Vereinigte Arabische Emirate, Abu Dhabi (Archivbild, 14.08.2023).
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Vereinigte Arabische Emirate, Abu Dhabi (Archivbild, 14.08.2023).

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Nahost-Ticker: News vom 25. März in der Nachlese

Die News vom 25. März in der Ticker-Nachlese.

Über dieses Thema berichtet: Bayern-2-Nachrichten am .

23.00 Uhr: Huthi-Miliz will sich nicht am Iran-Krieg beteiligen

Die Huthi-Miliz im Jemen will sich nach eigenen Angaben nicht am Iran-Krieg gegen die USA und Israel beteiligen. Drei Vertreter der Miliz sagten der Nachrichtenagentur AP, die Gruppe sei historisch und religiös mit dem Iran verbunden, der ein Verbündeter des Jemens sei. Die Entscheidung über eine Kriegsteilnahme liege jedoch ausschließlich beim Jemen.

Die Huthi-Vertreter wollten anonym bleiben, da sie nicht befugt waren, mit den Medien zu sprechen. Während des Krieges zwischen Israel und der militant-islamistischen Hamas im Gazastreifen griffen die Huthi immer wieder Frachtschiffe im Roten Meer an und feuerten auch Raketen und Drohnen auf Israel ab.

22.05 Uhr: Iran fordert offenbar Einbeziehung des Libanon in Waffenruhe

Iran macht Insidern zufolge die Einbeziehung des Libanon zur Bedingung für ein mögliches Waffenruhe-Abkommen mit den USA und Israel. Teheran habe Vermittlern mitgeteilt, dass ein Ende des Krieges an einen Stopp der israelischen Offensive gegen die Hisbollah-Miliz geknüpft sei, sagen sechs mit dem Vorgang vertraute Personen. Ein hochrangiger iranischer Vertreter erklärte der Nachrichtenagentur Reuters, die Regierung in Teheran prüfe derzeit noch einen US-Vorschlag zur Beendigung des regionalen Konflikts. Stellungnahmen der beteiligten Regierungen liegen zunächst nicht vor.

21.35 Uhr: Pentagon gibt Rüstungsaufträge zur Erhöhung der Raketenproduktion bekannt

Das US-Verteidigungsministerium hat angesichts des Iran-Krieges mehrere Vereinbarungen zur Steigerung der Raketenproduktion bekanntgegeben. Ziel sei es, die "industrielle Basis auf Kriegszeit" einzustellen, erklärte das Pentagon. Mit den Konzernen Lockheed Martin und BAE Systems sei eine Vervierfachung der Produktion von Komponenten des THAAD-Systems beschlossen worden, das im Nahen Osten vermehrt zur Abwehr ballistischer Raketen zum Einsatz kommt.

Auch die Produktion taktischer ballistischer Raketen soll beschleunigt werden. Lockheed Martin bestätigte den Auftrag und erklärte, dieser beruhe auf einer früheren Vereinbarung mit der US-Armee im Wert von 4,94 Milliarden Dollar (4,27 Milliarden Euro) aus dem vergangenen Jahr. 

Das Unternehmen Honeywell gab derweil bekannt, seine Produktionskapazität von Navigationssystemen und Raketenantrieben mit mehrjährigen Investitionen in Höhe von 500 Millionen Dollar (umgerechnet rund 433 Millionen Euro) auszubauen.

20.25 Uhr: Oberste Führung prüft Vorschläge der USA

Der Iran führt nach Angaben von Außenminister Abbas Aragtschi keine direkten Verhandlungen mit den USA. Zwar sende Washington über verschiedene Vermittler Botschaften, dies bedeute jedoch keine Verhandlungen, sagt Aragtschi. "Wir haben nicht die Absicht zu verhandeln – bisher haben keine Verhandlungen stattgefunden, und ich glaube, dass unsere Haltung vollkommen prinzipientreu ist", so Araghtschi im iranischen Staatsfernsehen. 

Die oberste Führung in Teheran prüfe derzeit die vorliegenden Vorschläge. Der Iran strebe keinen Krieg an, fordere aber ein dauerhaftes Ende des Konflikts sowie Entschädigungen für die Zerstörungen, erklärt der Minister weiter. Die USA haben nach seinen Worten ihre Kriegsziele wie einen schnellen Sieg und einen Regimewechsel verfehlt. Aragtschi ruft zudem die Nachbarstaaten auf, auf Distanz zu den USA zu gehen.

19.55 Uhr: Russland versucht laut Selenskyj USA im Iran-Krieg zu erpressen

Russland versucht nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, die USA zu erpressen. Die Regierung in Moskau biete an, den Austausch von militärischen Geheimdienstinformationen mit dem Iran zu stoppen, sagt Selenskyj der Nachrichtenagentur Reuters. Im Gegenzug solle Washington der Ukraine keine Geheimdienstdaten mehr zur Verfügung stellen. Dies gehe aus Berichten der ukrainischen Geheimdienste hervor, erklärt er weiter. Zudem enthalten Selenskyj zufolge einige iranische Drohnen, die bei Angriffen auf US-Ziele im Nahen Osten eingesetzt werden, russische Bauteile. Russland weist eine Unterstützung des Irans im Krieg gegen die USA und Israel zurück.

