23.15 Uhr: Israelischer Minister fordert Annexion des Südlibanon
Der israelische Finanzminister Bezalel Smotrich hat die Annexion des Südlibanon gefordert. Der Krieg gegen die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz müsse zu "grundlegenden Veränderungen" führen, sagte Smotrich. Dazu gehöre, dass Israel den Libanon bis zum Fluss Litani, etwa 30 Kilometer nördlich der Grenze, kontrollieren müsse. "Der Litani muss unsere neue Grenze werden", forderte Smotrich vor Abgeordneten seiner ultranationalistischen Mafdal-Partei. Er verglich seine Forderung mit den Grenzen, die Israel im Gazastreifen und auf den Golanhöhen gezogen hat.
23:00 Uhr: USA sehen in Irans Parlamentspräsidenten möglichen Partner
Die US-Regierung zieht einem Medienbericht zufolge den iranischen Parlamentspräsidenten Mohammad Bagher Ghalibaf als möglichen Partner und sogar als künftigen Staatschef in Betracht. Zumindest einige Vertreter im Weißen Haus sähen in ihm einen geeigneten Ansprechpartner, der den Iran führen und in der nächsten Phase des Krieges mit US-Präsident Donald Trump verhandeln könnte, berichtet das Nachrichtenportal "Politico" unter Berufung auf zwei Regierungsvertreter. Stellungnahmen aus Washington und Teheran liegen zunächst nicht vor.
22.10 Uhr: Selenskyj - Russland hilft Iran mit Geheimdienstinformationen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wirft Russland vor, den Iran-Krieg durch die Weitergabe von Geheimdienstinformationen zu verlängern. Es gebe weitere Belege dafür, dass Russland der iranischen Führung weiterhin mit Geheimdienstinformationen helfe, sagte er in seiner abendlichen Videobotschaft unter Berufung auf den ukrainischen Militärgeheimdienst HUR. Details nannte er nicht. Auch der Geheimdienst SBU erstattete Selenskyj demnach Bericht.
20.20 Uhr: Netanjahu kündigt Fortsetzung der Angriffe im Iran an
Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu hat eine Fortsetzung der Angriffe auf Ziele im Iran und im Libanon angekündigt. Er habe am Montag mit US-Präsident Donald Trump telefoniert, sagte Netanjahu in einer Videobotschaft. Trump sei der Ansicht, dass es eine Chance gebe, die "enormen Erfolge" der israelischen und US-Armee zu nutzen, "um die Kriegsziele in einem Abkommen zu verwirklichen". Ein solches Abkommen werde "unsere vitalen Interessen sichern".
"Gleichzeitig setzen wir unsere Angriffe sowohl im Iran als auch im Libanon fort", betonte Netanjahu. Israel werde seine Interessen "unter allen Umständen" verteidigen.
Der israelische TV-Sender N12 berichtete unter Berufung auf Sicherheitskreise, dass das Land Sorge vor einem Abkommen habe, in dem Irans hochangereichertes Uran nicht berücksichtigt werde. Israel will verhindern, dass Teheran Atomwaffen entwickelt. Die iranische Regierung bestreitet solche Absichten. Laut dem Sender arbeitet Israel daran, sicherzustellen, dass ein möglicher Deal Israels Bedingungen entspricht.
19.50 Uhr: Russland verschiebt offenbar wegen hohem Ölpreis Aufbau von Rücklagen
Der durch den Iran-Krieg ausgelöste Anstieg der Ölpreise ermöglicht es der russischen Regierung Insidern zufolge, Pläne zur Aufstockung ihrer langfristigen Finanzreserven zu verschieben. Dadurch werde der Druck auf die kurzfristigen Finanzen gelindert, sagen drei mit den Beratungen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Während die russische Wirtschaft unter den Kosten des Krieges in der Ukraine und den internationalen Sanktionen leidet, profitiert sie als eine der wenigen weltweit von dem Krieg der USA und Israels gegen den Iran.
19.30 Uhr: Israels Militär beendet weitere Angriffswelle im Iran
Ungeachtet der von den USA verkündeten Gespräche mit dem Iran über eine mögliche Vereinbarung zum Ende des Kriegs hat Israels Luftwaffe laut Militärangaben wieder Stellungen der iranischen Führung ins Visier genommen. Eine weitere Angriffswelle auf Ziele in Irans Hauptstadt Teheran sei beendet worden, teilte die israelische Armee am Abend mit. Zuvor hatte sie am Nachmittag neue Angriffe dort gemeldet.
19.15 Uhr: Lufthansa-Airlines fliegen bis Herbst nicht nach Nahost
Die Airlines des Lufthansa-Konzerns meiden wegen des Iran-Kriegs viele Ziele in Nahost noch für längere Zeit. Einzelne Flughäfen wie Abu Dhabi, Amman, Beirut, Dammam, Riad, Erbil, Maskat und Teheran sollen bis zum 24. Oktober nicht mehr angeflogen werden, wie das Unternehmen mitteilte. Es führt dafür Sicherheitsrisiken und betriebliche Gründe an. Eine kürzere Frist wählt in dieser Flughafen-Gruppe nur die Direktflugtochter Eurowings, die Beirut und Erbil zunächst nur bis zum 30. April ausgesetzt hat.
