Die israelische Armee hat im Libanon die strategisch wichtige Kreuzritterburg Beaufort erobert. Es ist der weiteste Vorstoß seit dem Jahr 2000.
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Die israelische Armee hat im Libanon die strategisch wichtige Kreuzritterburg Beaufort erobert. Es ist der weiteste Vorstoß seit dem Jahr 2000.

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Nahost-Ticker: News vom 25. bis 31. Mai in der Nachlese

Die News vom 25. bis 31. Mai in der Ticker-Nachlese.

Über dieses Thema berichtet: BR24 am .

Mit Informationen der ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten sowie der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen.

Karte zur militärischen Lage im Nahen Osten

21.52 Uhr: Wadephul besorgt über israelischen Vorstoß im Libanon

Bundesaußenminister Johann Wadephul hat sich besorgt geäußert über das Vorrücken der israelischen Armee im Südlibanon. Zwar handele es sich um eine Reaktion auf die Angriffe der Hisbollah-Miliz, die aufhören müssten. Eine weitere Eskalation verschärfe jedoch die Lage und sorge für neue Fluchtbewegungen. "Wenn es aber Zivilistinnen und Zivilisten sind, die den Preis einer militärischen Eskalation zahlen und Teile des Libanon dauerhaft unbewohnbar werden, macht das Israels Nachbarschaft langfristig nicht sicherer", erklärte der Minister. Israel müsse die Zivilbevölkerung schützen. Die libanesische Regierung müsse entschieden gegen die Hisbollah vorgehen.

19.30 Uhr: Irans Außenminister - Gespräche mit USA dauern an

Der Iran und die USA setzen ihre Gespräche und ihren Nachrichtenaustausch nach Angaben des iranischen Außenministers Abbas Aragtschi fort. Man könne die Verhandlungen nicht beurteilen, bis ein klares Ergebnis vorliege, sagt er staatlichen Medien. Spekulationen dürfe keine Bedeutung beigemessen werden.

16.03 Uhr: Iranische Revolutionsgarden greifen Stützpunkte im Nordirak an

Die Bodentruppen der iranischen Revolutionsgarden greifen iranischen Staatsmedien zufolge Stützpunkte von Separatistengruppen im Nordirak an. Welche Orte genau von den Angriffen betroffen sind, ist zunächst unklar.

15.04 Uhr: Libanon – 13 Krankenhaus-Mitarbeiter bei israelischem Luftangriff verletzt

Bei einem israelischen Luftangriff in der Nähe eines Krankenhauses in Tyrus im Süden des Libanon sind nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums 13 Mitarbeiter der Klinik verletzt worden. Zudem sei erheblicher Sachschaden entstanden, erklärte das Ministerium am Sonntag. Die Regierung rief die internationale Gemeinschaft dazu auf, "den sich ausweitenden israelischen Angriffen ein Ende zu setzen".

Zwischen Israel und dem Libanon gilt seit Mitte April offiziell eine Waffenruhe, die von der Hisbollah allerdings nicht anerkannt wird. Die Hisbollah setzt ihre Angriffe auf Israel fort, Israels Armee rückte im Vorgehen gegen die vom Iran unterstützte Miliz in den vergangenen Tagen immer weiter in den Süden des Libanon vor.

14.25 Uhr: Frankreich verlangt Dringlichkeitssitzung zu Libanon

Nach der Ausweitung der israelischen Militäreinsätze im Libanon hat Frankreich eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats gefordert. Zwar erkenne Frankreich das Recht Israels auf Selbstverteidigung gegen Angriffe der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz an, sagte Außenminister Jean-Noël Barrot dem Sender BFMTV. "Doch nichts rechtfertigt diese Entwicklung", erklärte er. Sie stelle zudem einen "schwerwiegenden Fehler" und einen Verstoß gegen das Völkerrecht dar.

14.20 Uhr: Netanjahu nennt Einnahme der Burg Beaufort "entscheidende Wendung" in Libanon-Offensive

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat die Einnahme der Kreuzritterburg Beaufort im Libanon in einem am Sonntag veröffentlichten Video als "entscheidende Wendung" im Kampf gegen die pro-iranische Hisbollah-Miliz bezeichnet.

Die israelische Armee hatte die Kreuzritterburg Beaufort bereits im Libanonkrieg 1982 erobert und nutzte sie bis zu ihrem Rückzug im Jahr 2000 als Stützpunkt. Beaufort gilt wegen der Lage mit Blick über weite Teile des Südlibanon als strategisch wichtiger Punkt.

12.58 Uhr: Iran nimmt Gasförderung auf drei Plattformen nach Angriffen wieder auf

Der Iran nimmt die Förderung auf drei Offshore-Plattformen im Gasfeld Süd-Pars wieder auf. Diese mussten infolge israelischer Angriffe auf Verarbeitungsanlagen an Land gestoppt werden. Die Plattformen selbst seien nicht beschädigt worden, sagt der Chef der Pars Oil and Gas Company, Turadsch Dehgani, staatlichen Medien. Das geförderte Gas werde nun zu anderen Verarbeitungsanlagen in der Region umgeleitet, während die Reparaturen an den beschädigten Einrichtungen andauerten.

12.09 Uhr: Iran-Chefunterhändler knüpft Abkommen mit USA an Bedingungen

Der Iran wird nach den Worten seines Chefunterhändlers Mohammad Baqer Ghalibaf kein Abkommen zur Beendigung des Konflikts mit den USA akzeptieren, solange die Rechte der iranischen Bevölkerung nicht gesichert sind. Es gebe kein Vertrauen in die Worte und Versprechen des Feindes, sagt Ghalibaf staatlichen Medien zufolge. Das einzige Kriterium seien spürbare Ergebnisse, bevor der Iran seinerseits Verpflichtungen erfülle. Ghalibaf äußert sich nach seiner Vereidigung als wiedergewählter Parlamentspräsident.

09.49 Uhr: Israel meldet Einnahme der Burg Beaufort im Süden des Libanon

Israel hat nach eigenen Angaben im Zuge seiner ausgeweiteten Bodenoffensive gegen die Hisbollah im Süden des Libanon die Burg Beaufort eingenommen. Israelische Soldaten hätten "die Beaufort-Höhe eingenommen", erklärte Verteidigungsminister Israel Katz am Sonntag im Onlinedienst Telegram. Die mittelalterliche Kreuzritterburg gilt wegen ihrer Lage mit Blick über weite Teile des Südlibanon als strategisch wichtiger Punkt.

08.15 Uhr: Israel - Bodeneinsatz im Libanon auf "zusätzliche Gebiete"

Die israelische Armee hat eine Ausweitung ihres Bodeneinsatzes im Libanon gemeldet. Die Offensive zur Erweiterung einer "vorgeschobenen Verteidigungslinie" werde derzeit "auf zusätzliche Gebiete" ausgedehnt, erklärte die Armee am Sonntag. Israelische Soldaten hätten zudem den Fluss Litani überquert.

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hatte bereits am Freitag erklärt, die israelischen Streitkräfte hätten den rund 30 Kilometer nördlich der gemeinsamen Grenze verlaufenden Litani überschritten. Die Armee erklärte nun, sie habe "vor einigen Tagen" einen Einsatz in der Gegend des Beaufort-Kamms und des Wadi al-Saluki im Süden des Libanon begonnen. Ziel sei es, "direkte Bedrohungen" für Orte im Norden Israels und die Stadt Metula zu beseitigen und die operative Kontrolle im Südlibanon zu stärken.

03.00 Uhr: Iran pocht auf Freigabe eingefrorener Auslandsvermögen

Während eine Einigung auf ein Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran weiter aussteht, rückt in Teheran zunehmend die Bedeutung von eingefrorenen iranischen Auslandsvermögen in den Fokus. Iranische Medien und andere Beobachter der Verhandlungen gaben sich überzeugt, dass eine vorläufige Einigung in den Gesprächen für die Führung in Teheran entscheidend mit der Freigabe von blockiertem Geld zusammenhängt.

00.59 Uhr: USA - Sind zu erneuten Angriffen auf Iran bereit

Die USA sind nach den Worten von Verteidigungsminister Pete Hegseth bereit, die Angriffe auf den Iran wieder aufzunehmen, sollte keine Einigung im Atomstreiterzielt werden. "Wir sind mehr als fähig, wenn nötig, wieder anzugreifen", sagt Hegseth in Singapur. Die USA hätten genug Waffen in den Lagern, sowohl vor Ort als auch weltweit. "Wir sind also in einer sehr guten Position."

Sonntag, 31. Mai 2026

19.12 Uhr: Libanons Regierungschef wirft Israel "gefährliche Eskalation" vor

Der libanesische Regierungschef Nawaf Salam hat die anhaltenden israelischen Angriffe auf Ziele im Süden des Libanon scharf kritisiert. "Angesichts der gefährlichen und beispiellosen israelischen Eskalation in den vergangenen Tagen ist es notwendig, die politischen und diplomatischen Bemühungen zu verstärken, um eine rasche und echte Waffenruhe zu erreichen", sagte Salam am Samstag in einer im Fernsehen übertragenen Ansprache. 

Er warf Israel vor, eine Strategie "der verbrannten Erde und der Kollektivstrafe" zu betreiben, indem die Armee "Städte und Dörfer zerstört und ihre Bewohner zur Flucht zwingt". Salam verteidigte die seit April laufenden direkten Verhandlungen mit Israel. Ein Erfolg sei dabei zwar "nicht garantiert", sagte der Regierungschef. "Aber sie sind der am wenigsten kostspielige Weg für unser Land und unser Volk."

Im Libanon gilt derzeit eigentlich eine Waffenruhe, die von der proiranischen Hisbollah-Miliz allerdings abgelehnt wird. Die Hisbollah und Israel greifen sich inzwischen wieder täglich an.

16.50 Uhr: Israel schickt Raketen rund um Kreuzfahrer-Burg

Das israelische Militär hat staatlichen Medienberichten zufolge die Gegend nahe einer strategisch gelegenen Burg im Libanon beschossen. Die libanesische Nachrichtenagentur NNA berichtete am Samstag von Luftangriffen und Artilleriebeschuss der Umgebung der Burg Beaufort aus der Zeit der Kreuzfahrer, die etwa 15 Kilometer von der Grenze zu Israel entfernt liegt.

16.30 Uhr: Israel rechnet mit mehr Raketen von Hisbollah

Die israelische Armee bereitet sich nach eigenen Angaben auf einen möglichen stärkeren Raketenbeschuss der libanesischen Hisbollah-Miliz auf den Norden des Landes vor. Die Armee begründete dies auf Telegram mit einer Ausweitung ihres Militäreinsatzes im Südlibanon.

Im grenznahen Bereich zum Libanon gab es mehrfach Raketenalarm. In der Nacht hatte die Hisbollah-Miliz laut Angaben der israelischen Armee etwa 10 bis 15 Raketen in vier Wellen auf den Norden Israels abgefeuert.

14.18 Uhr: Straße von Hormus weiterhin unsicher

Die Sicherheitslage in der Straße von Hormus ist weiterhin kritisch, so stellt die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) fest. Die US-Seeblockade von iranischen Häfen bestehe unverändert und Schiffe, die der Blockade unterliegen, sollten weiterhin den Anweisungen der Blockadekräfte Folge leisten, hieß es. Sonst könne es zu einer "raschen Eskalation" kommen. 

