Aktuelle News zum USA-Iran-Krieg vom 2. April 2026 im Überblick:
- Dutzende Hisbollah-Kämpfer getötet (12.57 Uhr)
- Macron hält gewaltsame Öffnung der Straße von Hormus für unrealistisch (12.35 Uhr)
- Israel meldet Angriffe mit Raketen aus dem Iran (04.57 Uhr)
- US-Präsident Trump hält Rede zum Iran-Krieg (03.22 Uhr)
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Mit Informationen der ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten sowie der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen.
Karte zur militärischen Lage im Nahen Osten
12.57 Uhr: Israels Militär tötet Dutzende Hisbollah-Mitglieder
Israels Armee hat bei Angriffen am Boden, aus der Luft und vom Meer aus etliche Mitglieder der libanesischen Hisbollah getötet. In den vergangenen 24 Stunden seien mehr als 40 Mitglieder der vom Iran unterstützen Miliz im Nachbarland getötet worden, teilte das israelische Militär in einer Erklärung am Mittag mit. Aus Kreisen der Hisbollah hieß es ebenfalls, Dutzende Kämpfer seien bei Nahkämpfen mit israelischen Soldaten im Südlibanon ums Leben gekommen.
12.54 Uhr: Blockade der Straße von Hormus - Folgen auch für Arzneimittelproduktion
Die deutsche Pharmaindustrie warnt vor den Folgen eines andauernden Iran-Kriegs für die Arzneimittelversorgung: Durch die drohende Knappheit von Helium und anderen petrochemischen Ausgangsstoffen geraten zentrale Analyse- und Produktionsprozesse unter Druck, die quer durch die Herstellung von Tabletten, Infusionen und modernen Biologika benötigt werden. Helium ist ein kritischer Querschnittsrohstoff - Deutschland ist nahezu vollständig auf Importe angewiesen, die zu einem großen Teil durch die Straße von Hormus laufen.
12.48 Uhr: Philippinen dürfen Straße von Hormus passieren
Der Iran hat den Philippinen nach Angaben aus Manila eine sichere Passage ihrer Schiffe und Ölimporte durch die Straße von Hormus zugesichert. Ihr iranischer Kollege Abbas Araghtschi habe ihr in einem Telefonat versprochen, philippinische Seeleute, Schiffe und Treibstoffimporte könnten die Meerenge sicher und zügig durchfahren, erklärte Außenministerin Theresa Lazaro. Lazaro sagte, sie habe den Iran gebeten, die mit den USA verbündeten Philippinen nicht wie ein feindliches Land zu behandeln.
12.35 Uhr: Macron hält gewaltsame Öffnung der Straße von Hormus für unrealistisch
Der französische Präsident Emmanuel Macron hält einen Militäreinsatz zur Öffnung der Straße von Hormus für unrealistisch. "Einige verteidigen die Idee, die Straße von Hormus durch eine Militäroperation gewaltsam zu befreien", sagte Macron während einer Reise nach Südkorea vor Journalisten. Dies sei eine Haltung, die die USA gelegentlich verträten. Frankreich hingegen lehne ein solches Vorgehen ab, da es unrealistisch sei. "Es würde ewig dauern und alle, die die Meerenge passieren, den Risiken durch die Revolutionsgarden, aber auch durch ballistische Raketen aussetzen."
11.11 Uhr: Dieselpreis in Deutschland auf Allzeithoch
Infolge des Iran-Krieges ist der Dieselpreis in Deutschland so hoch wie nie zuvor: Im bundesweiten Tagesdurchschnitt kostete ein Liter am Mittwoch 2,327 Euro und übertraf damit den alten Rekord aus dem März 2022 um 0,6 Cent, wie aus Daten des ADAC hervorgeht. Die Zahl ist nicht inflationsbereinigt.
10.48 Uhr: Irans Armeechef fordert Truppen zu Wachsamkeit auf
Iranische Staatsmedien verbreiten eine Nachricht von Armeechef Amir Hatami: Er fordert demnach die militärische Einsatzführung auf, Bewegungen des Feindes genau zu überwachen. Die Truppen müssten bereit sein, jede Art von Angriff abzuwehren, wird der Kommandeur zitiert. "Es dürfen keine feindlichen Truppen überleben, falls der Gegner versuchen sollte, eine Bodenoffensive zu starten." Die staatlichen Medien veröffentlichen dazu ein Video ohne Ton. Es lässt sich zunächst nicht überprüfen, wann die Aufnahme entstanden ist.
