungszone mit Robotortechnik aufbauen. Wie ein ranghoher Offizier der "Welt am Sonntag" sagte, soll so vor allem die Abschreckung gegenüber Russland verbessert werden. Das mehrstufige Verteidigungskonzept sieht den Angaben zufolge vor, den Vormarsch von Angreifern künftig zunächst mit Hightech aufzuhalten. Entlang der Grenze zu Russland und Belarus soll demnach ein Abschnitt entstehen, der vor allem mit Überwachung und ferngesteuerten oder teilautomatisierten Systemen geschützt wird – und den ein Gegner erst überwinden müsste, bevor er weiter vorrücken kann.
05.58 Uhr: Mindestens ein Todesopfer und 19 Verletzte bei Angriffen in Kiew und Charkiw
Bei russischen Angriffen in der ukrainischen Hauptstadt Kiew und in der Region Charkiw im Osten des Landes ist Behörden zufolge mindestens ein Mensch getötet worden, 19 weitere Menschen wurden verletzt. "Kiew wird vom Feind massiv angegriffen. Verlassen Sie die Schutzräume nicht", erklärte Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko in den frühen Morgenstunden auf Telegram. In einem späteren Beitrag fügte Klitschko hinzu: "Bisher ist bekannt, dass eine Person ums Leben gekommen ist und vier weitere verletzt wurden". In mehreren von Drohnentrümmern getroffenen Gebäuden sei Feuer ausgebrochen. Zudem wurde die Wärme- und Wasserversorgung in Teilen der Hauptstadt unterbrochen, ergänzte Klitschko.
Auch aus der ostukrainischen Großstadt Charkiw nahe der Grenze zu Russland wurden in der Nacht schwere Luftangriffe gemeldet. Nach Angaben von Bürgermeister Ihor Terechow wurden dort mindestens 19 Menschen verletzt. Mehrere Krankenhäuser und Wohngebäude seien beschädigt, manche Opfer unter Gebäudetrümmern eingeschlossen worden, schrieb er bei Telegram. Nach Angaben von Gouverneur Oleh Synjehubob sind unter den Verletzten eine Schwangere und ein Kind.
01.15 Uhr: Erneut russischer Luftangriff auf Kiew
Nach ukrainischen Angaben hat es in der Nacht einen erneuten russischen Luftangriff auf Kiew gegeben. Drohnen greifen die Stadt weiterhin an, teilte der Leiter der Militärverwaltung der Hauptstadt, Tymur Tkatschenko, mit. Es bestehe zudem die Gefahr von russischen Raketenangriffen. Die Luftabwehr sei im Einsatz. Tkatschenko zufolge ist nach einem Einschlag in einem Stadtbezirk ein Feuer ausgebrochen.
Samstag, 24. Januar 2026
22.18 Uhr: Ukraine - Haben über Parameter für Kriegsende verhandelt
Am ersten Verhandlungstag in Abu Dhabi ist es nach ukrainischen Angaben um die Parameter für eine Beendigung des Krieges gegangen. Auch die weitere Logik des Verhandlungsprozesses sei erörtert worden, teilt der Sekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrats und Delegationsleiter, Rustem Umerow, mit. Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärt auf Telegram: "Das Wichtigste ist, dass Russland bereit ist, diesen Krieg zu beenden, den es begonnen hat." Er stehe in regelmäßigem Kontakt mit den ukrainischen Unterhändlern, es sei jedoch noch zu früh, um Schlüsse aus den Gesprächen zu ziehen. "Wir werden sehen, wie das Gespräch morgen verläuft und was das Ergebnis sein wird."
21.17 Uhr: Erste Ukraine-Verhandlungsrunde in Abu Dhabi beendet
Russland und die Ukraine haben die erste Runde ihrer direkten Friedensgespräche seit Langem am späten Abend in Abu Dhabi beendet. "Das Treffen war den Bedingungen für die Beendigung des russischen Krieges und der weiteren Logik des Verhandlungsprozesses gewidmet, mit dem Ziel, einen würdigen und dauerhaften Frieden zu erreichen", teilte der ukrainische Verhandlungsführer Rustem Umjerow in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) am späten Abend mit. Details nannte er nicht. Die Gespräche sollen an diesem Samstag fortgesetzt werden.
Bei den Gesprächen geht es im Kern darum, ob die Ukraine sich auf die russische Bedingung für einen Waffenstillstand einlässt und sich aus dem noch von Kiew kontrollierten Teil in der ostukrainischen Industrieregion Donbass zurückzieht. Kiew lehnt das bisher stets ab. Der Kreml hatte dies aber vor Beginn der Gespräche erneut als Grundvoraussetzung für einen Waffenstillstand genannt. Zudem droht Russland mit einer Fortsetzung des seit fast vier Jahren dauernden Krieges, sollte sich die Ukraine nicht zurückziehen.
20.09 Uhr: Selenskyj kündigt weitere Ukraine-Gespräche für Samstag an
Nach dem Auftakt der ersten direkten Gespräche zwischen Ukrainern und Russen über eine Beendigung ihres Krieges hat Kiews Präsident Wolodymyr Selenskyj für diesen Samstag weitere Verhandlungen angekündigt. "Das ist wichtig, denn solche trilateralen Treffen gab es schon lange nicht mehr", sagte Selenskyj in seiner in Kiew verbreiteten abendlichen Videobotschaft. Es sei noch zu früh, um Schlussfolgerungen zu dem Treffen in Abu Dhabi zu ziehen. Vor allem müsse Russland, das den Angriff begonnen habe, bereit sein, den Krieg zu beenden.
17.41 Uhr: Merz lehnt Trumps "Friedensrat" ab - in jetziger Form
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat einen Beitritt zum "Friedensrat" von US-Präsident Donald Trump in seiner jetzigen Form zwar abgelehnt, sich aber grundsätzlich offen für neue Gesprächsformate mit den USA gezeigt. "Wir sind selbstverständlich bereit, auch andere Formen, neue Formen der Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten von Amerika zu erproben", sagte er auf einer Pressekonferenz nach den deutsch-italienischen Regierungskonsultationen.
17.38 Uhr: Merz lobt trilaterale Gespräche in Abu Dhabi
Kanzler Friedrich Merz hat die Gespräche der Ukraine mit den USA und Russland in Abu Dhabi gelobt. "Dass diese Gespräche jetzt so stattfinden, wie sie stattfinden, ist unser gemeinsamer Wille und abgesprochen mit den Vereinigten Staaten von Amerika", sagte Merz in Rom. Es gebe eine sehr enge Abstimmung zwischen der Ukraine, Amerika und den Europäern. "Präsident Selenskyj hat ja in dieser Woche auch eine endgültige Zustimmung von den Amerikanern bekommen für die Sicherheitsgarantien, die wir hier gemeinsam ausverhandelt haben", fügte er mit Blick auf vorangegangene Gespräche in Berlin und Genf hinzu.
15.56 Uhr: EU schickt Stromgeneratoren in die Ukraine
Mit fast 450 Notstromgeneratoren will die EU die Not in der Ukraine nach russischen Angriffen auf die Energieinfrastruktur lindern. Die Geräte im Wert von 3,7 Millionen Euro sollen Krankenhäuser, Unterkünfte und kritische Dienste wieder mit Strom versorgen, wie die Europäische Kommission mitteilte. "Die anhaltenden Angriffe Russlands auf die Energieinfrastruktur der Ukraine berauben die Zivilbevölkerung mitten im harten Winter absichtlich der Wärme, des Lichts und der Grundversorgung. Sie sollen den ukrainischen Geist brechen", sagte EU-Kommissarin Hadja Lahbib.
15.09 Uhr: Selenskyj - Zukunft des Donbass im Zentrum von Ukraine-Gesprächen
Bei Gesprächen über eine Beendigung des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine soll der Fokus nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj auf der Zukunft der Industrieregion Donbass liegen. Er zeigte sich offen für eine Freihandelszone unter ukrainischer Kontrolle im Osten des Landes. Über den Vorschlag habe er mit US-Präsident Donald Trump am Donnerstag beim Weltwirtschaftsforum im schweizerischen Davos diskutiert.