Seit Tagen laufen zwischen den USA und dem Iran intensive Verhandlungen über ein Rahmenabkommen zur Verlängerung der seit dem 8. April geltenden Waffenruhe und für weitere Verhandlungen in dem Konflikt.

11.46 Uhr: Ruf nach Verbot der iranischen Revolutionsgarden in Deutschland

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Reza Asghari fordert ein Betätigungsverbot für die iranischen Revolutionsgarden in Deutschland. "In Deutschland sind die iranischen Geheimdienste sehr aktiv", sagte Asghari in einem von der Nachrichtenagentur Reuters veröffentlichten Interview. "Es ist unverständlich, dass es immer noch kein Betätigungsverbot für die Revolutionsgarden hierzulande gibt. Wir brauchen schnellstens ein Betätigungsverbot." Die EU stuft die Revolutionsgarden mittlerweile als Terrororganisation ein. In Deutschland hat das Bundesinnenministerium die Tätigkeit der Organisation nach dem Vereinsrecht aber noch nicht untersagt.

11.04 Uhr: Israel und Hisbollah greifen sich erneut gegenseitig an

Die israelische Armee hat nach mehreren Angriffen der libanesischen Hisbollah-Miliz die Bewohner von mehreren Dörfern im Libanon zur Evakuierung aufgefordert. Ein Armeesprecher begründete dies mit anhaltenden Verstößen der Hisbollah gegen die vereinbarte Waffenruhe. Laut Angaben der israelischen Armee feuerte die Hisbollah in der Nacht etwa 10 bis 15 Raketen in vier Wellen auf den Norden Israels ab. Es gab keine Verletzten.

Arabische Fernsehsender berichteten außerdem von israelischen Luftangriffen auf Ziele in der Umgebung der libanesischen Stadt Nabatija. Dabei sollen nach Angaben des libanesischen Fernsehsenders LBC mindestens drei Menschen getötet worden sein. Eine offizielle Bestätigung gab es bislang nicht. 

Im Video: Waffenruhe zwischen Israel und Hisbollah nur noch auf dem Papier

Über dem südlichen Libanon steigen dunkle Rauchwolken nach einem israelischen Angriff auf.
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Die Spannungen zwischen Israel und Hisbollah nehmen weiter zu.

06.27 Uhr: Hegseth droht Teheran im Ringen um Frieden

Die USA sind nach den Worten von Verteidigungsminister Pete Hegseth bereit, die Angriffe auf den Iran wieder aufzunehmen, sollte keine Einigung im Atomstreit erzielt werden. "Wir sind mehr als fähig, wenn nötig, wieder anzugreifen", sagt Hegseth in Singapur. Die USA hätten genug Waffen in den Lagern, sowohl vor Ort als auch weltweit. "Wir sind also in einer sehr guten Position."

02.20 Uhr: Iran bereitet Staatsbegräbnis für getöteten Obersten Führer vor

Drei Monate nach der Tötung von Ayatollah Ali Chamenei am ersten Tag des Krieges haben die Behörden im Iran mit den Vorbereitungen für das zunächst verschobene Staatsbegräbnis begonnen. Es solle ein "grandioses" Ereignis im Beisein eines "großen Publikums" werden, kündigte im staatlichen Fernsehen der Chef des für die Organisation zuständigen Islamischen Koordinierungsrates, Mohsen Mahmoudi, an. Ein Datum für das Staatsbegräbnis stehe aber noch nicht fest. Nach mehr als 36 Jahren an der Spitze der Islamischen Republik war Chamenei am 28. Februar, dem ersten Tag des Iran-Kriegs, getötet worden. Der oberste Führer des Iran starb bei US-israelischen Angriffen. 

01.03 Uhr: Einigung zwischen den USA und dem Iran steht noch aus

US-Präsident Donald Trump hat nach einem rund zweistündigen Treffen im Weißen Haus noch keine Entscheidung über eine Verlängerung der Waffenruhe mit dem Iran getroffen. Das teilt ein Vertreter des Weißen Hauses mit. Trump werde nur einem Abkommen zustimmen, das gut für Amerika sei. Der Präsident bestehe auf die Einhaltung "seiner roten Linien", hieß es. Eine der Grundbedingungen sei, dass der Iran "niemals eine Atomwaffe besitzen" dürfe.

Einem hochrangigen iranischen Insider zufolge steht eine Einigung über eine Verlängerung der Waffenruhe um 60 Tage kurz bevor, sei aber noch nicht gebilligt. Die Führung in Teheran hatte ihrerseits zuvor offiziell erklärt, es gebe noch "keine abschließende Vereinbarung" mit den USA zur Beendigung des Krieges. "Der Austausch von Botschaften wird fortgesetzt, aber wir haben noch keine endgültige Einigung erreicht", so der iranische Außenamtssprecher Esmaeil Bakaei.

Samstag, 30. Mai 2026

22.30 Uhr: Kasachstan laut IAEA bereit zur Übernahme von Uran aus dem Iran

Kasachstan hat sich nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) bereit erklärt, die iranischen Bestände an hoch angereichertem Uran zu übernehmen. Falls es in den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran zu einer Einigung komme, habe Kasachstan angeboten, das nahezu auf waffenfähiges Niveau angereicherte Uran zu lagern, sagte IAEA-Chef Rafael Grossi am Freitag der "Financial Times". Grossi hatte sich in dieser Woche in Kasachstan mit Präsident Kassym-Schomart Tokajew getroffen.

22.00 Uhr: Treffen zu Iran im Weißen Haus beendet

US-Präsident Donald Trump hat interne Gespräche zum Iran nach Angaben des Weißen Hauses beendet. Die "New York Times" berichtete am Freitag, Trump habe nach der rund zweistündigen Sitzung im sogenannten Situation Room anders als angekündigt nicht über eine Einigung mit Teheran entschieden. Trump hatte erklärt, er werde mit seinen Sicherheitsberatern zusammenkommen, "um eine endgültige Entscheidung zu treffen".

19.40 Uhr: Berichte über Tote bei israelischen Angriffen im Libanon

Bei israelischen Luftangriffen im Libanon sind staatlichen Medienberichten zufolge sechs Menschen getötet worden. Israelische Soldaten sollen inzwischen weiter in den Libanon vorgerückt sein und am Freitagmorgen das Dorf Dibbine nahe der Stadt Mardschajun im Süden des Landes betreten haben. Das israelische Militär gab am Freitag mehrere Evakuierungsbefehle für die Gegend heraus. Hunderte Familien mussten dadurch in sicherere Gebiete weiter nördlich fliehen.

18.55 Uhr: Iran widerspricht Trump in mehreren Punkten

Der Iran bezeichnet Äußerungen von US-Präsident Donald Trump über ein mögliches Abkommen zwischen beiden Ländern als "Mischung aus Wahrheit und Lüge". Die halbamtliche Agentur Fars meldet unter Berufung auf informierte Kreise, Trump versuche einen "fabrizierten Sieg" darzustellen. Eine Vereinbarung befinde sich noch in der finalen Ratifizierungsphase im Iran, eine endgültige Entscheidung sei noch nicht getroffen. Trumps Behauptung, der Iran sei zur gebührenfreien Öffnung der Straße von Hormus verpflichtet, sei falsch, eine solche Klausel existiere nicht. Auch die Zerstörung iranischer Nuklearmaterialien sei nicht Teil der Vereinbarung. Das Memorandum sehe hingegen die sofortige Zahlung von zwölf Milliarden Dollar aus eingefrorenen iranischen Vermögenswerten sowie einen vollständigen Waffenstillstand im Libanon vor.

17.30 Uhr: Trump kündigt "endgültige Entscheidung" zum Iran an

US-Präsident Donald Trump will noch am heutigen Freitag Beratungen über eine Entscheidung zum Thema Iran aufnehmen. Er werde dazu in das Lagezentrum des Weißen Hauses gehen, schrieb Trump auf seiner Online-Plattform Truth Social. Er listete zudem auf, was ein mögliches Abkommen der USA mit dem Iran beinhalten müsse. So müsse der Iran zusagen, keine Atomwaffen zu entwickeln und die Straße von Hormus wieder geöffnet werden. Alle Seeminen müssten beseitigt und das hochangereicherte Uran des Iran vernichtet werden. Die US-Seeblockade gegen den Iran werde dann aufgehoben.

16.00 Uhr: Netanjahu - Israelische Truppen überqueren Litani-Fluss im Libanon

Israelische Truppen überqueren den Litani-Fluss im Libanon und rücken weiter vor, sagt Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Dies erklärt er bei einem Besuch der Division 36 an der israelischen Nordgrenze. Die israelischen Streitkräfte seien zudem im Rahmen des Kampfes gegen die Hisbollah-Miliz in der Hauptstadt Beirut und im Bekaa-Tal aktiv, sagt Netanjahu weiter.

15.10 Uhr: Iranischer Unterhändlerm - Teheran hat kein Vertrauen in Worte

Der iranische Chefunterhändler bei den Gesprächen mit den USA, Mohammad Bagher Ghalibaf, erklärt, Teheran vertraue nicht auf Worte, sondern werde nur nach Taten urteilen. Der Iran werde zudem erst handeln, wenn die Gegenseite dies tue, teilt er über die Plattform X mit. Die Äußerungen folgen auf Berichte vom Donnerstag, wonach sich die USA und der Iran auf eine Verlängerung ihres Waffenstillstands und die Aufhebung von Beschränkungen für die Schifffahrt in der Straße von Hormus geeinigt hätten. US-Präsident Donald Trump müsse dem aber noch zustimmen. Auch iranische Staatsmedien hatten gemeldet, eine endgültige Einigung stehe noch aus.

13.00 Uhr: Bundesregierung besorgt über Netanjahus Gaza-Plan

Die Bundesregierung hat sich besorgt über die Ankündigung des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu geäußert, dass die israelische Armee weitere Teile des Gazastreifens unter ihre Kontrolle bringen soll. Dies würde die humanitäre Versorgung der Bevölkerung in dem Palästinenser-Gebiet erschweren, sagt eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes. Eine Teilung des Gazastreifens dürfe nicht dauerhaft sein und zementiert werden. Sollten die israelischen Ankündigungen umgesetzt werden, würde dies auch dem 20-Punkte-Plan für den Gazastreifen widersprechen. Dieser sieht unter anderem einen Teilrückzug der israelischen Armee vor.

12.52 Uhr: UN - Letzte Woche täglich elf Kinder im Libanon Opfer von Israels Angriffen

Im Libanon sind nach Angaben der Vereinten Nationen (UN) in der vergangenen Woche jeden Tag im Durchschnitt elf Kinder bei israelischen Angriffen getötet oder verletzt worden. Insgesamt seien in den vergangenen sieben Tagen 77 Kinder zu Schaden gekommen, teilte das Kinderhilfswerk der UN am Freitag mit. Die Zahl sei "erschütternd", sagte Unicef-Sprecher Ricardo Pires. Israel hat seine Angriffe auf den Libanon erheblich verstärkt und nimmt nach eigenen Angaben Ziele der Hisbollah-Miliz ins Visier, die mit dem Iran verbündet ist.

