Mit Informationen der ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten sowie der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen.
Karte zur militärischen Lage im Nahen Osten
22.37 Uhr: Macron fordert vom Iran Ende der regionalen Angriffe
Der französische Präsident Emmanuel Macron hat den Iran aufgefordert, die Angriffe auf Länder in der Region zu beenden. Zudem rief er das Land zu ernsthaften Verhandlungen auf. Es sei absolut notwendig, die inakzeptablen Angriffe zu stoppen, die Energie- und zivile Infrastruktur zu schützen und die freie Schifffahrt in der Straße von Hormus wiederherzustellen, teilte Macron auf der Plattform X nach einem Treffen mit seinem Amtskollegen Massud Peseschkian mit. Der Iran müsse den Weg für eine Deeskalation ebnen. Dabei gehe es auch um die Erwartungen der internationalen Gemeinschafthinsichtlich des iranischen Atom- und Raketenprogramms sowie der Rolle des Landes bei der Destabilisierung der Region, erklärte er weiter. Eine iranische Stellungnahme lag zunächst nicht vor.
22.17 Uhr: Israels Militärsprecher - Im Schnitt zehn iranische Raketen pro Tag
Der Iran feuert laut dem israelischen Militär durchschnittlich zehn Raketen pro Tag auf Israel ab. Armeesprecher Effie Defrin sagte in einer Fernsehansprache, an den ersten beiden Tagen des Krieges seien es noch Dutzende Raketen gewesen, die Zahl sei aber "schnell gesunken". Defrin führte das auf erfolgreiche israelische Angriffe auf iranische Militäreinrichtungen, Raketenabschussvorrichtungen und Produktionsstätten zurück. Auch am Dienstag habe die israelische Luftwaffe Ziele im Iran angegriffen.
22.13 Uhr: Medien - USA legen Iran 15-Punkte-Plan vor
Die USA haben Medienberichten zufolge dem Iran einen 15-Punkte-Plan zur Beendigung des Krieges geschickt. Dies melden die US-Zeitung "New York Times" unter Berufung auf zwei Insider und der israelische Sender Channel 12 mit Verweis auf drei namentlich nicht genannte Personen. Laut Channel 12 wird darin etwa verlangt, die Atomanlagen Natans, Isfahan und Fordow außer Betrieb zu setzen. Zudem müsse in der Straße von Hormus ein freier Schiffsverkehr gewährleistet werden. Auf iranischem Boden dürfe kein Uran angereichert werden. Die USA schlagen demnach eine Feuerpause von einem Monat vor, um den Plan zu besprechen. Stellungnahmen der beiden Staaten lagen zunächst nicht vor.
21.53 Uhr: Libanesische Militärkreise - Iranische Rakete über Libanon explodiert
Über dem Libanon ist nach Angaben aus libanesischen Militärkreisen eine mit Streumunition bestückte ballistische Rakete aus dem Iran explodiert. Ein hochrangiger Militärvertreter, der anonym bleiben wollte, sagte der Nachrichtenagentur AP, die Rakete sei über der Region Kesserwan nördlich der Hauptstadt Beirut explodiert. Dabei sei Sachschaden entstanden. Die Rakete sei mit unbekanntem Ziel in westlicher Richtung unterwegs gewesen.
21.50 Uhr: Iranischer Außenminister lobt Steinmeier
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier für dessen Kritik am Iran-Krieg gelobt. Araghtschi erklärte auf X, Steinmeier gebühre Anerkennung dafür, "dass er die Verstöße gegen die Iraner verurteilt hat". Wer Rechtsstaatlichkeit schätze, sollte ebenfalls seine Stimme erheben. Zuvor hatte Steinmeier den von Israel und den USA begonnenen Iran-Krieg als einen "politisch verhängnisvoller Fehler" bezeichnet und ihn als "nach meinem Dafürhalten völkerrechtswidrig" eingestuft. Nach seiner Darstellung trägt die Begründung eines angeblich unmittelbar bevorstehenden Angriffs auf die USA nicht. Der heutige Außenminister Araghtschi war 2015 als Vizeaußenminister Teil des iranischen Atomverhandlungsteams in Wien. Damals traf er mehrfach Steinmeier, der zu dieser Zeit deutscher Außenminister war.
21.48 Uhr: Iran-Krieg - Papst Leo beklagt zunehmende Feindseligkeiten
Papst Leo hat sich besorgt über die zunehmende Feindseligkeit im Iran-Krieg geäußert. Er forderte erneut eine Waffenruhe. "Der Hass nimmt zu, und die Gewalt wird immer schlimmer", sagte der erste US-Papst der Geschichte. Angesichts von mehr als einer Million Vertriebenen und vielen Toten rief eralle Verantwortlichen auf, die Probleme durch Dialog statt mit Waffen zu lösen. Hintergrund der Äußerungen sind Berichte, wonach die USA die Entsendung Tausender Soldaten in den Nahen Osten planen.