Zum Video: Israel - Raketenangriffe aus dem Iran
Überschwemmung in Bnei Brak, Israel, verursacht von einem Raketeneinschlag
10.13 Uhr: China fordert Ende der Angriffe
China hat nach den neuen Angriffsankündigungen von US-Präsident Trump gegen den Iran ein sofortiges Ende der Kampfhandlungen gefordert. "Militärische Mittel können das Problem nicht grundlegend lösen und die Eskalation von Konflikten widerspricht den Interessen beider Seiten", sagte eine Sprecherin des Außenministeriums in Peking. Sie rief die Konfliktparteien auf, "ihre Militäreinsätze sofort einzustellen".
Die Ministeriumssprecherin machte die USA und Israel für die Blockade der Straße von Hormus verantwortlich. "Die Grundursache für die Beeinträchtigung des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus sind die illegalen Militäreinsätze der Vereinigten Staaten und Israels gegen den Iran", sagte sie. Nur eine Waffenruhe könne die Sicherheit der internationalen Schifffahrt wiederherstellen.
09.20 Uhr: Dax gibt wegen Trump-Aussagen nach
Der Dax notierte zur Eröffnung am letzten Handelstag vor Ostern rund 1,5 Prozent tiefer bei 22.935,23 Punkten. Zuvor hatte US-Präsident Trump zwar ein baldiges Erreichen der strategischen US-Ziele im Iran-Krieg angekündigt, gleichzeitig aber auch "extrem harte" Angriffe für die kommenden zwei bis drei Wochen. Am Mittwoch hatte der Dax fast drei Prozent zugelegt, nachdem Trump gesagt hatte, die USA würden den Krieg recht schnell beenden.
08.58 Uhr: Iran verschärft Drohungen gegen Israel und USA
Der Iran droht Israel und den USA mit weiteren, noch härteren Angriffen. Ein Sprecher des Hauptquartiers der Streitkräfte sagte laut Nachrichtenagentur Isna, die Kenntnisse der Gegner über Irans militärische Fähigkeiten, Macht und Ausrüstung seien unvollständig. "Über unsere sehr umfangreichen und strategischen Kapazitäten wisst ihr nichts", so der Sprecher. Nach seiner Darstellung sind die bisherigen Angriffsziele der USA und Israels unbedeutend. Die strategische Militärproduktion finde an Orten statt, "von denen ihr in keiner Weise Kenntnis habt und die ihr niemals erreichen werdet".
Israel und die USA sollten sich laut Sprecher nicht der Illusion hingeben, sie hätten die Produktionszentren für strategische Raketen, weitreichende offensive und präzisionsgelenkte Drohnen, neuartige Luftverteidigungssysteme, elektronische Kampfführung und Spezialausrüstung zerstört. Der Krieg werde bis zur Kapitulation der Gegner weitergehen, sagte er weiter. "Wartet auf noch härtere Maßnahmen."
08.55 Uhr: US-Botschaft warnt vor Angriffen pro-iranischer Milizen im Irak
Vor Angriffen pro-iranischer Gruppen im Irak in den kommenden Tagen hat die US-Botschaft in Bagdad gewarnt: "Mit dem Iran verbündete irakische Terrormilizen könnten in den nächsten 24 bis 48 Stunden im Zentrum Bagdads Attacken verüben", erklärte die US-Botschaft im Onlinedienst X. Sie rief US-Bürger auf, das Land sofort zu verlassen.
08.24 Uhr: Asiens Börsen nach Trumps Iran-Rede auf Talfahrt
Auf die jüngste Rede von US-Präsident Trump haben die Börsen Ostasiens mit deutlichen Kursverlusten reagiert. Der japanische Leitindex Nikkei 225 sank bis kurz vor Handelsschluss am Donnerstagnachmittag (Ortszeit) um knapp 2,5 Prozent, der südkoreanische Kospi lag sogar 4,9 Prozent im Minus. Der Hongkonger Leitindex Hang Seng sank zum selben Zeitpunkt um 1,5 Prozent. Für den CSI 300, der die wichtigsten Aktien der chinesischen Festlandbörsen abbildet, ging es bis zum frühen Nachmittag um 1,3 Prozent nach unten. Der australische S&P ASX 200 beendete den Handelstag mit einem Minus von knapp 1,1 Prozent.
Auch der Ölpreis ist nach Trumps Rede wieder gestiegen. Der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent mit Auslieferung im Mai liegt derzeit bei über 107 Dollar.