19.45 Uhr: US-Regierung droht dem Iran mit verschärften Angriffen

Die US-Regierung hat dem Iran mit verschärften Angriffen gedroht. Wenn der Iran die neue Realität nicht anerkennt, werden die USA härter zuschlagen als je zuvor, wie Regierungssprecherin Karoline Leavitt in Washington sagte. US-Präsident Donald Trump sei trotz der Verhandlungen bereit, die Hölle im Iran losbrechen zu lassen. Leavitt sagte, die Führung in Teheran habe nun die Chance, mit Trump zu kooperieren. Dazu gehöre, das Nuklearprogramm aufzugeben und die USA und ihre Verbündeten nicht weiter zu bedrohen.

18.30 Uhr: UN-Flüchtlingskommissar - Brauchen dringend mehr Geld

UN-Flüchtlingskommissar Barham Salih ruft Geldgeber zu finanziellen Hilfen zur Abmilderung der humanitären Krise im Nahen Osten auf. Bislang seien weniger als zehn Prozent der benötigten 69 Millionen Dollar eingegangen, sagt Salih der Nachrichtenagentur Reuters. Durch die Ausweitung des Konflikts sind im Iran rund 3,2 Millionen und im Libanon mehr als eine Million Menschen auf der Flucht. Zudem behindern Angriffe auf die Vereinigten Arabischen Emirate die weltweite Verteilung von Hilfsgütern über das dortige UN-Logistikzentrum.

18.20 Uhr: Iran pocht auf Kontrolle der Straße von Hormus

Der Iran beharrt auf einer vollständigen Kontrolle über die Schifffahrt in der Straße von Hormus. Ein Sprecher des Zentralkommandos der Streitkräfte erklärte laut Nachrichtenagentur Tasnim, die Lage in der Meerenge werde nicht zum vorherigen Zustand zurückkehren: "Es wird geschehen, was wir wollen."

Allen Schiffen mit Verbindungen zu den USA oder Israel bleibe die Passage untersagt, so der Sprecher. "Die Entscheidung über die Erteilung einer Transitgenehmigung liegt bei uns." Der Sprecher betonte die Bedeutung der Straße von Hormus für den globalen Energiehandel: "Das Feuer unter dem Ölpreis lodert seit einiger Zeit; wie hoch die Flammen schlagen, liegt in unserer Hand."

18.15 Uhr: Österreichs Parlament billigt Eingriff gegen hohe Spritpreise

Österreich greift als Reaktion auf die wirtschaftlichen Folgen des Nahost-Krieges in den Kraftstoffmarkt ein. Der Nationalrat beschloss ein Maßnahmenpaket, das die Spritpreise ab dem 1. April um zehn Cent je Liter senken kann. Die Regelung greift, sobald die Preise für Benzin oder Diesel innerhalb von zwei Monaten um mehr als 30 Prozent steigen.

Erreicht wird dies durch eine befristete Senkung der Mineralölsteuer um fünf Cent sowie einen verpflichtenden Rabatt von weiteren fünf Cent zulasten der Gewinnmargen der Mineralölkonzerne. Zudem wurden Teile der staatlichen Notstandsreserve freigegeben, um einen möglichen Lieferausfall auf der Route durch die Straße von Hormus abzufedern.

17.44 Uhr: Israels Außenminister an UN – Hisbollah zu Terrororganisation erklären

Israels Außenminister Gideon Saar hat in einem Schreiben an den UN-Sicherheitsrat gefordert, die Angriffe der Hisbollah gegen sein Land zu verurteilen und die proiranische Miliz als Terrororganisation einzustufen. Seit dem 2. März habe die Hisbollah mehr als 3.500 Raketen und Drohnen auf Israel abgefeuert, schrieb Saar auf der Plattform X. Der UN-Sicherheitsrat solle von der libanesischen Regierung die Entwaffnung der Hisbollah und anderer bewaffneter Gruppen verlangen, schrieb Saar weiter.

Im Libanon wurden bisher nach Angaben der Katastrophenschutzeinheit der Regierung 3.646 israelische Angriffe gemeldet. Mehr als 1.000 Menschen wurden nach Behördenangaben seit Ausbruch der jüngsten Eskalation im Land bereits getötet.