21.35 Uhr: Macron fordert Israel zur Nutzung von "Gelegenheit" für Gespräche mit dem Libanon auf
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat Israel in einem Gespräch mit seinem israelischen Kollegen Isaac Herzog aufgefordert, die "Gelegenheit" für "direkte Gespräche" zwischen Israel und dem Libanon zu nutzen. Er habe "die Dringlichkeit betont, eine weitere Eskalation des Konflikts im Libanon zu verhindern, dessen Stabilität und territoriale Integrität gewahrt bleiben müssen", erklärte Macron im Onlinedienst X. Er bekräftigte demnach seine "Unterstützung für die Bemühungen der libanesischen Regierung, die entschlossene und mutige Entscheidungen für die Souveränität des libanesischen Staates getroffen hat".
21.15 Uhr: Erneut Geschoss auf Gelände von iranischem AKW eingeschlagen
Auf dem Gelände des Atomkraftwerks Buschehr ist nach Angaben aus Teheran erneut ein Geschoss eingeschlagen. Die iranische Atomenergieorganisation teilte nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna mit, niemand sei verletzt worden. Es habe auch keine Schäden an der Anlage des Kraftwerks gegeben. Am Dienstag vergangenen Woche war bereits ein Projektil auf dem Kraftwerksgelände eingeschlagen. Auch damals blieb die Anlage unbeschädigt.
Die Atomanlage Buschehr, das einzige iranische Kernkraftwerk, liegt etwa 760 Kilometer südlich von Teheran am Persischen Golf. Sein Reaktor russischer Bauart liefert seit 2011 Strom. Der staatliche russische Atomkonzern Rosatom baut derzeit einen zweiten Reaktorblock.
20.56 Uhr: Bericht - Iran erlaubt Durchfahrt durch Hormus unter Auflagen
Der Iran gestattet einem Zeitungsbericht zufolge "nicht-feindlichen Schiffen" die Durchfahrt durch die Straße von Hormus, sofern sie sich mit den iranischen Behörden abstimmen. Schiffe mit Verbindungen zu den USA, Israel und anderen an der Aggression beteiligten Staaten seien von der friedlichen Durchfahrt jedoch ausgeschlossen, berichtet die "Financial Times" unter Berufung auf ein Schreiben des iranischen Außenministeriums an die Mitgliedstaaten der UN-Schifffahrtsorganisation IMO.
20.48 Uhr: Frankreichs Generalstabschef - USA immer unberechenbarere Verbündete
Der französische Generalstabschef Fabien Mandon betrachtet das immer weniger vorhersehbare Agieren der USA als Gefahr für die Sicherheit. Die Beziehung zwischen Frankreich und den Vereinigten Staaten sei noch immer "sehr stark", sagte er bei einer Sicherheitskonferenz in Paris. Jedoch hätten sich die USA gerade entschieden, "im Nahen und Mittleren Osten zu intervenieren, ohne uns zu informieren".
20.25 Uhr: Israel - Wichtige Produktionsstätte für Sprengsätze im Iran getroffen
Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge die wichtigste Produktionsstätte für Sprengsätze im Iran angegriffen. Sie sei schon im vergangenen Jahr Ziel eines Bombardements gewesen, teilte das Militär am Abend mit. Irans Führung sei in den vergangenen Monaten jedoch dabei gewesen, die Fähigkeiten der Anlage in Isfahan wieder herzustellen.
20.00 Uhr: Trump - USA sprechen mit den "richtigen Leuten" im Iran
Die USA sprechen laut Präsident Donald Trump mit den "richtigen Leuten" im Iran, um ein Abkommen zur Beendigung der Feindseligkeiten zu erreichen. Es gebe nun eine neue Gruppe von Führern in der Islamischen Republik. Die Iraner wollten unbedingt eine Einigung erzielen, sagte Trump vor Journalisten.
19.40 Uhr: Bericht – USA werden 3.000 Fallschirmjäger in Nahen Osten abkommandieren
Das US-Verteidigungsministerium wird Insidern zufolge Tausende Soldaten der 82. Luftlandedivision in den Nahen Osten verlegen. Dem "Wall Street Journal" zufolge sind es rund 3.000 Soldaten. Es sei keine Entscheidung gefallen, die Fallschirmjäger im Iran einzusetzen, sagte eine von insgesamt zwei mit dem Vorgang vertrauten Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Sie sollten zunächst die Kapazitäten für mögliche künftige Einsätze erhöhen. Beide Insider machten keine Angaben dazu, wo in der Region die Soldaten stationiert werden sollen und wann sie dort ankommen werden. Die US-Armee verwies Anfragen an das Präsidialamt in Washington, das zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen war.
19.06 Uhr: UN-Sicherheitsrat verhandelt über Schutz der Straße von Hormus
Im UN-Sicherheitsrat laufen Verhandlungen über eine Resolution zum Schutz der Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus. Dabei liegen zwei konkurrierende Entwürfe vor, wie aus von der Nachrichtenagentur Reuters eingesehenen Dokumenten hervorgeht. Ein von Bahrain eingebrachter und von den USA unterstützter Text sieht den Einsatz militärischer Gewalt vor, um iranische Angriffe auf Schiffe zu stoppen. Frankreich schlägt dagegen einen diplomatischeren Ansatz vor, der auf rein defensive Maßnahmen setzt und den Iran nicht namentlich erwähnt.
