Aktuelle News zum USA-Iran-Krieg im Überblick
- Israel und Libanon starten neue Gesprächsrunde in Washington (17.36 Uhr)
- Iran berät laut Medienberichten noch über Vorschlag für Abkommen mit den USA (09.05 Uhr)
- Israel meldet Angriff aus dem Libanon (02.32 Uhr)
- Medienbericht - Trump erwartet Einigung mit dem Iran binnen einer Woche (00.03 Uhr)
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Mit Informationen der ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten sowie der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen.
Karte zur militärischen Lage im Nahen Osten
20.20 Uhr: Proiranische Milizen im Irak wollen Waffen abgeben
Zwei der mächtigsten vom Iran unterstützten Milizen im Irak wollen nach eigenen Angaben damit beginnen, ihre Waffen an die Behörden zu übergeben. Die Gruppe Assaib Ahl al-Hak und die Imam-Ali-Brigaden kündigten am Dienstag entsprechende Schritte an. Assaib Ahl al-Hak gab die Gründung eines Komitees bekannt, das die Übergabe überwachen solle. Geplant sei, Kämpfer, Waffen und Ausrüstung zu erfassen und sich mit dem Oberbefehlshaber der irakischen Streitkräfte abzustimmen.
Die Gruppe stellte die Entscheidung als Reaktion auf Aufrufe der obersten schiitischen Religionsautorität im Irak und des sogenannten Koordinationsrahmens dar. Das Bündnis ist der größte Block im Parlament und dominiert die irakische Politik. Auch die Imam-Ali-Brigaden kündigten an, ihre Waffen an den Staat zu übergeben. Die Zeit sei gekommen, "einen starken Staat mit voller Souveränität" aufzubauen.
20.10 Uhr: Trump weist Berichte über Abbruch der Iran-Gespräche zurück
US-Präsident Donald Trump hat Berichte iranischer Medien über einen Abbruch der indirekten Gespräche mit den Vereinigten Staaten bestritten. Trump bezeichnete am Dienstag in den sozialen Medien entsprechende Berichte iranischer Nachrichtenagenturen als "falsch und irreführend".
"Die Gespräche zwischen uns laufen ununterbrochen weiter, auch vor vier Tagen, vor drei Tagen, vor zwei Tagen, vor einem Tag und heute", erklärte der US-Präsident. "Wohin sie führen, weiß man nie, aber wie ich dem Iran gesagt habe: "Es ist an der Zeit, dass ihr auf die eine oder andere Weise einen Deal macht. Ihr macht das schon seit 47 Jahren, und das darf nicht länger so weitergehen!""
19.50 Uhr: Irak sucht neue Öl-Exportwege - Pipeline-Lieferungen sollen steigen
Angesichts der Sperrung der Straße von Hormus will der Irak seine Rohölexporte per Pipeline und Lastwagen massiv ausweiten. Die Ausfuhren durch Pipelines sollen in den kommenden zweieinhalb Monaten von 220.000 auf 770.000 Barrel pro Tag steigen, teilt die Regierung mit. Zudem seien Lieferungen per Lkw in Nachbarländer im Umfang von 420.000 Barrel pro Tag geplant. Das Kabinett billigt dafür ein Abkommen mit Syrien, um Rohöl über die Mittelmeerhäfen Banijas und Tartus zu verschiffen.
19.05 Uhr: Netanjahu - Werden Irans Führung beim Verschwinden helfen
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hält an dem Ziel fest, die iranische Regierung stürzen zu wollen. Die Führung in Teheran sei "dazu bestimmt, aus der Welt zu verschwinden", sagte er bei einer Zeremonie zum Amtsantritt des neuen Leiters des israelischen Auslandsgeheimdienstes Mossad, Roman Gofman. "Und wir werden ihr dabei helfen, dieses Ziel zu erreichen". Einzelheiten dazu, wie genau dies gelingen soll, ließ er offen.
17.36 Israel und Libanon starten neue Gesprächsrunde in Washington
Trotz neuer israelischer Angriffe auf die Hisbollah-Miliz haben Israel und der Libanon in Washington eine weitere Runde politischer Gespräche aufgenommen. Vertreter der USA und Israels teilten mit, dass die Treffen zwischen den israelischen und libanesischen Botschaftern am Dienstag wie geplant im Außenministerium in Washington begonnen hätten.
