Manfred Weber (CSU), Vorsitzender der EVP-Fraktion in Europaparlament (Archivbild vom 19.03.2026).
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Im EU-Beitrittsprozess der Ukraine hat der Vorstoß von Kanzler Merz für einen ukrainischen Sonderstatus Zustimmung von EVP-Chef Weber erhalten.

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Ereignisse im Russland-Ukraine-Krieg aus KW 22 im Rückblick

Entwicklungen, Reaktionen und Nachrichten zum Russland-Ukraine-Krieg vom 25. bis 31. Mai im Rückblick.

Über dieses Thema berichtet: Bayern-2-Nachrichten am .

Mit Informationen der ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten sowie der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen.

22.45 Uhr: Rumäniens Staatschef – Drohne war zweifelsfrei russisch

Die Drohne, die in der rumänischen Stadt Galati nahe der ukrainischen Grenze ein Wohnhaus getroffen und zwei Menschen verletzt hat, ist "ohne Zweifel" russischen Ursprungs. Das bekräftigte Rumäniens Staatspräsident Nicusor Dan in sozialen Medien. Davor hatte Russlands Präsident Wladimir Putin Zweifel an der Herkunft der Drohne geäußert und verlangt, dass Rumänien die Teile des Objekts nach Russland zur Prüfung schicke.

20.50 Uhr: Selenskyj wirbt für Drohnen-Partnerschaft mit USA

Wolodymyr Selenskyj strebt ein Abkommen mit den USA über gemeinsame Drohnentechnologie an. Dies sagte der ukrainische Präsident in einem US-Fernsehinterview. "Wir haben bereits Drohnen-Abkommen mit einigen Ländern im Nahen Osten und wir haben bereits Drohnen-Abkommen mit einigen europäischen Ländern", sagte er in dem TV-Interview. "Jetzt bereiten wir das große Drohnen-Abkommen mit der Europäischen Union vor, und ich hoffe, dass wir solche Entscheidungen mit amerikanischen Partnern haben werden. Ich zähle darauf."

Bis auf Weiteres benötige die Ukraine US-Hilfen bei der Flugabwehr, sagte Selenskyj. "Bis zu dem Moment, in dem wir unser europäisches antiballistisches System produzieren werden, bis zu diesem Moment brauchen wir die Unterstützung der USA."

18.58 Uhr: Selenskyj – Russland verliert Initiative auf dem Schlachtfeld

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich in einem US-Fernsehinterview für Friedensgespräche mit Russland vor dem Winter ausgesprochen. "Es begann im Dezember 2025, Russland begann die Initiative auf dem Schlachtfeld zu verlieren", sagte Selenskyj in einer Sendung des Senders CBS. Dies eröffne den Weg für die die Diplomatie. Vor dem Winter müsse ein Weg gefunden werden für Verhandlungen. Verhandelt werden könne auch mithilfe Europas oder bilateral mit Russland.

Bisherige Verhandlungs- oder Vermittlungsversuche sind an den Maximalforderungen Moskaus gescheitert. Zu diesen gehört unter anderem, dass Kiew seine Armee aus den bislang nicht von Russland eroberten Gebieten im Donbass, den die Regionen Donezk und Luhansk bilden, abzieht.

15.41 Uhr: IAEA meldet Schäden an AKW Saporischschja nach Drohnenangriff

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) stellt nach einem Drohnenangriff Schäden an der Außenseite eines Turbinengebäudes des ukrainischen Atomkraftwerks Saporischschja fest. Das vor Ort befindliche IAEA-Team an dem von Russland besetzten Kraftwerk bestätigt jedoch normale Strahlungswerte auf dem Gelände, wie die Organisation mitteilt. Die russische Atombehörde Rosatom erklärte, Kernbereiche des Kraftwerks im Süden der Ukraine seien nicht beschädigt worden.

Das Atomkraftwerk Saporischschja ist das größte Europas und befindet sich seit gut vier Jahren in russischer Hand. Die sechs Reaktoren sind abgeschaltet, die Anlage braucht jedoch weiterhin Elektrizität für ihre Kühl- und Sicherheitssysteme. Seit Beginn der russischen Offensive in der Ukraine haben sich beide Seiten wiederholt gegenseitig vorgeworfen, mit Angriffen auf das Atomkraftwerk eine Atomkatastrophe zu riskieren. 

Im Audio: IAEA meldet Schäden an AKW Saporischschja

Archivbild von 2023: Das Kernkraftwerk Saporischschja ist im Hintergrund des flachen Kachowka-Stausees nach der Zerstörung des Staudamms zu sehen.
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Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) stellt nach einem Drohnenangriff Schäden an der Außenseite des Atomkraftwerks Saporischschja fest.

14.10 Uhr: Ukrainische Drohnenangriffe - Pumpe für Ölpipeline Sibirien-Belarus getroffen

Die Ukraine hat ihre Angriffe auf russische Energieanlagen fortgesetzt und dabei nach eigenen Angaben auch eine Pumpstation für eine Ölpipeline von Sibirien nach Belarus getroffen. Es handele sich um die Pumpstation Lasarewo in der Region Kirow, teilte der ukrainische Generalstab am Sonntag auf Telegram mit. In der Nacht sei auch eine Ölraffinerie in der Region Saratow attackiert worden. Dies habe einen Großbrand ausgelöst.

Auch die Gouverneure der Regionen Kirow, Rostow, Woronesch und Belgorod meldeten Angriffe. In der Region Rostow sei nach einem Drohnenangriff auf ein Treibstofflager ein Großbrand ausgebrochen. Die Ukraine bestätigte den Angriff.

10.57 Uhr: Deutsche nehmen an Putins Wirtschaftsforum teil

Viele deutsche Unternehmen halten trotz Sanktionen in Russland laut einer neuen Umfrage ihre Stellung. Allerdings tun sie dies jetzt nach Jahren der Zurückhaltung wieder offiziell. Beim Wirtschaftsforum in St. Petersburg gibt es erstmals auch wieder einen Business-Dialog.

"Nicht zuletzt für den Moment nach einem Waffenstillstand wollen wir, wie andere große westliche Länder, die wirtschaftliche Brücke nach Russland erhalten und die mehr als 100 Milliarden deutscher Vermögenswerte in Russland schützen", sagt der Vorstandsvorsitzende der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer, Matthias Schepp, der Deutschen Presse-Agentur. Amerikaner und Franzosen waren bereits seit vorigem Jahr mit einem Business-Dialog präsent.

Der Westen sollte, so Schepp, Russland und "seine Rohstoffe nicht auf Dauer Asien überlassen", Allein die Chinesen hätten im ersten Quartal dieses Jahres 1.400 neue Unternehmen in Russland gegründet.

10.21 Uhr: Selenskyj - Ukraine erhält weiteres Iris-T-Startgerät aus Deutschland

Die Ukraine hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj aus Deutschland eine weitere Abschussanlage für die Iris-T-Luftabwehr erhalten. Das System sei am Samstag eingetroffen, teilt Selenskyj auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Zugleich fordert Selenskyj weiteren Nachschub an Munition. "Wir benötigen auch Raketen für die Luftabwehrsysteme, um über ausreichende Kapazitäten zur Abwehr russischer Angriffe zu verfügen", erklärt er.

10.15 Uhr: Russischer Krim-Gouverneur - beschränkt Benzin-Verkauf

Auf der von Russland kontrollierten Halbinsel Krim kündigt der von Moskau eingesetzte Gouverneur Sergej Aksjonow Beschränkungen für den Verkauf von Benzin an. Einen Grund dafür nennt er nicht. Die Ukraine greift jedoch seit Monaten die Treibstoffinfrastruktur im Südwesten Russlands in der Nähe der Krim an.

08.05 Uhr Ukraine attackiert erneut Raffinerie in Russland

Die Ukraine hat in der Nacht erneut Ölanlagen in Russland mit Drohnen angegriffen. Unter Beschuss geraten seien ein Öllager nahe der Stadt Taganrog am Asowschen Meer und eine Raffinerie in Saratow an der Wolga, berichtete die Internetzeitung "Ukrajinska Prawda". Russische Behörden haben die Treffer teilweise bestätigt.

Der Gouverneur von Rostow, Juri Sljussar, bestätigte auf Telegram, den Brand eines Öllagers bei Taganrog im Landkreis Matwejew-Kurgan. Die Löscharbeiten hielten an, schrieb er auf Telegram.

01.20 Uhr: Atomenergiebehörde (IAEA) fordert Zugang zum AKW Saporischschja

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hat den Zugang zu der von einer Drohne getroffenen Turbinenhalle im Kernkraftwerk Saporischschja gefordert. Die Behörde sei über einen Angriff informiert worden, bei dem ein Loch in die Wand der Halle gerissen worden sei, teilt die IAEA auf der Plattform X mit und ergänzte, dass es der erste Drohnenangriff innerhalb des Kraftwerksgeländes seit April 2024 wäre. IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi zeigt sich ernsthaft besorgt über den Vorfall. Angriffe auf Atomanlagen seien wie ein Spiel mit dem Feuer, erklärt er. Das ukrainische Militär weist die russische Behauptung zurück, eine ukrainische Drohne habe die Turbinenhalle von Block 6 angegriffen, und bezeichnet diese als "Propagandatrick".