18.55 Uhr: Frau bei Hisbollah-Raketenangriff in Israel getötet
Bei einem Raketenangriff der terroristischen Hisbollah-Miliz ist israelischen Angaben zufolge im Norden des Landes am Abend eine Frau getötet worden. Zwei weitere Menschen seien bei dem Beschuss in der Nähe der Stadt Safed zudem leicht verletzt worden, teilte der Rettungsdienst Magen David Adom mit.
18.38 Uhr: Trumps Umfragewerte fallen wegen Iran-Krieg
Die Zustimmungswerte für US-Präsident Donald Trump sind auf den niedrigsten Stand seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus gefallen. In einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage des Instituts Ipsos für die Nachrichtenagentur Reuters äußerten sich 36 Prozent der befragten Bürgerinnen und Bürger in den USA zufrieden mit Trumps Amtsführung. In der Vorwoche waren es noch 40 Prozent gewesen. Als Gründe für den Rückgang gelten gestiegene Benzinpreise und eine breite Ablehnung des von den USA gemeinsam mit Israel begonnenen Krieges gegen den Iran.
18.00 Uhr: Iran lässt drei Schiffe Straße von Hormus passieren
Der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus bleibt stark eingeschränkt. Nach Angaben des Datenanbieters Kpler passierten am Dienstag nur drei Schiffe mit eingeschaltetem automatischen Identifikationssystem das Nadelöhr im Persischen Golf. Nach Angaben eines Sprechers des indischen Ministeriums für Häfen, Schifffahrt und Wasserstraßen ließ der Iran zwei Flüssiggastanker ohne Zwischenfälle durchfahren. Bereits Mitte des Monats waren zwei Gastanker mit indischer Flagge durchgefahren.
Dagegen verweigerten die Revolutionsgarden (IRGC) dem Containerschiff "Selen" - unter der Flagge des karibischen Inselstaates St. Kitts und Nevis – die Durchfahrt. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Tasnim begründete Marine-Kommandeur Ali-Resa Tangrisi dies mit fehlenden Genehmigungen. Demnach sei die Nutzung der Straße von Hormus nur in Abstimmung mit iranischen Behörden erlaubt.
Außenminister Abbas Araghtschi erklärte am Montag, die Straße von Hormus sei grundsätzlich offen – außer für Schiffe der "Aggressoren" USA und Israel sowie deren Unterstützer. Am Samstag hatte Araghtschi auf X geschrieben, Reedereien zögerten, weil Versicherer das Kriegsrisiko scheuten.
17.04 Uhr: Pakistan bereit zur Ausrichtung von Gesprächen zur Beendigung von Iran-Krieg
Pakistan ist nach den Worten von Regierungschef Shehbaz Sharif bereit, Gespräche zur Beendigung des Iran-Krieges auszurichten. "Pakistan begrüßt und unterstützt uneingeschränkt die laufenden Bemühungen um einen Dialog zur Beendigung des Krieges im Nahen Osten im Interesse des Friedens und der Stabilität in der Region und darüber hinaus", erklärte Sharif am Dienstag im Onlinedienst X. "Vorbehaltlich der Zustimmung der USA und des Iran ist Pakistan bereit und fühlt sich geehrt, Gastgeber für sinnvolle und abschließende Gespräche zur umfassenden Beilegung des andauernden Konflikts zu sein", fuhr er fort. Sharif sagte, er habe mit dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian gesprochen und die Hilfe seiner Regierung zugesagt, Frieden in der Region zu erreichen. Pakistan und der Iran sind langjährige Verbündete. Das Außenministerium in Teheran hatte am Montag laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna erklärt, es habe Nachrichten von "befreundeten Ländern" erhalten, die auf eine Bitte der USA um Verhandlungen zur Beendigung des Krieges hindeuteten.
16.58 Uhr: Palästinensischer Fußballverband fordert Ausschluss Israels
Der palästinensische Fußballverband (PFA) hat infolge der von der FIFA auferlegten Strafe für den israelischen Fußballverband (IFA) erneut dessen Ausschluss gefordert. "Wir bestehen auf unserem Recht und setzen unsere Bemühungen fort, sicherzustellen, dass der israelische Fußballverband aus allen internationalen Institutionen ausgeschlossen wird", sagte PFA-Chef Jibril Rajoub am Dienstag auf einer Pressekonferenz. Die FIFA hatte die IFA in der vergangenen Woche aufgrund "mehrfacher Verstöße" gegen Antidiskriminierungsverpflichtungen unter anderem mit einer Geldstrafe in Höhe von 150.000 Schweizer Franken (rund 165.000 Euro) belegt. Ein Bericht der Disziplinarkommission des Weltverbands war zu dem Schluss gekommen, dass der IFA es versäumt habe, "wirksame Maßnahmen gegen Beitar Jerusalem" wegen "anhaltenden und gut dokumentierten rassistischen Verhaltens" zu ergreifen.