Den zweitägigen Gesprächen ging ein Sicherheitstreffen zwischen beiden Seiten voraus, das am Freitag im Pentagon stattfand. Keiner der Teilnehmer des Treffens gab einen Kommentar ab, als sie vor Beginn der Gespräche für Fotos posierten.
16.47 Uhr: USA - Iran zu Verhandlungen über weitere Aspekte des Atomprogramms bereit
Der Iran ist nach Angaben von US-Außenminister Marco Rubio bereit, über Aspekte seines Atomprogramms zu verhandeln, die das Land zuvor in Gesprächen ausgeklammert habe. Dies sei jedoch keine Garantie für eine Übereinkunft zur Beendigung des Krieges, sagt Rubio vor Abgeordneten in Washington. Erste Voraussetzung für die laufenden Gespräche sei, dass die Regierung in Teheran die gesperrte Straße von Hormus wieder öffne und dies auch unmissverständlich bekanntgebe. Zudem müsse sich der Iran zu konkreten Verhandlungen über den Verbleib seines hochangereicherten Urans verpflichten. Eine Lockerung der Sanktionen sei an Bedingungen geknüpft und werde nicht allein für die Öffnung der Meerenge gewährt. Die konventionelle Verteidigung des Irans sei erheblich geschwächt worden, das Land verfüge aber noch über viele Drohnen, erklärt der Minister weiter.
16.04 Uhr: Iranische Medien - Teheran bricht Gespräche mit Vermittlern ab
Der Iran hat laut iranischen Nachrichtenagenturen die Gespräche mit Vermittlern über ein Ende des Krieges abgebrochen. Die halbstaatlichen Agenturen Fars und Tasnim, die der paramilitärischen Revolutionsgarde nahestehen, berichteten am Dienstag, der Abbruch sei erfolgt, nachdem Israel gedroht habe, die libanesische Hauptstadt Beirut zu bombardieren.
Aus Kreisen der Vermittler verlautete, der Iran habe am Dienstag überhaupt nicht kommuniziert. Zuvor habe Teheran erklärt, im Libanon müsse eine Waffenruhe durchgesetzt werden, damit die Verhandlungen fortgesetzt werden könnten.
15.55 Uhr: Iran bereitet Beisetzung von Chamenei vor
Mehr als drei Monate nach der Tötung des iranischen Staatsoberhaupts Ajatollah Ali Chamenei gibt es erstmals Äußerungen zu seinem geplanten Begräbnis. Die Beerdigung sei für den Beginn des islamischen Trauermonats Muharram geplant, sagte der stellvertretende Teheraner Bürgermeister Amin Tawakolisadeh, wie iranische Medien berichteten. Ein Datum wäre somit ab Mitte Juni möglich.
Die Trauerfeiern sollen offiziell in der iranischen Hauptstadt Teheran, der Pilgerstadt Ghom sowie Chameneis Heimatort Maschhad abgehalten werden. In dem zentralen religiösen Zentrum Maschhads, dem Imam-Resa-Mausoleum, soll der frühere Religionsführer beigesetzt werden. In Teheran bereiten sich die Behörden auf Versammlungen von bis zu 20 Millionen Menschen vor.
15.03 Uhr: Israel setzt Angriffe im Südlibanon fort
Israel setzt seine Luft- und Artillerieangriffe auf mehrere Ortschaften im Südlibanon fort. Die Einwohner der Stadt Nabatija werden zum Verlassen des Ortes aufgefordert. Über der Hauptstadt Beirut kreist eine israelische Drohne. Die Hisbollah-Miliz gibt zwei Vorstöße gegen israelische Truppen im Südlibanon bekannt, verzichtet aber auf Raketenangriffe über die Grenze hinweg. Das israelische Militär fängt nach eigenen Angaben in der Nacht zwei aus dem Libanon abgefeuerte Geschosse ab.
14.30 Uhr: Durch Nahost-Krise steigende Kosten bedrohen Kinder-Versorgung
Steigende Transportkosten und unterbrochene Lieferketten infolge der Nahost-Krise bedrohen nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks Unicef die Versorgung von Kindern mit lebensrettenden Hilfsgütern. Knapp 100 Tage nach Ausbruch des Iran-Krieges trieben die erhöhte Unsicherheit auf wichtigen Schifffahrtsrouten die Treibstoffpreise und Versicherungsprämien in die Höhe, erklärt Unicef. Zudem behinderten überlastete Ausweichhäfen die Lieferung von Hilfsgütern. Unicef sei wegen der Verzögerungen auf dem Seeweg zunehmend auf teurere Luftfracht angewiesen.