09.23 Uhr: Friedenshoffnung schiebt Dax an

Spekulationen auf einen bevorstehenden Friedensdeal im Iran-Krieg haben den Dax gestützt. Der deutsche Leitindex rückte um 0,3 Prozent auf 25.162 Zähler vor und näherte sich damit seiner im Januar erzielten Rekordmarke von 25.507,79 Punkten. "Anleger schöpfen kurzfristig Kraft aus der Chance auf eine Verlängerung des Waffenstillstands zwischen dem Iran und den USA, auch wenn die Unzufriedenheit darüber zunimmt, dass es in den Kernfragen wie dem Atomprogramm keine Fortschritte gibt", sagte Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank. Der Iran und die USA haben sich einem Medienbericht zufolge auf eine Grundsatzerklärung zur Verlängerung der Waffenruhe verständigt.

06.06 Uhr: Botschafter - Iranisches Team wartet weiter auf US-Visa

Die iranische Nationalmannschaft muss zwei Wochen vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft offenbar weiter auf Visa für die USA warten. Dies erklärte Botschafter Abolfazl Pasandideh bei einem Besuch der mexikanischen Grenzstadt Tijuana, wo die Iraner ihr Base Camp aufschlagen. "Das Land im Norden", womit er offensichtlich die USA meinte, sei seiner Verantwortung als Gastgeber der iranischen Mannschaft nicht nachgekommen. "Wir wissen nicht, ob sie den Spielern ihre Visa erteilen werden oder nicht", betonte Pasandideh: "Wir nehmen nicht zu gleichen Bedingungen an der Weltmeisterschaft teil. Wir konnten unsere Mannschaft nicht so trainieren, wie es sein sollte."

Im Audio: Iranisches Team wartet weiter auf US-Visa

(Symbolbild) Spieler und Vertreter der iranischen Fußballnationalmannschaft stehen auf der Bühne, während sie den militärischen Gruß ausführen.
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(Symbolbild) Das iranische Team hat bisher keine Visa für die Fußball-WM in den USA erhalten.

05.18 Uhr: UN-Bericht wirft Israels Sicherheitskräften sexuelle Gewalt vor

Ein Bericht der Vereinten Nationen erhebt schwere Anschuldigungen gegen israelischen Soldaten und andere Sicherheitskräfte und wirft ihnen sexuelle Gewalt gegen Palästinenser vor. Die Liste der Misshandlungen umfasse etwa "Vergewaltigungen, auch mit Gegenständen, Gruppenvergewaltigungen, versuchte Vergewaltigungen, körperliche Gewalt gegen die Genitalien, gezielte Schüsse auf die Genitalien", heißt es in dem noch unveröffentlichten Report des UN-Generalsekretärs António Guterres.

Die Vereinten Nationen hätten 2025 mehrere Fälle konfliktbezogener sexueller Gewalt verifiziert, heißt es. Betroffen gewesen seien 14 Männer, sieben Frauen, neun Jungen und ein Mädchen aus dem Gazastreifen und dem Westjordanland. Die israelische UN-Vertretung in New York reagierte empört auf die Anschuldigungen und gab am Donnerstag bekannt, den Kontakt mit dem Generalsekretariat der Vereinten Nationen unter Guterres abzubrechen.

Zum Hören: UN-Bericht wirft israelischen Sicherheitskräften schwere sexuelle Gewalt gegenüber Palästinenser vor

Iranischer Trainingsort in der der mexikanischen Grenzstadt Tijuana
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Iranischer Trainingsort in der der mexikanischen Grenzstadt Tijuana

01.31 Uhr: US-Militär dementiert Abschuss einer US-Drohne

Das US-Militär hat iranische Berichte über eine angeblich über dem Persischen Golf abgeschossene US-Drohne dementiert. Die Berichte seien falsch, die US-Luftwaffe habe keine Verluste zu verzeichnen, teilte das zuständige Regionalkommando (Centcom) in der Nacht auf der Plattform X mit. Die den Iranischen Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim hatte zuvor unter Berufung auf eine Militärquelle gemeldet, eine Rakete habe eine US-Drohne nahe der südlichen Hafenstadt Buschehr abgeschossen. Die Angaben beider Seiten ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. 

01.10 Uhr: Vance: USA und Iran stehen kurz vor Einigung

Die USA und der Iran stehen nach den Worten von US-Vizepräsident JD Vance kurz vor einem Abkommen. Man sei "noch nicht am Ziel", aber nah dran, sagt Vance vor Journalisten. Es gebe noch einige Streitpunkte, die die iranischen Bestände an angereichertem Uran und die Frage der Anreicherung beträfen. "Es ist schwer zu sagen, wann genau oder ob der Präsident die Absichtserklärung unterzeichnen wird", erklärt Vance mit Blick auf US-Präsident Donald Trump. Man diskutiere noch über einige Formulierungen. "Ich kann nicht garantieren, dass wir ans Ziel kommen, aber im Moment habe ich ein ziemlich gutes Gefühl dabei", fügt der Vizepräsident hinzu.

Freitag, 29. Mai 2026

22.56 Uhr: USA verhängen neue Sanktionen gegen iranischen Ölhandel

Die USA verhängen neue Sanktionen gegen den Ölhandel des Iran. Das Finanzministerium belegt acht Schiffe mit Strafmaßnahmen, die iranisches Rohöl und Erdölprodukte auf die Weltmärkte transportieren. "Wir werden der iranischen Regierung nicht erlauben, ihre Öleinnahmen zur Wiederherstellung ihrer Streitkräfte und militärischen Fähigkeiten zu erhöhen", erklärtFinanzminister Scott Bessent. Zudem werden mehr als 15 weitere Unternehmen sanktioniert, darunter Firmen in Hongkong und Dubai.

20.45 Uhr: UN besorgt über neue israelische Angriffe im Libanon

Die Vereinten Nationen haben sich tief besorgt über die Eskalation der Kämpfe im Libanon geäußert, besonders auch über neue israelische Luftangriffe am Donnerstag in Beirut. Ein Sprecher von UN-Generalsekretär António Guterres in New York bekundete weiter Sorge über Berichte, nach denen ungeachtet einer vereinbarten Waffenruhe israelische Bodentruppen über den Litani-Fluss hinaus nach Norden vorstießen. Israel habe seine Luftangriffe auf mutmaßliche Hisbollah-Ziele im Einsatzgebiet der UNIFIL-Friedenstruppen verstärkt. "Wir fordern erneut alle Seiten auf, die Waffenruhe zu respektieren und weitere Angriffe einzustellen", sagte UN-Sprecher Farhan Haq. Zivilisten und zivile Infrastruktur dürften niemals angegriffen werden.

19.38 Uhr: Iranischer UN-Botschafter wirft USA Verstöße gegen UN-Charta vor

Der iranische UN-Botschafter Amir Saeid Iravani hat den USA Verstöße gegen die UN-Charta vorgeworfen. Das Vorgehen Washingtons folge einem Muster von "Zwang, Einschüchterung und Einmischung", sagte er am Donnerstag vor dem UN-Sicherheitsrat. Es verstoße gegen die UN-Charta, bedrohe die Souveränität und Unabhängigkeit von Staaten und gefährde Frieden und Sicherheit in der Welt.

18.42 Uhr: US-Kreise: Vorläufige Einigung für Verlängerung von Iran-Waffenruhe

Die USA und der Iran haben sich nach Angaben aus US-Kreisen auf einen Rahmen für eine Verlängerung der Waffenruhe um 60 Tage geeinigt. Die Vereinbarung müsse aber noch von US-Präsident Donald Trump gebilligt werden, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag aus US-Kreisen. Zuvor hatte bereits das Nachrichtenportal "Axios" über eine Einigung berichtet.

"Axios" zufolge verständigten sich beide Seiten auf eine Absichtserklärung, mit der die Feuerpause verlängert und Verhandlungen über das iranische Atomprogramm aufgenommen werden sollen. Die Vorabvereinbarung löst demnach die Frage des iranischen Atomprogramms noch nicht, öffnet aber den Weg für vertiefte Gespräche dazu.

Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete jedoch unter Berufung auf eine Quelle aus dem Umfeld des Verhandlungsteams, eine Einigung sei noch nicht erreicht. Die Arbeit an dem Text sei noch nicht abgeschlossen. Iranische Medien berichteten zudem unter Berufung auf informierte Kreise, eine Einigung könne nicht einseitig von Trump verkündet werden, sondern müsse von Teheran bestätigt werden. 

17.25 Uhr: Libanon besorgt um historische Stadt Tyrus

Das libanesische Außenministerium hat die anhaltenden israelischen Angriffe auf die südlibanesische Stadt und UNESCO-Welterbestätte Tyros scharf verurteilt. Die Attacken bedrohten historische Stadtviertel, religiöse Stätten sowie kulturelle Wahrzeichen in einer der ältesten Städte der Region, teilte das Ministerium mit. Außenminister Jussef Radschi pflege derzeit intensive diplomatische Kontakte mit dem Ziel, ein sofortiges Ende der Angriffe zu erreichen. 

Die Stadt Tyros im Süden des Libanon ist seit 1984 UNESCO-Welterbestätte. Sie zählt zu den bedeutendsten Fundorten phönizischer und römischer Ruinen im Land.

16.59 Uhr: Netanjahu will 70 Prozent des Gazastreifens einnehmen

Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu hat die Armee nach eigenen Angaben angewiesen, 70 Prozent des Gazastreifens einzunehmen. In einer vom israelischen Fernsehsender Channel 12 übertragenen Konferenz sagte Netanjahu am Donnerstag: "Wir setzen die Hamas derzeit massiv unter Druck. Wir kontrollieren nun 60 Prozent des Gebiets im Gazastreifen. Wie Sie wissen, lagen wir bei 50 Prozent, sind nun auf 60 Prozent gestiegen. Mein Auftrag lautet, auf 70 Prozent zu kommen."

Eine maßgeblich von den USA vermittelte Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas ist seit Oktober 2025 in Kraft. Beide Seiten werfen sich immer wieder Verstöße vor.

14.21 Uhr: Vermittler Pakistan schickt Außenminister nach Washington

Der pakistanische Außenminister Ishaq Dar reist inmitten der Vermittlungsbemühungen seines Landes im Iran-Krieg am Freitag nach Washington. Bei einem Treffen mit US-Außenminister Marco Rubio solle über die bilateralen Beziehungen sowie regionale und globale Entwicklungen von gemeinsamem Interesse beraten werden, teilt das Außenministerium in Islamabad mit. Pakistan versucht, ein Friedensabkommen zur dauerhaften Beendigung des Krieges zwischen den USA und dem Iran auszuhandeln.

13.30 Uhr: Angriff auf Kuwait - US-Militär wirft Iran Bruch der Waffenruhe vor

Das US-Militär hat einen neuen iranischen Angriff auf Kuwait scharf verurteilt. Es habe sich um einen "eklatanten Verstoß gegen die Waffenruhe" gehandelt, teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando des US-Militärs (Centcom) am Donnerstag auf der Plattform X mit. Kuwait habe die Raketen erfolgreich abgefangen.