14.58 Uhr: Ukraine - Stromversorgung verschlechtert sich deutlich
Die Energieversorgung in der Ukraine hat sich nach Angaben des Netzbetreibers Ukrenergo am Morgen deutlich verschlechtert. Nach den jüngsten russischen Luftangriffen müssten mehrere Kraftwerke notdürftig repariert werden, teilte das Unternehmen mit. In den meisten Regionen des Landes seien Notabschaltungen in Kraft.
13.50 Uhr: Gespräche in Abu Dhabi - Berlin zweifelt an Moskaus Kompromissbereitschaft
Die Bundesregierung hat sich skeptisch zu den Gesprächen über die Beendigung des Ukraine-Kriegs zwischen der Ukraine, USA und Russland in Abu Dhabi geäußert. "Grundsätzlich begrüßen wir es erstmal, wenn es jetzt zu trilateralen Zusammenkünften kommt", sagte Vize-Regierungssprecher Stefan Meyer in Berlin. Es bestünden aber weiterhin große Fragen dazu, "inwieweit Russland bereit ist, von Maximalforderungen wirklich Abstand zu nehmen".
12.11 Uhr: Ukraine bestellt 18 Iris-T-Flugabwehrsysteme bei Diehl
Die Ukraine hat 18 Flugabwehrsysteme vom Typ Iris-T beim deutschen Rüstungskonzern Diehl Defence bestellt. Das Land sei zudem an weiteren Feuereinheiten interessiert, sagte Diehl-Chef Helmut Rauch auf einer Veranstaltung des "Handelsblatts". Derzeit befänden sich neun Iris-T-Systeme in der Ukraine im Einsatz.
11.31 Uhr: Selenskyj - Verhandlungen in Abu Dhabi über Donbass-Frage
Bei den von den Washington angeregten dreiseitigen Gesprächen zwischen der Ukraine, Russland und den USA wird es nach Angaben aus Kiew vor allem um Gebietsfragen gehen. "Die Frage des Donbass ist eine Schlüsselfrage", sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Journalisten zu den Verhandlungen in Abu Dhabi (Vereinigte Arabische Emirate). Bei den Unterredungen an diesem Freitag und am Samstag würden die drei Seiten ihre Sichtweise auf das Problem vortragen und diskutieren. Der Auskunft seines Beraters Dmytro Lytwyn nach ist der Beginn der Gespräche in den Arabischen Emiraten für den Abend geplant.
Zum Audio: Ukraine-Gespräche - Deutsche Politik nur Beobachter
Heute treffen sich ukrainische, russische und amerikanische Delegationen in Abu Dhabi. Nicht mit am Tisch: die Europäer.
10.40 Uhr: Vier Tote nach russischen Drohnenangriffen in der Ostukraine
Durch russische Drohnenangriffe sind in der Ostukraine mindestens vier Zivilisten getötet worden, darunter ein fünfjähriger Junge. Weitere fünf Menschen seien verletzt worden, teilte die Staatsanwaltschaft des Gebiets Donezk auf Facebook mit. Zu den verletzten Opfern in der Ortschaft Tscherkaske im Landkreis Kramatorsk zählten drei Minderjährige. Die Siedlung ist gut 35 Kilometer von der Frontlinie entfernt.
10.09 Uhr: Selenskyj weist russische Pläne für eingefrorenes Vermögen zurück
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnet den russischen Vorschlag als "Unsinn", im Westen eingefrorene russische Vermögenswerte für den Wiederaufbau auf eigenem Gebiet wie der Region Kursk zu verwenden. Die Ukraine werde darum kämpfen, alle eingefrorenen russischen Gelder für den Wiederaufbau in der Ukraine nutzen zu können, teilt er in einem Chat mit Journalisten mit.
06.13 Uhr: Von der Leyen sieht neuen Ukraine-Plan auf der Zielgeraden
Die Arbeiten an einem milliardenschweren Aufbauplan für die von Russland angegriffene Ukraine sind nach Angaben von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen weitestgehend abgeschlossen. Die EU, die USA und die Ukraine stünden kurz vor einer Einigung, sagte die deutsche Spitzenpolitikerin nach einem EU-Sondergipfel in Brüssel. Der Plan zeige auf, wie der Wohlstand der Ukraine direkt nach einem Waffenstillstand oder Frieden gesteigert werden könne.
02.40 Uhr: Sicherheitsgespräche mit Russland, Ukraine und USA in Abu Dhabi
Nach Gesprächen zwischen Russlands Präsidenten Wladimir Putin und dem US-Gesandten Steve Witkoff in Moskau hat der Kreml für heute ein Treffen mit Vertretern der USA und der Ukraine zu "Sicherheitsfragen" angekündigt. Die "trilaterale Arbeitsgruppe" werde sich in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten treffen, sagte der russische Präsidentenberater Juri Uschakow vor Journalisten. Das Treffen zwischen Putin und Witkoff sei "in jeder Hinsicht nützlich" gewesen.
01.20 Uhr: Treffen von Putin und Witkoff nach dreieinhalb Stunden beendet
Die Gespräche zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und den US-Gesandten über ein Friedensabkommen für die Ukraine sind nach Angaben des Kremls beendet. Die Unterredungen in Moskau hätten mehr als dreieinhalb Stunden gedauert, teilte das russische Präsidialamt mit. An dem Treffen nahmen die Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner sowie der Berater von US-Präsident Donald Trump, Josh Gruenbaum, teil.
00.55 Uhr: Ein Toter und Verletzte nach Angriffen auf Selenskyjs Heimatstadt
Bei russischen Drohnen- und Raketenangriffen auf zwei Ortschaften im Südosten der Ukraine ist ukrainischen Angaben zufolge ein Mensch getötet und mehr als 20 weitere Personen verletzt worden. Betroffen sind dem Gouverneur der Region Saporischschja zufolge einerseits die Ortschaft Komyschuwacha und die Industriestadt Krywyj Rih, wie Oleksandr Vilkul, Leiter der Militärverwaltung der Stadt, auf Telegram mitteilte. Die Stadt ist auch die Heimatstadt des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Die Angriffe sollen Wohnhäuser, Schulen und wichtige Infrastruktur getroffen haben.
Freitag, 23. Januar 2026
23.15 Uhr: Trump - Putin und Selenskyj wollen Einigung im Ukraine-Krieg
US-Präsident Donald Trump zufolge streben sowohl der russische Präsident Wladimir Putin als auch der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj eine Einigung zur Beendigung des Krieges an. Beide hätten gesagt, sie wollten einen "Deal" machen, sagte Trump an Bord der Air Force One. Er hatte Selenskyj zuvor am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos in der Schweiz getroffen.
23.00 Uhr: Putin empfängt US-Gesandte zu Gesprächen über Ukraine-Krieg
Der russische Präsident Wladimir Putin empfängt in Moskau drei US-Gesandte zu Verhandlungen über ein Ende des Ukraine-Kriegs. Wie der Kreml mitteilte, nehmen an dem Treffen kurz vor Mitternacht (Ortszeit) die Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner sowie der Trump-Berater Josh Gruenbaum teil. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor erklärt, eine Einigung sei "ziemlich nah". Witkoff zufolge hängt der Durchbruch nur noch an einem letzten Punkt.
21.36 Uhr: Treffen von Putin und Witkoff im Kreml hat begonnen
Der US-Sondergesandte Steve Witkoff ist im Kreml von Russlands Machthaber Wladimir Putin empfangen worden. Die Gespräche haben begonnen, wie der Kreml auf seinem Telegramkanal mitteilte. Zuletzt hatte der Kremlchef den Vertrauten von US-Präsident Donald Trump Anfang Dezember empfangen. Die Gespräche damals hatten fünf Stunden gedauert - aber keinen Durchbruch gebracht.