17.18 Uhr: Iran droht mit neuer Front an Meerenge Bab al-Mandab

Der Iran könnte eine neue Front an der Meerenge Bab al-Mandab eröffnen, sollten Angriffe auf iranisches Staatsgebiet oder seine Inseln erfolgen. Dies meldet die halbstaatliche iranische Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf einen namentlich nicht genannten Militärvertreter. Die strategisch wichtige Wasserstraße verbindet das Rote Meer mit dem Golf von Aden und ist eine der wichtigsten Routen für den weltweiten Seehandel. Das östliche Ufer der Meerenge gehört zum Jemen. Die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz im Jemen hat bereits mehrfach Frachter und Tanker in den Gewässern angegriffen.

16.51 Uhr: Elf palästinensische Familien in Ostjerusalem zwangsgeräumt

Elf palästinensische Familien, insgesamt rund 60 Personen, sind am Mittwoch aus ihren Häusern im Ostjerusalemer Stadtteil Silwan zwangsgeräumt worden. "Dies ist eine der größten Räumungen, die in den letzten Jahren in Ostjerusalem stattgefunden haben", sagte Aviv Tatarsky von der Jerusalemer Nichtregierungsorganisation Ir Amim (Stadt der Völker), die sich für ein friedliches Zusammenleben von Israelis und Palästinensern einsetzt, der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).

"Als Vorwand für die Zwangsräumungen wird angeführt, dass die Häuser der palästinensischen Familien auf Land stehen, das einer jüdischen Stiftung gehörte", so Tatarsky weiter. Diese habe sich dort Ende des 19. Jahrhunderts niedergelassen. Nach der Zwangsräumung seien die Gebäude an die radikale Siedlerorganisation Ateret Cohanim übergeben worden. Das Gebiet war bis zum späten Nachmittag gesperrt, auch für Journalisten.

Aus Sicht Tatarskys ist ganz Silwan durch Enteignungen, Zwangsräumungen und Siedlergewalt gefährdet. Dies bedrohe Stabilität und Sicherheit der gesamten Gesellschaft und müsse gestoppt werden.

16.44 Uhr: Französischer Militärchef hält Gespräch mit Amtskollegen über Straße von Hormus

Der Chef der französischen Streitkräfte, Fabien Mandon, wird nach Angaben des Militärs in Kürze ein Treffen per Videokonferenz mit den Armeechefs jener Länder abhalten, die eine Rolle bei der Wiederherstellung der Seeschifffahrt in der Straße von Hormus spielen wollen. Das Treffen stehe in keinem Zusammenhang mit dem Vorgehen der USA in dieser Angelegenheit und werde den Rahmen einer defensiven Haltung haben, sagt der Sprecher des französischen Militärs. Frankreich hat wiederholt erklärt, dass es sich nicht an Einsätzen beteiligen werde, solange die Feindseligkeiten in der Region nicht abgeklungen seien.

16.38 Uhr: Wadephul drängt Iran zu Verhandlungen

Außenminister Johann Wadephul hat Teheran aufgefordert, sich auf Verhandlungen mit den USA über ein Ende des Iran-Kriegs einzulassen. Es sei begrüßenswert, dass US-Präsident Donald Trump sein Ultimatum gegenüber der iranischen Führung zunächst um einige Tage aufgeschoben habe und nun Verhandlungen anstrebe, sagte der CDU-Politiker in Berlin bei einem Treffen mit seinem tunesischen Kollegen Mohamed Ali Nafti. "Irans Regime ist gut beraten, jetzt darauf einzugehen."

16.11 Uhr: Guterres – Welt steht vor einem größeren Krieg

UN-Generalsekretär António Guterres hat den französischen Diplomaten Jean Arnault zu seinem persönlichen Gesandten für den Konflikt im Nahen Osten ernannt. Der Konflikt sei außer Kontrolle geraten. Die "Welt steht vor einem größeren Krieg", sagt Guterres gegenüber der Presse. Er stehe in engem Kontakt mit vielen Akteuren in der Region und weltweit. Es gebe eine Reihe von Initiativen für Dialog und Frieden.

16.02 Uhr: Ägypten bietet sich als Ort für Verhandlungen bezüglich des Irans an

Ägypten hat sich als Austragungsort für jegliche Gespräche zum Iran angeboten, solange sie der Deeskalation dienten. Ägypten unterstütze die Bemühungen von US-Präsident Donald Trump, Verhandlungen mit dem Iran aufzunehmen, sagt Außenminister Badr Abdelatty. Zu der Reaktion des Iran auf den US-Plan sagt er: "Wir müssen unsere Bemühungen fortsetzen, es kommt ganz auf Diplomatie und Verhandlungen an."

16.00 Uhr: Moskau zieht Mitarbeiter aus iranischem Akw Buschehr ab

Nach Angriffen auf das Gelände des iranischen Atomkraftwerks in Buschehr hat Moskau einen Teil seiner russischen Akw-Mitarbeiter evakuieren lassen. "163 Menschen haben Buschehr verlassen und sich zur iranisch-armenischen Grenze begeben", sagte der Chef der russischen Atombehörde Rosatom, Alexej Lichatschow, am Mittwoch vor Journalisten. Am Vortag war nach Angaben der iranischen Atomenergiebehörde bei US-israelischen Angriffen ein Geschoss auf dem Akw-Gelände eingeschlagen, wodurch jedoch kein Schaden entstand.