Sonntag, 31. Mai 2026

20.33 Uhr: Selenskyj erneuert Warnung vor massivem russischem Angriff

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat seine Warnung vom Vortag vor einem neuen massiven russischen Luftangriff wiederholt. "Die Information des Geheimdienstes über einen möglichen massiven Angriff bleibt aktuell", sagte der Staatschef in einer Videobotschaft. Er forderte die Ukrainer auf, Luftalarme nicht zu ignorieren. Zwar sei die ukrainische Flugabwehr in Bereitschaft, jedoch räumte Selenskyj Probleme beim westlichen Nachschub für die Abwehr von ballistischen Raketen und Marschflugkörpern ein. 

17.35 Uhr: Drohne trifft Atomkraftwerk Saporischschja

Im von Russland kontrollierten Kernkraftwerk Saporischschja ist eine ukrainische Kampfdrohne eingeschlagen. Das meldet der russische staatliche Atomkonzern Rosatom und gibt Entwarnung: Wichtige Anlagen seien bei der Explosion nicht beschädigt worden, die Drohne habe lediglich ein Loch in die Wand einer Turbinenhalle gerissen, erklärt Rosatom-Chef Alexej Lichatschow. Eine ukrainische Stellungnahme lag zunächst nicht vor.

09.21 Uhr: Russland meldet neue ukrainische Angriffe - Tote und Schäden

Russische Behörden haben nach ukrainischen Drohnenangriffen Tote und Schäden gemeldet. In der Grenzregion Belgorod kamen nach Angaben des regionalen Krisenstabs drei Männer ums Leben. In Armawir im südrussischen Gebiet Krasnodar brach laut Behörden ein Feuer auf dem Gelände eines Öllagers aus. Verletzte gebe es nicht. Auf dem Gelände des Hafens von Taganrog in der ebenfalls im Süden Russlands gelegenen Region Rostow kam es laut Gouverneur Juri Sljussar zu einem Brand eines Tankers, eines Treibstofftanks und eines Verwaltungsgebäudes. Zwei Menschen seien verletzt worden.

Das russische Verteidigungsministerium teilte am Morgen mit, dass 127 ukrainische Drohnen in der Nacht über russischem Gebiet und der annektierten Halbinsel Krim abgeschossen worden seien.

06.48 Uhr: Nato bestätigt russische Herkunft von Drohne in Rumänien

Die in ein Wohnhaus in Rumänien eingeschlagene Drohne ist Nato-Angaben zufolge aus Russland. Der Sprecher des Nato-Oberkommandos der Alliierten Streitkräfte in Europa (Shape), Martin O'Donnell, bestätigte der Nachrichtenagentur AFP, die Drohne sei "russisch". Durch den nächtlichen Drohnen-Einschlag wurden in der rumänischen Stadt Galati nahe der Grenze zur Ukraine zwei Menschen verletzt und ein Feuer ausgelöst. Rumänien machte vollumfänglich Moskau für den Vorfall verantwortlich.

04.58 Uhr: Putin bringt erneut Schröder als Vermittler ins Spiel

Russlands Präsident Wladimir Putin hat seinen Vorschlag zur Benennung von Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder als EU-Unterhändler im Ukraine-Krieg verteidigt. "Als ich den Namen von Herrn Schröder genannt habe, hatte ich einen Menschen im Blick, dem man vertrauen kann", sagte er in der kasachischen Hauptstadt Astana. Dass er mit Schröder befreundet sei, sei dabei kein Minuspunkt. "Was ist daran schlecht?", fragte er. Schließlich gehe es um Vertrauen. Der ehemalige deutsche Kanzler vertrete schließlich trotzdem nationale Interessen.

04.44 Uhr: Bundeswehr verlegt Truppen und Panzer für Manöver nach Litauen

In Litauen sind Soldaten und Panzer für die erste große Gefechtsübung der dort stationierten Brigade der Bundeswehr eingetroffen. Für das Manöver "Freedom Shield" wurden Truppen und Ausrüstung des Panzerbataillons 203 aus Augustdorf und das Panzergrenadierbataillon 122 aus Oberviechtach per Fähre und Bahn in das baltische EU- und Nato-Land verlegt - darunter Kampfpanzer Leopard und Schützenpanzer Puma. Dies teilte ein Sprecher der Brigade mit. 

Für die Übung im Mai und Juni werden rund 2.900 Soldaten - darunter 2.300 aus Deutschland - und rund 800 Fahrzeuge aus acht Nato-Staaten auf dem litauischen Truppenübungsplatz Pabrade zusammengezogen. Die Bundeswehr baut in Litauen die Panzerbrigade 45 auf. Sie wurde von der Bundesregierung als Reaktion auf die wachsende Bedrohung durch Russland zugesagt und im Frühjahr 2025 formal in Dienst gestellt. Die Truppe soll bis 2027 mit einer Gesamtstärke von 4.800 Soldaten und 200 zivilen Mitarbeitern voll als Kampfverband einsatzfähig sein.

02.10 Uhr: Bundesregierung lehnt Wehrdienst für Russen als Asylgrund ab

Die Bundesregierung sieht im Risiko einer Rekrutierung keinen generellen Grund für eine Aufnahme russischer Männer als Flüchtlinge in Deutschland. Die Erteilung des Schutzes bleibe stets eine Einzelfallentscheidung, die grundsätzlich mit einer Sicherheitsüberprüfung einhergehe, teilte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums mit. Die bloße Möglichkeit, zum Wehrdienst einberufen zu werden, reiche nicht aus, damit Asyl oder internationaler Schutz gewährt werde. Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hatte diese Woche festgestellt, dass Wehrpflichtige aus der Russischen Föderation nicht allein aufgrund des zu erwartenden Wehrdienstes schutzberechtigt sind.

Samstag, 30. Mai 2026

18.30 Uhr: Putin - Herkunft der Drohnen in Rumänien unklar

Russlands Präsident Wladimir Putin hat den Vorwurf zurückgewiesen, russische Drohnen hätten Rumänien beschossen. "Niemand kann sagen, woher der eine oder andere Flugapparat stammt, bevor keine Expertise vorgenommen wurde", sagte Putin vor russischen Journalisten in Kasachstans Hauptstadt Astana. Wahrscheinlich sei eher eine ukrainische Drohne vom Kurs abgekommen, behauptete er. In der Vergangenheit seien auch in Finnland, dem Baltikum und Polen verirrte ukrainische Drohnen heruntergekommen - und jedes Mal sei zunächst Russland beschuldigt worden. Moskau sei aber zur Aufklärung des Falls bereit, fügte Putin hinzu.

18.20 Uhr: Ukraine attackiert russische Versorgungsrouten

Das ukrainische Militär hat in den vergangenen Wochen nach Angaben von Forschern und Militärbloggern verstärkt Versorgungsrouten der russischen Armee mit Drohnen attackiert. Die "erfolgreichen Angriffe" schränkten Russlands Fähigkeit ein, "Personal an die Front zu transportieren und die Positionen zu versorgen und zu halten", heißt es in einer Analyse des in den USA ansässigen Institute for the Study of War (ISW). Zu den attackierten Routen im Hinterland der Front gehörte demnach die Autobahn M-14, die den Süden Russlands mit den besetzten Städten Melitopol und Mariupol verbindet. Angegriffen wurden dem ISW-Bericht vom Mittwoch zufolge auch Straßenverbindungen zu der Stadt Donezk. 

17.00 Uhr: Selenskyj warnt vor neuer massiver russischer Attacke

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat vor einem neuen schweren russischen Angriff gewarnt. Es gebe entsprechende Informationen über eine bevorstehende massive Attacke, schrieb er auf seinen Kanälen in den sozialen Netzwerken. Erst am Wochenende hatte das russische Militär die Ukraine und insbesondere deren Hauptstadt Kiew mit einem Großangriff überzogen und dabei auch die neue Mittelstreckenrakete Oreschnik eingesetzt. Moskau selbst hatte weitere Angriffe auf Kiew angekündigt.

15.43 Uhr: Wadephul - "Lassen uns nicht einschüchtern"

Außenminister Johann Wadephul hat eine geschlossene Reaktion von Nato und EU auf den Einschlag einer russischen Drohne in ein Wohnhaus in Rumänien angekündigt. "Wir lassen uns weder einschüchtern noch lassen wir uns spalten", sagte der CDU-Politiker am Rande eines Besuches bei den Vereinten Nationen in der US-Ostküstenmetropole New York. "Wir werden dieses Vorgehen Russlands geschlossen beantworten. Unsere gesamte Solidarität gilt unserem Bündnispartner und EU-Partner Rumänien." Der Absturz der Drohne zeige, dass Russlands rücksichtsloses Vorgehen die Sicherheit der Bürger in ganz Europa bedrohe. Als Nato-Alliierte werde man der Ukraine weiter entschlossen helfen, sich Russlands Aggression zu widersetzen. Man werde zudem die europäische Verteidigungsfähigkeit innerhalb der Nato schnell und entschlossen ausbauen. "Wachsamkeit ist der Preis der Freiheit. Dieses alte Motto der Nato bekommt eine neue Bedeutung."