Witkoff wird diesmal in Moskau erneut von Trumps Schwiegersohn Jared Kushner begleitet. Die beiden waren schon im Dezember gemeinsam zu Gesprächen im Kreml. Für Witkoff ist es bereits der siebte Russland-Besuch als Sondergesandter. Am Freitag sollen die Verhandlungen in Abu Dhabi weitergeführt werden: Mit Unterhändlern aus Russland, der Ukraine und den USA.
20.45 Uhr: US-Unterhändler sind in Moskau eingetroffen
Die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner sind zu Gesprächen mit dem russischen Machthaber Wladimir Putin in Moskau eingetroffen. Das Flugzeug der beiden ist Daten der Flugüberwachungsseite Flightradar24 zufolge am Abend in der russischen Hauptstadt gelandet. Thema ist ein Friedensabkommen für die Ukraine. Die Gesandten kommen aus der Schweiz, wo sie ukrainische Vertreter getroffen haben.
20.12 Uhr: Trump setzt Russland laut Finnischem Präsidenten unter Druck
Der finnische Präsident Alexander Stubb sieht die Lage im Ukraine-Krieg aus westlicher Sicht auf einem guten Weg. US-Präsident Donald Trump übe großen Druck auf Russland aus, sagt Stubb am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos. Stubb sagte: "Ich hoffe, er macht damit weiter." Stubb zeigt sich optimistisch mit Blick auf einen 20-Punkte-Friedensplan, der Sicherheitsgarantien für die Ukraine und den Wiederaufbau des Landes umfasse. Er sei jedoch nicht überzeugt, dass Russland den Plan aus innenpolitischen Gründen annehmen werde.
18.55 Uhr: Russische Schattenflotte? Frankreichs Marine stoppt Tanker
Die französische Marine hat einen aus Russland kommenden Öltanker angehalten und überprüft. Das Schiff mit dem Namen "Grinch" werde verdächtigt, unter falscher Flagge zu fahren, und sei mit internationalen Sanktionen belegt, teilte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron auf X mit. Die französische Marine eskortierte es zur weiteren Überprüfung in einen Hafen, die Justiz leitete Untersuchungen ein.
Ähnlich war Frankreich bereits im Oktober vorgegangen. Der aktuelle Einsatz erfolgte Macron zufolge im Mittelmeer und in Absprache mit mehreren Verbündeten. "Die Aktivitäten der Schattenflotte tragen zur Finanzierung des Angriffskriegs gegen die Ukraine bei." Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj dankte seinem französischen Kollegen auf X und schrieb: "Genau diese Entschlossenheit ist erforderlich, um sicherzustellen, dass russisches Öl nicht länger Russlands Krieg finanziert".
17.50 Uhr: Selenskyj verkündet Einigung mit Trump über US-Sicherheitsgarantien
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat eine Einigung mit US-Präsident Donald Trump über US-Sicherheitsgarantien für das von Russland angegriffene Land bekanntgegeben: Das Thema Sicherheitsgarantien sei "erledigt", sagte Selenskyj vor Journalisten in Davos.
Ohne diese gehe es nicht. Zwar hätten Großbritannien und Frankreich ihre Bereitschaft erklärt, eine mögliche Waffenruhe mit Russland vor Ort abzusichern, aber "ohne die USA funktionieren keine Sicherheitsgarantien". Das Dokument müsse nun "von den Präsidenten unterzeichnet werden und geht dann an die nationalen Parlamente", so Selenskyj, der sich zuvor mit Trump in Davos getroffen hatte. Selenskyj wies zudem darauf hin, dass die Fragen rund um die Zukunft der Ostukraine noch nicht gelöst seien.
16.38 Uhr: Selenskyj: Treffen zwischen USA, Russland und Ukraine
Vertreter der USA, der Ukraine und Russlands wollen in den Vereinigten Arabischen Emiraten über ein mögliches Kriegsende verhandeln. Das sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nach seinem Treffen mit US-Präsident Donald Trump beim Weltwirtschaftsforum im Schweizer Alpenort Davos. Die Gespräche auf Expertenebene sollten schon am Freitag und Samstag stattfinden - es sei eine Überraschung der Amerikaner. "Ich hoffe, dass die Emirate Bescheid wissen." Direkte offizielle Treffen zwischen den beiden Kriegsparteien hat es seit mehreren Monaten nicht mehr gegeben.
Zugleich nutzte Selenskyj die internationale Bühne des Weltwirtschaftsforums für Kritik an seinen europäischen Verbündeten und der Nato. "Europa diskutiert gern über die Zukunft, scheut sich aber davor, heute zu handeln – Handlungen, die darüber entscheiden, welche Art von Zukunft wir haben", so Selenskyj. Die Nato existiere lediglich aufgrund des Glaubens, dass die USA im Falle eines Angriffs nicht tatenlos zusehen, sondern helfen würden. "Doch niemand hat das Bündnis bisher in Aktion erlebt".
14.45 Uhr: Deutschland weist russischen Diplomaten wegen Spionageverdacht aus
Das Auswärtige Amt hat nach der Festnahme einer Frau in Deutschland wegen mutmaßlicher Spionage für Russland diplomatische Schritte eingeleitet. "Spionage in Deutschland toleriert die Bundesregierung nicht - erst recht nicht unter dem Deckmantel des Diplomatenstatus", schreibt das Ministerium auf der Plattform X. "Wir haben heute den Botschafter Russlands einbestellt und ihm die Ausweisung der betreffenden Person mitgeteilt, die im Auftrag von Russland spioniert hat." Nach Informationen des "Spiegels" handelt es sich um den Verbindungsoffizier für die festgenommene Deutsch-Ukrainerin, gegen die der Generalbundesanwalt Haftbefehl erlassen hat.
Die festgenommene Ilona W. sitzt derweilen in Untersuchungshaft. Sie soll Hintergrundinformationen über Teilnehmer hochkarätiger politischer Veranstaltungen gesammelt und Erkundigungen über Standorte der Rüstungsindustrie, Drohnentests und geplante Lieferungen von Drohnen an die Ukraine eingeholt haben.
14.14 Uhr: Russische Ölförderung 2025 trotz Sanktionen kaum gesunken
Russlands Ölförderung ist im vergangenen Jahr trotz westlicher Sanktionen und ukrainischer Drohnenangriffe nur leicht gesunken. Die Produktion schrumpfte um 0,8 Prozent im Vergleich zu 2024 auf 10,28 Millionen Barrel pro Tag, wie aus am Donnerstag veröffentlichten Daten hervorging. Dies entspricht rund einem Zehntel der weltweiten Förderung. Dem stellvertretenden russischen Ministerpräsidenten Alexander Nowak zufolge hat sein Land im vergangenen Jahr 512 Millionen Tonnen Öl gefördert, nach 516 Millionen Tonnen im Jahr 2024.
Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hatte im Oktober Sanktionen gegen die beiden größten russischen Ölproduzenten Rosneft und Lukoil verhängt. Zudem verdoppelte sie die Einfuhrzölle auf indische Waren, um das Land für seine Käufe von russischem Öl zu bestrafen. Die Ukraine hat ihrerseits wiederholt die russische Energieinfrastruktur mit Drohnen angegriffen. Dennoch ist Russland nach den USA und Saudi-Arabien weiterhin der drittgrößte Ölproduzent der Welt.
13.24 Uhr: Treffen Trump-Selenskyj beginnt
In Davos beginnt nach Angaben der Regierung in Kiew das Treffen von US-Präsident Donald Trump und seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj.
12.45 Uhr: Gaza-Grenzübergang Rafah soll wieder geöffnet werden
Der seit mehr als zwei Jahren zumeist geschlossene Grenzübergang Rafah zwischen dem Gazastreifen und Ägypten soll in der kommenden Woche wieder geöffnet werden. Dies kündigte der Chef der neuen palästinensischen Technokratenverwaltung des Gazastreifens, Ali Schaath, an. Für die Menschen in dem Palästinenser-Gebiet sei Rafah eine Lebensader und ein Symbol der Hoffnung. Die Öffnung von Rafah signalisiere, dass der Gazastreifen den Krieg hinter sich lasse.