"Rund 300 Personen" seien weiterhin vor Ort, ein Teil davon solle evakuiert werden, sagte der Rosatom-Chef weiter. Allerdings sollten einige Dutzend Mitarbeiter vor Ort bleiben. "Wir können nicht einfach die Schaufeln in den Boden stecken und gehen", fügte Lichatschow hinzu. Russland war an dem Bau des Akw in Buschehr beteiligt, russische Techniker unterstützten den Betrieb vor Ort.

In der vergangenen Woche war das Akw Buschehr schon einmal von einem Geschoss getroffen worden. Buschehr liegt im Südwesten des Irans und verfügt über den einzigen in Betrieb befindlichen Atomreaktor des Landes. Der Reaktor war nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA im Jahr 2011 erstmals ans Stromnetz angeschlossen worden.

15.52 Uhr: UN-Rat verurteilt Irans Angriffe auf Nachbarländer

Der UN-Menschenrechtsrat hat die Angriffe Irans auf seine Nachbarländer bei einer Dringlichkeitsdebatte in Genf verurteilt. Der Iran lehnte die vorgelegte Resolution ab. Darin wurden als Geschädigte namentlich Bahrain, Kuwait, Oman, Katar, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Jordanien genannt. Weil der Iran keine Abstimmung verlangte, wurde die Resolution im Konsens angenommen. 

In dem Text ging es nur um die Angriffe des Iran auf Nachbarländer, nicht um die Angriffe der USA und Israels auf den Iran, die vorausgegangen waren. Seit dem 28. Februar seien im Iran mehr als 1.500 Menschen ums Leben gekommen, darunter 300 Minderjährige, sagte der iranische Botschafter Ali Bahreini. Fast 45.000 Häuser seien zerstört oder beschädigt worden, mehr als 53 Krankenhäuser seien angegriffen worden, und 57 Schulen seien bombardiert worden.

Auf Antrag des Iran, Chinas und Kubas findet in Genf am Freitag eine weitere Dringlichkeitsdebatte im Kontext des Irankriegs statt. Dabei soll es um Angriffe auf Schuleinrichtungen und um die Menschenrechte von Kindern in bewaffneten Konflikten gehen.

15.48 Uhr: Mehrheit der US-Bürger hält Iran-Krieg für überzogen

Eine Mehrheit der US-Bürger glaubt, dass das jüngste Vorgehen des US-Militärs gegen den Iran zu weit gegangen ist. Wie aus einer repräsentativen Umfrage der Nachrichtenagentur AP und des Forschungszentrums Norc hervorgeht, sorgen sich viele Amerikaner zudem darum, sich bald keinen Sprit mehr leisten zu können. Die aktuellen Umfrageergebnisse legen nahe, dass der am 28. Februar von den USA und Israel begonnene Krieg gegen die Islamische Republik für Präsident Donald Trump im Jahr der Zwischenwahlen für den Kongress zur Belastung werden könnte.

Während Trump weitere Kriegsschiffe und Soldaten in den Nahen Osten verlegt, gaben 59 Prozent der Befragten an, dass das militärische Vorgehen gegen den Iran übertrieben sei. 45 Prozent zeigten sich "extrem" oder "sehr" besorgt, sich das Betanken ihrer Fahrzeuge in den kommenden Monaten wegen der gestiegenen Ölpreise nicht mehr leisten zu können. Kurz nach der Wiederwahl Trumps hatten in einer AP-Norc-Erhebung noch lediglich 30 Prozent der Befragten diese Sorge geäußert.

15.24 Uhr: Iran lehnt US-Vorschlag für Kriegsende ab

Der Iran hat laut einem Bericht des staatlichen Fernsehens einen US-Vorschlag für eine Waffenruhe abgelehnt. Der englischsprachige Kanal des Staatsfernsehens zitierte am Mittwoch eine anonyme Quelle mit der Aussage, Teheran habe den 15 Punkte umfassenden Plan zurückgewiesen. Zuvor war aus pakistanischen Regierungskreisen verlautet, der Vorschlag sei dem Iran übergeben worden.

Später erklärte ein hochrangiger iranischer Regierungsvertreter gegenüber Reuters, die erste Reaktion des Iran auf den Vorschlag der USA zur Beendigung des Krieges sei nicht positiv ausgefallen. Der Vorschlag werde noch geprüft, fügt er hinzu. Die erste Reaktion Teherans sei an Pakistan übermittelt worden, um von dort nach Washington weitergeleitet zu werden.

Pakistan hat sich als Gastgeber von Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran angeboten. Der Iran hatte bislang gesagt, er sei an keinen Verhandlungen mit den USA beteiligt. Ein Militärsprecher machte sich am Mittwoch über die diplomatischen Bemühungen Washingtons lustig.