Den nächtlichen Luftangriff auf den Iran hat das US-Militär bestätigt. Die Streitkräfte hätten fünf aus dem Iran gestartete Angriffsdrohnen abgefangen, teilt das US-Zentralkommando (Centcom) weiter auf der Plattform X mit. Zudem sei der Start einer sechsten Drohne von einer iranischen Bodenkontrollstation in der südlichen Hafenstadt Bandar Abbas verhindert worden. Ein US-Vertreter hatte zuvor von einem rein defensiven Einsatz zur Aufrechterhaltung der Waffenruhe gesprochen.

13.22 Uhr: Kuwait verurteilt iranische Luftangriffe auf sein Staatsgebiet

Kuwait hat iranische Raketen- und Drohnenangriffe auf sein Staatsgebiet scharf verurteilt. Das Außenministerium des Golfstaates bezeichnet die Angriffe als schwere Eskalation und eklatante Verletzung der Souveränität und Sicherheit des Landes. Die Behörde forderte den Iran auf, die Angriffe unverzüglich und bedingungslos einzustellen. Kuwait mache die Regierung in Teheran voll für die Vorfälle verantwortlich, hieß es weiter.

Der Iran hatte am Morgen erklärt, dass er den US-Luftwaffenstützpunkt in der Region attackiert habe, von dem aus ein US-Luftangriff auf Ziele im Südiran gestartet worden sei. Er nannte aber kein konkretes Land. In Kuwait befindet sich ein großer US-Militärstützpunkt. Von US-Seite hieß es, der amerikanische Luftangriff sei zur Selbstverteidigung und Aufrechterhaltung der Waffenruhe erfolgt.

10.34 Uhr: Irans Außenministerium verurteilt US-Angriffe

Das iranische Außenministerium hat die nächtlichen US-Angriffe im Landessüden scharf verurteilt. Außenamtssprecher Ismail Baghai sprach in einer Mitteilung seines Ministeriums von wiederholten Verstößen gegen die Waffenruhe. Er bekräftigte auch die Entschlossenheit seines Landes, auf die Angriffe im Rahmen des Selbstverteidigungsrechts zu reagieren.

10.28 Uhr: Libanon meldet mehrere Tote nach Angriffen Israels

Bei israelischen Angriffen im Libanon sind nach staatlichen Angaben erneut mehrere Menschen getötet worden. Bei einem Angriff südlich der Küstenstadt Sidon am Morgen seien sechs Menschen getötet worden, darunter auch Kinder, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur NNA. Bei den Getöteten habe es sich um eine Familie gehandelt, die aus dem Süden geflohen sei, hieß es.

Darüber hinaus seien zwei Menschen bei einem israelischen Drohnenangriff auf ein Motorrad bei der Küstenstadt Tyrus getötet worden. NNA berichtete weiter von einem Angriff in der Stadt Sidon selbst. Auch dabei sei es zu Toten und Verletzten gekommen. Angaben zur Zahl der Opfer des Angriffs gab es zunächst nicht. Das israelische Militär äußerte sich dazu vorerst nicht.

10.21 Uhr: Iran - Forderung von Freigabe eingefrorener Vermögen

Der Iran bekräftigt im Ringen mit den USA um ein Ende des Krieges seine Forderung nach einer vollständigen und bedingungslosen Freigabe aller eingefrorenen Vermögenswerte. Dies sei das legitime Recht der iranischen Nation, zitiert die iranische Nachrichtenagentur Tasnim den stellvertretenden Sekretär des Nationalen Sicherheitsrats, Ali Bagheri Kani. Die Vermögenswerte der Islamischen Republik müssten vollständig und ohne Bedingungen zurückgegeben werden.

08.08 Uhr: Ölpreise ziehen deutlich an

Die Ölpreise haben am Donnerstag im frühen Handel kräftig zugelegt. Am Markt wurde auf die neuen Angriffe in der Golfregion und eine weitere Sanktionsrunde der USA gegen den Iran verwiesen. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der globalen Referenzsorte Brent zur Lieferung im Juli stieg um mehr als 3,58 Prozent auf 97,67 US-Dollar. Damit blieb die Notierung aber weiter unter der psychologisch wichtigen Marke von 100 Dollar. Am Mittwoch war der Brent-Preis zeitweise noch um mehr als fünf Prozent gefallen.

07.13 Uhr: Israel - Erneuter Angriff im Südlibanon

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben erneut im Süden des Libanons Stellungen der proiranischen Hisbollah-Miliz angegriffen. Es sei "Infrastruktur" der Schiiten-Miliz in der Stadt Tyros attackiert worden, teilte die Armee am frühen Morgen mit. Zu möglichen Opfern gab es zunächst keine Informationen. Zugleich meldete die Armee, ein mutmaßlicher Drohnenangriff auf israelische Truppen im Süden des Nachbarlandes sei abgewehrt worden. Das "verdächtige" Flugobjekt sei über einem Gebiet abgefangen worden, in dem Israels Soldaten im Einsatz seien. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen.

07.08 Uhr: US-Finanzministerium verhängt Sanktionen gegen iranische Behörde

Das US-Finanzministerium verhängt Sanktionen gegen die vom Iran neu gegründete Behörde zur Kontrolle der Straße von Hormus. "Der jüngste Versuch des iranischen Militärs, den globalen Seehandel zu erpressen, ist ein Beweis dafür, dass die Economic Fury das Regime in eine verzweifelte Geldnot getrieben hat", erklärte Finanzminister Scott Bessent am Mittwoch (Ortszeit). Die Bezeichnung "Economic Fury" meint die Ausübung von großem wirtschaftlichen Druck auf den Iran – angelehnt an den Namen "Epic Fury", den die US-Regierung dem Militäreinsatz gegen den Iran verliehen hat.

06.29 Uhr: Staatsfernsehen - Iran greift US-Stützpunkt an

Als Vergeltung für nächtliche US-Angriffe hat der Iran nach Angaben des staatlichen Fernsehens einen US-Stützpunkt angegriffen. Ziel sei der US-Stützpunkt gewesen, von dem aus zuvor die Angriffe auf den Iran ausgeführt worden seien, berichtete das Fernsehen unter Berufung auf eine Erklärung der Revolutionsgarden. Angaben zum Ort des US-Stützpunktes wurden nicht gemacht. Allerdings meldete das mit Washington verbündete Golfemirat Kuwait Drohnen- und Raketenangriffe auf sein Land.

06.20 Uhr: Kuwait - Angriff mit Raketen und Drohnen

Der Golfstaat Kuwait wird von Raketen und Drohnen angegriffen. Die Luftabwehr sei im Einsatz, die Attacken abzuwehren, teilte das Militär des Landes am frühen Morgen auf der Plattform X mit. Zu möglichen Schäden und Opfern gab es zunächst keine Informationen. Woher der Beschuss erfolgte, wurde zunächst ebenfalls nicht mitgeteilt. Nach Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe gegen den Iran am 28. Februar feuerte Teheran jedoch Raketen und Drohnen auf Kuwait und andere mit den USA verbündete Staaten am Persischen Golf.

04.18 Uhr: Medienbericht - Revolutionsgarden feuerten auf US-Öltanker

Die Marine der iranischen Revolutionsgarden hat einem Medienbericht zufolge auf einen US-Öltanker gefeuert, der die Straße von Hormus passieren wollte. Der Tanker sei daraufhin zur Umkehr gezwungen worden, meldet die iranische Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf eine Militärquelle. Anschließend habe das US-Militär offenes Gelände in der Nähe von Bandar Abbas angegriffen. Es seien keine Opfer oder Schäden gemeldet worden.

03.26 Uhr: USA bestätigen Angriff auf Ziel im Iran

Das US-Militär hat nahe der Straße von Hormus eine iranische Stellung angegriffen, von der aus Drohnen gesteuert wurden. Zudem seien vier Drohnen abgeschossen worden, die eine Bedrohung für die USA darstellten, erklärte ein US-Beamter. Die angegriffene Stellung in der Stadt Bandar Abbas sei gerade dabei gewesen, eine fünfte Drohne abzufeuern. "Diese Maßnahmen waren zurückhaltend, rein defensiv und darauf ausgerichtet, den Waffenstillstand aufrechtzuerhalten", hieß es weiter. 

Im Audio: USA fliegen erneut Angriffe gegen Ziele im Iran

Persischer Golf, die Straße von Hormus und der Golf von Oman in einer von der NASA zur Verfügung gestellten Satellitenaufnahme (Archivbild, 2011)
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Artikel mit Audio-InhaltenAudiobeitrag

Persischer Golf, die Straße von Hormus und der Golf von Oman in einer von der NASA zur Verfügung gestellten Satellitenaufnahme (Archivbild, 2011)

03.02 Uhr: Berichte - USA greifen erneut Ziele im Iran an

Trotz der Waffenruhe und den laufenden Verhandlungen für ein Kriegsende haben die USA übereinstimmenden Medienberichten zufolge erneut Ziele im Iran angegriffen. Die Schläge galten einer Anlage, die eine Bedrohung für US-Streitkräfte und die kommerzielle Schifffahrt darstellte, wie die Sender CNN und CBS News unter Berufung auf einen Beamten berichteten. 

Dem "Wall Street Journal" zufolge feuerte der Iran zunächst vier Drohnen auf amerikanische und zivile Schiffe ab. Der Bericht berief sich auf Angaben von zwei US-Beamten. Nach Angaben eines der Beamten schossen US-Kampfjets die Drohnen ab, ehe ein Kampfflugzeug vom Typ F/A-18 die Stellung angriff. Die Drohnen wurden demnach aus der Nähe der Stadt Bandar Abbas abgefeuert.

01.28 Uhr: Iran - Explosionen bei Stadt Bandar Abbas am Persischen Golf

Aus dem Süden des Irans werden erneut Explosionen gemeldet. Östlich der Stadt Bandar Abbas an der Straße von Hormus seien drei Explosionen zu hören gewesen, meldete die iranische Nachrichtenagentur Fars in der Nacht auf der Plattform Telegram. Der Grund dafür war zunächst unklar, genauso wie der genaue Ort der Zwischenfälle, hieß es. Die Luftverteidigung sei aktiviert worden. Bandar Abbas ist die Hauptstadt der Provinz Hormusgan und gilt als eines der wichtigsten militärischen Zentren des Irans im Golfraum und an der Straße von Hormus.

Donnerstag, 28. Mai 2026

22.57 Uhr: Trump droht offenbar US-Verbündetem Oman mit Angriff

US-Präsident Donald Trump hat offenbar dem mit den USA verbündeten Oman mit einem Angriff gedroht, sollte das Sultanat sich bei der Wiederöffnung der Straße von Hormus auf die Seite des Iran stellen. Oman müsse sich "benehmen", sagte Trump am Mittwoch bei einer Kabinettssitzung im Weißen Haus. Andernfalls müssten die USA "sie in die Luft jagen".

Trump war zuvor gefragt worden, ob er eine kurzfristige Vereinbarung akzeptieren würde, wonach der Iran und der auf der gegenüberliegenden Seite des Persischen Golfs gelegene Oman die strategisch wichtige Meerenge kontrollieren könnten. "Nein, die Meerenge wird für alle offen sein", sagte der US-Präsident. "Das sind internationale Gewässer, und Oman wird sich verhalten wie alle anderen, oder wir müssen sie in die Luft jagen. Sie verstehen das, es wird ihnen gut ergehen."