Im Audio: Wadephul versichert nach Drohnen-Einschlag in Rumänien Solidarität

29.05.26 Außenminister Johann Wadephul (CDU) besucht die Vereinten Nationen (UN)
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Wadephul - "Lassen uns nicht einschüchtern"

14.20 Uhr: Medwedew droht europäischen Staaten mit weiteren Drohnen-Vorfällen

Der stellvertretende Vorsitzende des russischen Sicherheitsrates, Dmitri Medwedew, warnt die europäischen Staaten vor weiteren Drohnen-Vorfällen. Es herrsche Krieg, und die Bürger der EU-Staaten würden nicht mehr ruhig schlafen können, erklärt der Ex-Präsident. Es müsse zwar noch geklärt werden, wem die in Rumänien abgestürzte Drohne gehöre. Die europäischen Politiker sollten sich jedoch nicht empören, da sie sich direkt an einem Krieg gegen Russland beteiligten. Solche Vorfälle würden sich weiter ereignen, insbesondere dort, wo Drohnen für die Ukraine hergestellt würden, so Medwedew. Zudem kündigt das russische Außenministerium eine rasche Reaktion auf die Schließung des russischen Konsulats im rumänischen Constanța durch die Regierung in Bukarest an.

12.43 Uhr: Rumäniens Präsident beruft Verteidigungsrat ein

Der rumänische Präsident Nicusor Dan hat nach dem Einschlag einer mutmaßlich russischen Drohne in der Großstadt Galati das höchste Verteidigungsgremium seines Landes zusammengerufen. Der Oberste Verteidigungsrat solle die "Auswirkungen des schlimmsten Vorfalls besprechen, der das nationale Territorium seit Beginn des Angriffskrieges der Russischen Föderation gegen die Ukraine getroffen hat", schrieb Dan am Freitag auf Facebook. Es gebe "keine Unklarheit über den Urheber und die Ursache dieses Angriffs". Generalstabsmitglied Gheorghe Maxim sagte auf einer Pressekonferenz, der Vorfall sei kein Angriff Russlands auf Rumänien, aber "die Rumänen sollten verstehen, dass Russland eine Bedrohung für die Sicherheit der Länder in der Region ist".

Im Audio: Bundesregierung verurteilt mutmaßlich russische Drohne in Rumänien

Bundeskanzler Friedrich Merz
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Bundeskanzler Friedrich Merz verurteilt den Einschlag der mutmaßlich russischen Drohne in Rumänien stark.

12.30 Uhr: Merz - Drohnenvorfall in Rumänien zeigt "Russlands Bereitschaft zur Eskalation"

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat den Einschlag einer russischen Drohne in Rumänien scharf verurteilt. Der Vorfall zeige "einmal mehr Russlands Bereitschaft zur Eskalation", erklärte Merz am Freitag im Online-Dienst X. Deutschland stehe an der Seite seiner Nato-Verbündeten. "Wir sind bereit, jeden Zentimeter des alliierten Territoriums zu verteidigen", hieß es in der englischen Version der Mitteilung, die Russland zudem ein "rücksichtsloses Eindringen" in Rumäniens Staatsgebiet vorwarf.

11.51 Uhr: Kreml begrüßt Ungarns Haltung zur Waffenlieferung an Ukraine

Russland hat den Verzicht Ungarns auf Waffenlieferungen an die Ukraine als positive Entscheidung gewürdigt. Der neue ungarische Ministerpräsident Peter Magyar hatte nach einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte die bisherige Linie Budapests unter der Vorgängerregierung von Viktor Orban bestätigt. "Ich habe dem Generalsekretär gesagt, dass Ungarn keine Waffen oder Kampfausrüstung in den russisch-ukrainischen Krieg entsenden wird", teilte er bei Facebook mit. Zugleich betonte er mit Blick auf die Nato: "Ungarn wird erneut ein verlässlicher Partner des stärksten Militärbündnisses der Welt sein."

09.45 Uhr: Nato und EU verurteilen Moskaus "Rücksichtslosigkeit"

Die Nato hat den Absturz einer russischen Drohne in ein Wohnhaus im Nato-Mitgliedsland Rumänien bei russischen Angriffen auf grenznahe ukrainische Infrastruktur bestätigt und Moskaus "Rücksichtslosigkeit" verurteilt. Das rücksichtslose Verhalten Russlands sei eine Gefahr für alle, schreibt Nato-Generalsekretär Mark Rutte auf der Plattform X. Der Vorfall zeige erneut, dass die Auswirkungen des illegalen Angriffskrieges nicht an den Grenzen halt machten. Die Nato sei bereit, jeden Zentimeter ihres Territoriums zu verteidigen.

Nach den Worten von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat Russland bei seinem seit mehr als vier Jahren andauernden "Angriffskrieg eine weitere Grenze überschritten". Die EU werde ihre "Sicherheits- und Abschreckungsmaßnahmen" weiter verstärken, insbesondere an ihrer Ostflanke. Zugleich kündigte sie an, dass die EU den Druck auf Russland "weiter erhöhen" werde.

08.40 Uhr: Rumänien bestellt russischen Botschafter ein

Rumänien hat nach Angaben von Außenministerin Oana-Silvia Țoiu den russischen Botschafter in Bukarest einbestellt. Grund ist der Einschlag einer russischen Drohne in einem Wohnhaus in der Stadt Galati an der Grenze zur Ukraine.

08.15 Uhr: Nach ukrainischem Drohnenangriff Feuer in Temrjuk

Nach einem ukrainischen Drohnenangriff ist im südrussischen Hafen Temrjuk ein Feuer ausgebrochen. Das teilen die Behörden der Oblast Krasnodar mit, in der sich Temjurk befindet. Krasnodar liegt gegenüber der 2014 von Russland annektierten ukrainischen Halbinsel Krim und ist mit ihr durch die Brücke über die Straße von Kertsch verbunden.

07.50 Uhr: Russischer Drohnenangriff auf türkisches Frachtschiff

Ein russischer Drohnenangriff hat ukrainischen Angaben zufolge einen Brand auf einem türkischen Frachtschiff ausgelöst. Zwei Besatzungsmitglieder seien verletzt worden, erklärte die ukrainische Marine auf Telegram. Sie habe die beiden Besatzungsmitglieder in ein medizinisches Zentrum gebracht. Die ukrainische Marine bezeichnete den Vorfall als "gezielten Angriff" Russlands auf das unter der Flagge von Vanuatu fahrende Schiff, das türkische Eigentümer hat. Das Schiff habe einen Hafen in der Region Odessa verlassen und sei auf dem Weg in Richtung Türkei gewesen.

07.45 Uhr: Frankreich - Drohnenangriff in Rumänien zeigt Russlands Bedrohung für Europa

Der Einschlag der russischen Drohne in Rumänien zeigt nach Einschätzung des französischen Europaministers Benjamin Haddad, dass Russland eine Bedrohung für die europäische Sicherheit darstellt. "Russland hat nicht nur die Ukraine angegriffen, sondern auch die europäische Sicherheitsarchitektur bedroht", sagt Haddad dem französischen Hörfunksender RMC. "Ich möchte außerdem darauf hinweisen, dass wir im Rahmen der Nato-Sicherheitseinsätze französische Truppen in Rumänien stationiert haben, um insbesondere unsere Unterstützung für die Souveränität unserer Partner in Europa zu demonstrieren."

Zum Hören: NATO wirft Russland Rücksichtslosigkeit vor

(Symbolbild) Eine Aufnahme zeigt die Zerstörung, die durch den Einschlag einer russischen Drohne in ein Wohnhaus in der ostrumänischen Stadt Galați verursacht wurde.
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(Symbolbild) Rumänien fordert schnellere Ausrüstung mit Drohnenabwehr von der NATO, während diese Russland Rücksichtslosigkeit vorwirft.

07.25 Uhr: Nato wirft Russland Rücksichtslosigkeit vor

Die Nato wirft Russland nach dem Einschlag einer Drohne in ein Wohnhaus in Rumänien Rücksichtslosigkeit vor. Die Nato werde ihre Verteidigung gegen alle Bedrohungen weiter verstärken, erklärt ein Sprecher des Militärbündnisses auf der Social-Media-Plattform X. Dies betreffe auch Drohnen. Rumänien ist Mitglied der Nato und der EU.

07.15 Uhr: Rumänien kritisiert "unverantwortliche Eskalation"

Rumänien wirft Russland nach dem Einschlag einer Drohne auf seinem Gebiet eine "schwere und unverantwortliche Eskalation" vor. Rumänien werde die notwendigen diplomatischen Maßnahmen ergreifen, um auf diesen schwerwiegenden Verstoß gegen das Völkerrecht und die Verletzung seines Luftraumes zu reagieren, teilt das Außenministerium mit. Rumänien habe die Verbündeten und Nato-Generalsekretär Mark Rutte über den Vorfall informiert. Zudem habe man darum gebeten, den Transfer von Drohnenabwehrkapazitäten nach Rumänien zu beschleunigen. Rumänien ist Mitglied der Nato und der Europäischen Union und grenzt an die Ukraine. Bei dem russischen Angriff auf die Ukraine ist in der Nacht zum Freitag eine Drohne in ein zehnstöckiges Wohnhaus in der Grenzstadt Galati im Südosten Rumäniens eingeschlagen. Zwei Menschen wurden verletzt.

06.55 Uhr: Ukraine - Russland hat türkisches Schiff angegriffen

Die russischen Streitkräfte haben nach ukrainischen Angaben ein türkisches Schiff mit Drohnen angegriffen. Das unter der Flagge Vanuatus fahrende Frachtschiff sei in der Nacht zum Freitag von der südukrainischen Region Odessa in Richtung Türkei gefahren, teilt die ukrainische Marine mit. Zwei Besatzungsmitglieder seien verletzt und von der Marine in Sicherheit gebracht worden. Ein Feuer sei rasch gelöscht worden.