Die genannten Fristen gelten für die Airlines Lufthansa, Swiss, Austrian Airlines, Brussels Airlines, ITA Airways, Edelweiss und Lufthansa Cargo. Die Flughäfen in Dubai und Tel Aviv sollen sie bis zum 31. Mai nicht anfliegen. Frachtflüge der Lufthansa Cargo und Eurowings-Passagierflüge in Israels Metropole pausieren zunächst bis zum 30. April.
18.05 Uhr: Zwei weitere indische Tanker passieren Straße von Hormus
Zwei weitere unter der Flagge Indiens fahrende Tanker haben nach indischen Angaben die vom Iran faktisch blockierte Straße von Hormus passiert. Die "Jag Vasant" und die "Pine Gas", die zusammen etwa 92.000 Tonnen Autogas (LPG) geladen haben, würden voraussichtlich zwischen Donnerstag und Samstag indische Häfen erreichen, erklärte das indische Schifffahrtsministerium. Zwei andere indische Tanker hatten die strategisch und wirtschaftlich wichtige Straße von Hormus bereits zuvor passiert.
17.45 Uhr: London schickt Luftabwehrsysteme in mehrere Golfstaaten
Großbritannien entsendet Luftabwehrsysteme für Kurzstrecken-Raketen zum Schutz seiner Verbündeten in mehrere Golfstaaten. Die Systeme sollten "rasch" an Bahrain geliefert werden, sagte der britische Premierminister Keir Starmer in einem Parlamentsausschuss in London. Auch Kuwait und Saudi-Arabien würden beliefert. Großbritannien hat den USA auch die Nutzung britischer Militärbasen für den Krieg gegen den Iran erlaubt.
17.40 Uhr: Irans Parlamentspräsident und Außenministerium bestreiten Verhandlungen mit den USA
Der einflussreiche iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf hat Angaben von US-Präsident Donald Trump zu Gesprächen zwischen beiden Ländern zurückgewiesen. Es gebe "keine Verhandlungen" mit den USA, erklärte Ghalibaf im Onlinedienst X. Es würden "Falschmeldungen genutzt, um die Finanz- und Ölmärkte zu manipulieren und dem Sumpf zu entkommen, in dem die USA und Israel gefangen sind."
Auch das iranische Außenministerium bestritt, dass es seit Kriegsbeginn Verhandlungen mit den USA gab. In den vergangenen Tagen habe der Iran jedoch Nachrichten über "befreundete Länder" erhalten, die auf eine Bitte der USA um Verhandlungen zur Beendigung des Krieges hindeuteten, sagte ein Außenamtssprecher der staatlichen Nachrichtenagentur Irna zufolge.
17.00 Uhr: Laut Axios Verhandlungen mit Irans Parlamentspräsident
Die US-Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner verhandeln einem Axios-Bericht zufolge mit dem iranischen Parlamentspräsidenten Mohammad Baker Kalibaf. Das teilte ein Reporter des US-Nachrichtenportals auf der Plattform X mit. Ein israelischer Insider sagte demnach, die in dem Krieg vermittelnden Länder versuchten, noch in dieser Woche ein Treffen zwischen Kalibaf, Witkoff, Kushner sowie US-Vizepräsident JD Vance in Islamabad einzuberufen. Offiziell hieß es von US-Seite, Gespräche liefen mit einem "respektierten" Vertreter Teherans. Das iranische Außenministerium dementierte jedoch, dass es Verhandlungen gibt.
15.30 Uhr: Iran dementiert Gespräche mit USA
Der Iran ist nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump an einem Abkommen mit Washington interessiert. Die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner hätten am Sonntag Gespräche mit einem "respektierten" Vertreter Teherans geführt, die am Montag weitergehen würden, sagte Trump. Wer dieser Vertreter Teherans ist, gab der US-Präsident nicht bekannt. Er sagte aber, dass die USA nicht mit dem neuen Obersten iranischen Führer Ajatollah Modschtaba Chamenei gesprochen hätten. Sollte ein Abkommen erreicht werden, würden die USA das angereicherte Uran aus dem iranischen Atomprogramm sicherstellen.
Der Iran dementierte, dass es Gespräche mit den USA gegeben habe. "Die Äußerungen des US-Präsidenten sind Teil der Bemühungen, die Energiepreise zu senken und Zeit für die Umsetzung seiner militärischen Pläne zu gewinnen", hieß es in der staatlichen Zeitung "IRAN" unter Berufung auf das Außenministerium in Teheran. "Zwar gab es Initiativen von Ländern der Region zur Deeskalation der Spannungen, doch die Antwort des Irans war eindeutig: Er hat den Krieg nicht begonnen, und alle derartigen Forderungen sollten an Washington gerichtet werden."
Zwei Nachrichtenagenturen, die der paramilitärischen Revolutionsgarde des Landes nahestehen, erklärten ebenfalls, es habe keine Verhandlungen zwischen Teheran und Washington gegeben.