12.17 Uhr: Ukraine meldet Angriff auf russisches Ölterminal
Nach Angaben des ukrainischen Militärs ist das russische Ölterminal Tamanneftegas in der südrussischen Region Krasnodar Ziel eines Angriffs geworden. Der ukrainische Generalstab machte keine näheren Angaben zu dem Vorfall, erklärte jedoch, dass die Anlage Treibstoff für die russischen Streitkräfte bereitstelle. Eine offizielle Reaktion aus Moskau lag zunächst nicht vor.
10.38 Uhr: 17-Jähriger durch russischen Angriff in Odessa getötet
Bei einem russischen Drohnenangriff in der südukrainischen Region Odessa ist den Behörden zufolge ein 17-Jähriger getötet worden. Der Jugendliche habe bei dem nächtlichen Angriff tödliche Verletzungen erlitten, teilte der Gouverneur der Region, Oleh Kiper, auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Zuvor hatte er erklärt, eine Drohne sei zwischen dem 18. und 19. Stockwerk eines Hochhauses eingeschlagen, ohne jedoch zu detonieren. 58 Menschen, darunter acht Kinder, seien aus dem Gebäude in Sicherheit gebracht worden.
10.22 Uhr: Selenskyj in Davos eingetroffen
Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj ist Medienberichten zufolge in Davos eingetroffen. Auch das Präsidialamt in Kiew bestätigte ukrainischen Medien die Reise. Auf dem Wirtschaftsforum will er sich mit US-Präsident Donald Trump treffen. Selenskyj soll auch auf dem Forum sprechen. Aus Sicherheitsgründen werden Reisen des ukrainischen Staatschefs immer erst bekanntgegeben, wenn er angekommen ist.
09.29 Uhr: Selenskyj auf dem Weg zum Weltwirtschaftsforum in Davos
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist nach Angaben seines Büros auf dem Weg zum Weltwirtschaftsforum in Davos. Dies teilte sein Berater Dmytro Lytwyn am Donnerstag Journalisten mit. Angaben zu einem möglichen Treffen mit US-Präsident Donald Trump machte er zunächst nicht. Trump hatte am Vortag gesagt, dass er sich mit Selenskyj am Donnerstag zu Gesprächen in Davos treffen werde.
08.20 Uhr: Rund 3.000 Wohnblöcke in Kiew weiter ohne Heizung
In der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind nach einem russischen Luftangriff in dieser Woche rund 3.000 Wohnblöcke weiter ohne Heizung. Dies teilte Bürgermeister Vitali Klitschko über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. In der Nacht seien jedoch 227 Gebäude wieder an die Versorgung angeschlossen worden. Klitschko hatte vor zwei Tagen mitgeteilt, dass durch einen russischen Luftangriff die Wärmeversorgung Tausender mehrstöckiger Wohnhäuser bei eisigen Temperaturen unterbrochen wurde.
06.17 Uhr: Ukraine-Gespräche: Kommt Selenskyj nach Davos?
Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos will sich US-Präsident Donald Trump heute mit seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj treffen. Nannte er zunächst den gestrigen Mittwoch als Termin, korrigierte er die Aussage später vor Journalisten und erklärte, das Treffen werde am Donnerstag stattfinden, wie der US-Fernsehsender CNN berichtete.
Er glaube, dass Selenskyj einen Deal machen wolle, sagte Trump in Davos. "Ich denke, ich kann sagen, dass wir einigermaßen nah dran sind." Der Republikaner wiederholte seine Forderung, dass der seit fast vier Jahren andauernde Ukraine-Krieg enden müsse. Aus Kiew gab es zunächst keine Bestätigung für eine Anreise Selenskyjs. Der Ukrainer hatte im Vorfeld des Weltwirtschaftsgipfels erklärt, dass er nicht plane, in die Schweiz zu reisen. Allerdings publizierte Selenskyj am Mittwoch nicht wie gewöhnlich seine abendliche Videoansprache an die Ukrainer, was ein Indiz für eine Reise in die Schweiz sein könnte.
04.03 Uhr: Putin empfängt US-Gesandte Witkoff und Kushner
Die US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner treffen heute mit Russlands Präsidenten Wladimir Putin zu Gesprächen in Moskau zusammen. Witkoff und Kushner sind von Trump mit den Verhandlungen zur Beendigung des Ukraine-Konflikts betraut.
Donnerstag, 22. Januar 2026
Zum Video: Die aktuelle Lage in der Ukraine
Jared Kushner (l.) und Steve Witkoff
17.37 Uhr: Trump gibt sich zuversichtlich: Abkommen "ziemlich nah"
US-Präsident Donald Trump sieht erneut Chancen für ein baldiges Ende des Ukraine-Kriegs. Er habe den Eindruck, dass der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und der russische Präsident Wladimir Putin bereit für eine Übereinkunft seien, sagt Trump in Davos. Ein Abkommen sei "ziemlich nah".
Ähnlich hatte sich Trump bereits in den vergangenen Monaten geäußert. Sollten sie sich nicht einigen, seien beide "dumm", sagt Trump in Davos zudem. Er kündigt an, Selenskyj am Donnerstag in der Schweiz treffen zu wollen. Kurz zuvor hatte Trump noch den Mittwoch in Aussicht gestellt.
16.27 Uhr: Trump - Beendigung des Ukraine-Krieges ist Aufgabe der Nato und Europas - nicht der USA
Sich "um die Ukraine zu kümmern" ist nach Ansicht von US-Präsident Donald Trump Aufgabe der Nato und Europas - und nicht der USA. "Was haben die USA von all dieser Arbeit, all diesem Geld, außer Tod, Zerstörung und kolossalen Geldsummen, die an Menschen gehen, die unsere Taten nicht zu schätzen wissen?", sagte Trump in seiner Rede auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos.
"Sie wissen nicht zu schätzen, was wir tun, ich spreche von der Nato, ich spreche von Europa. Es ist ihre Aufgabe, sich um die Ukraine zu kümmern, nicht unsere", sagte Trump weiter. Die USA seien "sehr weit entfernt, ein großer und schöner Ozean trennt uns. Wir haben damit nichts zu tun", erklärte der US-Präsident.
16.00 Uhr: Trump kündigt Treffen mit Selenskyj an
US-Präsident Donald Trump hat ein Gespräch mit seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj angekündigt. Er werde Selenskyj noch am Mittwoch treffen, sagte Trump auf dem Weltwirtschaftsforum im schweizerischen Davos. Das Treffen war nicht unter den öffentlich bekannt gemachten Terminen Trumps aufgeführt.
Offen blieb, ob Trump Selenskyj persönlich oder per Video-Schalte sprechen wird. Von einer Anwesenheit Selenskyjs in Davos war nichts bekannt.
15.31 Uhr: Urteile nach Attentat auf russischen General in Moskau
Nach einem tödlichen Bombenanschlag auf den russischen General Igor Kirillow hat ein Moskauer Gericht vier Männer zu langen Haftstrafen verurteilt. Der Hauptbeschuldigte wurde zu lebenslanger Haft verurteilt, wie russische Medien meldeten. Drei Komplizen verurteilte das Gericht demnach zu Freiheitsstrafen von 18 bis 25 Jahren. Ihnen wird Beteiligung an dem Anschlag vorgeworfen.
Der ukrainische Geheimdienst reklamierte das Attentat für sich.
15.22 Uhr: Trump in Davos - Will "Blutbad" in Ukraine beenden
US-Präsident Donald Trump nennt den Krieg in der Ukraine in seiner Rede vor dem Weltwirtschaftsforum in Davos ein Blutbad. "Und das ist, was ich beenden möchte", betont Trump. Er werde mit Russlands Präsident Wladimir Putin weiter beraten, noch heute könne er sich mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj treffen, sagt Trump weiter.
14.32 Uhr: Rutte - Gefahren in der Ukraine sind größeres Problem als Grönland
Nato-Generalsekretär Mark Rutte hat die Fokussierung der Allianz auf den Streit über Grönland kritisiert. Die Nato dürfe über dem Zerwürfnis um die Annexionsforderung von US-Präsident Donald Trump die wirklichen Sicherheitsgefahren durch den Invasionskrieg Russlands gegen die Ukraine nicht aus den Augen verlieren, mahnte Rutte am Mittwoch in Davos. Er sei "ein wenig besorgt (...), wenn wir uns so sehr auf diese anderen Themen konzentrieren".