Allein im ersten Quartal seien die jährlichen Zuwendungen von Logistikpartnern für Charterflüge fast aufgebraucht, um Hilfsgüter in den Libanon und in den Gazastreifen zu fliegen. Dort komme es zu Verzögerungen von vier bis sechs Wochen. Unicef schätzt, dass sich einige Lieferungen um bis zu sechs Monate verzögern. Die Umleitung von Schiffen um das Kap der Guten Hoffnung verlängere die Lieferzeiten um zwei bis vier Wochen.
Die finanziellen Folgen seien erheblich. So sei das Transportbudget von Unicef in Mali im ersten Quartal um 36 Prozent gestiegen, was zu schmerzhaften Kompromissen zwinge. Es müsse abgewogen werden, ob weniger lebensrettende therapeutische Fertignahrung geliefert oder bei Programmen zur Wasserversorgung gespart werde.
11.45 Uhr: Palästinenser- Drei Tote durch israelischen Beschuss im Gazastreifen
Im Gazastreifen sind nach palästinensischen Angaben durch israelischen Beschuss mindestens drei Menschen getötet worden. Nach Angaben von Medizinern kam bei einem Luftangriff auf ein Fahrzeug östlich von Deir al-Balah im Zentrum des Küstenstreifens ein Mensch ums Leben, vier weitere wurden verletzt. Bei einem weiteren Angriff in der nahe gelegenen Ortschaft Sawaida wurde ein Mensch getötet und ein weiterer verletzt.
Zudem wurde nach palästinensischen Angaben ein Mann im Nordwesten von Chan Junis im Süden des Gazastreifens durch Schüsse israelischer Soldaten getötet. Das israelische Militär äußerte sich zunächst nicht zu den Vorfällen. Trotz einer im Oktober von den USA vermittelten Waffenruhe kommt es weiterhin zu israelischen Angriffen. Die indirekten Verhandlungen zwischen Israel und der im Gazastreifen herrschenden Hamas über die Umsetzung der zweiten Phase des Waffenruhe-Abkommens gelten derzeit als festgefahren.
09.05 Uhr: Iran berät laut Medienberichten noch über Vorschlag für Abkommen mit den USA
Der Iran hat sich einem Medienbericht zufolge bislang nicht zu dem Vorschlag für ein Abkommen mit den USA geäußert. Die Beratungen über den endgültigen Vertragstext dauerten in Teheran weiter an, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Mehr unter Berufung auf Verhandlungskreise.
Demnach prüft die iranische Führung den Vorschlag wegen des tiefen Misstrauens gegenüber den USA und aus ihrer Sicht mangelnder Vertragstreue in der Vergangenheit mit großer Vorsicht. "Basierend auf früheren Erfahrungen strebt der Iran nach greifbaren und echten Vorteilen", hieß es aus den Verhandlungskreisen.
02.32 Uhr: Israel meldet Angriff aus dem Libanon
Das israelische Militär teilt mit, im Norden des Landes zwei aus dem Libanon abgefeuerte Geschosse abgefangen zu haben. Verletzt worden sei niemand. Erst am Montag hatte der Libanon eine teilweise Waffenruhe zwischen der Hisbollah und Israel verkündet.
00.03 Uhr: Medienbericht - Trump erwartet Einigung mit dem Iran binnen einer Woche
US-Präsident Donald Trump erwartet nach eigenen Angaben innerhalb der kommenden Woche eine Einigung mit dem Iran. In einem Interview mit dem US-Sender ABC sagte Trump, es gehe dabei um eine Verlängerung des Waffenstillstands sowie um die Wiederöffnung der Straße von Hormus. Darüber berichtete ABC News unter Berufung auf Aussagen des Präsidenten.
Dienstag, 2. Juni 2026
23.53 Uhr: Libanons Botschaft in den USA - Hisbollah stimmt Stopp der Angriffe auf Israel zu
Im Ringen um eine Friedenslösung im Libanon hat die pro-iranische Hisbollah-Miliz libanesischen Angaben zufolge einem US-Vorschlag zur Einstellung der Angriffe auf Israel zugestimmt. "Die libanesischen Behörden haben die Bestätigung erhalten, dass die Hisbollah den US-Vorschlag für eine beidseitige Einstellung der Angriffe akzeptiert hat", erklärte die libanesische Botschaft in den USA am Montag. Demnach solle der Waffenstillstand auf das gesamte Staatsgebiet des Libanons ausgeweitet werden. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump von einem "sehr guten Gespräch" mit hochrangigen Hisbollah-Vertretern berichtet.