14.52 Uhr: Trump sieht bei Gesprächen mit Iran große Übereinstimmungen
Die USA haben nach Angaben von US-Präsident Donald Trump Gespräche mit dem Iran geführt und dabei "große Punkte der Übereinstimmung" ausgemacht. Die Unterredungen hätten am Sonntag stattgefunden und würden diesen Montag fortgesetzt, sagt Trump vor Journalisten. Bei einem produktiven Verlauf werde es sehr bald ein Abkommen geben. Insgesamt sei man sich in 15 Punkten einig. Trumps Angaben zufolge sind an den Gesprächen sein Nahost-Gesandter Steve Witkoff und sein Schwiegersohn Jared Kushner beteiligt. Der Iran hat die Gespräche bislang dementiert.
14.41 Uhr: UN-Friedenstruppe meldet Beschuss ihres Hauptquartiers im Libanon
Die UN-Friedenstruppe im Libanon hat einen Einschlag in ihr Hauptquartier gemeldet. Das Geschoss, das ein Gebäude auf dem Gelände in der Küstenstadt Nakura getroffen habe, sei wahrscheinlich von einem nichtstaatlichen Akteur abgefeuert worden – eine Formulierung, die offenbar auf die libanesische Hisbollah-Miliz anspielte.
In der Mitteilung der Unifil-Truppe hieß es, in den vorangegangenen 48 Stunden hätten die Friedenstruppen im Gebiet von Nakura Schüsse und Explosionen registriert. Kugeln und Granatsplitter hätten Gebäude und offene Bereiche innerhalb des Hauptquartiers getroffen, daher hätten sich die Soldaten zum Schutz vor Verletzungen in Schutzräume zurückgezogen. Die Unifil-Sprecherin Kandice Ardiel erklärte, die Friedenstruppen hätten in der Nähe umliegender Dörfer Gefechte am Boden beobachtet oder gehört.
14.27 Uhr: Merz "dankbar" für Vertagung von Trumps Plänen
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) begrüßte die Entscheidung Trumps, die Pläne für Angriffe auf Kraftwerke im Iran zu vertagen. "Ich bin dankbar, dass er heute gesagt hat, dass er das noch einmal um fünf Tage verschiebt und jetzt auch die Möglichkeit für unmittelbare und direkte Kontakte mit der iranischen Führung eröffnet", sagte Merz am Montag in Berlin.
Er habe am Sonntag mit Trump telefoniert und dabei mit dem US-Präsidenten auch über die Lage im Mittleren Osten gesprochen, sagte der Kanzler weiter. "Ich habe ihm meine Bedenken im Hinblick auf die angekündigten Angriffe auf die Kraftwerke im Iran vorgetragen."
14.12 Uhr: Mindestens zehn Menschen bei Siedlergewalt im Westjordanland verletzt
Mindestens zehn Palästinenser sind bei Angriffen von israelischen Siedlern im besetzten Westjordanland verletzt worden. Der Palästinensische Rote Halbmond berichtete, dass es in vier Dörfern im Umkreis der Stadt Nablus zu Gewalttaten und Brandstiftungen kam. Zu den Verletzten in Deir al-Hatab gehörten unter anderem ein 45-jähriger Mann mit einer Schussverletzung am Fuß sowie eine Frau mit Rauchvergiftung. Videos, die der AP vorlagen, zeigen brennende Autos und Häuser, während Leuchtfackeln der Armee den Himmel über dem Dorf östlich von Nablus und in der Nähe der israelischen Siedlung Elon Moreh erhellten.
Die Ausschreitungen folgten auf die Beerdigung eines 18-jährigen israelischen Siedlers in Elon Moreh. Die Behörden berichteten, er sei bei einer Kollision mit einem palästinensischen Fahrzeug getötet worden. Die Polizei untersucht die Behauptungen der Siedler, dass es sich bei der Kollision um einen gezielten Anschlag gehandelt habe.
13.03 Uhr: Oman setzt sich für Sicherung der Straße von Hormus ein
Der Oman setzt sich nach Angaben von Außenminister Badr al-Bussaidi für eine Sicherung des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus ein. Er ging in einem Beitrag auf der Plattform X nicht näher darauf ein, was diese Bemühungen umfassten. Der Oman vermittelt aber seit langem in Konflikten in der Region. Al-Bussaidi schrieb, dass der Iran nicht für den Krieg verantwortlich gemacht werden dürfe. "Wie auch immer man zum Iran stehen mag, dieser Krieg geht nicht auf sein Konto. Er verursacht bereits weitreichende wirtschaftliche Probleme."
12.52 Uhr: Staatsfernsehen: Trump macht nach iranischen Warnungen Rückzieher
Die iranische Führung hat eine Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, sein Ultimatum für die Wiedereröffnung der Straße von Hormus zu verlängern, als Erfolg gefeiert. "US-Präsident macht nach Irans deutlicher Warnung einen Rückzieher", war am Montag in einer Grafik im iranischen Staatsfernsehen zu lesen.