06.25 Uhr: Russland fängt mehr als 200 ukrainische Drohnen ab

Die russischen Streitkräfte haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau in der Nacht insgesamt 208 ukrainische Drohnen abgefangen. Allein in der Oblast Rostow im Süden seien den örtlichen Behörden zufolge mehr als 80 zerstört worden, meldet die staatliche russische Nachrichtenagentur Interfax.

04.57 Uhr: Russische Drohne trifft Wohnhaus in Rumänien

Eine russische Drohne ist in ein Wohnhaus im Nato-Mitgliedsland Rumänien gestürzt. Dabei seien zwei Menschen verletzt worden, teilte das Verteidigungsministerium in Bukarest mit. Der Vorfall habe sich in der Nacht bei russischen Drohnenangriffen "auf zivile Ziele und Infrastruktureinrichtungen in der Ukraine nahe der Flussgrenze zu Rumänien" ereignet.

Eine Drohne sei in den rumänischen Luftraum eingedrungen und in der Stadt Galați auf das Dach eines Wohnhauses gestürzt, erklärte das Verteidigungsministerium weiter. "Dadurch wurde ein Brand ausgelöst." Das Feuer konnte nach Angaben der Einsatzkräfte inzwischen gelöscht werden.

03.54 Uhr: UNO setzt Russland auf Liste sexualisierter Gewalt in Konflikten

Die Vereinten Nationen haben Israel und Russland auf eine Liste von Ländern gesetzt, denen sexualisierte Gewalt in Konfliktgebieten vorgeworfen wird. In einem jährlich vorgelegten Bericht, den die Nachrichtenagentur AFP in New York einsehen konnte, wird beiden Ländern zudem vorgeworfen, UN-Ermittlern "wiederholt der Zugang verweigert" zu haben. In Bezug auf Russland konstatiert der UN-Bericht sexualisierte Gewalt durch die Streitkräfte Moskaus in den besetzten ukrainischen Gebieten. Zudem hätten ukrainische Kriegsgefangene von sexualisierter Gewalt in russischen Gefängnissen berichtet. Auch die Ukraine wird in dem Bericht kritisiert, sie wurde aber nicht auf die Liste gesetzt.

03.45 Uhr: Drohnenangriff rund um ukrainischen Hafen Ismajil

Nach Angaben der örtlichen Behörden gibt es einen Drohnenangriff auf das Gebiet um den ukrainischen Hafen Ismajil in der südlichen Oblast Odessa. Eine der Drohnen habe sich in Stromleitungen verfangen, wodurch die Stromversorgung in fünf Dörfern vorübergehend unterbrochen worden sei, teilen die Behörden der Nachrichtenagentur Reuters zufolge über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Ismajil liegt nahe der rumänischen Grenze und beherbergt den größten ukrainischen Hafen an der Donau. Die strategisch wichtige Stadt ist häufig Ziel von Angriffen.

02.50 Uhr: Drohne in Rumänien gefunden

Im Nordwesten Rumäniens wurde einem Medienbericht zufolge eine Drohne ohne Sprengladung gefunden. Das Fluggerät mit einer Spannweite von etwa drei Metern sei bei Basesti im Kreis Maramures entdeckt worden, berichtet der Sender TVR unter Berufung auf örtliche Behörden. Das Gebiet wurde abgesichert. Die Behörden untersuchen nun die Herkunft der Drohne und wollen klären, wie sie in die Region gelangt ist.

01.25 Uhr: Tote nach Drohnenangriff auf Region Donezk

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff im russisch kontrollierten Teil der ostukrainischen Region Donezk sind nach Angaben der dortigen Behörden drei Menschen getötet worden. Die Mitarbeiter eines Wasserversorgers seien in einem Auto in Wuhlehirsk nördlich der Stadt Donezk unterwegs gewesen, als dieses von Drohnen getroffen worden sei, teilte der von Russland eingesetzte Verwaltungschef Denis Puschilin über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Ein vierter Mann sei schwer verletzt worden. Auch in der russischen Grenzregion Brjansk kam nach Angaben des amtierenden Gouverneurs Jegor Kowaltschuk ein Mensch bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf ein Dorf ums Leben.

00.20 Uhr: Russische Luftabwehr fängt Drohnen ab

Die russische Luftabwehr hat nach Angaben des Gouverneurs Andrei Botscharow ukrainische Drohnen abgefangen, die auf Energieanlagen und zivile Infrastruktur in der Region Wolgograd zielten. Dabei sei ein Wohnhaus getroffen worden, es gebe nach ersten Erkenntnissen aber keine Opfer, meldet die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf den Politiker. In der Region Wolgograd befindet sich eine große Raffinerie des russischen Energiekonzerns Lukoil.

Freitag, 29. Mai 2026

15.20 Uhr: Urteil – Kein automatischer Schutz für russische Wehrpflichtige in Deutschland

Wehrpflichtige aus Russland haben nach einem Urteil des Oberverwaltungsgerichts (OVG) Berlin-Brandenburg nicht automatisch Anspruch auf Schutz in Deutschland. Allein der zu erwartende Wehrdienst begründe keinen Anspruch auf den sogenannten subsidiären Schutz, entschied das Gericht am Donnerstag und kippte damit eine anderslautende Entscheidung der Vorinstanz.

Anders als das Verwaltungsgericht Berlin kam das OVG nicht zu der Überzeugung, dass dem Kläger mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit drohe, gegen seinen Willen als "Vertragssoldat" verpflichtet zu werden. Als Grundwehrdienstleistender drohe ihm kein Einsatz in der Ukraine, hieß es in der Begründung. Die Ableistung des einjährigen Grundwehrdienstes allein stelle keine unmenschliche oder erniedrigende Behandlung dar. Die Rechtslage in Deutschland ist in dieser Frage uneinheitlich.

15.10 Uhr: Kallas – Bedingungsloser Waffenstillstand Voraussetzung für Friedensverhandlungen

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas fordert Russland und die Ukraine zu direkten Gesprächen auf. Ein bedingungsloser Waffenstillstand sei jedoch die Voraussetzung für jede Art von Friedensverhandlungen, erklärt Kallas. Zudem könne Europa niemals ein neutraler Vermittler sein, da es auf der Seite der Ukraine stehe.

14.50 Uhr: Ukraine will 20 schwedische Kampfjets kaufen

Die Ukraine will 20 schwedische Kampfjets des neuen Typs Jas 39 Gripen E/F kaufen. Dafür wolle das Land, das von Russland angegriffen wird, 2,5 Milliarden Euro aus einem EU-Kredit aufwenden, wie die schwedische Regierung mitteilte. Die neuen Jas 39 Gripen E/F sollten ab 2030 bereitstehen. 

Wenn der geplante Kauf getätigt werde, beabsichtige Schweden zudem 16 Gripen C/D-Flugzeuge als bilaterale Hilfe zu spenden. Diese älteren Modelle könnten ab nächstem Jahr geliefert werden. Außerdem werde Schweden mit Ausbildung und technischer Wartung unterstützen, sagte Schwedens Ministerpräsident Ulf Kristersson bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Uppsala.

14.30 Uhr: Russland – Drohnenangriffe aus Richtung Nordeuropa nehmen zu

Die Zahl der Drohnenangriffe auf russisches Staatsgebiet aus Richtung Europa und nordeuropäischen Staaten nimmt nach Angaben des Moskauer Außenministeriums zu. Russland sei besorgt, dass ukrainische Drohnen den Luftraum der baltischen oder anderer Länder für Angriffe auf Ziele in Russland nutzen könnten, erklärt Ministeriumssprecherin Maria Sacharowa. Die Ukraine und die drei baltischen Staaten weisen diese Darstellung zurück.

14.18 Uhr: Ukraines Parlament ratifiziert EU-Milliardenkredit

Das ukrainische Parlament hat ein Kreditabkommen mit der Europäischen Union über 90 Milliarden Euro ratifiziert. Damit ist der Weg für Finanzhilfen frei, mit denen die Regierung im fünften Kriegsjahr Rekordsummen in die Verteidigung gegen Russland investieren kann. Die EU hatte den Kredit im vergangenen Monat endgültig gebilligt, nachdem Ungarn sein monatelanges Veto zurückgezogen hatte.

14.06 Uhr: Russland – US-Truppen in Polen könnten zu "qualitativer Eskalation" führen

Die Verlegung zusätzlicher US-Streitkräfte nach Polen kann nach Auffassung Russlands zu einer "qualitativen Eskalation" der Spannungen mit dem Westen führen. Dies würde Moskau zu Gegenmaßnahmen zwingen, erklärt die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa.

13.40 Uhr: Schweden – Ukraine erhält erste Gripen-Kampfjets ab 2027

Die Ukraine erhält ihre ersten Saab-Kampfjets vom Typ Gripen der Modelle C und D im Jahr 2027. Neue Gripen-Maschinen der Modelle E und F sollen ab 2030 folgen, sagt der schwedische Ministerpräsident Ulf Kristersson.

13.09 Uhr: Zwei Tote durch russischen Drohnenangriff im Gebiet Sumy

Im nordukrainischen Gebiet Sumy sind zwei Menschen bei einem russischen Drohnenangriff getötet worden. Das Gebiet Sumy grenzt an Russland und ist immer wieder Ziel von Angriffen.