Das Weiße Haus antwortete zunächst nicht auf die Frage der Nachrichtenagentur AFP, ob Trump sich versprochen und eigentlich den Iran statt Oman gemeint habe. Das US-Außenministerium veröffentlichte später allerdings einen Ausschnitt und ein Transkript der Äußerungen Trumps zu Oman - ohne Korrektur oder Klarstellung.

22.10 Uhr: Israel meldet Angriff auf Hamas-Kommandeure in Gaza

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben im nördlichen Gazastreifen zwei ranghohe Mitglieder der islamistischen Terrororganisation Hamas angegriffen. Nach israelischen Medienberichten handelte es sich um Kommandeure der Palästinenserorganisation. Aus palästinensischen Kreisen gab es noch keine Bestätigung für ihren Tod.

Die von der Hamas kontrollierte Gesundheitsbehörde teilte jedoch mit, mindestens fünf Menschen seien bei einem israelischen Luftangriff auf ein Haus in der Stadt Gaza getötet worden. Nach Angaben von Sanitätern gab es zudem 15 Verletzte. 

21.33 Uhr: Studie - USA brauchen Jahre zum Ersatz von Waffen aus Iran-Krieg

Die USA werden einer Studie zufolge mindestens drei Jahre brauchen, um die im Iran am stärksten eingesetzten Waffensysteme zu ersetzen. Das gelte sowohl für Tomahawk-Marschflugkörper als auch für Abfangsysteme vom Typ Patriot und THAAD, heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Analyse des Zentrums für Strategische und Internationale Studien (CSIS) in Washington. 

Von der Marine eingesetzten Standardraketen vom Typ SM-3 und SM-6 könnten in rund zwei Jahren neu beschafft werden, hieß es in der CSIS-Analyse weiter. Sie seien nicht so intensiv eingesetzt worden.

Im Iran-Krieg bestehe durch die geleerten Bestände zwar kein militärisches Risiko für die USA, heißt es in der Studie weiter. Es sei dadurch aber "ein Zeitfenster der Verwundbarkeit für einen möglichen Konflikt im Westpazifik geschaffen" worden.

20.24 Uhr: Libanesischer Zivilschutz meldet israelische Angriffe auf Tyrus

Nach Evakuierungsaufrufen des israelischen Militärs sind nach libanesischen Angaben mehrere Ziele nahe der Küstenstadt Tyrus angegriffen worden. Mussa Nasrallah vom libanesischen Zivilschutz sagte der Nachrichtenagentur AP am Mittwochabend, es habe mindestens vier israelische Angriffe in der Nähe der Stadt gegeben.

Bei einem israelischen Angriff im Libanon ist nach Armeeangaben erneut ein Soldat getötet worden. Er sei bei einem Angriff nahe der Stadt Nabatija im Südlibanon getötet worden, teilte die libanesische Armee mit. Das israelische Militär äußerte sich zunächst nicht.

19.38 Uhr: Israel erklärt Südlibanon zur "Kampfzone"

Die israelische Armee hat große Teile des Südlibanons zur "Kampfzone" erklärt und die Bevölkerung zur Flucht aufgerufen. Alle Bewohner südlich des Sahrani-Flusses sollten sich in Richtung Norden in Sicherheit bringen, teilte ein Militärsprecher in arabischer Sprache auf der Plattform X mit. Der Sahrani-Fluss verläuft etwa 40 Kilometer nördlich der libanesisch-israelischen Grenze.

In einer Videobotschaft erklärte der Sprecher, die Menschen sollten sich von Infrastruktur der proiranischen Hisbollah-Miliz fernhalten. Die israelische Armee bereite sich darauf vor, "mit äußerster Härte" gegen die Miliz vorzugehen.

Zuvor hatte das israelische Militär bereits unter anderem die Bewohner der Städte Tyrus und Nabatija zur Evakuierung aufgefordert. Unter der Bevölkerung brach erneut Panik aus.

19.15 Uhr: Trump gegen Übergabe iranischer Uran-Bestände an China oder Russland

US-Präsident Donald Trump sagt, er fühle sich nicht wohl bei dem Gedanken, dass die iranischen Bestände an hoch angereichertem Uran an China oder Russland übergeben werden könnten. Auch gehe es in den Gesprächen mit dem Iran nicht um die Lockerung von Sanktionen. Die Straße von Hormus werde offen für alle sein und niemand werde sie kontrollieren, fügt er hinzu.

18.52 Uhr: Trump noch nicht zufrieden mit Iran-Verhandlungen

Aus der Sicht von US-Präsident Donald Trump ist der Verhandlungsstand zu einem möglichen Ende des Iran-Kriegs noch nicht zufriedenstellend. In einer Sitzung seines Kabinetts im Weißen Haus sagte der Republikaner, der Iran sei sehr entschlossen: "Sie wollen unbedingt ein Abkommen schließen." Die US-Regierung sei damit aber nicht "zufrieden", werde es aber später sein. Trump erneuerte die Drohung, dass man entweder einen Deal abschließen oder weiter kämpfen werde - er sprach davon, dann "die Sache zu Ende" zu bringen.

17.15 Uhr: Bericht: USA fehlen durch Iran-Krieg Waffen für andere Konflikte

Der Iran-Krieg hat das Waffenarsenal der USA stark dezimiert. Die US-Denkfabrik CSIS (Center for Strategic and International Studies) kommt in einer aktuellen Analyse zu dem Schluss, dass es mindestens drei Jahren dauern würde, um Bestände dreier wichtiger Waffensysteme wieder aufzufüllen, die im Iran-Krieg stark eingesetzt wurden. In den USA schürt diese Einschätzung Sorgen, dass das Militär für einen möglichen Konflikt mit China in der Zukunft nicht ausreichend gerüstet sein könnte. Betroffen sind demnach Marschflugkörper vom Typ Tomahawk, die für Angriffe tief in feindlichem Gebiet eingesetzt werden, sowie Patriot- und THAAD-Abfangraketen zur Abwehr feindlicher Raketen und Drohnen.

15.19 Uhr: Israel weitet Militäreinsatz gegen Hisbollah im Libanon über "gelbe Linie" hinaus aus

Israel hat seinen Militäreinsatz gegen die pro-iranische Hisbollah im Süden und Osten des Libanon über die sogenannte gelbe Linie hinaus ausgeweitet. Ziel sei es, Hisbollah-Kämpfer weiter nach Norden zurückzudrängen, erklärte die israelische Armee am Dienstagabend. Die Hisbollah meldet am Mittwoch Zusammenstöße mit israelischen Soldaten nördlich der "gelben Linie" nahe der Stadt Nabatije.

Die von Israel ausgewiesene "gelbe Linie" befindet sich etwa zehn Kilometer tief auf libanesischem Gebiet. Innerhalb dieser Begrenzung hat die israelische Armee nach eigenen Angaben eine Pufferzone eingerichtet und Truppen stationiert, um die Bedrohung für israelische Orte nach der jüngsten Zunahme des Hisbollah-Beschusses zu verringern. Die israelische Armee kündigte am Mittwoch an, "mit aller Härte" gegen die Hisbollah vorzugehen, der sie vorwirft, die zwischen Israel und dem Libanon geltende Waffenruhe zu verletzen.

13.47 Uhr: Teheran: USA und Israel wollen Führung des Iran weiter stürzen

Die USA und Israel wollen nach Darstellung Teherans weiterhin die Führung des Iran stürzen. In einer am Mittwoch vom iranischen Staatsfernsehen verbreiteten Erklärung des Geheimdienstministeriums, heißt es, es habe Hinweise darauf erhalten, dass die USA und Israel versuchen würden, den "wirtschaftlichen Druck zu verstärken", religiöse und ethnische Gruppen zu spalten sowie Sabotageakte und andere "terroristische Operationen" auszuführen. Dazu würden im großen Stil "Waffen, Munition und illegale Kommunikationsmittel, insbesondere Starlink-Geräte" für den Zugang zum Internet per Satellit geschmuggelt. 

10.01 Uhr: Israel - Neuer militärischer Führer der Hamas getötet

Nicht einmal zwei Wochen nach der Tötung seines Vorgängers hat Israel eigenen Angaben zufolge auch den neuen militärischen Führer der Hamas im Gazastreifen bei einem Angriff getötet. Mohammed Odeh sei nach monatelanger Überwachung am Dienstag in der Stadt Gaza getötet worden, teilten Israels Armee und der Inlandsgeheimdienst Schin Bet am Morgen mit. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz hatten zuvor einen Angriff auf Odeh eingeräumt. "Odeh gehörte zu den letzten hochrangigen Kommandeuren des militärischen Arms der Hamas, die an der Planung und Ausführung des Massakers vom 7. Oktober beteiligt waren", teilten Armee und Schin Bet am Morgen weiter mit.

Aus Kreisen der Hamas hieß es ebenfalls, Odeh sei getötet worden. Eine offizielle Bestätigung der Terrororganisation für dessen Tod gab es aber zunächst nicht. Auch aus medizinischen Kreisen im Gazastreifen hieß es, Odeh sowie vier Angehörige seien bei israelischen Luftangriffen in der Stadt Gaza ums Leben gekommen. Insgesamt habe es dabei am Dienstag sechs Tote gegeben.

02.42 Uhr: Libanon - 31 Tote bei israelischen Angriffen

Bei israelischen Angriffen im Libanon wurden nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums 31 Menschen getötet und 40 weitere verletzt. Dies meldet die staatliche Nachrichtenagentur NNA. Die Angriffe gelten nach Angaben aus libanesischen Sicherheitskreisen Zielen im Süden und Osten des Landes, wie aus diesen Kreisen gegenüber Reuters verlautet. Ein Vertreter des israelischen Militärs erklärte, die Armee gehe nach Vorgaben der politischen Führung auch jenseits der vorderen Verteidigungslinie gegen direkte Bedrohungen für israelische Bürger und Soldaten vor.

00.49 Uhr: UN-Sicherheitsrat verurteilt Angriff auf Atomkraftwerk in den VAE

Der UN-Sicherheitsrat verurteilt den Angriff auf das Atomkraftwerk Barakah in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE). Der Angriff verstoße gegen das Völkerrecht, teilt das Gremium in einer Erklärung mit. Verantwortliche für die Attacke nennt der Rat nicht. Die VAE hatten vergangene Woche mitgeteilt, aus dem Irak seien sechs Drohnen gestartet, von denen eine das Kraftwerk getroffen habe. Im Irak hatten sich vom Iran unterstützte Milizen während des Krieges zwischen den USA, Israel und dem Iran zu Angriffen auf "feindliche Stützpunkte im Irak und in der Region" bekannt.

00.26 Uhr: Iran verurteilt US-Angriffe als groben Verstoß gegen Waffenruhe

Das iranische Außenministerium hat die jüngsten US-Angriffe als groben Verstoß gegen die Waffenruhe verurteilt und mit Vergeltung gedroht. "Zweifellos wird die Islamische Republik Iran keinen provokativen Akt unbeantwortet lassen und nicht das geringste Zögern bei der Verteidigung der nationalen Souveränität des Irans dulden", hieß es in einer Erklärung des Ministeriums. Diese parallel zum von Pakistan vermittelten Friedensprozess gestarteten aggressiven Handlungen hätten den "boshaften Willen" der US-Regierung offenbart. 