12.19 Uhr: Ölpreis bricht ein
Die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, Angriffe auf den Iran auszusetzen, hat die Aktienmärkte beflügelt und den Ölpreis einbrechen lassen. Trump erklärte, er habe das Verteidigungsministerium angewiesen, geplante Militärschläge gegen iranische Energieanlagen für fünf Tage auszusetzen. Der Dax machte daraufhin einen Satz nachoben und legte in der Spitze um 3,6 Prozent auf 23.178 Punkte zu. Auch der EuroStoxx50 drehte ins Plus und gewann zeitweise mehr als drei Prozent. Der Preis für Rohöl der Sorte Brent brach in der Spitze mehr als 14 Prozent auf 96,00 Dollar je Barrel ein.
12.18 Uhr: Trump verlängert Ultimatum
US-Präsident Donald Trump verlängert seine Frist für die Wiedereröffnung der Straße von Hormus durch den Iran. Die USA würden fünf Tage lang auf Angriffe auf iranische Kraftwerke verzichten, teilte Trump am Montag auf seiner Plattform Truth Social mit.
Die Aussetzung sei aber vom Erfolg laufender Treffen und Gespräche abhängig. In den beiden vergangenen Tage habe es gute und produktive Gespräche mit dem Iran gegeben. Diese Gespräche würden die ganze Woche über fortgesetzt. Der US-Präsident ging nicht näher auf die diplomatischen Kontakte ein. Der Iran bestätigte zunächst keine Gespräche zwischen den Ländern.
Trump hatte Teheran in der Nacht zum Sonntag (MEZ) eine Frist von 48 Stunden gesetzt, innerhalb der die Blockade der Straße von Hormus aufgehoben werden müsse. Andernfalls wollten die USA iranische Kraftwerke angreifen. Der Iran drohte daraufhin, Kraftwerke in der Region anzugreifen, die US-Militärstützpunkte mit Strom versorgen.
Der US-Präsident hat sein Ultimatum an den Iran zur Wiederöffnung der Straße von Hormus verlängert.
11.56 Uhr: UN warnt vor weitreichenden Folgen des Iran-Kriegs für Afrika und Asien
Der Krieg im Iran hat laut UN-Vertreter Jorge Moreira da Silva schwerwiegende Auswirkungen auf Millionen Menschen in Afrika und Asien, insbesondere in Entwicklungsländern. Er nannte hohe Preissteigerungen bei Öl, Treibstoff und Gas als Hauptfolgen. Moreira da Silva warnte, dass die Zahl der Hungernden in diesem Jahr um Millionen steigen könnte, da der Krieg Geldüberweisungen in die Entwicklungsländer störe. Zudem habe der Konflikt 3,2 Millionen Menschen im Iran und eine Million im Libanon vertrieben. Er rief zu diplomatischen Bemühungen auf, um den Konflikt zu beenden: "Es gibt keine militärische Lösung."
11.26 Uhr: Militär - Israeli starb durch israelischen Beschuss
Ein Landwirt eines israelischen Kibbuz ist durch versehentlichen Beschuss des eigenen Militärs getötet worden, wie eine vorläufige Untersuchung ergab. Zuvor war von Raketenangriffen der pro-iranischen Hisbollah im Libanon ausgegangen worden. Generalmajor Rafi Milo, Kommandeur der Truppen im Norden, bezeichnete den Vorfall als "sehr schwerwiegenden" Fehler. Der Landwirt war am Sonntag während eines Einsatzes zur Unterstützung der Truppen im Südlibanon ums Leben gekommen.
11.16 Uhr: Russland ruft angesichts von Trump-Ultimatum zu Diplomatie auf
Russland hat nach dem Ultimatum von US-Präsident Donald Trump an den Iran zur Öffnung der Straße von Hormus zu diplomatischen Lösungen aufgerufen. Kremlsprecher Dmitri Peskow betonte am Montag, dass die Situation eine politische und diplomatische Lösung erfordere, um zur Entschärfung der angespannten Lage in der Region beizutragen. Russland hat die USA zudem vor einem Angriff auf ein iranisches Atomkraftwerk gewarnt. Der Kreml teilte am Montag mit, dass ein US-Angriff auf das von Russland gebaute iranische Atomkraftwerk irreparable Folgen haben könnte.
11.15 Uhr: Brandanschlag auf Krankenwagen jüdischer Hilfsorganisation in London
In London wurden vier Krankenwagen einer jüdischen Hilfsorganisation in Brand gesetzt. Die Polizei stuft den Vorfall im Stadtteil Golders Green als antisemitisch motiviertes Verbrechen ein und hat eine Untersuchung eingeleitet. Es gibt keine Verletzten. Laut der Organisation SITE Intelligence reklamierte die mit dem Iran verbündete militante Gruppe "Islamische Bewegung des Volkes der Rechten Hand" die Tat, die auch in Belgien, Griechenland und den Niederlanden ähnliche Vorfälle verursacht haben soll.
11.06 Uhr: Griechenland kündigt 300-Millionen-Euro-Subventionspaket an
Griechenlands Regierungschef Kyriakos Mitsotakis hat ein Subventionspaket von 300 Millionen Euro für Kraftstoffe und Düngemittel angekündigt, um die Folgen des Iran-Kriegs und der "internationalen wirtschaftlichen Instabilität" abzumildern. Im April und Mai sollen Subventionen für Kfz-Kraftstoffe, Schifffahrt und Düngemittel eingeführt werden. Mithilfe einer "digitalen Tankkarte" erhalten die Bürger rund 36 Cent pro Liter Benzin als Unterstützung. Zudem sollen Landwirte mit einer Subvention von bis zu 15 Prozent auf Düngemittel entlastet werden.