12.24 Uhr: EU-Außenminister betonen einheitliche Haltung gegen Russland

Die EU-Außenminister wollen sich bei möglichen Friedensverhandlungen zum Ukraine-Krieg nicht von Russland vorschreiben lassen, wer die europäische Seite vertritt. Bei einem informellen Treffen auf Zypern betonten die Minister am Donnerstag die Notwendigkeit eines geschlossenen Auftretens. Hintergrund ist ein Vorstoß des russischen Präsidenten Wladimir Putin, den ehemaligen deutschen Bundeskanzler Gerhard Schröder als Vermittler einzusetzen. Diesen Vorschlag wiesen die europäischen Regierungen zurück.

"Ich halte das für eine Falle, in die Russland uns locken will", sagte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas am Rande des Treffens in Limassol. Moskau wolle bestimmen, wer als Verhandlungspartner geeignet sei und wer nicht. Als potenzielle Kandidatinnen und Kandidaten wurden auch bereits die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel, der finnische Präsident Alexander Stubb sowie Ex-EZB-Chef Mario Draghi genannt.

Die EU wird vorerst keinen Russland-Gesandten ernennen. Nach Ansicht von Kallas soll statt über Personen zunächst über Strategiefragen gesprochen werden.

11.52 Uhr: Nato stärkt Ostflanke mit zweitem Hauptquartier

Das I. Deutsch-Niederländische Korps übernimmt ab Mitte des Jahres die Führung von Nato-Truppen in Estland und Lettland. Damit wird neben dem Hauptquartier im polnischen Stettin ein zweites taktisches Hauptquartier für die Nordostflanke der Allianz geschaffen, wie Deutschland und die Niederlande mitteilen. Das Korps kann im Spannungsfall bis zu 50.000 Soldaten führen. Verteidigungsminister Boris Pistorius erklärt, beide Nationen übernähmen damit "weitere Verantwortung für die Sicherheit Europas". Der Schritt soll die Abschreckung gegenüber Russland stärken.

11.15 Uhr: Selenskyj zu Besuch in Schweden

Der ukrainische Präsident Selenskyj wird nach Angaben der Regierung in Stockholm am Donnerstag in Schweden erwartet, um gemeinsam mit Ministerpräsident Ulf Kristersson ein Abkommen zur Luftverteidigung bekannt zu geben. Für 13.00 Uhr sei eine gemeinsame Pressekonferenz auf einem Luftwaffenstützpunkt im 70 Kilometer nördlich von Stockholm gelegenen Uppsala geplant, hieß es in der schwedischen Hauptstadt.

Nach Informationen der Zeitung "Aftonbladet" will Schweden der Ukraine JAS-39-Gripen-Kampfflugzeuge der älteren Modelle C und D überlassen und die Verhandlungen über den Verkauf des neueren Modells E an die Ukraine vorantreiben. Beide Länder hatten im Oktober 2025 ein Grundsatzabkommen geschlossen, wonach die Ukraine 100 bis 150 schwedische Gripen-Jagdbomber des Modells E kaufen könnte.

10.50 Uhr: Kallas warnt vor Gesandten-Debatte

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas warnt davor, die Debatte über die Auswahl eines Gesandten für mögliche Ukraine-Friedensgespräche mit Russland fortzusetzen. "Es ist eine Falle, in die Russland uns locken will", sagte Kallas bei dem Treffen der EU-Außenminister in der zyprischen Hafenstadt Limassol. Die russische Taktik sehe vor, dass man darüber diskutiere, wer mit Russland spreche, und Russland dann bereits auswähle, wer geeignet sei und wer nicht.

Im Audio: Ukraine-Krieg ist großes Thema beim EU-Außenministertreffen

Informelles Treffen der EU-Außenminister in Limassol, Zypern
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Informelles Treffen der EU-Außenminister in Limassol, Zypern

10.46 Uhr: Russischer Geheimdienstchef wirft Nato Kriegsvorbereitungen vor

Der Chef des russischen Auslandsgeheimdienstes SVR, Sergei Naryschkin, wirft der Nato konkrete Vorbereitungen auf einen "groß angelegten Konflikt im Osten" vor. Das meldet die amtliche Nachrichtenagentur RIA. Zudem rüste die Europäische Union rasch auf und wandele sich in ein Militärbündnis, das "gegen Russland gerichtet" sei, erklärte Naryschkin weiter.

09.55 Uhr: Ukraine - Angriff auf russische Ölraffinerie

Die ukrainische Armee hat eigenen Angaben zufolge in der Nacht erneut eine russische Ölraffinerie im Schwarzmeerhafen Tuapse angegriffen. Dies teilt der ukrainische Generalstab mit. Auf dem Gelände der Raffinerie seien Feuer und Rauch beobachtet worden. Das Ausmaß der Schäden werde geprüft.

08.26 Uhr: Kallas positiv gegenüber Merz-Vorschlag zur EU-Teilmitgliedschaft der Ukraine

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat sich positiv über den Vorschlag von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) für eine Teilmitgliedschaft der Ukraine in der EU geäußert. "Es ist klar, dass die Idee dahinter sehr gut ist", sagte sie vor dem Treffen der EU-Außenminister. "Dahinter steht der Gedanke, dass wir in Bezug auf die Ukraine schneller vorankommen müssen." Diese Prozesse bräuchten Zeit, so Kallas: "Es geht also darum, wie wir in den verschiedenen Phasen schneller vorankommen können."

Merz hatte in einem vor einer Woche veröffentlichten Brief an die EU-Spitzen eine "assoziierte Mitgliedschaft" für die Ukraine ins Spiel gebracht. Der Kanzler schlug vor, Kiew die Teilnahme an Treffen der EU-Ministerräte und EU-Gipfeln der Staats- und Regierungschefs zu erlauben, ohne dem Land ein Stimmrecht zu geben. Zudem soll die Ukraine nach seinem Vorschlag auch ein Mitglied für die EU-Kommission ohne Ressort und Stimmrecht benennen können. Ferner soll die Beistandsklausel für den Fall eines bewaffneten Angriffs in Artikel 42 des EU-Vertrags für die Ukraine gelten.

05.51 Uhr: EU-Außenminister wollen über mögliche Verhandlungen mit Russland beraten

In der zyprischen Küstenstadt Limassol kommen am Donnerstag die Außenministerinnen und Außenminister der EU zusammen, um unter anderem über mögliche Verhandlungen mit Russland zu beraten (07.45 Uhr MESZ). Zu den Gesprächen wird auch der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha erwartet. Für Deutschland nimmt der Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt, Gunther Krichbaum, teil. Bei dem Treffen im sogenannten Gymnich-Format soll erörtert werden, unter welchen Voraussetzungen sich die Europäer an Verhandlungen mit Russland über einen Waffenstillstand im Ukraine-Krieg beteiligen könnten.

04.02 Uhr: EU wird vorerst keinen Russland-Gesandten ernennen

Die EU will vorerst keinen Chefverhandler für mögliche Ukraine-Friedensgespräche mit Russland ernennen. Ein solcher Schritt werde von der Außenbeauftragten Kaja Kallas und führenden EU-Staaten wie Deutschland derzeit nicht als sinnvoll angesehen, sagten mehrere ranghohe EU-Beamte und Diplomaten der Deutschen Presse-Agentur am Rande des informellen Außenministertreffens in Zypern. Statt über Personen soll demnach zunächst über Strategiefragen geredet werden. "Wir müssen uns darauf verständigen, worüber wir mit Russland sprechen wollen", sagte eine EU-Beamtin. Es gelte zu klären, wie die EU diplomatische Bemühungen um ein Ende des russischen Angriffskrieges unterstützen könnte.

Donnerstag, 28. Mai 2026

22.08 Uhr: Selenskyj kündigt weitere Angriffe in Russland an

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach Gesprächen mit seiner Militärführung neue Gegenschläge im russischen Hinterland angekündigt. Das sei nötig, um Moskau klarzumachen, dass es für den Angriffskrieg gegen die Ukraine mit eigenen Verlusten bezahlen müsse, sagte Selenskyj in seiner in Kiew veröffentlichten abendlichen Videobotschaft.

Insbesondere sind demnach weiter Anlagen der russischen Ölindustrie im Visier. So will Kiew die Einnahmen Moskaus aus dem für die Finanzierung der Kriegswirtschaft wichtigen Energieexport reduzieren.

20.56 Uhr: Von der Leyen - Kommende Wochen wichtig für Weg der Ukraine in die EU

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sagt, sie habe mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj über den Weg des Landes in die EU gesprochen. Die kommenden Wochen seien entscheidend, um im Beitrittsprozess entscheidende Schritte voranzugehen, schreibt von der Leyen auf X. Europa unterstütze die Ukraine inmitten ihres Krieges mit Russland weiterhin, heißt es zudem. "Luftverteidigung sowie Drohnen- und Anti-Drohnen-Kapazitäten gehören zu den dringendsten Verteidigungsprioritäten Europas. Und die Ukraine wird voll in diese Bemühungen eingebunden."