13.48 Uhr: "Putin nutzt Kälte als Waffe": Deutschland wirft Russland Kriegsverbrechen vor
Angesichts der wiederholten Angriffe auf die Energieversorgung der Ukraine hat die Bundesregierung der russischen Führung Kriegsverbrechen vorgeworfen. Russlands Präsident Putin nutze "Kälte als Waffe", sagte der stellvertretende Regierungssprecher Steffen Meyer in Berlin: "Sein Vorgehen ist zutiefst unmenschlich und menschenverachtend." Russlands Kriegsführung solle die Ukraine zermürben: "Russland begeht hier aus unserer Sicht Kriegsverbrechen."
Rund jeder sechste Bewohner Kiews ist dem Aufruf von Bürgermeister Vitali Klitschko zur vorübergehenden Evakuierung gefolgt: 600.000 der 3,6 Millionen Einwohner hätten die Stadt seit dem 9. Januar verlassen, sagte Klitschko am Dienstag. Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums in Berlin wollte sich heute nicht zu der Frage äußern, wie viele dieser 600.000 Menschen in Deutschland Zuflucht suchen dürften. "Ich kann nicht spekulieren", sagte der Sprecher. Bislang habe man "keine Erhöhung der Fluchtbewegung" festgestellt.
13.28 Uhr: Selenskyj - Fast 60 Prozent von Kiew noch immer ohne Strom
Mehr als die Hälfte der ukrainischen Hauptstadt Kiew ist nach dem russischen Angriff vom Dienstag offenbar noch immer ohne Strom. "Stand heute Morgen sind in Kiew noch immer rund 4.000 Gebäude ohne Heizung und fast 60 Prozent der Hauptstadt ohne Strom", schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf der Online-Plattform X.
13.20 Uhr: Witkoff - Will nach Treffen mit Putin auch mit Ukraine beraten
Der US-Sondergesandte Steve Witkoff plant nach seinem Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin auch Gespräche mit der ukrainischen Seite. Witkoff reist am Donnerstag nach Moskau, um mit Putin über einen Frieden zwischen Russland und der Ukraine zu sprechen. Wann er sich mit der ukrainischen Seite beraten will, sagte Witkoff vor der Presse in Davos nicht. "Wir planen, über Frieden, die Ukraine und Russland zu sprechen", erklärte er und fügte hinzu, dass Jared Kushner, der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, an den Gesprächen teilnehmen werde: "Ich bin zuversichtlich, ... wir brauchen Frieden."
12.47 Uhr: Mutmaßliche Spionin Russlands in Berlin festgenommen
In Berlin ist eine Frau mit deutscher und ukrainischer Staatsangehörigkeit festgenommen worden, die für einen russischen Geheimdienst gearbeitet haben soll. Ihrem Kontaktmann habe sie Informationen mit Bezug zum Ukraine-Krieg verschafft, teilte die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mit. Sie soll sich auch an frühere Mitarbeiter aus dem Geschäftsbereich des Bundesverteidigungsministeriums gewandt haben, die sie persönlich kannte.
12.40 Uhr: Brand in russischer Ölraffinerie nach ukrainischem Drohnenangriff
In der Ölraffinerie Afipsky in der südrussischen Oblast Krasnodar ist nach einem ukrainischen Drohnenangriff ein Feuer ausgebrochen. Der Brand sei mittlerweile wieder gelöscht worden, teilten die örtlichen Behörden mit. Es sei niemand verletzt worden, es gebe keine Schäden. Die Raffinerie war in den vergangenen Monaten wiederholt Ziel ukrainischer Angriffe auf die russische Energie-Infrastruktur. Die hauptsächlich auf den Export ausgerichtete Anlage Afipsky verarbeitete 2024 rund 7,2 Millionen Tonnen Rohöl. Zudem trafen ukrainische Drohnen weitere Städte in Südrussland. Dabei wurden örtlichen Behörden zufolge insgesamt elf Menschen verletzt.
12.22 Uhr: Rutte - Streit um Grönland darf nicht von Ukraine ablenken
Die Nato sollte sich ihrem Generalsekretär Mark Rutte zufolge durch die Spannungen um Grönland nicht von der Notwendigkeit ablenken lassen, die Ukraine zu verteidigen. "Die Ukraine sollte oberste Priorität haben, sie ist entscheidend für die Sicherheit Europas und der USA", sagte Rutte in einer Podiumsdiskussion beim Weltwirtschaftsforum in Davos: "Ich bin wirklich besorgt, dass wir das Ziel aus den Augen verlieren und dass die Ukrainer in der Zwischenzeit nicht über genügend Abfangjäger verfügen, um sich zu verteidigen."
12.11 Uhr: US-Gesandter Witkoff reist zu Treffen mit Putin nach Moskau
Der US-Sondergesandte Steve Witkoff reist nach eigenen Angaben am Donnerstag zu einem Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin nach Moskau. Der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, werde ihn begleiten, sagte Witkoff dem Sender CNBC. Das Treffen finde auf Wunsch der russischen Seite statt. "Ich denke, das ist eine wichtige Aussage von ihrer Seite", sagte Witkoff.
Das Präsidialamt in Moskau bestätigte das Treffen, die russische Führung hatte bereits vergangene Woche mitgeteilt, sie bereite den Empfang von Witkoff und Kushner für Friedensgespräche zur Ukraine vor, aber noch keinen Termin genannt.
11.46 Uhr: Zwei Festnahmen in Brandenburg wegen Hilfe für prorussische Milizen
In Brandenburg sind ein Russe und ein Deutscher festgenommen worden, die jahrelang prorussische Separatisten der sogenannten Volksrepubliken Donezk und Luhansk in der Ostukraine unterstützt haben sollen. Suren A. und Falko H. sollen in herausgehobener Stellung in einem Verein gearbeitet haben, der unter anderem den Transport von Drohnen in die Donbass-Region organisierte, wie die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mitteilte. Ihnen wird demnach die Unterstützung ausländischer terroristischer Vereinigungen in mehreren Fällen zur Last gelegt.
10.30 Uhr: CDU-Außenpolitiker Kiesewetter - Schutz der Ukraine muss Priorität haben
Der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter hat die Europäer aufgerufen, sich durch den Konflikt um Grönland nicht von der Ukraine-Krise ablenken zu lassen. Das Thema Grönland lenke von "der eigentlichen Bedrohung" ab, sagte Kiesewetter dem WDR: "Russland bombt in furchtbarer Weise weiter, so etwas gab es noch nie in den letzten vier Jahren des Angriffskriegs. Die Priorität muss sein, die Ukraine massiv zu unterstützen. Und deswegen müssen wir auch Dänemark helfen, die die stärksten militärischen Unterstützer der Ukraine sind, gemessen am Bruttoinlandsprodukt. Also da kommt einiges auf uns Deutsche noch zu."
Wenn die USA die Ukraine nicht mehr unterstützten und es Europa auch nicht tue, "dann droht Massenflucht, der Zerfall", sagte Kiesewetter: "Es droht die Blaupause, dass China sich eingeladen fühlt, Taiwan zu nehmen in dieser europäischen Schwäche. Das heißt, Prioritätenwechsel auch unserer Bevölkerung klarmachen. Die Ukraine verteidigt unsere Sicherheit. Wenn sie wegfällt, dann weitet sich der Krieg aus."
09.42 Uhr: Vertreter der USA und Russlands verhandeln in Davos
Vertreter Russlands und der USA haben am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos über bilaterale Beziehungen und eine Friedensregelung für die Ukraine gesprochen. An dem Treffen am Dienstagabend nahmen nach Moskauer Medienberichten der US-Sondergesandte Steve Witkoff, der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, und der russische Unterhändler Kirill Dmitrijew teil.