Die Geldstrafe sei "eine bedeutende Entscheidung" gewesen, betonte Rajoub, bleibe jedoch auch "unter dem erforderlichen Minimum". Der palästinensische Verband hatte der FIFA im Oktober 2024 Vorwürfe der Diskriminierung durch die IFA gemeldet. Eine separate Untersuchung, die die Beteiligung von israelischen Vereinen mit angeblichem Sitz im besetzten Westjordanland an israelischen Ligen zur Grundlage hatte, war folgenlos geblieben. Laut der Nachrichtenagentur AFP sind mindestens fünf Fußballklubs mit Sitz in israelischen Siedlungen im besetzten Westjordanland Mitglieder des israelischen Verbands. Rajoub führte diesen Punkt am Dienstag erneut als Basis eines möglichen Ausschlusses an. Zudem verwies er auf mutmaßliche kriminelle Aktivitäten einiger israelischer Funktionäre im Zuge des Krieges in Gaza.
16.43 Uhr: Toter und Verletzte bei iranischen Angriffen auf Bahrain
Bei iranischen Angriffen auf Bahrain kommt nach Angaben des Verteidigungsministeriums der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) ein marokkanischer Zivilist ums Leben. Zudem werden mehrere Soldaten aus Bahrain und den VAE verwundet, wie die bahrainische Armee auf der Plattform X mitteilt. Zuvor hatte das Militär in Bahrain den Toten fälschlicherweise als emiratischen Soldaten identifiziert. Das Ministerium der VAE stellt nun klar, dass es sich bei dem Opfer um einen zivilen Vertragsarbeiter aus Marokko handelt.
16.30 Uhr: Israel greit christliche Stadt nördlich von Beirut an
Israel hat die überwiegend von Christen bewohnte Stadt Sahel Alma nördlich von Beirut angegriffen. Das berichtet der staatliche Rundfunk im Libanon. Die Region ist im Krieg zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz bislang verschont geblieben. Berichte über Opfer liegen zunächst nicht vor. Augenzeugen sagen der Nachrichtenagentur Reuters, sie hätten mehrere Explosionen gehört und weißen Rauch über der Stadt gesehen.
16.20 Uhr: EU verschiebt Verbotsplan für russische Ölimporte
Nach Beginn des Iran-Kriegs verschiebt die EU-Kommission die Präsentation von Plänen für ein vollständiges und dauerhaftes Verbot von russischen Ölimporten. Die ursprünglich für den 15. April geplante Vorlage wurde auf unbestimmte Zeit verschoben, wie aus einer Terminübersicht zu geplanten Initiativen der Brüsseler Behörde hervorgeht. Wann die Maßnahmen stattdessen vorgestellt werden sollten, ließ eine Sprecherin auf Nachfrage offen. Auch Gründe für die Verschiebung nannte sie nicht.
15.20 Uhr: Angriffe dauern trotz Hoffnung auf Abkommen an
Im Iran-Krieg dauert der gegenseitige Beschuss ungeachtet von Trump angekündigter Bemühungen um eine Verhandlungslösung an. Die israelische Armee griff nach eigenen Angaben erneut Ziele in der Stadt Isfahan und anderen Teilen des Irans an. Einwohner der Hauptstadt Teheran berichteten von Explosionen. In Israel gab es Meldungen über neue Raketenangriffe aus dem Iran, unter anderem auf Tel Aviv. Dort landete eine iranische Rakete mit einem mehrere hundert Kilogramm schweren Sprengkopf demnach zwischen Wohnhäusern. Auch in den Küstenstädten Eilat und Aschkelon gab es Raketenalarm.
15.00 Uhr: Mehr als eine Million Menschen im Libanon auf der Flucht
Mehr als eine Million Menschen sind nach UN-Angaben seit Anfang März vor dem Krieg zwischen Israel und der pro-iranischen Hisbollah innerhalb des Libanons geflüchtet. Weitere 130.000 Menschen hätten die Grenze zu Syrien überschritten, teilte die Internationale Organisation für Migration in Genf mit. Der Krieg im Nahen Osten führe zu immer mehr Vertreibungen und Grenzübertritten in der Region.
14.30 Uhr: US-Außenminister Rubio nimmt an G7-Treffen zum Iran teil
US-Außenminister Marco Rubio nimmt an Beratungen mit seinen G7-Amtskollegen zur Lage im Iran-Krieg teil. Bei dem Treffen in Cernay-la-Ville im Westen von Paris soll es auch um den Krieg in der Ukraine und die Lage im Nahen Osten insgesamt gehen, teilte das US-Außenministerium mit. Zu dem Treffen hat Frankreich eingeladen, das derzeit den Vorsitz der G7-Staaten hat. Auch Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) wird erwartet. Für Rubio ist es die erste Auslandsreise seit dem Beginn des Iran-Kriegs am 28. Februar.