18.28 Uhr: Ukraine bittet Trump um mehr Patriot-Raketen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat US-Präsident Donald Trump angesichts russischer Angriffe um weitere Luftabwehrsysteme gebeten. In einem Brief an Trump und den US-Kongress, der der Nachrichtenagentur Reuters vorlag, bezeichnete er ballistische Raketen als den letzten großen Vorteil Moskaus auf dem Schlachtfeld. Die Ukraine sei bereit, die benötigten Patriot-Systeme und Abfangraketen zu kaufen.Zwar kauft die Regierung in Kiew seit Trumps Amtsantritt Patriot-Raketen über die Nato-Initiative PURL, die von europäischen Verbündeten finanziert wird. Das derzeitige Liefertempo werde der Bedrohung aber nicht mehr gerecht, erklärte Selenskyj. Zudem droht der Krieg im Iran die ohnehin knappen Ressourcen weiter zu verknappen.

17.05 Uhr: Putin laut Kreml offen für Verhandlungen mit Europa

Der russische Präsident Wladimir Putin ist dem Kreml zufolge offen für Verhandlungen mit Europa. Das meldet die Nachrichtenagentur RIA. Moskau betrachte die Diskussion in Europa über mögliche Kandidaten für Verhandlungen mit Russland als positive Entwicklung, sagt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. In der zyprischen Küstenstadt Limassol kommen am Donnerstag die Außenministerinnen und Außenminister der EU zusammen, um unter anderem über mögliche Verhandlungen mit Russland zu beraten. Zu den Gesprächen wird auch der ukrainische Außenminister Andrij Sibyha erwartet. Bei dem Treffen soll erörtert werden, unter welchen Voraussetzungen sich die Europäer an Verhandlungen mit Russland über einen Waffenstillstand im Ukraine-Krieg beteiligen könnten.

16.33 Uhr: Finnland: Russisches Flugzeug soll Luftraum verletzt haben

Ein russisches Militärflugzeug steht nach Angaben von Finnlands Verteidigungsministerium im Verdacht, finnischen Luftraum verletzt zu haben. "Eine Untersuchung des mutmaßlichen Luftraumverstoßes wurde sofort eingeleitet", sagte Verteidigungsminister Antti Häkkänen laut einer Mitteilung. Der Flieger könnte demnach im finnischen Meerbusen vor der Halbinsel Porkkala zwischen Finnland und Estland einem Gewitter ausgewichen sein. Die Luftwaffe habe mit einem Einsatzflug reagiert, hieß es in der Mitteilung. Die Grenzschutzbehörde untersuche den Vorfall nun. In den vergangenen Monaten waren im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine mehrfach fehlgeleitete ukrainische Drohnen in den finnischen Luftraum eingedrungen oder auf finnischen Boden abgestürzt.

15.46 Uhr: Selenskyj bittet USA um mehr Patriot-Munition

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die USA um mehr Munition für das US-Luftabwehrsystem Patriot zur Verteidigung gegen russische Raketenangriffe ersucht. In einem von der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch eingesehenen Schreiben an den US-Präsidenten bat Selenskyj die US-Regierung am Vortag, "uns dabei zu helfen, dieses lebenswichtige Instrument zum Schutz vor dem russischen Terror" zu sichern.

14.30 Uhr: Großbritannien und Polen unterzeichnen neues Abkommen

Großbritannien und Polen haben ein umfangreiches Verteidigungs- und Sicherheitsabkommen unterzeichnet. Der Vertrag werde die Zusammenarbeit beider Ländern in den Bereichen Verteidigung, Sicherheit, Energie und Migration vertiefen, teilte die britische Regierung mit. Teil der Vereinbarung ist unter anderem die gemeinsame Entwicklung und Produktion komplexer Waffensysteme. Polen hatte vor einem Jahr bereits ein ähnliches Abkommen mit Frankreich unterzeichnet. Das EU- und Nato-Land ist einer der engsten politischen und militärischen Verbündeten der von Russland angegriffenen Ukraine. Polen sieht sich auch selbst von Moskau bedroht und rüstet derzeit massiv auf.

14.11 Uhr: Russische Banken sollen bei Drohnenabwehr helfen

Russische Banken und ihre Mitarbeiter sollen nach dem Willen des Parlaments künftig bei der Abwehr ukrainischer Drohnen helfen. Die Staatsduma verabschiedete einen Gesetzentwurf, wonach Banken auf eigene Kosten elektronische Störsysteme an ihren Standorten installieren sollen. Ausgewählte Mitarbeiter sollen zudem berechtigt werden, Drohnen abzuschießen. Der Plan umfasst die russische Zentralbank sowie weitere große Institute wie die mehrheitlich staatliche Sberbank. Das Gesetz muss noch vom Föderationsrat gebilligt und von Präsident Wladimir Putin unterzeichnet werden.

12.40 Uhr: Litauen kauft mehr als 900 gepanzerte Fahrzeuge in Finnland

Litauen will zur Stärkung seiner Verteidigung mehr als 900 gepanzerte Fahrzeuge des finnischenRüstungskonzerns Patria kaufen. Darunter seien 300 Fahrzeuge, die bis zum Jahr 2030 geliefert werden sollen, teilt Präsident Gitanas Nauseda mit. Der baltische Nato-Staat grenzt an die russische Exklave Kaliningrad sowie an Russlands engen Verbündeten Belarus. Seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine im Februar 2022 hat Litauen seine Verteidigungsanstrengungen massiv verstärkt und die Militärausgaben kräftig erhöht.

11.20 Uhr: Orte in Saporischschja und Charkiw eingenommen

Die russischen Streitkräfte haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau weitere Ortschaften in der Ukraine eingenommen. Hraniw in der Region Charkiw und Wosdwyschiwka in Saporischschja stünden nun unter russischer Kontrolle, melden staatliche russische Nachrichtenagenturen unter Berufung auf das Ministerium. Unabhängig überprüfen lassen sich solche Angaben zum Kampfgeschehen nicht.

09.05 Uhr: Ukraine - Russische Angriffe fordern sechs Verletzte

In der ostukrainischen Region Dnipropetrowsk sind sechs Menschen durch russische Angriffe verletzt worden, darunter ein Minderjähriger. Das russische Militär habe bei den Attacken Drohnen, Artillerie und gelenkte Gleitbomben eingesetzt, schrieb Militärgouverneur Olexander Hanscha. Einschläge gab es demzufolge auch in der Region Tschernihiw nördlich von Kiew. Ein Unternehmen in der Stadt sei beschädigt worden, Verletzte gebe es nicht, teilte der Chef der örtlichen Militärverwaltung, Dmytro Bryschynskyj mit. Zuvor war von 21 Verletzten in den ukrainischen Regionen Dnipropetrowsk und Saporischschja die Rede.

08.27 Uhr: Russland - Brand in russischem Schwarzmeerhafen

Im russischen Schwarzmeerhafen Tuapse haben Trümmerteile einer Drohne einen Brand in einem Terminal ausgelöst. Das Feuer sei schnell gelöscht worden, teilen die russischen Behörden mit. Zudem seien durch die Trümmer die Fenster eines Hochhauses und von fünf Einfamilienhäusern im Stadtbezirk von Tuapse beschädigt worden. Verletzt wurde bei den Vorfällen den Angaben zufolge niemand. Unabhängig überprüfen lassen sich solche Angaben zum Kampfgeschehen nicht.

08.20 Uhr: Ukraine - 21 Menschen durch russische Angriffe verletzt

Bei russischen Angriffen auf die ukrainischen Regionen Dnipropetrowsk und Saporischschja wurden den dortigen Behörden zufolge 21 Menschen verletzt.

08.17 Uhr: Russische Angaben - Ukrainischer Angriff auf Sewastopol

Die Ukraine hat nach russischen Angaben den Hafen von Sewastopol auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim mit Drohnen und Raketen angegriffen. Die Luftabwehr habe mehr als 20 Drohnen abgeschossen, teilte der Gouverneur der Stadt, Michail Raswoschajew, am Mittwoch auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Zudem seien bei dem Angriff in der Nacht zum Mittwoch Marschflugkörper vom Typ Storm Shadow eingesetzt worden. Verletzte gebe es nach vorläufigen Angaben nicht. Allerdings seien einige Gebäude beschädigt worden, darunter eine Filiale der Zentralbank und ein achtstöckiges Wohnhaus.

Insgesamt wehrte Russland nach Angaben des Verteidigungsministeriums in der Nacht 140 Drohnen ab, wie die Nachrichtenagentur Interfax meldete. In der südrussischen Hafenstadt Taganrog wurden zwei Menschen verletzt. Dort sei eine Rakete abgeschossen worden, teilte die Bürgermeisterin der Stadt, Swetlana Kambulowa, auf Telegram mit.

02.21 Uhr: Russland erlaubt Banken Drohnenabwehr

Russland erlaubt der Zentralbank und anderen Finanzinstituten per Gesetz den Abschuss von Drohnen in Eigenregie. Das geht aus einem Dokument der Staatsduma hervor. Demnach dürfen die Notenbank, die Sberbank und der russische Geldtransportverband künftig eigene Abwehrsysteme betreiben und ihr Personal bewaffnen. Ein Einsatz von Spezialkräften ist dafür nicht mehr nötig. Die Institute tragen die Kosten für die Abwehr selbst, wie der Leiter des Duma-Finanzausschusses, Anatoli Aksakow, dem Nachrichtenportal RBC sagte. Der Chef des russischen Unternehmensverbandes, Alexander Schochin, teilte Präsident Wladimir Putin zudem mit, dass auch andere Firmen den Kauf schwerer Waffen zum Schutz ihrer Infrastruktur finanzieren wollten.