10.58 Uhr: China warnt vor Eskalation im Nahen Osten nach Trumps Ultimatum
China hat nach dem jüngsten Ultimatum von US-Präsident Donald Trump an den Iran zur Öffnung der Straße von Hormus vor einer weiteren Eskalation gewarnt. "Sollte der Krieg sich ausweiten und die Lage erneut verschlechtern, könnte die gesamte Region in eine unkontrollierbare Situation stürzen", sagte der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Lin Jian, am Montag vor Journalisten.
10.52 Uhr: Starmer sieht keine unmittelbare Bedrohung für Großbritannien durch Iran
Der britische Premierminister Keir Starmer sieht derzeit keine Gefahr für das britische Festland durch den Iran. "Es gibt keine Einschätzung, dass wir in dieser Weise ins Visier genommen werden", sagte Starmer in Bezug auf entsprechende Untersuchungen. Hintergrund sind Berichte, dass der Iran zwei ballistische Raketen auf den US-britischen Militärstützpunkt Diego Garcia im Indischen Ozean abgefeuert habe. Starmer dämpfte zudem Erwartungen auf einen schnellen Einsatz in der von Iran teilweise gesperrten Straße von Hormus und betonte, dass jede Öffnung der Meerenge sorgfältige Überlegungen und einen tragfähigen Plan erfordere.
10.25 Uhr: Iran - "Werden uns niemals ergeben"
Der Iran hat erklärt, im Konflikt mit Israel und den USA noch nicht alle seine militärischen Ressourcen genutzt zu haben. "Der Feind soll wissen, dass neue Überraschungen bevorstehen", sagte Abdullah Hadschi-Sadeghi, ein religiöser Vertreter der Revolutionsgarden. Die Islamische Republik werde sich niemals ergeben, so Hadschi-Sadeghi weiter. "Wir sind in einer Schule erzogen worden, die Kapitulation als Erniedrigung betrachtet", wurde er von der mit den Revolutionsgarden verbundenen Nachrichtenagentur Tasnim zitiert.
10.20 Uhr: Iran droht bei Angriff auf Küste mit Verminung des Golfs
Der iranische Verteidigungsrat hat erklärt, dass ein Angriff auf die iranische Südküste oder die Inseln des Landes zur Verminung der Seewege im Golf führen werde. Jeder Angriff würde den Einsatz von Seeminen nach sich ziehen, einschließlich treibender Minen, die von der Küste ausgesetzt werden. In diesem Fall wäre der gesamte Golf für lange Zeit unpassierbar. Hintergrund ist ein Bericht von "Axios", wonach die USA eine Blockade oder Besetzung der iranischen Ölexport-Insel Charg erwägen, um die Öffnung der Straße von Hormus zu erzwingen. Der iranische Rat betonte, dass nicht kriegführende Staaten die Meerenge nur nach vorheriger Abstimmung mit dem Iran passieren können.
09.54 Uhr: BayernLB-Chefökonom - Bei weiterer Eskalation droht Rezession
BayernLB-Chefökonom Jürgen Michels warnt vor tiefgreifenden wirtschaftlichen Folgen bei einer dramatischen Eskalation des Nahost-Konflikts. "Ein solches Szenario könnte zu Stagflation führen und eine Rezession zur Folge haben", sagte der Volkswirt. In seinem Basisszenario rechnet er jedoch nicht mit einem langen Konflikt. Er erwartet, dass der Krieg im Iran in den kommenden Wochen endet und die gestiegenen Rohstoffpreise größtenteils wieder sinken. In diesem Fall bleibt der Inflationsdruck im Euroraum moderat, was der EZB keine Notwendigkeit für Zinserhöhungen gibt.
09.37 Uhr: Japan will Iran nicht um Erlaubnis für Öltanker-Durchfahrt bitten
Die japanische Regierung plant nicht, den Iran um Erlaubnis für die Durchfahrt von Öltankern durch die Straße von Hormus zu bitten. Auf eine entsprechende Frage erklärte der japanische Außenminister Toshimitsu Motegi am Sonntag im Interview mit Fuji Television, dass Tokio dies "momentan" nicht in Betracht ziehe. Zuvor hatte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi in einem Interview mit der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo News erklärt, der Iran sei bereit, japanischen Schiffen bei der Passage durch die strategisch wichtige Straße zu helfen. Araghtschi wies zudem Berichte zurück, wonach die Straße von Hormus gesperrt sei.
09.34 Uhr: Hisbollah meldet über 60 Angriffe auf Israel – Konflikt mit Libanon eskaliert
Die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz im Libanon hat in den letzten 24 Stunden mehr als 60 Angriffe auf Israel für sich beansprucht. Laut der Miliz wurden israelische Soldaten und Fahrzeuge im Grenzgebiet mit Raketen, Drohnen und Artillerie angegriffen. Die Offensive sei als Antwort auf israelische Angriffe auf wichtige Straßen und Brücken im Libanon zu verstehen.