13.45 Uhr: Zehntausende zivile Einrichtungen Irans im Krieg beschädigt
Bei den israelisch-amerikanischen Angriffen im Iran sind nach Angaben des Roten Halbmonds mehr als 82.000 zivile Einrichtungen beschädigt oder zerstört worden. Darunter seien etwa 62.000 Wohnungen sowie 281 medizinische Zentren, Krankenhäuser und Apotheken, sagte der Leiter der iranischen Rothalbmond-Gesellschaft, Pirhussein Koliwand.
Koliwand zufolge wurden insgesamt 498 Schulen beschädigt - bei direkten Angriffen oder bei Angriffen, die Zielen in der Nähe galten. Der Rote Halbmond ist nach seiner Darstellung auch Ziel von Angriffen geworden.
12.50 Uhr: Irans Militärführung kündigt Verteidigung bis zum finalen Sieg an
Irans Militärführung hat im Krieg gegen Israel und die USA Kompromisse und eine Kapitulation kategorisch ausgeschlossen. "Die schlagkräftigen iranischen Streitkräfte werden die Souveränität des Landes standhaft verteidigen und diesen Weg bis zum finalen Sieg fortsetzen", sagte der Kommandeur der zentralen Militärführung, Ali Abdollahi Aliabadi, laut dem staatlichen Rundfunk. Aliabadi ist der faktische Generalstabschef. Er leitet das Hauptquartier Chatam al-Anbija, das im Kriegsfall die operative Führung der iranischen Streitkräfte bündelt.
12.30 Uhr: Libanon verweist Irans Botschafter des Landes
Das libanesische Außenministerium hat dem iranischen Botschafter nach eigenen Angaben die Akkreditierung entzogen und ihn zur unerwünschten Person erklärt. Der Diplomat müsse das Land bis Sonntag verlassen, teilt das Ministerium mit. Zur Begründung verweist es auf Verstöße Teherans gegen diplomatische Normen und etablierte Gepflogenheiten zwischen den beiden Ländern. Zudem ruft das Ministerium seinen eigenen Botschafter im Iran zu Konsultationen in den Libanon zurück. Der Iran ist einer der wichtigsten Unterstützer der radikal-islamischen Hisbollah-Miliz, gegen die Israel im Libanon Krieg führt.
12.15 Uhr: Wirtschaftsfolgen von Iran-Krieg laut DIHK nicht schnell vorbei
Selbst im Fall einer schnellen Beendigung des Iran-Kriegs dürften die wirtschaftlichen Verwerfungen nach Einschätzung der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) länger anhalten. "Es wird Wochen dauern, Experten sagen bis zu Monaten, dass es dann wieder richtig läuft", sagte DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier.
Treier verwies auf zerstörte Infrastruktur für die Suche nach und Förderung von Gas in der Region, Probleme beim Abtransport per Schiff und Produktionsausfälle in Saudi-Arabien, Katar, Kuwait und im Irak. Mit Blick auf die Ölpreise sei es "nicht verwegen anzunehmen", dass es über einen längeren Zeitraum zu einem um 40 bis 50 Prozent höheren Niveau komme.
12.15 Uhr: Iran ernennt neuen Generalsekretär des Sicherheitsrats
Der Iran hat einen ehemaligen Kommandeur der Revolutionsgarde zum neuen Generalsekretär des Nationalen Sicherheitsrates ernannt. Mohammed Bagher Solghadr werde die Nachfolge von Ali Laridschani antreten, der in der vergangenen Woche bei einem israelischen Luftangriff getötet wurde, berichtete das iranische Staatsfernsehen. Solghadr war Brigadegeneral bei der Revolutionsgarde und Sekretär des Schlichtungsrates.
11.21 Uhr: Minister - Israel wird Kontrolle von Gebiet im Libanon bis Fluss Litani übernehmen
Laut Verteidigungsminister Israel Katz wird Israel im Rahmen seiner Operation gegen die Hisbollah-Miliz die Kontrolle über das Gebiet im Südlibanon bis zum Litani-Fluss übernehmen. Katz erklärte bei einem Besuch eines Militärstützpunkts, dass nach der Zerstörung von fünf Brücken über den Fluss das israelische Militär auch die verbleibenden Brücken und die Sicherheitszone bis zum Litani kontrollieren werde. Zudem betonte er, dass die hunderttausenden vertriebenen Bewohner aus dem Südlibanon nicht in das Gebiet südlich des Flusses zurückkehren dürften, bis die Sicherheit für die Bewohner im Norden Israels gewährleistet sei.
10.56 Uhr: Ägyptischer Minister führt diplomatische Gespräche über Iran-Krieg
Ägyptens Außenminister Badr Abdelatti hat mit dem US-Gesandten Steve Witkoff sowie Amtskollegen aus mehreren Ländern über diplomatische Bemühungen zur Beendigung des Iran-Krieges gesprochen. In einem Telefonat mit Witkoff ging es um mögliche Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran, wie das ägyptische Außenministerium mitteilte. Abdelatti führte zudem Gespräche mit den Außenministern der Türkei, Pakistans, Omans, Saudi-Arabiens, der Vereinigten Arabischen Emirate, Frankreichs und Zyperns.