Das US-Militär hatte zuvor nach eigenen Angaben im Süden des Landes iranische Raketenstellungen sowie Boote angegriffen, die in der Straße von Hormus Minen verlegen wollten. Ein Sprecher des zuständigen Regionalkommandos der US-Streitkräfte erklärte, die jüngsten "Angriffe zur Selbstverteidigung" dienten dem Schutz der Truppen vor Bedrohungen durch iranische Kräfte. 

Mittwoch, 27. Mai 2026

21.56 Uhr: Israel fliegt offenbar mehr als 120 Luftangriffe auf den Libanon

Israel hat den Libanon nach Angaben aus deren Sicherheitskreisen mit über 120 Luftschlägen angegriffen. Dies sei eine der schwersten Bombardierungen seit Wochen, heißt es. Bei einem Angriff auf die Stadt Burdsch al-Schamali im Süden des Landes werden der staatlichen Nachrichtenagentur NNA zufolge mindestens zehn Menschen getötet. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärt, das Militär weite seine Einsätze in dem Land aus.

21.39 Uhr: Irans Oberster Führer droht USA in Hadsch-Erklärung

Nach Angriffen der USA auf Ziele im Iran hat sich der Oberste Führer Ajatollah Modschtaba Chamenei zu Wort gemeldet. Er griff die Konfrontation in einer Erklärung zur jährlichen islamischen Pilgerfahrt Hadsch auf. Andere Staaten des Nahen Ostens würden «nicht länger als Schutzschild» für US-Militärstützpunkte dienen, erklärte er.

Chamenei ist der Sohn und Nachfolger des zu Kriegsbeginn am 28. Februar getöteten Obersten Führers Ali Chamenei. Er wurde damals ebenfalls verletzt und ist seither nicht öffentlich aufgetreten, sondern hat Stellungnahmen verlesen lassen.

21.13 Uhr: Iran lockert monatelange Internetsperre

Der Iran hat nach einem der längsten landesweiten Internet-Blackouts weltweit begonnen, den Zugang zum Netz wiederherzustellen. Die Behörden hatten die monatelange Sperre als kriegsbedingt notwendig dargestellt. Nutzer berichteten, der Zugang werde zumindest an einigen Orten schrittweise wieder möglich. Staatsmedien meldeten, feste Breitbandanschlüsse funktionierten wieder. Unklar blieb zunächst, wann mobiles Internet wieder flächendeckend verfügbar sein würde.

Die Internetsperre kostete die iranische Wirtschaft Schätzungen zufolge 30 bis 40 Millionen Dollar pro Tag, umgerechnet etwa 28 bis 37 Millionen Euro. Sie erschwerte es Iranern im Ausland, Kontakt zu Angehörigen zu halten. Zudem traf die fehlende Verbindung die vergleichsweise lebendigen Online-Geschäfte des Landes schwer und erhöhte den Druck auf die ohnehin angeschlagene Wirtschaft

20.28 Uhr: Iran lässt 25 Schiffe Straße von Hormus passieren

Nach Angaben der iranischen Revolutionsgarden passieren in den vergangenen 24 Stunden 25 Öltanker, Containerschiffe und andere Handelsschiffe die Straße von Hormus mit Erlaubnis des Iran. Dies meldet die Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf die Marine der Elitetruppe.

20.12 Uhr: Netanjahu - Haben neuen Hamas-Chef im Gazastreifen angegriffen

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu teilte mit, das Militär habe einen Angriff gegen den neuen Chef des bewaffneten Flügels der Hamas durchgeführt. Der Angriff habe sich im Gazastreifen ereignet. Weitere Details nannte Netanjahu zunächst nicht.

19.28 Uhr: Rubio - Iran-Gespräche werden noch mehrere Tage dauern

US-Außenminister Marco Rubio hat im Iran-Konflikt die Erwartung auf schnelle Ergebnisse gedämpft. Die Gespräche über eine Verlängerung der Waffenruhe und die Wiederöffnung der Straße von Hormus dauerten voraussichtlich noch mehrere Tage, erklärte er vor seiner Abreise aus Indien nach einem viertägigen Besuch im bevölkerungsreichsten Land der Erde am Dienstag. Es gebe "viel Hin und Her" über konkrete Formulierungen in einem ersten Dokument.

18.00 Uhr: Israelische Armee - Offensive jenseits der "gelben Linie" im Libanon begonnen

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben mit einer Bodenoffensive nördlich der sogenannten gelben Linie im Süden des Libanon begonnen. Das Militär "operiert gezielt jenseits der ersten Verteidigungslinie, um direkte Bedrohungen für die Bürger des Staates Israel und die israelischen Soldaten" zu beseitigen, sagte ein Armeevertreter am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. Konkrete Angaben zu den Standorten der Soldaten machte er nicht.

Zuvor hatten israelische Medien über Aktivitäten der Soldaten nördlich der "gelben Linie" berichtet. Damit meint die israelische Armee die Abgrenzung zu einer Art Pufferzone im Süden des Libanon, die rund zehn Kilometer hinter der Grenze liegt. Innerhalb dieser Zone sind israelische Truppen stationiert, eine Rückkehr der von dort geflohenen Bevölkerung ist untersagt

16.40 Uhr: Aufhebung der Internetsperre im Iran auf der Kippe

Einen Tag nach einem Beschluss zur Aufhebung der monatelangen landesweiten Internetblockade im Iran hat die Justiz aufgrund "eingegangener Beschwerden" das dafür verantwortliche Präsidialgremium suspendiert.

Die Justiz-Entscheidung richtet sich gegen die von Irans Präsident Massud Peseschkian erst am 12. Mai eingerichtete spezielle Zentrale für die Organisation und Verwaltung des Internets im Iran. Das Gremium hatte am Montag beschlossen, die seit Kriegsbeginn verhängte Internetsperrung im Land wieder aufzuheben. Das letzte Wort bei der Wiederherstellung des Internetzugangs im Land hat aber der Oberste Nationale Sicherheitsrat.

Wie die Organisation Netblocks am Dienstag mitteilte, war das Internet aktuellen Live-Netzdaten zufolge "am 88. Tag" nach seiner Sperrung "in Teilen wieder zugänglich". Es sei aber "unklar", ob die Sperre damit dauerhaft aufgehoben sei, erklärte die Organisation im Onlinedienst X.

15.58 Uhr: Nach Tankrabatt - Schweden will Preis für ÖPNV-Monatstickets halbieren

Seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar, der die Energiepreise deutlich in die Höhe getrieben hat, hat die Schweden bereits zwei Mal eine Absenkung der Steuern auf Kraftstoffe beschlossen, um Autofahrer zu entlasten. Nun sollen billigere Tickets für den öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) hinzukommen.

Zur Abfederung der aktuellen Belastungen für Verbraucherinnen und Verbraucher kündigte die Mitte-Rechts-Regierung in Stockholm für ein halbes Jahr eine Halbierung der Monatskarten-Preise an. Es sei an der Zeit, "die Maßnahmen zugunsten derjenigen, die mit dem Auto zur Arbeit fahren, durch Maßnahmen zugunsten derjenigen zu ergänzen, die öffentliche Verkehrsmittel nutzen", begründete Regierungschef Ulf Kristersson die Entscheidung.

15.50 Uhr: Marktforschung - Was der Krieg teurer macht und was (noch) nicht

Energie und Kraftstoffe sind infolge des Iran-Kriegs für Verbraucher in Deutschland teurer geworden - bei Lebensmitteln bleiben Preissteigerungen laut einer aktuellen Analyse des Marktforschungsunternehmens NIQ zumindest bislang aus.

Bei Produkten des täglichen Bedarfs wie Lebensmitteln sowie Körperpflege- und Kosmetikprodukten gebe es demnach noch keine signifikanten Ausschläge. Der durchschnittliche Preis pro Packung bewege sich seit Beginn des Kriegs Ende Februar 2026 weitgehend stabil zwischen 2,01 und 2,08 Euro. Die Teuerung bei einzelnen landwirtschaftlichen Produkten wie Tomaten und Kartoffeln, Blumenkohl, Wirsing und Kohl gehe vor allem auf ernte- und witterungsbedingte Ursachen zurück und nicht auf den Krieg, erläuterte Ursula Schockemöhle von der Agrarmarkt-Informations-Gesellschaft.

Bei Dünger hingegen lasse sich infolge des Kriegs ein Preisanstieg beobachten. Da sich viele Produzenten bevorratet hätten, werde dieser aber erst im kommenden Jahr voll zu Buche schlagen.

15.15 Uhr: Explosion an Tanker vor Küste Omans - Treibstoff ausgetreten

Vor der Küste des Oman hat sich an einem Tanker nach einem mutmaßlich iranischen Angriff eine Explosion ereignet. Der Kapitän habe eine Explosion am Schiffsrumpf gemeldet, teilte die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) heute mit. Die Besatzung sei in Sicherheit, es sei aber Treibstoff ausgetreten und ins Meer geströmt. Schiffe in der Nähe wurden aufgerufen, die Gegend vorsichtig zu befahren.

Weil sich die Explosion nahe der Wasserlinie ereignete, könnte es sich um einen Angriff mit einem Drohnenboot handeln oder mit einer Haftmine, die am Schiffsrumpf angebracht wurde. Seit Beginn des Iran-Kriegs vor drei Monaten wurden schon mehrfach Schiffe in der Straße von Hormus und angrenzenden Gewässern angegriffen. Weil die Meerenge faktisch für den Schiffsverkehr geschlossen ist, stecken nach US-Angaben rund 22.500 Seeleute an Bord von mehr als 1.550 Handelsschiffen im Persischen Golf fest.

13.50 Uhr: Agentur - Freigabe eingefrorener iranischer Gelder letzter Streitpunkt

Die Freigabe von eingefrorenen iranischen Geldern ist einem Agenturbericht zufolge der letzte große Streitpunkt zwischen den USA und dem Iran. Diese Frage müsse noch in den von Katar vermittelten Gesprächen geklärt werden - das berichtet zumindest die iranische Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf den Verhandlungen nahestehende Kreise.

Konkret verlangt der Iran verlangt die Freigabe von im Ausland eingefrorenen Geldern in Höhe von rund 24 Milliarden Dollar. Dies müsse in die Absichtserklärung mit den USA eingehen, die derzeit ausgehandelt wird.

12.48 Uhr: Neue Evakuierungsaufforderung - Israel greift weiter in den Norden des Libanon aus

Die israelische Armee hat eine Evakuierungsaufforderung für die Stadt Nabatije im Süden des Libanon herausgegeben. "Zu ihrer eigenen Sicherheit" sollten die Bewohner ihre Häuser räumen und sich in Gegenden "nördlich des Flusses Sahrani" zurückziehen, erklärte der arabischsprachige Armeesprecher Avichay Adraee am Dienstag im Onlinedienst X. Die israelische Armee rechtfertigte die Evakuierungsaufforderung mit möglicherweise bevorstehenden Angriffen gegen Einrichtungen der pro-iranischen Hisbollah-Miliz.

Bislang hatte die israelische Armee zumeist Evakuierungsaufforderungen für Gebiete südlich des Litani-Flusses im Libanon herausgegeben. Die Armee will in der Region nach eigenen Angaben eine Pufferzone einrichten, um Siedlungen im Norden Israels vor dem Beschuss der Hisbollah zu schützen. Die Stadt Nabatije liegt dagegen nördlich des Litani-Flusses.