14.55 Uhr: Iranische Raketenteile im Libanon abgestürzt

Im Libanon sind nach ersten Militärangaben Teile einer iranischen Rakete abgestürzt. Die libanesische Armee teilte mit, dass das eigentliche Ziel außerhalb des libanesischen Territoriums gelegen haben müsse. Die Rakete sei in großer Höhe explodiert. Als mögliche Ursachen würden eine technische Fehlfunktion oder der Abschuss durch eine Abfangrakete in Betracht gezogen. Der Vorfall ereignete sich gestern Nachmittag. Das israelische Militär teilte bereits am Abend mit, dass eine iranische Rakete auf libanesisches Territorium gefallen sei. 

14.43 Uhr: Iranischer Student – Trump-Drohungen lösen Wut und Verwirrung aus

Der permanente Wechsel zwischen Drohungen und Signalen der Gesprächsbereitschaft aus Washington löst unter den Einwohnern Teherans Wut und Verwirrung aus. Das sagte ein Bürger der iranischen Hauptstadt der Nachrichtenagentur AP und verwies auf die später aufgeschobene Drohung von US-Präsident Donald Trump, innerhalb einer kurzen Frist iranische Kraftwerke unter Beschuss zu nehmen. "Es gab einige Tage, an denen die Bombardierungen so intensiv waren, dass man nichts machen konnte", erklärte der 26-jährige Student, der anonym bleiben wollte. Auch seine Freunde seien größtenteils nicht vor die Tür gegangen. "Manchmal wache ich vom Lärm der Bomben auf, aber irgendwie schaffe ich es dann doch, wieder einzuschlafen, oder ich schreibe sofort meinen Freunden, um zu fragen, ob es ihnen gut geht. Es ist sehr belastend."

Die Äußerungen des US-Präsidenten hätten die Befürchtung verstärkt, dass sich die Angriffe zunehmend auf zivile Infrastruktur und "unschuldige Zivilisten" verlagern könnten, sagte er. Er beschrieb schwere Schäden in Wohngebieten in seinem Viertel im Westen Teherans. Dort seien etwa ein Wohngebäude und eine Apotheke getroffen worden. Die iranische Regierung hat Verbindungen zum globalen Internet fast vollständig gekappt. Er und seine Freunde seien deshalb auf das staatlich kontrollierte nationale Netz angewiesen, um inländische Fahrdienst- und Nachrichten-Apps zu nutzen, sagte der Student. Aber auch diese Verbindungen seien unzuverlässig.

14.22 Uhr: Hisbollah lehnt Gespräche mit Israel "unter Beschuss" ab

Die Hisbollah lehnt Gespräche mit Israel ab, solange sie unter Beschuss steht. Das käme einer erzwungenen Kapitulation nahe, erklärte Hisbollah-Chef Naim Kassem in einer in seinem Namen verlesenen Fernsehansprache. Er rief zur Einheit gegen Israel auf. In der Rede, die auf einem der Hisbollah nahestehenden Fernsehsender ausgestrahlt wurde, hieß es, die Hisbollah-Kämpfer seien bereit, uneingeschränkt weiterzukämpfen.

13.33 Uhr: Golfstaaten – iranische Angriffe sind existenzielle Bedrohung

Die arabischen Golfstaaten warnen vor einer existenziellen Bedrohung durch iranische Angriffe auf ihre Infrastruktur. "Es besteht eine existenzielle Bedrohung für die internationale und regionale Sicherheit. Dieses aggressive Vorgehen untergräbt das Völkerrecht und die Souveränität", sagt Kuwaits Botschafter Naser Abdullah H. M. Alhayen vor dem UN-Menschenrechtsrat in Genf. Andere Golfstaaten erklären, die Handlungen des Iran zielten darauf ab, Terror zu verbreiten. Der Botschafter der Vereinigten Arabischen Emirate, Jamal Jama al Muscharach, verurteilt den "Versuch des Iran, die internationale Ordnung durch rücksichtsloses expansionistisches Vorgehen zu destabilisieren". UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk erklärt, das Vorgehen des Iran könne Kriegsverbrechen darstellen. "Angriffe auf Zivilisten und zivile Infrastruktur müssen ein Ende haben. Sind sie vorsätzlich, können solche Angriffe Kriegsverbrechen darstellen", erklärt er vor dem Rat.

13.28 Uhr: Medien – Großbritannien und Frankreich wollen Gespräche zur Straße von Hormus ausrichten

Großbritannien und Frankreich wollen britischen Medienberichten zufolge Gespräche zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus ausrichten. Ein Treffen mit Vertretern aus rund 30 Ländern solle noch diese Woche stattfinden, zitierte der "Guardian" einen Verteidigungsbeamten. "Ich gehe davon aus, dass es in naher Zukunft eine Sicherheitskonferenz zur Straße von Hormus geben wird", sagte er. Ziel sei es, eine Koalition zur Wiederöffnung der Straße von Hormus zu bilden.