21.44 Uhr: Libanon - Israels Angriffsstopp betrifft vorerst nur Beiruter Vororte
Der von US-Präsident Donald Trump angekündigte Stopp israelischer Angriffe auf die Hisbollah im Libanon bezieht sich nach Angaben von Libanons Präsidenten Joseph Aoun zunächst auf die südlichen Vororte der Hauptstadt Beirut. "Nach der vorgeschlagenen Vereinbarung werden die israelischen Angriffe auf die südlichen Vororte Beiruts eingestellt, während die Hisbollah im Gegenzug auf Angriffe gegen Israel verzichtet", teilte das Präsidialamt auf X mit. Die Waffenruhe solle auf das gesamte libanesische Staatsgebiet ausgeweitet werden.
Die Hisbollah ihrerseits habe dem US-Vorschlag für einen gegenseitigen Stopp der Angriffe mit Israel zugestimmt. Die libanesischen Behörden hätten eine entsprechende Bestätigung erhalten
20.08 Uhr: Trump - Gespräche mit dem Iran gehen weiter
US-Präsident Donald Trump zufolge gehen die Verhandlungen mit dem Iran weiter. "Die Gespräche mit der Islamischen Republik Iran werden in zügigem Tempo fortgesetzt", schreibt Trump auf seiner Online-Plattform Truth Social. Damit widerspricht er einem Bericht der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur Tasnim. Diese meldete, die Regierung in Teheran setze die indirekten Verhandlungen mit den USA aus. Eine iranische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor.
20.00 Uhr: Kreise - Hisbollah will Angriffe auf Israel nicht einstellen
Nach Angaben aus dem Umfeld der libanesischen Hisbollah will die proiranische Miliz die Angriffe auf den Norden Israels nicht stoppen. Die Hisbollah habe sich "keineswegs zu einer Einstellung der Angriffe verpflichtet", erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Montag. "Warum sollten wir diese Attacken einstellen, die Israel wehtun, während es den Libanon bombardiert?"
Israel hatte zuvor mit Angriffen auf die libanesische Hauptstadt Beirut gedroht, falls der Beschuss der Hisbollah nicht aufhört. Regierungschef Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz hatten das mit "den wiederholten Verstößen der Terrororganisation Hisbollah" gegen eine geltende Feuerpause begründet.
19.45 Uhr: Trump - Keine israelischen Truppen nach Beirut
Israel wird nach Angaben von US-Präsident Donald Trump keinen Militäreinsatz in Beirut unternehmen. "Es werden keine Truppen nach Beirut entsandt, und alle Truppen, die auf dem Weg sind, sind bereits umgekehrt", teilt Trump auf der Plattform Truth Social mit. Zuvor habe er ein sehr konstruktives Telefonat mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu geführt. Zudem habe er über hochrangige Vertreter mit der radikal-islamischen Hisbollah-Miliz gesprochen, die einer Einstellung der Kämpfe zugestimmt habe. Kurz zuvor sagten Insider der Nachrichtenagentur Reuters, Israel warte vor einem Vorstoß in die südlichen Vororte der libanesischen Hauptstadt auf die endgültige Zustimmung Trumps. Eine Stellungnahme der Regierung in Jerusalem liegt zunächst nicht vor.
19.35 Uhr: Israel - Frankreich schließt Regierungsvertreter von Waffenmesse aus
Frankreich schließt nach israelischen Angaben Vertreter der Regierung in Jerusalem von der Waffenmesse Eurosatory in Paris aus. Ein Sprecher des israelischen Verteidigungsministeriums bezeichnet den Schritt als "schändliche Entscheidung", die von politischem und kommerziellem Kalkül zeuge. Das französische Verteidigungsministerium erklärt, israelische Unternehmen dürften auf der Messe lediglich Ausrüstung zur Luft- und Raketenabwehr ausstellen. Ein Grund wird nicht genannt. Die Behörde geht nicht auf die Aussagen aus Israel zu Regierungsvertretern ein. Die Messe beginnt am 15. Juni.