Ergebnisse wurden nicht mitgeteilt. Witkoff äußerte sich nicht über seine sonst üblichen Kanäle. Vor einer Kamera der russischen Zeitung "Iswestija" sprach er von einem "sehr positiven Treffen".
08.54 Uhr: Zwei Tote durch russische Drohnenangriffe in Ukraine
Bei russischen Drohnenangriffen auf die Ukraine sind nach Behördenangaben zwei Menschen getötet worden. Ziel der Angriffe sei die Stadt Krywyj Rih gewesen, teilte die regionale Militärverwaltung mit. Bei den Opfern handele es sich um einen 77-jährigen Mann und eine 72-jährige Frau. Krywyj Rih, die Geburtsstadt des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, liegt rund 80 Kilometer von der Front entfernt. Die russische Armee verübt seit Beginn der Invasion im Februar 2022 regelmäßig Luftangriffe auf die Stadt.
In der russischen Kaukasusrepublik Adygeja meldeten die Behörden derweil elf Verletzte bei einem ukrainischen Drohnenangriff. Unter den Verletzten seien zwei Kinder, erklärten die örtlichen Behörden. Adygeja grenzt an die Großstadt Krasnodar. Die Region rund um das Schwarze und Asowsche Meer wird immer wieder zum Ziel ukrainischer Drohnenangriffe.
07.39 Uhr: Zeitung - Streit über Trumps Grönland-Anspruch verzögert Ukraine-Hilfspaket
Der Streit über die Grönland-Politik von US-Präsident Donald Trump und Widerstand gegen dessen Pläne für einen globalen Friedensrat verzögern kaut "Financial Times" ein milliardenschweres Hilfspaket für die Ukraine. Die geplante Ankündigung eines 800 Milliarden Dollar schweren Wohlstandsplans zum Wiederaufbau und der wirtschaftlichen Erholung auf dem Weltwirtschaftsforum sei verschoben worden, berichtet die Zeitung unter Berufung auf sechs mit der Angelegenheit vertraute Personen.
Der Plan sollte eigentlich diese Woche bei dem Treffen in der Schweiz zwischen der Ukraine, Europa und den USA vereinbart werden. Grund für die Verzögerung sei der europäische Widerstand gegen Trumps Bestrebungen, Grönland zu erwerben, sowie gegen seine Pläne für einen globalen Friedensrat.
03.45 Uhr: Strom und Heizung fallen nach Angriff auf Kiew aus
Nach einem russischen Luftangriff sind in Teilen der ukrainischen Hauptstadt Kiew Strom, Heizung und Wasserversorgung ausgefallen. Bewohner hätten bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt in Notzelten Schutz gesucht, hieß es. Ganze Wohnblöcke seien ohne Strom. Eine russische Stellungnahme zu dem Angriff lag zunächst nicht vor.
01.25 Uhr: Verletzte bei ukrainischem Drohnenangriff in Südrussland
Bei ukrainischen Drohnenangriffen auf den Süden Russlands werden nach offiziellen Angaben acht Menschen verletzt. In der Republik Adygeja sei ein Wohnhaus getroffen worden, teilt Gouverneur Murat Kumpilow auf Telegram mit.Bei ukrainischen Drohnenangriffen auf den Süden Russlands werden nach offiziellen Angaben acht Menschen verletzt. In der Republik Adygeja sei ein Wohnhaus getroffen worden, teilt Gouverneur Murat Kumpilow auf Telegram mit. Eine ukrainische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor.
Mittwoch, 21. Januar 2026
21.35 Uhr: 600.000 Menschen haben Kiew seit 9. Januar verlassen
Rund jeder sechste Bewohner der ukrainischen Hauptstadt Kiew ist dem Aufruf von Bürgermeister Vitali Klitschko zur vorübergehenden Evakuierung gefolgt: 600.000 der 3,6 Millionen Einwohner hätten die Stadt seit dem 9. Januar verlassen, sagte Klitschko am Dienstag in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP. "Nicht jeder hat die Möglichkeit, die Stadt zu verlassen, aber momentan schrumpft die Bevölkerung." Angesichts der verschärften russischen Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur hatte Klitschko zur vorübergehenden Evakuierung aufgerufen.
Nach einem russischen Angriff in der Nacht zum Dienstag war bei fast der Hälfte der Wohnungen in Kiew bei zweistelligen Minusgraden Strom und Heizung ausgefallen. "Die Temperatur liegt bei fast minus 20 Grad und Putin nutzt dies, um den Widerstand zu brechen", kritisierte Klitschko.
19.30 Uhr: Über eine Million Haushalte in Kiew ohne Strom
Nach den jüngsten russischen Luftangriffen sind in Kiew nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj mehr als eine Million Haushalte ohne Strom. Zudem gebe es in mehr als 4.000 Wohnblocks keine Heizung, sagt das Staatsoberhaupt in seiner abendlichen Videoansprache.
17.05 Uhr: AKW Tschernobyl ist nach russischen Angriffen wieder am Stromnetz
Das ukrainische Atomkraftwerk Tschernobyl ist laut dem Kraftwerksleiter nach russischen Angriffen wieder ans Stromnetz angeschlossen worden. Alle Anlagen des Kraftwerks würden mit Energie versorgt, erklärte am Dienstag der Leiter des Akws, Serhij Tarakanow. Es bestehe derzeit "kein Risiko für die Umwelt oder die Bevölkerung", fügte er hinzu. Die Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) hatte zuvor gemeldet, dass die gesamte Stromversorgung in dem havarierten Atomkraftwerk infolge russischer Angriffe unterbrochen worden sei.
16.05 Uhr: Hilfsorganisationen: Humanitäre Lage in Ukraine wird immer prekärer
Vor einer weiteren Verschlimmerung der humanitären Situation in der Ukraine haben mehrere Hilfsorganisationen gewarnt. "2025 war das tödlichste Jahr für Zivilistinnen und Zivilisten in der Ukraine seit der Eskalation des Krieges vor rund vier Jahren", erklärte die internationale Hilfsorganisation Help am Dienstag in Bonn. So seien im vergangenen Jahr rund 2.400 Zivilisten durch die Angriffe getötet und fast 12.000 verletzt worden. Das seien fast 30 Prozent mehr als im Vorjahr, sagte der Help-Landesdirektor in der Ukraine, Oleksandr Novykov.
14.50 Uhr: Selenskyj schlägt Europa Aufbau einer gemeinsamen Armee vor
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Schaffung einer gemeinsamen Armee der Ukraine und Europas mit bis zu drei Millionen Soldaten vorgeschlagen. Er habe das Thema angesichts der Bedrohung durch Russland bereits im vergangenen Jahr angesprochen, sagt Selenskyj in einem Online-Chat mit Journalisten. Russland plant, seine Streitkräfte bis zum Jahr 2030 auf 2,5 Millionen Soldaten aufzustocken.
13.10 Uhr: Deutschland, Frankreich und Großbritannien beraten mit Ukraine in Davos
Ukrainische Unterhändler haben sich am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos mit Sicherheitsberatern aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien getroffen. Weitere Treffen mit Partnern zu Sicherheitsgarantien, der wirtschaftlichen Entwicklung und dem Wiederaufbau der Ukraine seien geplant, teilt der ukrainische Chefunterhändler Rustem Umjerow auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Die Gespräche sind Teil der Bemühungen der Regierung in Kiew, eine breite internationale Unterstützung für ihre Friedensvorstellungen zu gewinnen.
Auch der russische Sondergesandte Kirill Dmitriew ist in Davos eingetroffen. Insidern zufolge will der Chef des russischen Staatsfonds sich in Davos mit US-Vertretern treffen.
12.39 Uhr: Selenskyj knüpft Davos-Reise an Fortschritte bei Verhandlungen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat seine Reise zum Weltwirtschaftsforum in Davos an Bedingungen geknüpft. Er werde nur dann in die Schweiz reisen, wenn dort Dokumente über Sicherheitsgarantien mit den USA sowie ein Wiederaufbauplan unterzeichnet werden könnten, sagte er in einem Online-Chat mit Medienvertretern. Zunächst sei er in Kiew geblieben, um sich um die Folgen eines neuen schweren Luftangriffs Russlands zu kümmern.