10.49 Uhr: Iranische Medien - Iran nimmt Hunderte "wegen Gefährdung der Sicherheit" fest
Laut staatlichen Medien wurden im Iran 466 Menschen festgenommen, die wegen ihrer Online-Aktivitäten die nationale Sicherheit gefährdet haben sollen. Die Polizei erklärte, die Festgenommenen stünden in Verbindung mit "feindlichen" Netzwerken, die auf eine interne Destabilisierung abzielen. Diese Maßnahme gilt als eine der größten "Sicherheitsaktionen" seit Beginn des Krieges mit Israel und den USA.
10.25 Uhr: Wadephul hofft auf Wendepunkt durch Gespräche
Bundesaußenminister Johann Wadephul zeigte sich vorsichtig optimistisch angesichts der von den USA angekündigten Gespräche mit dem Iran. Im Interview mit dem MDR sagte der CDU-Politiker, dass dies ein erster Ansatzpunkt sei, um direkte Gespräche zwischen den Konfliktparteien zu ermöglichen und Lösungen zu finden. Diese Gespräche bezeichnete er als "ein zartes Pflänzchen", das nun mit allen Kräften gefördert werden sollte.
10.06 Uhr: Israelische Insider - Trump will Einigung mit dem Iran - Wohl ohne Erfolg
Laut Insidern rechnet Israel nicht damit, dass der Iran auf die Forderungen der USA eingeht. Drei hochrangige israelische Vertreter erklärten, dass US-Präsident Donald Trump zwar entschlossen sei, ein Abkommen mit dem Iran zu erzielen, aber der Iran sich vermutlich nicht darauf einlassen werde. Die US-Forderungen dürften sich auf das Atom- und Raketenprogramm des Irans beziehen.
09.57 Uhr: Energie-Infrastruktur im Iran bei Angriffen offenbar beschädigt
Laut einem Medienbericht wurden im Iran mehrere Einrichtungen der Energieinfrastruktur bei Angriffen der USA und Israels beschädigt. Die Nachrichtenagentur Fars berichtete, dass in Isfahan, der zweitgrößten Stadt des Landes, ein Verwaltungsgebäude sowie eine Gasdruckregelstation "teilweise beschädigt" wurden. Zudem sei eine Erdgas-Pipeline im Kraftwerk Chorramschar im Südwesten des Irans an der Grenze zum Irak angegriffen worden.
09.44 Uhr: Steinmeier kritisiert Iran-Krieg als "völkerrechtswidrig"
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat den Krieg der USA und Israels gegen den Iran als "völkerrechtswidrig" bezeichnet. In seiner Festrede zum 75. Jahrestag der Wiedergründung des Auswärtigen Amts sagte er: "Unsere Außenpolitik wird nicht überzeugender, wenn wir Völkerrechtsbruch nicht beim Namen nennen." Damit schlug Steinmeier einen anderen Ton an als die Bundesregierung, die bisher vermieden hat, den Krieg als völkerrechtswidrig einzustufen. Der Krieg sei "ein politisch verhängnisvoller Fehler" und "ein wirklich vermeidbarer, unnötiger Krieg, wenn sein Ziel denn war, den Iran auf dem Weg zur Atombombe zu stoppen", sagte das Staatsoberhaupt.
09.17 Uhr: Südkorea ruft zum Energiesparen auf - Kürzer duschen
Südkoreas Präsident Lee Jae Myung fordert die Bevölkerung angesichts der Risiken für die Öl- und Gasversorgung durch den Iran-Krieg zum Energiesparen auf. Es wird gebeten, Maßnahmen wie kürzeres Duschen und das Aufladen von Handys und E-Autos tagsüber umzusetzen. Wäschewaschen und Staubsaugen sollen aufs Wochenende verschoben werden, und öffentliche Einrichtungen sollen Dienstwagen seltener nutzen. Einschränkungen für Privatfahrzeuge sind vorerst freiwillig, könnten jedoch bei höherer Energiealarmstufe angepasst werden. Zudem fordert die Regierung die 50 größten Ölverbraucher zur Verbrauchsreduktion auf und plant, bis Mai fünf Atomreaktoren wieder in Betrieb zu nehmen.
09.02 Uhr: Iran nimmt 30 Verdächtige im Zusammenhang mit dem Krieg fest
Irans Sicherheitsdienste haben 30 Verdächtige im Zusammenhang mit dem Krieg festgenommen, berichtete der staatliche Rundfunk. Die Festnahmen erfolgten in den Provinzen Lorestan, Hamedan und Kerman. In einer Mitteilung wurde von "Söldnern" Israels und "Vaterlandsverrätern" gesprochen. Dabei seien auch elf Starlink-Geräte und Waffen beschlagnahmt worden. Die Angaben konnten nicht unabhängig überprüft werden.
08.55 Uhr: CDU-Außenpolitiker Hardt - Lösung für Straße von Hormus nur durch Verhandlungen
CDU-Außenpolitiker Jürgen Hardt betont, dass eine sichere Passage durch die Straße von Hormus nur durch Verhandlungen möglich sei. Militärische Maßnahmen allein, wie die Unterstützung durch europäische Kriegsschiffe, seien unzureichend. Hardt schlägt vor, dass entweder das iranische Regime oder eine fremde Macht die Küste kontrollieren müsse, um Angriffe auf Schiffe zu verhindern. Eine Verhandlungslösung sei der einzige Weg, um die Situation zu deeskalieren.