19.05 Uhr: Libanon - Tote und Schäden nach Angriff nahe einem Krankenhaus
Bei einem israelischen Luftangriff nahe einem Krankenhaus in der Küstenstadt Tyrus sind nach libanesischen Angaben mindestens zwei Menschen getötet worden. Die staatliche Nachrichtenagentur NNA berichtete, dass nach einer ersten Zählung 23 Personen verletzt worden seien. Der Strom auf der Intensivstation sei infolge des Angriffs ausgefallen.
Auf Bildern in sozialen Medien war zu sehen, wie die Räume des Krankenhauses zum Teil komplett verwüstet wurden. Lokale Medien berichteten, es seien massive Schäden entstanden.
18.22 Uhr: Israel droht mit Angriffen auf Beirut - Aufforderung zur Evakuierung
Das israelische Militär fordert die Bewohner der südlichen Vororte von Beirut zur Evakuierung auf. Sollte die Hisbollah-Miliz weiterhin Raketen auf israelische Städte abfeuern, werde man Ziele in dem Gebiet angreifen, teilt das israelische Militär mit.
Im Video: Libanon - Israel weitet Angriffe gegen Hisbollah aus
Libanon - Israel weitet Angriffe gegen Hisbollah aus
17.15 Uhr: Wadephul besorgt über die Lage im Libanon
Außenminister Johann Wadephul (CDU) hat besorgt auf das weitere Vorrücken der israelischen Armee im Süden des Libanon reagiert. Dieses gebe "Anlass zu großer Sorge", erklärte Wadephul. Israel müsse in seinem Anspruch auf Sicherheit und Selbstverteidigung auf "die Verhältnismäßigkeit achten", sagte der Jurist bereits am Sonntag vor seinem Abflug nach New York zum Besuch der UN.16.03 Uhr: Teheran setzt Verhandlungen mit den USA aus
Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim hat Teheran die Verhandlungen mit den USA über ein Ende des Krieges in der Golfregion ausgesetzt. Die Entscheidung sei wegen der "anhaltenden Verbrechen" Israels im Libanon getroffen worden, meldete Tasnim am Montag. "Das iranische Verhandlungsteam setzt daher den Dialog und den Austausch von Mitteilungen über Vermittler aus", berichtete die iranische Nachrichtenagentur weiter.
Kuwait fängt Raketen- und Drohnenangriffe ab
Aus Kuwait wurden am Morgen Drohnen- und Raketenangriffe gemeldet.
11.14 Uhr: Iran will nicht über Atomprogramm verhandeln
Der Iran hat bekräftigt, dass das Atomprogramm des Landes derzeit nicht auf der Tagesordnung der Gespräche mit den USA stehe. "Über die Einzelheiten des Nukleardossiers haben keine Verhandlungen stattgefunden", sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Bakaei. "In dieser Phase hat für uns die Beendigung des Krieges Priorität", fügte er hinzu. US-Präsident Donald Trump hatte angegeben, dass Teheran ihm einen Verzicht auf Atomwaffen garantiert habe.
11.01 Uhr: Teheran wirft Washington Verzögerung von Abkommen vor
Der Iran macht tiefes Misstrauen, widersprüchliche Positionen der USA und die israelischen Angriffe im Libanon für die Verzögerungen bei den Friedensgesprächen verantwortlich. Die Verhandlungen hätten in einer Atmosphäre des großen Misstrauens begonnen, sagt der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baghaei. Die US-Seite ändere ständig ihre Ansichten und stelle neue Forderungen. Zudem betrachte Teheran das Vorgehen Israels in der Region als untrennbar mit den USA verbunden.
10.18 Uhr: Israel räumt Tod von Soldaten im Libanon ein
Bei Kämpfen im Süden des Libanon ist nach Angaben der israelischen Armee ein weiterer israelischer Soldat getötet worden. Der 20-jährige Unteroffizier sei am Montag "im Kampf im Südlibanon gefallen", erklärte die Armee. Wie es von der Armee gegenüber der Nachrichtenagentur AFP weiter hieß, wurde der Soldat bei einem Drohnenangriff der pro-iranischen Hisbollah-Miliz getötet. Damit stieg die Zahl der seit Anfang März getöteten Israelis nach Armeeangaben auf 26, darunter 25 Soldaten und ein ziviler Auftragnehmer.
09.02 Uhr: Netanjahu ordnet neuen Beschuss von Südlibanon an
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu weist das Militär an, Ziele in den südlichen Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut anzugreifen. Dies teilt Netanjahu in einer Erklärung mit. Bei dem Gebiet handelt es sich um die Hisbollah-Hochburg Dahija.