Mittwoch, 27. Mai 2026

16.55 Uhr: Geflüchteten Russen droht Beschlagnahme von Vermögen

Wer als Russe im Ausland gegen Moskaus Interessen auftritt, kann künftig den Zugriff auf seinen Besitz in der Heimat verlieren. Die russische Staatsduma – das Parlament – verabschiedete in dritter und letzter Lesung ein neues Gesetz, das dieses umstrittene Vorgehen gegen andersdenkende Bürger im Exil legalisiert. Damit können etwa Moskauer Behörden Wohnungen Prominenter beschlagnahmen, wenn sie öffentlich den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine anprangern.

Insgesamt gebe es 13 neue Tatbestände, bei denen das Vermögen ausgewanderter Russen beschlagnahmt werden könne, sagte Duma-Chef Wjatscheslaw Wolodin. Zwar konnten Russen, die aus Angst vor politischer Verfolgung ausgereist sind, schon bisher für einige Rechtsverstöße durch Beschlagnahmung von Vermögen bestraft werden. Das neue Gesetz weitet diese Möglichkeiten aber praktisch ins Beliebige deutlich aus.

16.45 Uhr: Von der Leyen - Russland versucht Europa durch Drohnenalarm zu destabilisieren

Nach fortgesetztem Drohnenalarm in den baltischen Staaten hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen Moskau vorgeworfen, die europäischen Demokratien "destabilisieren" zu wollen. "Dies ist eine bewusste Strategie Russlands", sagte von der Leyen am Dienstag bei einem Treffen mit den baltischen Staats- und Regierungschefs in Vilnius. Litauen, Estland und Lettland gehören zu den vehementesten Unterstützern der von Russland angegriffenen Ukraine.

Die EU-Kommissionspräsidentin räumte ein, die Serie von Luftalarmen habe "Verwundbarkeiten" in der Verteidigung des Kontinents offengelegt, und warnte vor ähnlichen Vorfällen in weiter westlich gelegenen EU-Staaten. Was die baltischen Staaten derzeit erlebten, "könnte morgen den Rest Europas treffen." Von der Leyen kündigte zur Bewältigung des Problems "stärker vereinheitlichte Alarmsystemen und eine verbesserte grenzüberschreitende Koordinierung" an.

15.05 Uhr: Russischer Politiker droht Kiew mit Massenvernichtungswaffen

Der Chef des russischen Parlaments, Wjatscheslaw Wolodin, hat den Einsatz von Massenvernichtungswaffen gegen die Ukraine angedroht im Fall von Angriffen gegen die Zivilbevölkerung in Russland. "Das alles kann dazu führen, dass wir die Waffe einsetzen, die von niemandem mehr eine Spur übrig lässt", sagte Wolodin einer Pressemitteilung des Parlaments, der Staatsduma, zufolge.

Auslöser der neuen Drohung ist ein Drohnenangriff auf ein Wohnheim in Starobilsk im von Russland besetzten Gebiet Luhansk. Wladimir Putin hatte nach der Attacke Vergeltung angeordnet. Am Sonntag setzte das russische Militär dann bei einem Großangriff auf die Ukraine unter anderem auch die neue Mittelstreckenrakete des Typs Oreschnik ein. Insbesondere Kiew wurde dabei schwer getroffen. 

14.44 Uhr: Nach "Drohung" gegen Ausländer in Kiew - EU und Berlin bestellen russische Gesandte ein

Die EU hat nach der russischen Aufforderung an Ausländer und Diplomaten in Kiew, die ukrainische Hauptstadt zu verlassen, den Geschäftsträger der russischen Botschaft in Brüssel einbestellt. Diese russische "Drohung" sei eine "inakzeptable Eskalation", erklärte EU-Kommissionssprecherin Anitta Hipper am Dienstag im Onlinedienst X. Brüssel fordere Russland auf, den Beschuss von Zivilisten zu beenden und einer "vollständigen und bedingungslosen Waffenruhe" zuzustimmen, fügte sie hinzu.

Das Auswärtige Amt erklärte im Anschluss: "Die Drohung Russlands, dass alle ausländischen Bürgerinnen und Bürger Kyjiw verlassen sollen, zeigt, dass Putin weiter auf Eskalation setzt. Der Versuch, die Ukraine und ihre Unterstützer mittels Drohungen und Terror zu spalten, wird keinen Erfolg haben. Gezielte Angriffe auf diplomatische Vertretungen stellen einen schweren Verstoß gegen humanitäres Völkerrecht dar." Das Auswärtige Amt stehe in ständigem Kontakt mit der deutschen Botschaft in Kiew und seinen Partnern. Die Sicherheit der Mitarbeitenden vor Ort habe höchste Priorität.

12.30 Uhr: Russland setzt Beschuss der Ukraine fort

Russland hat die Ukraine in der Nacht zum Dienstag nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe erneut beschossen. Es seien mehr als 100 Drohnen und zwei ballistische Raketen abgefeuert worden, berichtete die Luftwaffe. Am Montag hatte Russland mit Angriffen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew gedroht und Mitglieder diplomatischer Vertretungen zum Verlassen der Stadt aufgefordert. Die EU, Frankreich und Polen kündigten aber an, dem nicht nachzukommen.

Russland hatte am Wochenende den größten Raketenangriff auf Kiew seit Jahren gestartet. Dieser sei eine Reaktion auf einen tödlichen ukrainischen Drohnenangriff vom Freitag, hieß es.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verwies unterdessen auf einen Mangel an US-Luftabwehrsystemen, die der Ukraine im Kampf gegen ballistische Raketen aus Russland helfen und erklärte das mit dem Iran-Krieg. "Leider gibt es seit langer Zeit keine Fortschritte mit Amerika bezüglich der Ausweitung der Produktion antiballistischer Fähigkeiten", so Selenskyj in den sozialen Medien. Die ukrainische Regierung arbeite mit Europa zusammen, um diese Fähigkeiten auszubauen.

10.34 Uhr: Russland bietet neuen Rekruten Schuldenerlass an

Im Werben um zusätzliche Soldaten für die Offensive in der Ukraine bietet der russische Präsident Wladimir Putin einen Schuldenerlass für neue Rekruten an. Der Kreml veröffentlichte ein Dekret, wonach neue Rekruten von Schulden in Höhe von bis zu zehn Millionen Rubel (rund 119.000 Euro) befreit werden.

Russland bietet Männern, die sich zu einem Armee-Einsatz in der Ukraine verpflichten, bereits seit mehr als vier Jahren lukrative Gehälter an. Putin hat sich auch dafür eingesetzt, dass aus der Ukraine zurückkehrende Soldaten in der Heimat in hochrangige berufliche Positionen kommen.

05.50 Uhr: Ukraine und EU-Vertretung in Kiew unbeeindruckt von russischen Drohungen

Ungeachtet massiver russischer Drohungen mit systematischen Angriffen auf Kiew wollen sich die Ukraine und die Vertretung der Europäischen Union (EU) in Kiew nicht einschüchtern lassen. Die EU wies russische Aufforderungen zurück, ihr diplomatisches Personal aus der ukrainischen Hauptstadt abzuziehen.

Die EU-Vertretung werde in Kiew bleiben, betonte die Leiterin des dortigen EU-Büros, Katarina Mathernova. Russland wolle mit seinen Warnungen lediglich Panik säen und die Ukraine isolieren. Auch der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha rief die Verbündeten auf, sich der russischen Erpressung nicht zu beugen.

Die Führung in Moskau hatte am Montag Ausländer sowie Diplomaten aufgefordert, Kiew so schnell wie möglich zu verlassen. Die russischen Streitkräfte würden systematische Schläge gegen militärische und politische Entscheidungszentren in der Hauptstadt beginnen, hieß es aus dem Außenministerium.

03.10 Uhr: Russland meldet Abschuss von Flugkörpern über Region Leningrad

Die russische Luftabwehr schießt nach offiziellen Angaben Flugkörper ab, die auf die Region Leningrad zusteuern. Dies teilt der regionale Gouverneur Alexander Drosdenko über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Weitere Details nennt er zunächst nicht. In der Region im Nordwesten Russlands liegt unter anderem die Millionenmetropole St. Petersburg. Zudem befinden sich dort wichtige Hafenanlagen und Energieinfrastruktur wie Ölraffinerien.

Dienstag, 26. Mai 2026

22.54 Uhr: Ukraine - Toter und Verletzte nach russischen Luftschlägen

Bei schweren russischen Angriffen aus der Luft ist ukrainischen Behördenangaben nach im Südosten des Landes mindestens ein Mensch getötet worden, 15 weitere wurden verletzt. In der Hafenstadt Odessa sei ein Infrastrukturobjekt durch Beschuss zerstört worden, teilte Gouverneur Serhij Lyssak auf Telegram mit. Von den vier Verletzten sei einer seinen Wunden erlegen, schrieb er später. In der Stadt Kramatorsk im Gebiet Donezk wurden derweil durch den Abwurf gelenkter Gleitbomben am Abend zwölf Personen verletzt. Laut den örtlichen Behörden war es bereits der dritte schwere Angriff auf die Stadt im Tagesverlauf.