Die "Times" berichtete, Großbritannien habe angeboten, nach dem ersten Treffen zur Straße von Hormus später einen Gipfel in Portsmouth oder London auszurichten, um Einzelheiten auszuarbeiten und die Koalition aufzubauen. Diese solle sicherstellen, dass die Wasserstraße wieder geöffnet werden könne, "sobald die Bedingungen stimmen". 

13.00 Uhr: 42 Sanitäter seit Anfang März bei israelischen Angriffen im Libanon getötet

Bei israelischen Angriffen im Libanon sind nach Behördenangaben seit Ausbruch der jüngsten Eskalation Anfang März 42 Sanitäter getötet worden. Bei einem jüngsten Vorfall am Montag seien zwei Sanitäter bei einem israelischen Angriff auf ihr Motorrad getroffen worden und umgekommen, teilte das Gesundheitsministerium mit. Die beiden Männer seien auf dem Weg zu einem Einsatz und in Uniform gekleidet gewesen. Ihr Motorrad sei mit Warnleuchten ausgestattet gewesen. Sowohl die Hisbollah als auch die mit ihr verbündete Amal-Bewegung haben eigene Gesundheitsdienste. Insbesondere deren Mitarbeiter werden bei den Angriffen getroffen.

12.20 Uhr: Iran - Raketen in Richtung US-Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln" abgefeuert

Der Iran hat nach Militärangaben Raketen in Richtung des US-Flugzeugträgers "USS Abraham Lincoln" abgefeuert. Der Flugzeugträger sei dadurch gezwungen worden, seine Position zu ändern, zitierte das Staatsfernsehen aus einer Erklärung des Militärs. Marinekommandant Schahram Irani drohte mit weiteren Angriffen, sollten sich feindliche Schiffe in Reichweite der iranischen Streitkräfte befinden.

12.14 Uhr: Transporte von Tieren in Kriegsgebiete im Nahen Osten untersagt

Niedersachsen hat den Transport von lebenden Tieren in die Kriegsgebiete im Nahen Osten verboten. Das Landwirtschaftsministerium habe bereits einen Erlass an die kommunalen Veterinärämter gesendet, teilte das Ministerium mit. Konkret geht es um den Transport von Rindern, Schafen, Ziegen und Hausschweinen nach Israel, in den Irak, den Iran und den Libanon, in die palästinensischen Gebiete sowie in alle Länder der Arabischen Halbinsel. Niedersachsen gilt als Agrarland Nummer eins in Deutschland und ist führend in der Viehzucht.

Staatssekretärin Frauke Patzke betonte, angesichts der kriegerischen Handlungen in den Regionen sei die Sicherheit der transportierten Tiere "nach fachlicher Bewertung nicht mehr ausreichend gewährleistet." Nachdem bereits seit 2022 Tiertransporte aufgrund des Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine nach Belarus, Russland und in die Ukraine verboten sind, sei dies aus Tierschutzsicht "ein weiterer unverzichtbarer Schritt".

Im Audio: Auswirkungen auf Thailand durch den Krieg

An einer Tankstelle in Thailand ist ein Schild mit der Aufschrift "Dieselkraftstoff ist ausgegangen" angebracht (Archivbild, 18.03.2026).
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An einer Tankstelle in Thailand ist ein Schild mit der Aufschrift "Dieselkraftstoff ist ausgegangen" angebracht (Archivbild, 18.03.2026).

11.46 Uhr: Sieben irakische Soldaten bei Luftangriff getötet

Bei einem Luftangriff in der westirakischen Provinz Anbar sind sieben irakische Soldaten getötet und 13 weitere verletzt worden, so das Verteidigungsministerium. Der Angriff richtete sich gegen eine Stellung der schiitischen Volksmobilmachungskräfte, einer vom Iran unterstützten Milizgruppe. Betroffen wurden auch eine Militärklinik und eine technische Einheit. Rettungskräfte suchen nach weiteren Opfern. Das Ministerium verurteilte den Angriff als schwerwiegenden Verstoß gegen internationales Recht und eine gefährliche Eskalation, die die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen müsse.

11.20 Uhr: Pakistan hat Iran offenbar US-Vorschlag übermittelt

Laut einem Insider hat Pakistan dem Iran einen Vorschlag der USA übermittelt. Details dazu gab der hochrangige iranische Insider, der mit Reuters sprach, nicht preis, ebenso wenig, ob es sich um den 15-Punkte-Plan zur Kriegsbeendigung handelt, über den Medien berichten. Der Insider erklärte jedoch, dass auch die Türkei aktiv nach Wegen zur Beendigung des Krieges suche und als möglicher Gastgeber für Gespräche, ebenso wie Pakistan, in Betracht gezogen werde. Ein konkreter Ausrichtungsort für Verhandlungen stehe noch nicht fest.