08.41 Uhr: Bundesentwicklungsministerin Radovan kündigt Libanon-Reise an
Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan reist in den Libanon, um sich ein Bild von den Auswirkungen des Krieges zwischen der Hisbollah und Israel zu machen. Im Mittelpunkt des zweitägigen Besuches stünden die Lage der Binnenvertriebenen sowie die Bemühungen der libanesischen Regierung um Reformen, teilt Radovans Ministerium mit. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte am Sonntag eine Ausweitung der Bodenoffensive im Libanon angeordnet.
08.36 Uhr: Iran bestätigt Angriff auf von USA genutzten Stützpunkt
Die iranischen Revolutionsgarden haben nach eigenen Angaben einen Stützpunkt angegriffen, der von der US-Armee für Angriffe genutzt worden sei. Der Standort wurde in der am Montag von iranischen Staatsmedien verbreiteten Erklärung der Revolutionsgarden nicht genannt. Kuwaits Militär hatte kurz zuvor erklärt, dass seine Luftverteidigung auf einen Drohnen- und Raketenangriff reagiere.
06.07 Uhr: Kuwait fängt Raketen- und Drohnenangriffe ab
Im Golfstaat Kuwait ist am Morgen wegen feindlicher Luftangriffe mit Raketen und Drohnen Alarm ausgelöst worden. Die Luftabwehr sei im Einsatz, teilte der Generalstab der Armee auf der Plattform X mit. Explosionsgeräusche hingen damit zusammen, dass Geschosse abgefangen würden. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, den Anweisungen der Sicherheitsbehörden Folge zu leisten. Im ganzen Land heulten die Sirenen, meldet die staatliche Nachrichtenagentur Kuna. Zur Herkunft der Drohnen und Raketen und den Zielen der Angriffe schwieg die Armee.
05.54 Uhr: US-Armee attackiert iranische Radar- und Drohnenkontrollanlagen
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben am Wochenende iranische Radar- und Drohnen-Kommandozentralen in Goruk und auf der Insel Keschm angegriffen. Die Angriffe seien eine Reaktion auf aggressive Handlungen des Iran gewesen, darunter der Abschuss einer US-Drohne vom Typ MQ-1 über internationalen Gewässern, teilt das US-Zentralkommando (Centcom) mit. US-Kampfflugzeuge hätten demnach die Luftabwehr, eine Bodenkontrollstation und zwei Drohnen zerstört. US-Soldaten seien nicht zu Schaden gekommen. Unterdessen erklären die iranischen Revolutionsgarden iranischen Medien zufolge, sie hätten einen Luftwaffenstützpunkt ins Visier genommen. Dieser sei von den USA für einen Angriff auf einen Telekommunikationsturm auf der Insel Sirik im Süden des Iran genutzt worden.
05.10 Uhr: Anlauf für neue Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah?
Die USA unternehmen einem Insider aus US-Regierungskreisen zufolge einen neuen Anlauf für eine Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz im Libanon. Die Hisbollah-Miliz solle alle Angriffe auf Israel einstellen und im Gegenzug müsse Israel auf eine Eskalation in Beirut verzichten, sagte ein US-Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters. US-Außenminister Marco Rubio spreche über diesen Plan bereits mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun und dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu. Während Aoun versuche, den Vorschlag voranzutreiben, fordert der libanesische Parlamentspräsident Nabih Berri dem Insider zufolge, dass Israel zuerst das Feuer einstellt.
01.25 Uhr: Libanon meldet acht Tote nach israelischem Angriff
Bei einem israelischen Angriff auf den Süden des Libanon sind libanesischen Angaben zufolge acht Menschen getötet worden. 19 Menschen seien verletzt worden, erklärte das libanesische Gesundheitsministerium.
Montag, 1. Juni 2026
22.59 Uhr: Irans Präsident Peseschkian für neuen Politikstil
Irans Präsident Massud Peseschkian hat sich für eine grundlegende Änderung des Führungsstils im Land ausgesprochen. Zugleich wies sein Büro Rücktrittsgerüchte zurück. Peseschkian sagte laut der den Revolutionsgarden nahestehenden Agentur Fars, die Führung könne nicht allein aus einer begrenzten Gruppe von Führungskräften und Beamten bestehen. Er verlangte stattdessen die Einbindung aller gesellschaftlichen Schichten, wirtschaftlicher Akteure und Wissenschaftler sowie der Bevölkerung. Je ehrlicher man mit der Bevölkerung spreche und sie in den Prozess der Entscheidungsfindung und Problemlösung einbezöge, desto größer sei die Chance, Herausforderungen erfolgreich zu meistern.