Israel greift seit mehreren Tagen strategische Infrastrukturen im Libanon an, da die Hisbollah des Schmuggels von Waffen über diese Routen beschuldigt wird. Libanesische Sicherheitskreise berichten, dass drei der fünf wichtigsten Brücken über den Litani-Fluss zerstört wurden. Präsident Joseph Aoun warf Israel vor, den Süden des Landes vom Rest des Libanon abzutrennen und eine Pufferzone entlang der Grenze zu errichten.
09.04 Uhr: DAX unter 22.000 Punkten – Nahost-Krise belastet Märkte
Nach dem Ausverkauf in der Vorwoche fällt der DAX weiter. Zum Handelsstart am Montag verliert der deutsche Leitindex zwei Prozent und fällt auf 21.942 Punkte. "Die Lage im Nahen Osten hat sich mit Trumps Ultimatum zur Öffnung der Straße von Hormus durch den Iran weiter verschärft", kommentierte Andreas Lipkow, Analyst bei CMC Markets, die jüngsten Aussagen von US-Präsident Donald Trump.
08.20 Uhr: Konflikte im Nahen Osten und Inflationsängste belasten Goldpreis
Der Goldpreis ist aufgrund des eskalierenden Konflikts im Nahen Osten und wachsender Inflationssorgen auf den tiefsten Stand des Jahres gefallen. Eine Feinunze Gold verbilligte sich um mehr als sieben Prozent auf bis zu 4.136,20 Dollar und verzeichnete damit den neunten Handelstag in Folge mit Verlusten. Investoren befürchten, dass Notenbanken mit Zinserhöhungen reagieren könnten. Vergangene Woche hatte Gold mit einem Minus von mehr als zehn Prozent den größten Wochenverlust seit rund 43 Jahren erlitten. Im Vergleich zu seinem Rekordhoch von 5.594,82 Dollar am 29. Januar hat sich der Preis inzwischen um mehr als 20 Prozent verringert.
08.09 Uhr: Drohungen der USA und Irans sowie Lockerung der Sanktionen treiben Ölpreise
Zu Wochenbeginn erleben die Ölpreise eine Achterbahnfahrt. Gegenseitige Drohungen zwischen den USA und dem Iran einerseits sowie die Freigabe iranischen Öls nach einer Lockerung der US-Sanktionen andererseits sorgen für Schwankungen. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent steigt zeitweise um 1,9 Prozent auf bis zu 114,35 Dollar, nachdem er zuvor um knapp zwei Prozent gefallen war. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI legt zeitweise um mehr als drei Prozent auf 101,50 Dollar zu, nachdem er zunächst um 1,5 Prozent gesunken war. Der Abstand zwischen Brent und WTI beträgt mit mehr als 13 Dollar den größten Wert seit Jahren.
07.56 Uhr: Iran veröffentlicht Liste mit möglichen Angriffszielen
Staatliche Medien im Iran haben eine Liste mit Kraftwerken im Nahen Osten veröffentlicht, die als mögliche Ziele für Angriffe in Frage kommen. Darauf steht auch das Atomkraftwerk Baraka in den Vereinigten Arabischen Emiraten nahe der Grenze zu Saudi-Arabien. Zuvor hatte der Iran angekündigt, Kraftwerke ins Visier zu nehmen, die US-Militärstützpunkte mit Strom versorgen. Angriffe auf diese Einrichtungen könnten die Strom- und Wasserversorgung in den Golfstaaten stören, insbesondere da viele Kraftwerke dort mit Entsalzungsanlagen verbunden sind, die für die Trinkwasserversorgung entscheidend sind.
06.47 Uhr: Macron warnt vor "Risiko einer unkontrollierbaren Eskalation"
Präsident Emmanuel Macron warnt im Zusammenhang mit Drohungen gegen Energieinfrastruktur im Iran-Krieg vor einer "unkontrollierbaren Eskalation". Auf X teilte Macron mit, er habe mit Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman gesprochen und appellierte an alle Konfliktparteien, ein Moratorium für Angriffe auf Energie- und zivile Infrastrukturen einzuhalten. Zudem drängte er den Iran, den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus wieder frei fließen zu lassen.
06.21 Uhr: Iranische Luftangriffe auf Israel
Wenige Stunden nach der großen Angriffswelle auf den Iran hat Israels Armee über eine neue Raketensalve informiert, die aus dem Iran auf Israel abgefeuert worden sei. Die Luftabwehrsysteme seien bereitgemacht worden, um die Geschosse abzufangen, hieß es auf Telegram. Anwohner wurden aufgerufen, sich in Schutzräume zu begeben.