11.14 Uhr: Raketenalarm in weiten Teilen Israels

Israel hat am Mittwochmittag (Ortszeit) mehrere Warnungen vor Raketenbeschuss aus dem Iran ausgegeben. Nach Angaben der israelischen Behörden feuerte Teheran ballistische Raketen auf verschiedene Teile des Landes ab. Polizei und Rettungsdienste waren demnach an mehreren Orten im Einsatz, an denen entweder Trümmer der bei dem Angriff genutzten Geschosse oder von israelischen Abfangraketen niedergegangen seien. Berichte über Verletzte lagen zunächst nicht vor.

11.09 Uhr: China fordert erneut Deeskalation in Nahost

China hat sich erneut für eine Deeskalation der Spannungen im Nahen Osten ausgesprochen. Außenamtssprecher Lin Jian betonte am Mittwoch in Peking, dass die Volksrepublik alle Bemühungen um eine Waffenruhe und den Beginn von Friedensgesprächen unterstütze. Dialog und Verhandlungen seien der Weg zur Lösung des Konflikts. Außenminister Wang Yi habe in einem Telefonat mit seinem iranischen Amtskollegen Abbas Araghtschi am Dienstag betont, dass alle Parteien jede Chance für Frieden nutzen sollten.

11.02 Uhr: Iranisches Atomkraftwerk Buschehr - Rosatom meldet Worst-Case-Szenario

Die Situation rund um das iranische Atomkraftwerk Buschehr entwickelt sich nach russischen Angaben entlang eines "Worst-Case-Szenarios". Rosatom-Chef Alexej Lichatschew teilte mit, dass die Mitarbeiterzahl im AKW auf ein Minimum reduziert werde, bis die Lage sich stabilisiere. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hatte zuvor über den Einschlag eines Geschosses auf dem Kraftwerksgelände informiert. Lichatschew gab an, dass der Einschlag am Dienstag gegen 19:00 Uhr (MEZ) in der Nähe eines Reaktorblocks erfolgte, ohne dass es Verletzte gab. Rosatom begann mit der dritten Evakuierungsphase, wobei eine Gruppe das Gebiet in Richtung iranisch-armenische Grenze verlässt. Weitere Gruppen sollen bald folgen.

11.00 Uhr: Lagarde - EZB bereit zu handeln bei steigenden Energiepreisen

EZB-Präsidentin Christine Lagarde hat die Bereitschaft der Europäischen Zentralbank betont, die Geldpolitik anzupassen, falls steigende Energiepreise durch den Iran-Krieg die Inflation deutlich anheizen. Der EZB-Rat sei bereit, "bei Bedarf auf jeder Sitzung zu handeln", sagte Lagarde in Frankfurt. Sie wies jedoch darauf hin, dass die Notenbank erst nach ausreichender Analyse der Auswirkungen des Schocks reagieren werde. Ihr Ziel bleibe eine Inflationsrate von 2 Prozent auf mittlere Sicht. Die nächste Zinsentscheidung der EZB ist für den 30. April angesetzt.

10.46 Uhr: Iran warnt USA vor Bodentruppeneinsatz im Nahen Osten

Der Iran hat die USA vor einem möglichen Einsatz von Bodentruppen gewarnt. Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf betonte auf X, dass Teheran die US-Truppenbewegungen in der Region genau beobachte und die Entschlossenheit des Landes, sich zu verteidigen, nicht in Frage gestellt werden dürfe. Medienberichten zufolge hat die US-Regierung die Verlegung von Tausenden Soldaten einer Luftlandedivision in den Nahen Osten angeordnet, um eine mögliche Invasion der iranischen Insel Charg, dem wichtigsten Exportterminal für iranisches Erdöl, zu verhindern.

10.16 Uhr: Irans Botschafter in Pakistan - bisher keine Gespräche zwischen USA und Iran

Nach dem iranischen Militär widersprach auch der Botschafter der Islamischen Republik in Pakistan Berichten über Verhandlungen zur Beendigung des Nahost-Kriegs. Botschafter Resa Amiri Moghadam erklärte, dass es bisher keine direkten oder indirekten Gespräche zwischen den USA und dem Iran gegeben habe, entgegen den Aussagen von US-Präsident Donald Trump. Er fügte jedoch hinzu, dass "befreundete Länder" daran arbeiten, die Voraussetzungen für einen Dialog zu schaffen, der zur Beendigung des Krieges beitragen könnte. Der pakistanische Ministerpräsident Shehbaz Sharif hatte zuvor erklärt, dass seine Regierung bereit sei, solche Gespräche zu vermitteln.