Peseschkian gilt als Reformer. Seine Forderung steht im Kontrast zur Machtstruktur. Ein Blick auf die wichtigsten Vertreter der iranischen Führung zeigt, dass viele Schlüsselpositionen seit Jahrzehnten durch Personen mit engen Verbindungen zu den Islamischen Revolutionsgarden besetzt sind.
21.52 Uhr: Wadephul besorgt über israelischen Vorstoß im Libanon
Bundesaußenminister Johann Wadephul hat sich besorgt geäußert über das Vorrücken der israelischen Armee im Südlibanon. Zwar handele es sich um eine Reaktion auf die Angriffe der Hisbollah-Miliz, die aufhören müssten. Eine weitere Eskalation verschärfe jedoch die Lage und sorge für neue Fluchtbewegungen. "Wenn es aber Zivilistinnen und Zivilisten sind, die den Preis einer militärischen Eskalation zahlen und Teile des Libanon dauerhaft unbewohnbar werden, macht das Israels Nachbarschaft langfristig nicht sicherer", erklärte der Minister. Israel müsse die Zivilbevölkerung schützen. Die libanesische Regierung müsse entschieden gegen die Hisbollah vorgehen.
Im Video: Israel weitet Bodeneinsatz im Libanon aus
Die israelische Armee hat im Libanon die strategisch wichtige Kreuzritterburg Beaufort erobert. Es ist der weiteste Vorstoß seit dem Jahr 2000.
19.30 Uhr: Irans Außenminister - Gespräche mit USA dauern an
Der Iran und die USA setzen ihre Gespräche und ihren Nachrichtenaustausch nach Angaben des iranischen Außenministers Abbas Aragtschi fort. Man könne die Verhandlungen nicht beurteilen, bis ein klares Ergebnis vorliege, sagt er staatlichen Medien. Spekulationen dürfe keine Bedeutung beigemessen werden.
16.03 Uhr: Iranische Revolutionsgarden greifen Stützpunkte im Nordirak an
Die Bodentruppen der iranischen Revolutionsgarden greifen iranischen Staatsmedien zufolge Stützpunkte von Separatistengruppen im Nordirak an. Welche Orte genau von den Angriffen betroffen sind, ist zunächst unklar.
15.04 Uhr: Libanon – 13 Krankenhaus-Mitarbeiter bei israelischem Luftangriff verletzt
Bei einem israelischen Luftangriff in der Nähe eines Krankenhauses in Tyrus im Süden des Libanon sind nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums 13 Mitarbeiter der Klinik verletzt worden. Zudem sei erheblicher Sachschaden entstanden, erklärte das Ministerium am Sonntag. Die Regierung rief die internationale Gemeinschaft dazu auf, "den sich ausweitenden israelischen Angriffen ein Ende zu setzen".
Zwischen Israel und dem Libanon gilt seit Mitte April offiziell eine Waffenruhe, die von der Hisbollah allerdings nicht anerkannt wird. Die Hisbollah setzt ihre Angriffe auf Israel fort, Israels Armee rückte im Vorgehen gegen die vom Iran unterstützte Miliz in den vergangenen Tagen immer weiter in den Süden des Libanon vor.
14.25 Uhr: Frankreich verlangt Dringlichkeitssitzung zu Libanon
Nach der Ausweitung der israelischen Militäreinsätze im Libanon hat Frankreich eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats gefordert. Zwar erkenne Frankreich das Recht Israels auf Selbstverteidigung gegen Angriffe der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz an, sagte Außenminister Jean-Noël Barrot dem Sender BFMTV. "Doch nichts rechtfertigt diese Entwicklung", erklärte er. Sie stelle zudem einen "schwerwiegenden Fehler" und einen Verstoß gegen das Völkerrecht dar.
14.20 Uhr: Netanjahu nennt Einnahme der Burg Beaufort "entscheidende Wendung" in Libanon-Offensive
Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat die Einnahme der Kreuzritterburg Beaufort im Libanon in einem am Sonntag veröffentlichten Video als "entscheidende Wendung" im Kampf gegen die pro-iranische Hisbollah-Miliz bezeichnet.