Dieser Angriff habe über Nacht die Heizungsversorgung für etwa die Hälfte der Wohngebäude in der Hauptstadt lahmgelegt, so Selenskyj. "Sicherlich habe ich mich in diesem Fall für die Ukraine entschieden, nicht für das Wirtschaftsforum, aber alles kann sich jeden Moment ändern", fügte er hinzu.
12.25 Uhr: IAEA - Atomkraftwerk Tschernobyl ohne externe Stromversorgung
In der Ukraine hat das stillgelegte Atomkraftwerk Tschernobyl der Internationalen Atomenergiebehörde zufolge nach Militäraktivitäten seine gesamte externe Stromversorgung verloren. Mehrere für die nukleare Sicherheit wichtige Umspannwerke seien betroffen, teilte die IAEA auf X mit. Zudem seien auch Stromleitungen zu einigen anderen Atomkraftwerken in Mitleidenschaft gezogen worden.
Ukrainischen Behörden zufolge hatte Russland in der Nacht auf Dienstag wieder einen massiven Drohnen- und Raketenangriff auf die Ukraine gestartet. Dabei seien in Kiew bei eisigen Temperaturen die Strom- und Wärmeversorgung für Tausende Wohnungen ausgefallen. In Tschernobyl ereignete sich 1986 der weltweit schwerste Atomunfall. Der letzte aktive Reaktor des Akw wurde im Jahr 2000 stillgelegt.
11.41 Uhr: UN-Menschenrechtskommissar empört über "grausame" Angriffe Russlands
Der UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk hat sich empört über die russischen Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur geäußert. Diese hätten die Heizungsversorgung für Hunderttausende von Familien unterbrochen, erklärte Türk: "Die Zivilbevölkerung trägt die Hauptlast dieser Angriffe. Sie können nur als grausam bezeichnet werden. Sie müssen aufhören."
Angriffe auf Zivilisten und zivile Infrastruktur seien ein klarer Bruch der Kriegsregeln. Die Temperaturen in Teilen der Ukraine seien unter den Gefrierpunkt gefallen, sagte Türk. Kinder und ältere Menschen gehörten zu den am stärksten gefährdeten Personen.
11.36 Uhr: Kreml - Haben keine Einladung zu Treffen in Paris bekommen
Die russische Regierung ist nach eigenen Angaben bislang nicht zu einem G7-Treffen in Paris eingeladen worden. Das sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow russischen Nachrichtenagenturen zufolge auf eine entsprechende Anfrage.
Zuvor hatte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron vorgeschlagen, am Donnerstag ein Treffen der G7-Staaten unter Beteiligung Russlands und Dänemarks in Paris abzuhalten. Dabei sollten Fragen bezüglich des Kriegs in der Ukraine und des Konflikts um Grönland besprochen werden.
11.30 Uhr: Ukraine - Selenskyj hat über Teilnahme in Davos noch nicht entschieden
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat über eine Teilnahme am Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos noch nicht entschieden. Grund sei, dass seitens der USA noch nicht klar sei, ob es zu einem substanziellen Treffen mit Präsident Donald Trump kommen werde, sagte ein Regierungsvertreter in Kiew. Die Ukraine sei bereit, Dokumente über Sicherheitsgarantien oder zur Förderung des Wohlstands zu unterzeichnen, sollten die USA dazu bereit sein.
In einem Beitrag eines Axios-Reporters hieß es zuvor, Selenskyj reise nach massiven russischen Luftangriffen vorerst nicht nach Davos. Selenskyj könnte dem Bericht zufolge aber doch reisen, falls es zu einem bilateralen Treffen mit Trump kommt, um ein Abkommen zu unterzeichnen.
11.26 Uhr: Hilfswerke warnen vor Folgen durch Kälte in der Ukraine
Hilfswerke warnen angesichts eisiger Temperaturen in der Ukraine vor körperlichen und psychischen Folgen für die Menschen. Es komme täglich zu stundenlangen Ausfällen von Strom und Heizung, warnte Malteser International in Köln. "In der härtesten Phase des Winters komplett ohne Heizung dazustehen, verstärkt die Perspektivlosigkeit, die viele Menschen empfinden", sagte der Programmmanager Philipp Gliesche. Psychologen des Hilfswerks warnten, dass sich der psychische Zustand der Betroffenen zunehmend verschlechtere, so Gliesche. Alte Menschen und Behinderte seien der Situation fast schutzlos ausgeliefert.
Das Hilfswerk Care kritisierte die anhaltenden russischen Angriffe auf Energie- und Heizsysteme in der Ukraine. Strom, Wärme und Wasser würden systematisch lahmgelegt, sagte der Care-Länderdirektor in der Ukraine, Michael McGrath. Viele Menschen stünden "vor einer unmenschlichen Wahl: in bitterkalten Wohnungen auszuharren oder sich auf gefährliche Wege zu begeben, um Wärme und Schutz zu suchen". Viele Menschen bekämen nur noch bis zu fünf Stunden Strom am Tag. Dadurch würden grundlegende Alltagsroutinen wie Kochen oder Waschen unmöglich.
11.05 Uhr: Kreml - Gesandter Dmitriew wird in Davos mit USA über Ukraine sprechen
Der Kreml-Gesandte Kirill Dmitriew ist beim Weltwirtschaftsforum in der Schweiz eingetroffen. "Bin in Davos angekommen", schrieb Dmitriew auf Englisch im Onlinedienst X. Dazu postete er ein Friedenstauben-Emoji. Mit wem er in Davos sprechen wird, schrieb Dmitriew nicht, Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärte jedoch in Moskau, der Gesandte werde in Davos Vertreter der US-Regierung treffen. Bei den Gesprächen werde es um die Bemühungen für ein Ende des Kriegs in der Ukraine gehen, sagte Peskow.
09.28 Uhr: Ukraine - Neuer Angriff Russlands muss "Weckruf" für Davos sein
Nach dem neuen russischen Luftangriff hat der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha dringend um weitere Unterstützung für sein Land gebeten. Es sei ein "barbarischer Schlag" gewesen, der ein Weckruf für die Staats- und Regierungschefs beim Weltwirtschaftsforum in Davos sein müsse, schrieb Sybiha auf der Plattform X: "Wir brauchen dringend zusätzliche Energiehilfe, Flugabwehr und Abfangraketen sowie Sanktionsdruck auf Moskau." Er verwies darauf, dass in der Hauptstadt Kiew wegen des Angriffs Tausende Wohnhäuser bei eisigen Temperaturen ohne Heizung seien.
09.46 Uhr: Energie-Versorger - Mehr als 335.000 Menschen waren in Kiew ohne Strom
Mehr als 335.000 Haushalte waren nach Angaben des Energiekonzerns DTEK infolge des russischen Angriffs in Kiew ohne Strom. Für 162.000 Haushalte gebe es inzwischen wieder Elektrizität. 173.000 Haushalte in der ukrainischen Hauptstadt seien von der Energieversorgung noch abgeschnitten.
09.43 Uhr: Selenskyj - Russland hat mehr als 300 Drohnen gegen die Ukraine eingesetzt
Russland hat die Ukraine nach Angaben aus Kiew in der Nacht mit mehr als 300 Drohnen angegriffen. Zudem seien eine erhebliche Zahl ballistischer Raketen und Marschflugkörper eingesetzt worden, schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf X. Erst einen Tag zuvor habe die Ukraine Luftverteidigungsraketen erhalten, was zur Stärkung der Abwehr beigetragen habe. Es würden aber dringend weitere Lieferungen benötigt. "Die Partner dürfen in dieser Hinsicht nicht nachlassen - Luftverteidigungsraketen sind ein echter Schutz für die Menschen", erklärte Selenskyj.