07.58 Uhr: Iran droht USA und Israel mit "vernichtenden" Angriffen
Das iranische Militär hat nach den neuen Angriffsankündigungen von US-Präsident Trump gegen die Islamische Republik eine "vernichtende" Reaktion angedroht. "Rechnet mit unseren noch vernichtenderen, umfassenderen und zerstörerischeren Maßnahmen", erklärte das zentrale Einsatzkommando des iranischen Militärs, Chatam al-Anbija, an die USA und Israel gerichtet. "Im Vertrauen auf den allmächtigen Gott wird dieser Krieg so lange andauern, bis ihr gedemütigt, entehrt, von dauerhaftem und sicherem Bedauern erfüllt seid und euch ergebt."
07.39 Uhr: Hisbollah - Angriffe auf Norden Israels
Die vom Iran unterstützte Hisbollah im Libanon hat nach eigenen Angaben neue Raketen und Drohnen auf den Norden Israels abgefeuert. Sie habe israelische Soldaten im Grenzgebiet mit Raketen angegriffen, teilte die pro-iranische Miliz am Donnerstag mit. Zudem habe sie eine israelische Ortschaft mit Drohnen attackiert, hieß es in einer separaten Hisbollah-Erklärung.
Nach Angaben des israelischen Heimatfrontkommandos wurde im Norden Israels Luftalarm ausgelöst. Berichte über Opfer oder Schäden lagen zunächst nicht vor.
04.57 Uhr: Israel meldet Angriffe mit Raketen aus dem Iran
Die israelische Armee hat in der Nacht zum Donnerstag drei Angriffswellen mit Raketen aus dem Iran gemeldet. Die dritte Angriffswelle erfolgte, kurz nachdem US-Präsident Donald Trump in Washington eine Ansprache an die Nation zum Iran-Krieg gehalten hatte.
Nach dem ersten Angriff teilte die israelische Polizei mit, Einsatzkräfte seien zu "mehreren" Einschlagsorten im Zentrum Israels gerufen worden. Israelische Medien bezifferten die Zahl der Einschläge auf neun. Vier Menschen seien dabei leicht verletzt worden, berichteten Medien unter Berufung auf Sanitäter. In Medienberichten wurden die Schäden in einem relativ weiten Gebiet auf den Einsatz von Streumunition zurückgeführt.
03.43 Uhr: Trump - Werden den Iran in den nächsten Wochen "extrem hart" treffen
US-Präsident Donald Trump hat für die nächsten zwei bis drei Wochen schwere Angriffe der US-Armee auf den Iran angekündigt. "Wir werden sie in den nächsten zwei bis drei Wochen extrem hart treffen", sagte Trump am Mittwochabend (Ortszeit) in einer Ansprache an die Nation. "Wir werden sie in die Steinzeit zurückversetzen, wo sie hingehören", fügte er hinzu und drohte erneut mit Angriffen auf iranische Energieanlagen.
03.22 Uhr: Trump sieht USA kurz vor Ziel im Iran-Konflikt
Bei einer Ansprache am Mittwochabend (Ortszeit) im Weißen Haus hat US-Präsident Donald Trump die "schnellen, entscheidenden, überwältigenden Siege" des US-Militärs gelobt. Die USA seien ihren strategischen Zielen gegenüber dem Iran sehr nahe gekommen. "Wir werden die Aufgabe beenden und wir werden sie sehr schnell beenden", sagt Trump. Man sei fast am Ziel. "Der Iran ist im Grunde genommen zerstört, die harte Arbeit ist getan."
02.58 Uhr: US-Militär - Bereits mehr als 12.300 Ziele im Iran angegriffen
Das US-Militär hat in dem seit mehr als einem Monat andauernden Krieg gegen den Iran nach eigenen Angaben bereits mehr als 12.300 Ziele in dem Land angegriffen. Darunter befänden sich auch 155 iranische Schiffe, die beschädigt oder zerstört worden seien, teilte das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) auf der Plattform X mit.
00.27 Uhr: Iranische Regierung verurteilt "irrationale" Forderungen der USA
Die iranische Regierung hat Staatsmedien zufolge die Forderungen der US-Regierung für ein Ende des Iran-Krieges verurteilt. Die "maximalistischen und irrationalen" Forderungen Washingtons seien über Vermittler, "darunter Pakistan", an Teheran übermittelt worden, es fänden jedoch "keine direkten Verhandlungen" statt, zitierte die iranische staatliche Nachrichtenagentur Isna am Donnerstag den Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Bakaei.
Donnerstag, 2. April 2026
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