Die israelische Armee hatte die Kreuzritterburg Beaufort bereits im Libanonkrieg 1982 erobert und nutzte sie bis zu ihrem Rückzug im Jahr 2000 als Stützpunkt. Beaufort gilt wegen der Lage mit Blick über weite Teile des Südlibanon als strategisch wichtiger Punkt.
12.58 Uhr: Iran nimmt Gasförderung auf drei Plattformen nach Angriffen wieder auf
Der Iran nimmt die Förderung auf drei Offshore-Plattformen im Gasfeld Süd-Pars wieder auf. Diese mussten infolge israelischer Angriffe auf Verarbeitungsanlagen an Land gestoppt werden. Die Plattformen selbst seien nicht beschädigt worden, sagt der Chef der Pars Oil and Gas Company, Turadsch Dehgani, staatlichen Medien. Das geförderte Gas werde nun zu anderen Verarbeitungsanlagen in der Region umgeleitet, während die Reparaturen an den beschädigten Einrichtungen andauerten.
12.09 Uhr: Iran-Chefunterhändler knüpft Abkommen mit USA an Bedingungen
Der Iran wird nach den Worten seines Chefunterhändlers Mohammad Baqer Ghalibaf kein Abkommen zur Beendigung des Konflikts mit den USA akzeptieren, solange die Rechte der iranischen Bevölkerung nicht gesichert sind. Es gebe kein Vertrauen in die Worte und Versprechen des Feindes, sagt Ghalibaf staatlichen Medien zufolge. Das einzige Kriterium seien spürbare Ergebnisse, bevor der Iran seinerseits Verpflichtungen erfülle. Ghalibaf äußert sich nach seiner Vereidigung als wiedergewählter Parlamentspräsident.
09.49 Uhr: Israel meldet Einnahme der Burg Beaufort im Süden des Libanon
Israel hat nach eigenen Angaben im Zuge seiner ausgeweiteten Bodenoffensive gegen die Hisbollah im Süden des Libanon die Burg Beaufort eingenommen. Israelische Soldaten hätten "die Beaufort-Höhe eingenommen", erklärte Verteidigungsminister Israel Katz am Sonntag im Onlinedienst Telegram. Die mittelalterliche Kreuzritterburg gilt wegen ihrer Lage mit Blick über weite Teile des Südlibanon als strategisch wichtiger Punkt.
08.15 Uhr: Israel - Bodeneinsatz im Libanon auf "zusätzliche Gebiete"
Die israelische Armee hat eine Ausweitung ihres Bodeneinsatzes im Libanon gemeldet. Die Offensive zur Erweiterung einer "vorgeschobenen Verteidigungslinie" werde derzeit "auf zusätzliche Gebiete" ausgedehnt, erklärte die Armee am Sonntag. Israelische Soldaten hätten zudem den Fluss Litani überquert.
Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hatte bereits am Freitag erklärt, die israelischen Streitkräfte hätten den rund 30 Kilometer nördlich der gemeinsamen Grenze verlaufenden Litani überschritten. Die Armee erklärte nun, sie habe "vor einigen Tagen" einen Einsatz in der Gegend des Beaufort-Kamms und des Wadi al-Saluki im Süden des Libanon begonnen. Ziel sei es, "direkte Bedrohungen" für Orte im Norden Israels und die Stadt Metula zu beseitigen und die operative Kontrolle im Südlibanon zu stärken.
03.00 Uhr: Iran pocht auf Freigabe eingefrorener Auslandsvermögen
Während eine Einigung auf ein Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran weiter aussteht, rückt in Teheran zunehmend die Bedeutung von eingefrorenen iranischen Auslandsvermögen in den Fokus. Iranische Medien und andere Beobachter der Verhandlungen gaben sich überzeugt, dass eine vorläufige Einigung in den Gesprächen für die Führung in Teheran entscheidend mit der Freigabe von blockiertem Geld zusammenhängt.
00.59 Uhr: USA - Sind zu erneuten Angriffen auf Iran bereit
Die USA sind nach den Worten von Verteidigungsminister Pete Hegseth bereit, die Angriffe auf den Iran wieder aufzunehmen, sollte keine Einigung im Atomstreiterzielt werden. "Wir sind mehr als fähig, wenn nötig, wieder anzugreifen", sagt Hegseth in Singapur. Die USA hätten genug Waffen in den Lagern, sowohl vor Ort als auch weltweit. "Wir sind also in einer sehr guten Position."
Sonntag, 31. Mai 2026
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