20.45 Uhr: Russland informiert USA über Angriffe auf Kiew

Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat nach Angaben seines Ministeriums US-Außenminister Marco Rubio über Angriffe auf die ukrainischen Hauptstadt Kiew informiert. Dies teilt das Außenministerium in Moskau mit. Die russischen Streitkräfte begännen nun mit systematischen Angriffen auf Einrichtungen, die vom ukrainischen Militär genutzt würden, sowie auf Entscheidungszentren. Es handle sich um Vergeltung für ukrainische Angriffe. Dies habe Lawrow Rubio in einem Telefonat mitgeteilt. Zuvor hat die Regierung in Moskau Ausländer aufgefordert, Kiew zu verlassen.

17.36 Uhr: Ukraine gegen Lockerung der Import-Verbote für Kali-Dünger aus Belarus

Die Ukraine lehnt eine Lockerung der Import-verbote für Kali-Dünger aus Belarus ab. Es dürfe keine Illusionen geben, dass man Belarus durch Zugeständnisse aus dem russischen Einflussbereich lösen könne, sagt Außenminister Andrij Sybiha nach einem Treffen mit der belarussischen Oppositionsführerin Swjatlana Zichanouskaja in Kiew. Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte berichtet, die USA hätten die Ukraine um die Wiederzulassung der Importe gebeten, weil damit eine Ablösung von Belarus von Russland unterstützt werden könnte.

16.53 Uhr: Russland warnt ausländische Bürger vor bevorstehenden Angriffen auf Kiew

Russland hat Ausländer und Mitarbeiter diplomatischer Vertretungen in Kiew aufgefordert, die ukrainische Hauptstadt angesichts bevorstehender neuer Angriffe zu verlassen. "Die Angriffe werden sowohl auf Entscheidungszentren als auch auf Kommandoposten zielen", teilte das Außenministerium in Moskau am Montag mit. "Wir warnen ausländische Bürger, einschließlich des Personals diplomatischer Missionen und internationaler Organisationen, die Stadt so bald wie möglich zu verlassen", hieß es weiter.

16.45 Uhr: Tote und Verletzte nach russischen Angriffen in der Ukraine

Im Osten der Ukraine sind bei russischen Angriffen mindestens vier Menschen getötet worden. Bei Raketenbeschuss auf die Stadt Derhatschi im Gebiet Charkiw kamen laut Militärgouverneur Oleh Synjehubow ein 25-Jähriger und ein 68-Jähriger ums Leben. Weitere 23 Personen wurden demnach verletzt. Ein ziviles Unternehmen, Lagerräume und Fahrzeuge seien beschädigt worden.

Ein 64 Jahre alter Mann und eine 38-jährige Frau kamen außerdem durch russischen Beschuss der Stadt Kramatorsk und der Siedlung Jasnohirka ums Leben, wie die regionale Staatsanwaltschaft des Gebiets Donezk mitteilte. Drei weitere Menschen seien verletzt worden.

15.25 Uhr: Belarussische Oppositionsführerin zu Besuch in Kiew

Nach den massiven russischen Angriffen auf Kiew hat die belarussische Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja erstmals die ukrainische Hauptstadt Kiew besucht. Sie kam am Montag mit dem Zug an und sagte der Nachrichtenagentur AP vor ihrer Ankunft, sie begrüße, dass unter anderem Frankreich Druck ausübe, damit Belarus sich auf der Seite Russlands nicht weiter in den Krieg verstricke.

Sollte der autoritär regierende belarussische Präsident Alexander Lukaschenko sein Land in den Krieg hineinziehen, wäre das inakzeptabel, sagte Tichanowskaja. Diese Position zu vermitteln, sei auch das oberste Ziel des französischen Präsidenten Emmanuel Macron, der am Sonntag mit Lukaschenko telefonierte. "Das Lukaschenko-Regime weiß genau, was getan werden muss, um die Beziehungen zur Europäischen Union zu verbessern, doch es geschieht nichts; stattdessen gehen hybride Angriffe, nukleare Erpressung und Drohungen gegen die gesamte Region weiter", sagte Tichanowskaja.

12.41 Uhr: Russland will Magnetminen auf Tanker in Ostseehafen gefunden haben

Der russische Inlandsgeheimdienst FSB hat einem Bericht zufolge auf einem Tanker im Ostseehafen Ust-Luga mehrere Magnetminen entdeckt. Die Minen seien am Rumpf des Schiffes gefunden worden, das mit Flüssiggas aus dem belgischen Antwerpen eingelaufen sei, wie die Nachrichtenagentur Interfax meldet. Eine Sprecherin des russischen Ermittlungskomitees erklärt, die Minen stammten aus einem Nato-Staat. Sie seien inzwischen entschärft worden. Das Schiff fährt LSEG-Daten zufolge unter der Flagge Liberias und wird von einem Unternehmen in den Vereinigten Arabischen Emiraten betrieben.

11.43 Uhr: Attacke auf russisch-besetzten Hafen - vier Tote

Im ostukrainischen Horliwka im Gebiet Donezk sind nach Angaben der russischen Besatzungsverwaltung vier Menschen bei einem ukrainischen Angriff getötet worden. Darunter seien zwei Jugendliche, meldeten russische Agenturen unter Berufung auf die von Moskau eingesetzte Besatzungsverwaltung, ohne Details zu nennen. Zuvor hatte diese demnach von sechs Verletzten nach einem Drohnenangriff gesprochen. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen.

11.32 Uhr: Auch Dominikanerkloster bei Angriff auf Kiew getroffen

Bei den massiven russischen Luftangriffen auf die Ukraine am Pfingstwochenende ist auch das Dominikanerkloster in Kiew beschädigt worden. Eine Rakete habe am frühen Sonntagmorgen ein Nachbargebäude getroffen, teilte der Prior des Klosters, Petro Balog, auf Facebook mit. "Fast all unsere Fenster und Türen wurden zerstört, insgesamt mehr als 40." Manchmal habe es den Eindruck, dass in Russland "Wilde und nicht Menschen" regierten, so Balog mit Blick auf die jüngsten Angriffe. Nach Angaben des Leiters der ukrainischen Dominikaner-Provinz, Jaroslaw Krawiec, gab es auch Schäden an den Klosterzellen der Ordensleute, der Kapelle und Räumen des Thomas-von-Aquin-Instituts in Kiew.

10.42 Uhr: Knapp 90 Verletzte nach russischer Offensive vom Sonntag auf Kiew

Nach dem massiven russischen Angriff in der Nacht zu Sonntag steigt die Zahl der Verletzten in der ukrainischen Hauptstadt Kiew weiter. Es seien 87 Menschen verletzt worden, darunter drei Minderjährige, schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in sozialen Medien. In Krankenhäuser seien 21 Personen gebracht worden. Die Aufräumarbeiten dauern demnach an. Er sprach von rund 300 beschädigten Objekten, ein Großteil davon seien Wohnhäuser. Selenskyj forderte Druck auf Russland. In der Ukraine müsse die Flugabwehr verstärkt werden.

Russland hatte nach Angaben der ukrainischen Luftstreitkräfte bei dem kombinierten Angriff 600 Drohnen und 90 Raketen und Marschflugkörper eingesetzt. Das Verteidigungsministerium in Moskau bestätigte den Einsatz der wegen ihrer Zerstörungskraft besonders gefürchteten neuen Mittelstreckenrakete vom Typ Oreschnik. Neben mehreren Verletzten gab es nach ukrainischen Angaben auch mindestens zwei Tote in Kiew.

Im Video: Russland bombardiert Wohnhäuser und Gedenkstätten

Russland bombardiert Wohnhäuser und Gedenkstätten
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Russland bombardiert Wohnhäuser und Gedenkstätten

09.06 Uhr: Zwei Tote in russischen Grenzregionen nach ukrainischem Beschuss

Einen Tag nach dem russischen Großangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew hat es im Grenzgebiet neue gegenseitige Angriffe gegeben. In der russischen Region Belgorod kam nach Behördenangaben ein Mann bei einem Raketen- und Drohnenangriff ums Leben, ein weiterer wurde verletzt. Bei der Attacke wurde außerdem die Energie-Infrastruktur beschädigt. Davon ist auch die gleichnamige Stadt betroffen, wie die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf örtliche Behörden meldet. Die Strom- und Wasserversorgung ist den Angaben zufolge unterbrochen worden.

In Brjansk wurde bei einem ukrainischen Angriff in der Ortschaft Belaja Berjoska nach Angaben des amtierenden Gouverneurs Jegor Kowaltschuk ein Mann getötet.

07.47 Uhr: Neue Drohnenattacken - Zahlreiche Verletzte in der Ukraine

Im russisch kontrollierten Horliwka im Osten der Ukraine sind dem russischen Staatsfernsehen zufolge fünf Menschen bei Drohnenangriffen verletzt worden. Aus der südukrainischen Region Cherson meldeten die dortigen Behörden zwei Tote und 16 Verletzte bei russischen Angriffen, die am Sonntag begonnen hatten. In Saporischschja im Südosten der Ukraine wurden den dortigen Behörden zufolge zudem drei Menschen verletzt.

02.11 Uhr: Russland meldet Drohnenangriff auf Region Jaroslawl

Die Ukraine hat ihren Abwehrkampf auch in der Nacht fortgesetzt. Die russische Region Jaroslawl nordöstlich von Moskau ist nach Angaben des dortigen Gouverneurs mit Drohnen angegriffen worden. Dies teilte Michail Jewrajew auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit.

Montag, 25. Mai 2026

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