06.11 Uhr: US-Militärführung - Einsatz gegen Iran "läuft nach Plan oder besser"
Laut dem US-Militär läuft der Einsatz gegen den Iran "nach Plan oder sogar besser als erwartet". In einem exklusiven Interview mit dem persischsprachigen Sender Iran International erklärte Brad Cooper, Chef des US-Regionalkommandos für den Nahen Osten, dass die Angriffe Irans auf die Golfstaaten und den Nahen Osten Zivilisten gefährdeten. Die USA und Israel konzentrierten sich auch auf die Zerstörung von Raketen- und Drohnenproduktionsstätten, um nicht nur die aktuelle Bedrohung, sondern auch zukünftige Gefahren zu beseitigen. Cooper betonte außerdem, dass es noch nicht an der Zeit sei, dass die iranische Bevölkerung auf die Straßen gehe. "Sie starten Raketen und Drohnen aus dicht besiedelten Gebieten, und ihr müsst vorerst drinnen bleiben", sagte Cooper. "Es wird zu einem bestimmten Zeitpunkt ein klares Signal geben, wie der Präsident bereits angedeutet hat, dass ihr nach draußen gehen könnt."
06.03 Uhr: Iranische Revolutionsgarden drohen mit Angriffen auf Kraftwerke Israels
Die iranischen Revolutionsgarden drohen mit Vergeltungsangriffen auf Kraftwerke in Israel sowie auf solche, die US-Stützpunkte in der Region mit Strom versorgen. In einer Erklärung vom Montag hieß es: "Wenn ihr die Elektrizität trefft, treffen wir die Elektrizität." Diese Drohung folgt auf US-Präsident Donald Trumps Warnung, iranische Kraftwerke anzugreifen, falls Teheran die Straße von Hormus nicht innerhalb von 48 Stunden für die Schifffahrt öffnet. Gleichzeitig wiesen die Revolutionsgarden Berichte zurück, wonach sie Wasserentsalzungsanlagen angreifen wollten.
06.01 Uhr: Pro-iranische Miliz im Irak verlängert Pause von Angriffen auf US-Botschaft in Bagdad
Die pro-iranische Miliz Kataeb Hisbollah im Irak hat ihre fünftägige Pause bei Angriffen auf die US-Botschaft in Bagdad um weitere fünf Tage verlängert. Die Gruppe erklärte am Montag, sie werde "auf jede Verletzung durch den Feind angemessen reagieren" und einen Vermittler über ihren "Reaktionsmechanismus" informieren. Zuvor hatte Kataeb Hisbollah erklärt, die Angriffe unter bestimmten Bedingungen einzustellen, darunter ein Ende der Angriffe auf irakische Wohngebiete und die südlichen Vororte Beiruts. In der Nacht zum Sonntag und während des Tages kam es jedoch zu mehreren Angriffen in Bagdad.
05.38 Uhr: Staatsmedien - Ein Toter bei Angriff auf Rundfunkstation im Süden des Iran
Bei einem Angriff auf eine Rundfunkstation in Bandar Abbas gegenüber der Straße von Hormus im Süden des Iran ist iranischen Staatsmedien zufolge mindestens ein Mensch getötet worden. Bei dem "völkerrechtswidrigen" Angriff sei einer der Sicherheitsmitarbeiter des Zentrum getötet und ein weiterer Mensch verletzt worden, erklärte der iranische Staatssender Irib am Montag. Ziel des Angriffs sei eine Sendeanlage des "Radio- und Fernsehzentrums des Persischen Golfs" gewesen.
05.26 Uhr: Golfstaaten melden erneut Angriffe auf ihre Territorien
Mehrere Golfstaaten haben erneut Angriffe auf ihr Territorium gemeldet. Das saudi-arabische Verteidigungsministerium gab am Montag bekannt, zwei Marschflugkörper im Anflug auf Riad entdeckt zu haben. Eine Rakete wurde abgefangen, die andere stürzte in ein unbewohntes Gebiet. Das Verteidigungsministerium der Vereinigten Arabischen Emirate teilte mit, dass die Streitkräfte derzeit auf Raketen- und Drohnenbedrohungen aus dem Iran reagieren. Wenige Stunden zuvor wurde in Abu Dhabi berichtet, dass ein indischer Staatsbürger durch Trümmer eines abgefangenen Marschflugkörpers verletzt wurde. In Bahrain wurden Luftschutzsirenen aktiviert, und das Innenministerium forderte die Bevölkerung auf, "Ruhe zu bewahren und sich zum nächstgelegenen sicheren Ort zu begeben".
04.32 Uhr: EU-Rüstungskommissar fordert massive Investitionen in Luftverteidigung
EU-Verteidigungskommissar Andrius Kubilius fordert massive Investitionen in die Luftverteidigung europäischer Staaten im Zuge der Raketenangriffe des Iran im Nahen Osten. "Wir müssen unsere Raketenabwehrproduktion deutlich steigern", sagte Kubilius der "Augsburger Allgemeinen". Er äußerte Bedenken hinsichtlich der europäischen Luftverteidigung, besonders auch für die Ukraine. "Die Ukraine braucht dringend Patriot-Systeme, die jedoch auch am Golf sehr gefragt sind", so Kubilius. Er betonte, dass es eine Weile dauern werde, bis die entstandene Lücke geschlossen sei, und forderte die Entwicklung europäischer Raketenabwehrsysteme, bei denen die europäische Verteidigungsindustrie mit der Ukraine zusammenarbeiten könnte. Kiew sei schnell und innovativ in der Entwicklung neuer Technologien, fügte er hinzu.