08.26 Uhr: Macron schlägt Trump G7-Treffen mit Russland in Paris vor
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat US-Präsident Donald Trump ein Treffen der G7-Staaten mit Beteiligung Russlands vorgeschlagen. Es solle am Donnerstag in Paris stattfinden, schrieb Macron in einer Nachricht an Trump, die dieser veröffentlichte und deren Echtheit aus Macrons Umfeld bestätigt wurde. Macron schlug dem US-Präsidenten darin vor, das Treffen im Anschluss an das Weltwirtschaftsforum in Davos abzuhalten. "Ich kann die Ukrainer, die Dänen, die Syrer und die Russen am Rand einladen", schrieb er.
Zum Abschluss lud der französische Präsident Trump zum Abendessen in Paris ein, ergänzend fügte er die Sätze hinzu: "Mein Freund, wir sind auf einer Linie mit Blick auf Syrien. Wir können Großes vollbringen im Iran. Ich verstehe nicht, was Du in Grönland tust". Russland war ab 1998 Mitglied der Gruppe führender Industrienationen, die damals G8 hieß. Nach der Annexion der Krim im Jahr 2014 wurde Russland ausgeschlossen und die Gruppe hieß wieder G7.
06.19 Uhr: Neue russische Luftangriffe auf Energie-Infrastruktur der Ukraine
Russland hat erneut mit massiven Luftangriffen die Energieversorgung in der Ukraine attackiert. Dabei wurde in der Region um Kiew ein Mann getötet, wie Regionalgouverneur Mykola Kalaschnyk mitteilte. Zudem seien dort zwei Tankstellen beschädigt worden. In der Hauptstadt selbst fiel nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko in Tausenden Gebäuden die Heizung aus. Davon seien fast 6.000 mehrstöckige Wohnhäuser betroffen. Bei dem Großteil der Gebäude sei die Wärmeversorgung nach einem früheren Angriff vom 9. Januar gerade erst wiederhergestellt worden. Zudem sei es zu Störungen bei der Strom- und Wasserversorgung gekommen.
Auch in der südlichen Schwarzmeer-Region Odessa wurde den Behörden zufolge eine Energieanlage beschädigt. In der Hafenstadt Tschornomorsk habe zudem eine Drohne ein mehrstöckiges Wohngebäude getroffen. Zu Opfern gab es zunächst keine Angaben. In der westlichen Region Winnyzja wurde demnach ebenfalls eine Anlage der kritischen Infrastruktur attackiert.
Die Menschen suchten in U-Bahn-Stationen Schutz vor dem Beschuss
03.56 Uhr: Stromausfälle in Kiew nach russischem Angriff
Russland hat die ukrainische Hauptstadt Kiew in der Nacht erneut mit Drohnen und Raketen angegriffen. Dies hat zu Unterbrechungen bei der Strom- und Wasserversorgung geführt, wie Bürgermeister Vitali Klitschko mitteilte. Ein nicht näher bezeichnetes Gebäude war getroffen worden, dabei wurde eine Person verletzt. Zudem wurde ein Lagerhaus beschädigt, und mehrere Autos standen in Flammen.
Dienstag, 20. Januar 2026
22.24 Uhr: Ukraine will Luftabwehr umbauen
Nach wochenlangen, verheerende russischen Luftangriffen auf Infrastruktur und Energieversorgungwill die Ukraine ihre Luftabwehr umbauen. Dabei werde großes Gewicht auf Abfangdrohnen gelegt, kündigte Präsident Wolodymyr Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache an. Es gehe um einen neuen Ansatz, der mobile Einheiten, Abfangdrohnen und andere Abwehrmaßnahmen mit kurzer Reichweite umfasse. Federführend bei der Entwicklung solle Pawlo Jelisarow werden, der deswegen zum neuen stellvertretenden Befehlshaber der Luftwaffe ernannt wurde.
21.41 Uhr: Selenskyj - Ein Mörder ukrainischer Gefangener gefasst
Der Geheimdienst der Ukraine hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj einen Russen gefangengenommen, der für die Tötung von neun ukrainischen Kriegsgefangenen verantwortlich sein soll. Die Tat habe sich im russischen Gebiet Kursk ereignet, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft aus Kiew.
18.41 Uhr: Todesopfer bei Bombenangriff auf Charkiw
Durch einen russischen Bombenangriff ist mindestens eine Frau in der ostukrainischen Großstadt Charkiw getötet worden. Elf Menschen seien verletzt worden, teilte der Militärgouverneur der Region, Oleh Synjehubow, auf Telegram mit. Den Angaben nach hatten russische Flugzeuge nachmittags drei sogenannte Gleitbomben abgeworfen, die in einem Viertel mit Einfamilienhäusern einschlugen.
17.10 Uhr: Bundesregierung - Energieversorgung in Ukraine kurz vor Kollaps
Die fortgesetzten russischen Angriffe auf die Ukraine haben die Infrastruktur und Energieversorgung des Landes nach Angaben des Auswärtigen Amtes in die Nähe "eines Kollaps" gebracht. Das Außenministerium habe noch einmal 60 Millionen Euro an humanitärer Hilfe zur Verfügung gestellt, sagte ein Sprecher. Die Menschen litten unter extremer Kälte und "brutalen russischen Angriffen" auf die Energieinfrastruktur. Man unterstütze Bargeldhilfen für Menschen in frontnahen Gebieten zur Anschaffung der nötigsten Güter, von Notstromaggregaten für Schutzräume, Heizsystemen, Kleidung und Decken. Man schaue, was noch an Schritten möglich sei. Das Entwicklungsministerium verwies auf ein Winterhilfe-Unterstützungspaket über 50 Millionen Euro, das man geschnürt habe.
09.05 Uhr: Erneut russischer Angriff auf Energieanlagen in Region Odessa
Bei einem russischen Drohnenangriff auf die südukrainische Region Odessa sind den örtlichen Behörden zufolge in der Nacht wieder Energie- und Gasanlagen und ein Wohnhaus getroffen worden. Eine Person sei verletzt worden, teilte Regionalgouverneur Oleh Kiper mit. Im Bezirk Odessa sei eine Drohne in ein mehrstöckiges Wohnhaus eingeschlagen. Dabei wurden zwei Wohnungen, die Fassade des Gebäudes, Fenster und in der Nähe geparkte Fahrzeuge beschädigt. Getroffen wurde den Angaben zufolge zudem eine nicht näher bezeichnete Einrichtung der "kritischen Infrastruktur".
Im Audio (17.01.): Stromausfälle in der Ukraine
Stromausfälle nach russischen Angriffen machen den Ukrainern seit Wochen zu schaffen. Ein Ende der Attacken ist nicht in Sicht.
06.22 Uhr: Ukraine – Russland intensiviert Kämpfe
Russland zeigt nach den Worten des ukrainischen Armeechefs kein Interesse an Friedensgesprächen. "Im Gegenteil, wir beobachten, dass die Kampfhandlungen zunehmen und die Produktion von Angriffswaffen, Raketen und Drohnen gesteigert wird", sagte Olexandr Syrskyj dem Online-Medium lb.ua in einem Interview.
Moskau plane, den Ausstoß auf bis zu 1.000 Drohnen pro Tag zu erhöhen. Syrskyj bezeichnet die ukrainischen Angriffe weit hinter der Front als "unsere Stärke". Dadurch seien 719 Ziele getroffen und Schäden in Höhe von 15 Milliarden Dollar verursacht worden, vor allem in der russischen Ölindustrie. Die ukrainischen Verluste seien 2025 zudem um 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken, während die russischen Verluste "deutlich gestiegen" seien.
00.01 Uhr: Ukraine – Gespräche mit USA werden in Davos fortgesetzt
Die Ukraine und die USA wollen ihre Gespräche über eine Beilegung des Krieges mit Russland weiterführen. "Wir haben vereinbart, die Arbeit in den Teams bei den nächsten Beratungen in Davos fortzusetzen", erklärte der ukrainische Chefunterhändler Rustem Umjerow im Messengerdienst Telegram. Bei dem jüngsten einer Reihe von Treffen in Florida hätten beide Seiten über Sicherheitsgarantien und einen Plan für den Wiederaufbau nach dem Krieg beraten.
Montag, 19. Januar 2025
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