12.14 Uhr: SpaceX verärgert Pentagon mit Starlink-Preiserhöhungen

Vor dem geplanten Mega-Börsengang von SpaceX wachsen Insidern zufolge die Spannungen zwischen der Weltraumfirma des Milliardärs Elon Musk und dem US-Verteidigungsministerium. Der Grund hierfür seien Preiserhöhungen, sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen am Dienstag. Das US-Militär nutzt bei seinen Angriffen auf den Iran das Netzwerk der Satellitentochter Starlink, um Kamikaze-Drohnen ins Ziel zu steuern.

Aus Sicht des Unternehmens falle dies unter die Bedingungen für einen Luftfahrt-Tarif, sagten die Insider weiter. Dieser koste pro Monat und Empfangsterminal 25.000 Dollar. Das Ministerium habe dagegen nur jeweils 5000 Dollar für Datenverbindungen an Land oder für Mobilitätsdienste gezahlt.

Starlink ist mit mehr als 10.000 aktiven Satelliten der weltgrößte Anbieter von Datenverbindungen aus dem All. Das Unternehmen betreibt etwa 60 Prozent aller künstlichen Trabanten in der Erdumlaufbahn. Die Bedeutung dieser Technologie hat seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine 2022 zugenommen. Das Netzwerk ermöglicht Kommunikation in entlegenen Gebieten und auf dem Schlachtfeld. Zudem hilft es bei der Steuerung von Drohnen.

11.49 Uhr: Medienbericht – Iran fordert Freigabe von 24 Milliarden Dollar

Der Iran verlangt die Freigabe von im Ausland eingefrorenen Geldern in Höhe von rund 24 Milliarden Dollar. Dies müsse in die Absichtserklärung mit den USA eingehen, die derzeit ausgehandelt werde, meldet die Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf das Umfeld des iranischen Verhandlungsteams. Chefunterhändler Mohammad Bagher Ghalibaf sei nach Katar gereist, um dort eine Einigung auf einen entsprechenden Mechanismus zu erzielen, heißt es in dem Bericht weiter.

11.04 Uhr: Iran – Haben auf US-Drohne und Kampfjet gefeuert

Nach Äußerungen der US-Streitkräfte zu Angriffen auf Ziele im Iran spricht die Islamische Republik von Luftverteidigungsmaßnahmen. Die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) hätten auf eine US-Drohne vom Typ RQ-4 und ein Kampfflugzeug des Typs F-35 gefeuert und eine US-Drohne vom Typ MQ-9 Reaper geortet, hieß es in einer Mitteilung am Vormittag (Ortszeit). Die Nachrichtenagenturen Fars und Tasnim berichteten, die IRGC hätten eine US-Kampfdrohne vom Typ MQ-9 abgeschossen.

10.45 Uhr: Palästinenser – Tote bei israelischem Luftangriff im Gazastreifen

Bei einem israelischen Luftangriff im Gazastreifen sind palästinensischen Angaben zufolge mindestens fünf Menschen getötet worden. Eine israelische Drohne habe am Dienstag eine Rakete auf Bewohner des Flüchtlingslagers Maghasi abgefeuert, teilten Sanitäter mit.

Die Bewohner hätten sich einer von Israel unterstützten und mit der herrschenden Hamas verfeindeten Palästinenser-Miliz entgegengestellt. Die Miliz habe versucht, in ein Gebiet östlich des Lagers einzudringen. Bei dem Vorfall habe es auch mehrere Verletzte gegeben. Das israelische Militär nahm zunächst nicht dazu Stellung.

Die Gewalt im Gazastreifen hält an, obwohl im Oktober unter Vermittlung von US-Präsident Donald Trump eine Waffenruhe vereinbart worden war.

10.20 Uhr: Medien – Irans Revolutionsgarden drohen USA mit Vergeltung

Die iranischen Revolutionsgarden drohen mit Vergeltung für jegliche Verletzungen der Waffenruhe durch die USA. Ihrer Ansicht nach besteht ein Recht auf Vergeltung, wie die Elite-Einheit staatlichen Medien zufolge erklärt. Zudem melden die Garden, dass Luftabwehreinheiten eine US-Drohne des Typs MQ-9 abgeschossen hätten. Sie hätten außerdem das Feuer auf einen Kampfjet eröffnet, der in den iranischen Luftraum eingedrungen sei.

09.55 Uhr: Ölpreise legen wieder zu

Die Ölpreise sind am Dienstag wieder gestiegen. US-Militärschläge gegen den Iran haben die Hoffnung auf ein Abkommen zum Ende des Iran-Kriegs und zur Öffnung der Straße von Hormus gedämpft. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der globalen Referenzsorte Brent zur Lieferung im Juli stieg um mehr als zwei Prozent auf 98,44 US-Dollar. Rohöl aus den USA wurde bei etwa 92 Dollar gehandelt.

09.50 Uhr: Nachricht auf Chamenei-Kanal – Golfstaaten kein Schutz mehr für USA

Die USA können sich nach einer Erklärung auf dem Telegram-Kanal des obersten iranischen Führers Ajatollah Modschtaba Chamenei künftig nicht mehr auf den Schutz ihrer Militärstützpunkte durch die Golfstaaten verlassen. Es werde für die USA in der Region keinen sicheren Hafen mehr geben, betont Chamenei in der Mitteilung.

Chamenei war zum Nachfolger seines Vaters ernannt worden, ist aber seit seiner Ernennung öffentlich nicht in Erscheinung getreten. Das schürt Spekulationen über seinen Gesundheitszustand.

09.34 Uhr: Bericht – Zwölf Menschen bei israelischem Angriff im Libanon getötet

Bei einem israelischen Luftangriff auf ein Dorf im Osten des Libanons sind einem staatlichen Medienbericht zufolge zwölf Menschen ums Leben gekommen. Der Angriff sei am Montagabend im Bekaa-Tal erfolgt, berichtete die libanesische Nachrichtenagentur NNA am Dienstag.

Das israelische Militär kommentierte den Angriff auf das Dorf zunächst nicht. Es teilte aber am Montag mit, dass es Hisbollah-Ziele im Osten des Libanons angreife. Die Hisbollah nimmt israelische Truppen im Süden des Landes und im Norden Israels ins Visier.

05.20 Uhr: US-Außenminister – Gespräche mit dem Iran dauern noch an

Die Verhandlungen mit dem Iran über ein erstes Abkommen könnten sich US-Außenminister Marco Rubio zufolge noch etwas hinziehen. Es gebe in Katar derzeit Gespräche über die genaue Formulierung, was noch einige Tage dauern könne, sagt er. Zu den jüngsten US-Angriffen im Iran erklärt Rubio, die Seewege müssten frei bleiben. "Die Meerengen müssen offen sein, sie werden auf die eine oder andere Weise offen sein", so Rubio.

Bei den Gesprächen in der katarischen Hauptstadt Doha geht es Insidern zufolge neben der Schifffahrtsroute auch um das iranische Atomprogramm sowie die Freigabe eingefrorener iranischer Gelder.

05.00 Uhr: US-Militär - Angriffe auf Ziele im Iran und Minenleger-Boote

Trotz Waffenruhe und laufenden Verhandlungen zur Beilegung des Kriegs hat das US-Militär Ziele im Iran angegriffen. Im Süden des Landes wurden Raketenstellungen getroffen und im Bereich der Straße von Hormus Boote attackiert, die Minen in der Meerenge verlegen sollten, wie das US-Militär mitteilte.

Ein Sprecher des Regionalkommandos der US-Streitkräfte für den Nahen Osten (Centcom) erklärte, dass die jüngsten "Angriffe zur Selbstverteidigung" dem Schutz der Truppen vor Bedrohungen durch das iranische Militär dienten. Die US-Armee übe sich im Rahmen der aktuellen Waffenruhe in Zurückhaltung, verteidige aber ihre eigenen Verbände. 

Iranische Medien berichteten, es habe im Bereich der Insel Larak in der Straße von Hormus mehrere Tote gegeben. Das US-Militär machte zunächst keine Angaben zu möglichen Opfern und nannte keine weiteren Details zu den Angriffen auf iranische Ziele. 

Dienstag, 26. Mai 2026

22.35 Uhr: Explosion in iranischer Stadt Bandar Abbas

In der iranischen Stadt Bandar Abbas war eine Explosion zu hören, wie die iranische Nachrichtenagentur Mehr meldet. Die Ursache sei unklar.

20.58 Uhr: Netanjahu ordnet Verstärkung der israelischen Angriffe im Libanon an

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat nach eigenen Angaben eine Verstärkung der israelischen Militäroffensive gegen die pro-iranische Hisbollah-Miliz im Libanon angeordnet. "Ich habe eine noch größere Beschleunigung unserer Operationen befohlen", sagte Netanjahu am Montag in einer auf der Onlineplattform Telegram veröffentlichten Videobotschaft. Als Ziel nannte er, die Hisbollah zu "zerschlagen".

Eigentlich gilt zwischen Israel und dem Libanon seit Mitte April eine Waffenruhe. Netanjahu verwies jedoch auf die fortgesetzten Angriffe durch die Hisbollah. Die Miliz greife Israel mit Drohnen an, darunter Glasfaserdrohnen. Doch arbeiteten israelische Teams bereits an "Gegenmaßnahmen" gegen diese Drohnenangriffe. 

Zuvor hatten zwei rechtsextreme Minister in Netanjahus Kabinett eine Ausweitung des Militäreinsatzes im Libanon gefordert. Es sei an der Zeit, dass Netanjahu gemeinsam mit US-Präsident Donald Trump "eine entschlossene Haltung einnimmt und ihm mitteilt, dass Israel wieder in den Krieg im Libanon eintritt", erklärte Sicherheitsminister Itamar Ben Gvir im Onlinedienst X. "Die Stromversorgung des Libanon muss unterbrochen, der Sahrani muss eingenommen und die intensive Kriegsführung wieder aufgenommen werden", fuhr Ben Gvir fort. Er bezog sich dabei auf einen Fluss im Süden des Libanon, der weiter nördlich fließt als der aktuelle israelische Militäreinsatz verläuft.

19.40 Uhr: Irans Präsident ordnet Ende der Internet-Sperre an

Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat nach Angaben staatlicher Medien die Wiederherstellung des internationalen Internetzugangs angeordnet. Das habe das Kommunikationsministerium mitgeteilt. Nach Angaben der Beobachtungsorganisation NetBlocks sind die meisten Iraner seit 87 Tagen vom Internet abgeschnitten. Lediglich einige Bürger könnten die staatlichen Sperren mit teuren VPN-Diensten umgehen.

19.20 Uhr: USA und Iran sprechen offenbar über Öffnung der Straße von Hormus

Die USA und der Iran erörtern einem Zeitungsbericht zufolge einen Plan, wonach die Straße von Hormus 30 Tage nach einem Abkommen zur Beendigung der Kämpfe wieder geöffnet werden soll. Innerhalb dieses Zeitraums wolle der Iran die Seeminen in der Meerenge räumen, berichtet die japanische Zeitung "Nikkei" unter Berufung auf einen Insider aus Diplomatenkreisen im Nahen Osten. Danach könnten Schiffe aller Länder die Route wieder so frei und sicher befahren wie vor der faktischen Schließung. Zudem solle die Anfang April zwischen den beiden Staaten vereinbarte Waffenruhe um 60 Tage verlängert werden.