08.51 Uhr: Mindestens 15 Kämpfer von pro-iranischem Netzwerk bei Luftangriff im Irak getötet
Bei einem Luftangriff im Westen des Irak sind mindestens 15 Kämpfer eines pro-iranischen Netzwerks getötet worden. Es habe sich um einen Angriff der USA gehandelt, teilte das Netzwerk Hasched al-Schaabi mit. Getötet wurde demnach unter anderem der örtliche Kommandant der Provinz Anbar, Saad Dawai al-Baidschi. Zuvor hatte es aus Kreisen des Netzwerks geheißen, der Angriff habe einem Treffen von Kommandanten auf einem Stützpunkt in der Provinz Anbar gegolten.
07.56 Uhr: US-Angriffe gehen weiter - Pause nur für Energieanlagen
Laut einem Medienbericht gilt die fünf Tage verlängerte Frist von US-Präsident Trump nur für Angriffe auf iranische Energieanlagen. Militärische Ziele wie Marine, Raketen und Rüstungsindustrie sind von der Verschiebung ausgenommen und bleiben weiterhin Angriffsziel. Trump hatte ursprünglich ein Ultimatum zur Öffnung der Straße von Hormus gesetzt, das in der Nacht zu Dienstag abgelaufen wäre, aber am Montag um fünf Tage verlängert. Grund für die Verschiebung seien produktive Gespräche zwischen den USA und dem Iran. Irans Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf dementierte jedoch diese Darstellung und erklärte auf X, dass es keine Verhandlungen mit den USA gegeben habe. Von den USA gibt es bislang keine Stellungnahme zu dem Bericht.
07.35 Uhr: Israel fliegt weitere Luftangriffe auf Libanon
Die israelische Armee hat in der Nacht erneut Angriffe auf den Libanon geflogen. Laut dem libanesischen Gesundheitsministerium wurden bei einem Luftangriff in Bschamun südöstlich von Beirut zwei Menschen getötet und fünf verletzt. Israelische Kampfjets griffen zudem sieben Gebiete am südlichen Stadtrand Beiruts an, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur NNA.
07.09 Uhr: Iranischer Raketenangriff auf Tel Aviv – mehrere Verletzte
Bei einem iranischen Raketenangriff auf Tel Aviv sind nach Angaben von Sanitätern mehrere Einschläge erfolgt. An vier Orten wurden sechs Menschen verletzt, berichtete der Rettungsdienst Magen David Adom. Laut Polizei handelte es sich um Raketentrümmer. Videoaufnahmen zeigten aufsteigenden Rauch, während Einwohner von starken Explosionsgeräuschen berichteten. Zuvor war in der Mittelmeerstadt erneut Raketenalarm ausgelöst worden.
Im Video: Einschläge in Israel und im Libanon
Einschläge in Israel und im Libanon
06.10 Uhr: Von der Leyen fordert Ende der Kämpfe im Nahen Osten
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat ein Ende der Kampfhandlungen im Nahen Osten gefordert und betont, wie wichtig eine ausgehandelte Lösung sei. Bei einem Besuch in Canberra zur Unterzeichnung eines Handelsabkommens zwischen der EU und Australien wies sie auf die wirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs hin, insbesondere auf die steigenden Gas- und Ölpreise.
05.30 Uhr: US-Angriff im Irak - Kämpfer des Hasched al-Schaabi-Netzwerks tot
Bei einem Angriff im Westen des Irak sind der Kommandant sowie mehrere Kämpfer des pro-iranischen Netzwerks Hasched al-Schaabi nach Angaben der Gruppe getötet worden. Der Angriff habe den Provinzkommandanten von Anbar, Saad Dawai al-Baidschi, sowie weitere Kämpfer getroffen, teilte Hasched al-Schaabi mit, ohne genauere Einzelheiten zu nennen. Aus Quellen des Netzwerks berichtete die Nachrichtenagentur AFP, dass bei dem US-Angriff sieben Kämpfer ums Leben kamen und 13 weitere verletzt wurden. Laut diesen Quellen richtete sich der Angriff gegen ein Treffen von Kommandanten, das auf einem Stützpunkt in der Provinz Anbar stattfand.
05.09 Uhr: Polizei prüft Video nach mutmaßlichem Brandanschlag auf jüdischen Rettungsdienst in London
Im Zusammenhang mit einem mutmaßlichen Brandanschlag auf vier Fahrzeuge eines jüdischen Rettungsdienstes in London untersucht die Polizei ein Video, das von einer islamistischen Gruppe veröffentlicht wurde. Das Video, das auf Telegram kursiert, zeigt brennende Rettungswagen und eine Karte des Tatorts. Es soll von der Gruppe Harakat Aschab al-Jamin al-Islamia stammen, die bereits Angriffe auf Synagogen in Belgien und den Niederlanden beanspruchte. Die britische Polizei behandelt den Vorfall als antisemitisches Hassverbrechen. Sicherheitsminister Dan Jarvis erklärte, die Überprüfung des Videos habe höchste Priorität. Die israelische Regierung vermutet Verbindungen der Gruppe zu pro-iranischen Netzwerken.