03.37 Uhr: Israelische Armee startet "groß angelegte" Angriffswelle auf Teheran
Israels Armee hat eine neue, "groß angelegte" Angriffswelle auf Teheran gestartet. Ziel waren laut Militärangaben "Infrastrukturen des iranischen Terrorregimes". Iranische Medien berichteten von Explosionen und Luftangriffen in der Hauptstadt, darunter Berichte der Nachrichtenagentur Mehr, die von hörbaren Explosionen sprach, sowie der Nachrichtenagentur Fars, die fünf betroffene Gebiete mit "schrecklichen Explosionen" nannte. In Teheran stationierte Reporter des arabischen Senders Al Jazeera berichteten von "beispiellosen" Explosionen, vor allem in den östlichen Vierteln der Stadt. Die Luftabwehr sei im Dauereinsatz.
03.20 Uhr: Saudi-Arabien - Zwei Raketen auf Riad abgefeuert
Zwei ballistische Raketen wurden auf die saudische Hauptstadt Riad abgefeuert. Eine Rakete konnte abgefangen werden, die andere landete in einem unbewohnten Gebiet, so das saudische Verteidigungsministerium.
03.18 Uhr: Luftangriff auf Wohnhäuser im Nordwesten des Iran
Ein Luftangriff hat laut einem Medienbericht Wohnhäuser in der Stadt Urmia im Nordwesten des Iran zerstört. Rettungskräfte suchen nach Menschen unter den Trümmern, meldet die staatlich nahestehende Nachrichtenagentur Nour News.
03.11 Uhr: IEA-Chef warnt vor womöglich schwerster Energie-Krise seit Jahrzehnten
Fatih Birol, Chef der Internationalen Energieagentur (IEA), warnt vor der schwersten Energie-Krise seit Jahrzehnten durch den Iran-Konflikt. In Sydney erklärte er, dass die Welt während der Ölkrisen der 1970er-Jahre rund fünf Millionen Barrel Erdöl pro Tag verlor. "Heute haben wir bereits 11 Millionen Barrel pro Tag verloren – mehr als zwei große Ölschocks zusammen", so Birol. Er bezeichnete zudem die Blockade der Straße von Hormus, einem Schlüsselpunkt für den globalen Seehandel, als "große Bedrohung" für die Weltwirtschaft und betonte, dass kein Land vor den Auswirkungen der Krise verschont bleiben würde. Globale Anstrengungen seien notwendig, um das Problem schnell zu lösen.
02.27 Uhr: Iran fordert den UN-Sicherheitsrat zum Handeln auf
Der Iran hat die Drohungen von US-Präsident Donald Trump scharf in einem Schreiben an die Vereinten Nationen verurteilt. Laut der iranischen Nachrichtenagentur Irna richtete der iranische UN-Botschafter Amir Saeid Irawani Briefe an den Sicherheitsrat und UN-Generalsekretär António Guterres. Darin werden Angriffe auf Kraftwerke als "grundsätzlich wahllos und eindeutig unverhältnismäßig" bezeichnet. Trump hatte in der Nacht auf Sonntag gedroht, iranische Anlagen anzugreifen, falls Teheran die Straße von Hormus nicht innerhalb von 48 Stunden für den Schiffsverkehr öffnet.
01.59 Uhr: Irans Außenminister - USA schuld an Blockade der Straße von Hormus
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat die USA für die Blockade der Straße von Hormus verantwortlich gemacht. In einer Erklärung am Sonntag sagte Araghtschi, dass der Schiffsverkehr aufgrund von Bedenken der Versicherungsgesellschaften über einen von den USA initiierten Krieg blockiert sei, nicht wegen des Verhaltens Irans. Auf X schrieb er: "Die Freiheit der Schifffahrt kann nicht ohne die Freiheit des Handels existieren. Respektiert beides – oder erwartet keines von beiden." Er betonte, dass weitere Drohungen der USA weder die Iraner noch die Versicherer beeinflussen würden.
00.16 Uhr: Libanesischer Regierungschef - Iranische Revolutionsgarden befehligen Hisbollah
Der libanesische Regierungschef Nawaf Salam hat erklärt, dass die pro-iranische Hisbollah-Miliz im Libanon von Mitgliedern der iranischen Revolutionsgarden befehligt wird. In einem Interview mit dem saudiarabischen Sender Al Hadath sagte Salam, die Revolutionsgarden seien "hier präsent und führen leider die Militäroperation im Libanon". Er fügte hinzu, dass die Revolutionsgarden mit gefälschten Pässen illegal ins Land eingereist seien.
Salam machte auch die iranischen Revolutionsgarden für den Angriff auf den britischen Militärstützpunkt Akrotiri auf Zypern im März verantwortlich. "Das waren die Revolutionsgarden", sagte er. Berichten zufolge war die Drohne nicht aus dem Iran, sondern von der Hisbollah im Libanon gestartet worden. Zudem warf Salam der Hisbollah vor, den Libanon durch Raketenangriffe auf Israel in den Iran-Krieg hineingezogen zu haben.
Libanesischer Regierungschef - Iranische Revolutionsgarden befehligen Hisbollah
Montag, 23. März 2026
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