17.16 Uhr: Ölpreise deutlich gesunken

Die Ölpreise sind mit den Anzeichen für eine mögliche Entspannung im Iran-Krieg am Pfingstmontag deutlich gesunken. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli fiel auf 98,55 US-Dollar. Damit gab die Referenzsorte um 4,99 Prozent nach. Wegen der kriegerischen Auseinandersetzung am Persischen Golf war der Ölpreis in diesem Jahr zwischenzeitlich auf ein Hoch bei etwas mehr als 126 Dollar pro Barrel geklettert.

16.20 Uhr: Israels Oppositionsführer lehnt abzeichnendes Abkommen ab

Der israelische Oppositionsführer Jair Lapid hat ein sich abzeichnendes Abkommen zur Beendigung des Krieges mit dem Iran abgelehnt. Nach allem, was bisher über das Rahmenabkommen bekannt sei, würde Israel keines seiner Kriegsziele erreichen, sagte Lapid am Montag. Regierungschef Benjamin Netanjahu habe damit deutlich gemacht, dass er nicht mehr dazu in der Lage sei, Einfluss auf die Entscheidungen in Washington zu nehmen. "Dieser Deal ist schlecht für Israel, schlecht für die Region, schlecht für die Bürger des Irans."

15.16 Uhr: Israelischer Finanzminister - Netanjahu soll Beirut wieder bombardieren

Der israelische Finanzminister Bezalel Smotrich fordert Ministerpräsident Benjamin Netanjahu auf, als Reaktion auf zunehmende Drohnenangriffe der Hisbollah, wieder Ziele in Beirut zu bombardieren. Für jede Drohne sollten zehn Gebäude in der libanesischen Hauptstadt fallen, erklärte der rechtsextreme Politiker. Medienberichten zufolge lehnt Netanjahu dies jedoch ab und zieht defensive Maßnahmen vor. Auch der ultranationale Minister Itamar Ben-Gvir fordert eine Rückkehr zum Krieg im Libanon. Die Hisbollah setzt zuletzt verstärkt schwer abzufangende Kamikaze-Drohnen gegen israelische Truppen im Südlibanon ein.

15.13 Uhr: Trump fordert Beitritt weiterer Staaten zu Abraham-Abkommen

US-Präsident Trump fordert einen verpflichtenden Beitritt von Ländern wie Katar, Pakistan, Ägypten, Jordanien und der Türkei zu den Abraham-Abkommen. Dies müsse geschlossen und als Teil der Bemühungen um eine Einigung mit dem Iran geschehen, schreibt Trump auf seiner Online-Plattform Truth Social. Zuvor habe er mit den Staats- und Regierungschefs dieser Länder sowie von Saudi-Arabien und Bahrain gesprochen. Nach all der Arbeit der USA müsse es für diese Staaten zumindest verpflichtend sein, die Verträge zur Normalisierung der Beziehungen mit Israel gleichzeitig zu unterzeichnen, erklärt Trump. Sobald ein Abkommen zur Beendigung des Krieges erreicht sei, wäre es für diese Länder eine Ehre, auch den Iran in die Abkommen aufzunehmen. Die Verhandlungen mit der Regierung in Teheran kämen gut voran. Hinweise auf einen unmittelbar bevorstehenden Abschluss gibt Trump jedoch nicht.

15.08 Uhr: Insider - Iranische Delegation in Katar

Der iranische Chefunterhändler Mohammad Bagher Ghalibaf und Außenminister Abbas Aragtschi halten sich zu Gesprächen mit dem katarischen Ministerpräsidenten in Doha auf. Dabei geht es um ein mögliches Abkommen mit den USA zur Beendigung des Konflikts, sagte ein mit dem Besuch vertrauter Insider der Nachrichtenagentur Reuters. Die Diskussionen konzentrieren sich demnach vor allem auf die Straße von Hormus und die iranischen Bestände an hochangereichertem Uran. Auch der iranische Zentralbankchef gehört dem Insider zufolge der Delegation an. Er soll über die mögliche Freigabe eingefrorener iranischer Gelder im Rahmen einer endgültigen Vereinbarung verhandeln.

13.58 Uhr: China - Pakistanischer Premier und Verhandlungsführer in Peking

Der im Iran-Krieg vermittelnde pakistanische Armeechef Asim Munir hat sich am Montag zusammen mit dem pakistanischen Premierminister Shehbaz Sharif zu Gesprächen mit der chinesischen Führung in Peking aufgehalten. Wie die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, wurde Sharif von Staatschef Xi Jinping empfangen. Zuvor hatte er sich bereits mit Regierungschef Li Qiang getroffen. Auf Bildern des pakistanischen Fernsehens war zu sehen, wie Sharif der chinesischen Regierung für die "Förderung des Friedens" in der Golfregion dankte. "Die Dinge bewegen sich in die richtige Richtung", fügte Sharif im Hinblick auf die diplomatischen Bemühungen um eine dauerhafte Friedenslösung hinzu.

11.42 Uhr: Libanon pocht auf israelischen Rückzug

Der libanesische Präsident Joseph Aoun hat den Rückzug Israels aus dem Süden seines Landes als "nicht verhandelbare" Forderung in den Gesprächen mit dem Nachbarland bezeichnet. "Die israelischen Angriffe haben nicht aufgehört und unsere Dörfer im Süden leiden noch immer unter der erneuten Besatzung", erklärte Aoun am Montag. Der Libanon werde diese Realität nicht akzeptieren. "Der Weg zu einem vollständigen israelischen Rückzug bleibt eine unumstößliche und beständige nationale Forderung, an deren Verwirklichung der libanesische Staat durch Verhandlungen arbeitet."

11.21 Uhr: Hisbollah ruft zum Sturz der libanesischen Regierung auf

Hisbollah-Generalsekretär Naim Kassim hat die Menschen im Libanon zum Sturz der Regierung aufgerufen. "Die Menschen haben das Recht, auf die Straße zu gehen und die Regierung zu stürzen", sagte Kassim in einer im Fernsehen übertragenen Rede am Abend. "Wenn diese Regierung nicht in der Lage ist, Souveränität (im Krieg mit Israel) herzustellen, dann sollte sie gehen." Die Regierung bezeichnete er als "amerikanisch-israelisches Projekt, das die Institutionen des Landes angreift".

10.00 Uhr: Iran signalisiert Annäherung an die USA

Bei Gesprächen über eine mögliche Absichtserklärung erzielt der Iran nach eigenen Angaben in vielen Punkten Einvernehmen mit den USA. Dies bedeute jedoch nicht, dass Teheran kurz vor der Unterzeichnung einer Vereinbarung stehe, sagt Außenministeriumssprecher Esmaeil Baghaei. Der Iran verhandle über ein Ende des Krieges und erörtere derzeit keine Nuklearfragen. Zudem erschwerten wechselnde Positionen von US-Vertretern eine Einigung.

09.25 Uhr: Israel fordert Bewohner im Südlibanon zum Verlassen der Häuser auf

Die israelische Armee hat eine neue Evakuierungsaufforderung für die Bewohner von zehn Dörfern im Süden des Libanon herausgegeben. "Angesichts der Verletzung des Waffenruheabkommens durch die Hisbollah sind die israelischen Streitkräfte gezwungen, mit Gewalt gegen die Miliz vorzugehen", erklärte der arabischsprachige Sprecher der Armee, Avichai Adraee, im Onlinedienst X.

Die Bewohner der entsprechenden Dörfer sollten sich "mindestens 1.000 Meter" von ihren Häusern entfernen und "auf offene Flächen begeben", fügte Adraee hinzu. Im Weiteren folgte eine Liste der betroffenen Dörfer, deren größter Teil in der Region Nabatäa liegt.

09.22 Uhr: Teheran offenbar zu Gesprächen über iranisches Atomprogramm bereit

Der Iran ist nach Angaben eines hochrangigen iranischen Diplomaten zu Gesprächen mit den USA über sein Atomprogramm und sein hochangereichertes Uran bereit. Voraussetzung sei, dass die Regierung in Washington ihre Verpflichtungen aus einer geplanten Absichtserklärung erfülle, sagt der Außenpolitiker Hossein Nuschabadi der Nachrichtenagentur ISNA. Diese Themen sollen im Rahmen von 60-tägigen Verhandlungen erörtert werden. Im Gegenzug fordere der Iran die Aufhebung von Sanktionen und die Freigabe von Auslandsguthaben.

07.03 Uhr: Israelischer Soldat stirbt bei Kämpfen im Südlibanon

Bei Kämpfen im Süden des Libanon ist nach Armeeangaben ein israelischer Soldat getötet worden. Der 19-Jährige sei "im Kampf gefallen", teilte die israelische Armee am Montag mit. Ein weiterer Soldat sei bei dem Vorfall schwer verletzt worden. Der 19-Jährige ist der 23. israelische Soldat, der seit dem Wiederaufflammen des Konflikts zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah-Miliz im Zuge des Iran-Kriegs getötet wurde. Zudem wurde ein Zivilbeschäftigter der israelischen Armee getötet.

06.14 Uhr: Rubio hofft auf schnelles Abkommen mit dem Iran

Die USA pochen im Konflikt mit dem Iran auf eine diplomatische Lösung, schließen aber laut US-Außenminister Marco Rubio andere Wege nicht aus. "Wir werden der Diplomatie jede Chance auf Erfolg geben, bevor wir die Alternativen prüfen", sagt Rubio. Entweder gebe es ein gutes Abkommen, oder man müsse auf andere Weise mit der Situation umgehen. Rubio zufolge liegt ein "ziemlich solides" Angebot auf dem Tisch. Dieses beziehe sich sowohl auf die Öffnung der Meerenge durch den Iran als auch auf zeitlich befristete Verhandlungen über das iranische Atomprogramm. Er hoffe, dass dies gelinge, sagt der Minister.

Rubio schließt dabei eine Vereinbarung noch heute nicht aus - allerdings nur unter Berücksichtigung des Selbstverteidigungsrechts Israels. "Wir hatten gestern Abend gedacht, dass wir Neuigkeiten haben, vielleicht auch heute, ich würde da nicht allzu viel hineininterpretieren", so Rubio am Montag bei einem Besuch in Indiens Hauptstadt Neu Delhi. 

03.31 Uhr: Weiterer Tanker passiert Straße von Hormus

Nach monatelanger Blockade wegen des Krieges der USA und Israels gegen den Iran haben weitere Tanker die Straße von Hormus verlassen. Ein mit Flüssigerdgas (LNG) beladenes Schiff ist am Morgen auf dem Weg nach Pakistan aus der Meerenge ausgefahren, wie aus Schifffahrtsdaten der LSEG und von Kpler hervorging. Bereits am Samstag verließ ein Supertanker mit irakischem Rohöl für China die Region. Beide Schiffe saßen fast drei Monate lang fest und gehören zu einer Handvoll Tanker, die den Persischen Golf in diesem Monat über eine vom Iran vorgeschriebene Transitroute verlassen.

Montag, 25. Mai 2026

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