05.01 Uhr: Selenskyj - Russland hilft Iran mit Geheimdienstinformationen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj beschuldigt Russland, den Iran-Krieg durch die Weitergabe von Geheimdienstinformationen zu verlängern. In seiner abendlichen Videobotschaft zitierte er den ukrainischen Militärgeheimdienst HUR und wies auf weitere Belege für russische Unterstützung für den Iran hin, ohne jedoch Details zu nennen. Selenskyj betonte, dass der russische Krieg nicht von geopolitischen Entwicklungen und Krisen-Ölpreisen profitieren dürfe.
04.50 Uhr: Iran startet offenbar neue Salve von Raketen auf Israel
Laut dem iranischen Staatsfernsehen haben die iranischen Streitkräfte eine neue Raketen-Salve auf Israel abgefeuert. Dabei sollen mehrere israelische Luftabwehrsysteme durchdrungen worden sein. Die israelische Armee gab an, die Raketen geortet zu haben und an deren Abfangung zu arbeiten. Zuvor hatte ein iranischer Angriff ein Gebäude im Norden Israels getroffen, ohne Todesopfer zu verursachen, wie der israelische Rettungsdienst Magen David Adom mitteilte.
04.47 Uhr: Widersprüchliche Signale: Kommt ein Abkommen mit dem Iran?
Während US-Präsident Donald Trump trotz gegenteiliger Signale aus dem Iran Hoffnung auf ein mögliches Abkommen zur Beendigung des Krieges verbreitet, gehen die Kämpfe vorerst weiter. Irans Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf hat Berichte über Verhandlungen mit den USA als "Fake News" bezeichnet. Diese würden angeblich genutzt, um die Finanz- und Ölmärkte zu manipulieren. Laut dem US-Nachrichtenportal Axios hatten jedoch Ägypten, Pakistan und die Türkei am Sonntag versucht, ein Telefonat zwischen Ghalibaf und Trumps Team zu vermitteln.
Die vermittelnden Länder planten ein Treffen in Islamabad, an dem neben Ghalibaf auch US-Gesandte wie Steve Witkoff, Jared Kushner und möglicherweise Vizepräsident JD Vance teilnehmen sollten. Das Wall Street Journal berichtete, dass arabische Beamte Gespräche mit beiden Seiten führten und der Iran hohe Forderungen zur Beendigung der Feindseligkeiten gestellt habe. Israel sei zwar über die indirekten Gespräche informiert, aber überrascht über den schnellen Verlauf.
04.45 Uhr: Tötung Chameneis wurde auch mit gehackten iranischen Kameras geplant
Der tödliche Angriff auf Irans Obersten Führer Chamenei wurde laut einem israelischen Geheimdienstvertreter auch mit Hilfe gehackter iranischer Überwachungskameras geplant. Diese Kameras, viele davon Verkehrskameras in Teheran, wurden jahrelang gehackt, das Material auf Server in Israel übertragen. Algorithmen lieferten entscheidende Informationen, wie Adressen und Bewegungsprofile der Zielpersonen. Der Angriff, der monatelang vorbereitet wurde, beschleunigte sich, als bekannt wurde, dass Chamenei am 28. Februar mit seinen ranghöchsten Mitarbeitern im Führungskomplex sein würde.
02.20 Uhr: Israel greift erneut Ziele in Beirut und Südlibanon an
Die israelische Armee hat erneut Ziele in den südlichen Vororten von Beirut angegriffen, laut eigenen Angaben Infrastruktur der pro-iranischen Hisbollah-Miliz. Zuvor wurden die Bewohner dieser Gebiete zur Evakuierung aufgerufen. AFPTV zeigte Rauchwolken über den Vororten, und die libanesische Nachrichtenagentur NNA berichtete von weiteren Angriffen in der Region sowie von israelischen Kampfflugzeugen. Zusätzlich wurden die Bewohner von zwei Küstenstädten nahe Tyrus zur Evakuierung aufgefordert. Ein israelischer Angriff traf zuvor das Gebiet Hasmieh bei Beirut, wo nach libanesischen Quellen mindestens eine Person getötet wurde. Laut der israelischen Armee richtete sich der Angriff gegen einen "Terroristen" der iranischen Revolutionsgarden.
Anders als in Israel gibt es im Libanon keine geschützten Bunker für die Bevölkerung. Nach Angaben libanesischer Behörden haben die israelischen Angriffe bisher mehr als 1.000 Menschen im Libanon getötet und rund eine Million weitere vertrieben.
Dienstag, 24. März 2026
Video: Trump verlängert Ultimatum zur Öffnung der Straße von Hormus
Der US-Präsident hat sein Ultimatum an den Iran zur Wiederöffnung der Straße von Hormus verlängert.
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