10.09 Uhr: UN-Hochkommissar - Iran-Krieg kann globale Krise auslösen

UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk warnte, dass der Iran-Krieg jederzeit in eine regionale oder globale Krise ausarten könnte. In einer Dringlichkeitsdebatte des UN-Menschenrechtsrats sagte er, der Konflikt könne Länder weltweit verstricken und verheerende Folgen für die Zivilbevölkerung haben. Besonders die Blockade der Straße von Hormus, die den Handel mit Öl, Nahrungsmitteln und Medikamenten betrifft, könnte Hunger- und Gesundheitskrisen auslösen, vor allem in einkommensschwachen Ländern. Türk verurteilte zudem die Angriffe auf zivile Infrastruktur im Iran sowie die Raketen- und Drohnenangriffe auf Israel.

08.45 Uhr: Bericht - Sieben Tote nach Luftangriffen im Nordwesten Irans

Bei einem Luftangriff im Nordwesten des Irans sind einem Bericht zufolge sieben Zivilisten ums Leben gekommen. Wie die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete, wurden in den frühen Morgenstunden in der Millionenmetropole Tabris Dienstwohnungen von Bahnmitarbeitern Ziel der israelisch-amerikanischen Angriffe. Unter den Trümmern suchen Helfer demnach nach weiteren Opfern. Bereits in der Nacht zu Dienstag wurde die Stadt bombardiert.

07.57 Uhr: Bundesregierung - Völkerrechtliche Prüfung nicht abgeschlossen

Die Bundesregierung hat noch keine abschließende Einschätzung darüber abgegeben, ob der Angriff der USA und Israels auf den Iran völkerrechtswidrig ist. Auf die Äußerung von Bundespräsident Frank Steinmeier, der den Krieg als völkerrechtswidrig und "politisch verhängnisvoll" bezeichnete, sagte ein Regierungssprecher, man kommentiere keine Aussagen anderer Verfassungsorgane. Die völkerrechtliche Prüfung sei noch nicht abgeschlossen und finde vor dem Hintergrund der iranischen Verstöße gegen internationale Abkommen und der Bedrohung Israels statt.

07.28 Uhr: Hoffnung auf Waffenruhe - Ölpreise fallen

Die Hoffnung auf eine mögliche Waffenruhe im Nahen Osten hat die Versorgungsängste der Anleger am Ölmarkt verringert. Die Ölpreise fielen deutlich, wobei die Nordseesorte Brent zeitweise unter 100 Dollar je Barrel notierte. Aktuell liegt der Preis bei 100,60 Dollar, ein Rückgang von 3,6 Prozent. US-Öl WTI fällt um 3,3 Prozent auf 89,29 Dollar. Laut einem Insider haben die USA dem Iran einen 15-Punkte-Plan zur Kriegsbeendigung übermittelt. Hiroyuki Kikukawa, Chefstratege bei Nissan Securities, erklärte, dass die Erwartungen an eine Waffenruhe gestiegen seien, aber die ungewissen Verhandlungsaussichten bremsen die Verkäufe. Einige Analysten rechnen mit weiterhin volatileren Märkten.

06.26 Uhr: Insider - USA verlegen Tausende Fallschirmjäger in den Nahen Osten

Laut Insidern plant das US-Verteidigungsministerium die Verlegung von Tausenden Soldaten der 82. Luftlandedivision in den Nahen Osten. Eine Entscheidung, die Fallschirmjäger im Iran einzusetzen, sei jedoch noch nicht gefallen, wie eine mit dem Vorgang vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag mitteilte. Ziel der Verlegung sei zunächst die Erhöhung der Einsatzkapazitäten für mögliche zukünftige Missionen. Die Insider gaben jedoch keine Details zur genauen Stationierung oder dem Zeitrahmen der Ankunft der Soldaten in der Region.

06.13 Uhr: Pistorius - Handelsschiffe aus dem Persischen Golf zu holen zur Zeit nicht verantwortbar

Verteidigungsminister Boris Pistorius befindet sich derzeit auf einer Reise durch mehrere Partnerstaaten im Indo-Pazifik. In Bezug auf den Krieg im Nahen Osten erklärte Pistorius in Singapur, dass Deutschland sich solange nicht an den Kämpfen beteiligen werde, wie der Krieg andauere. Erst nach dem Ende des Konflikts könne man etwa Handelsschiffe aus dem Persischen Golf begleiten.

Pistorius betonte, dass eine solche Unterstützung nur nach einem Waffenstillstand oder dem Ende der Kampfhandlungen möglich sei. Während des Krieges sei dies mit unverhältnismäßigem Risiko verbunden und daher nicht verantwortbar. "Es braucht ein Ende der Attacken des Iran auf die Golfstaaten, auf die Erdölproduktionsanlagen und die Sperrung der Straße von Hormuz. Das ist das Gebot der Stunde. So viele Länder hängen davon ab. Wir brauchen und dürfen uns keine weitere Eskalation dort erlauben.", so Pistorius.

06.05 Uhr: Iranisches Militär verspottet Trumps Aussagen zu möglichen Gesprächen

Ein Sprecher des iranischen Militärs hat die US-Versuche um ein Waffenruheabkommen verspottet und erklärt, die Amerikaner verhandelten nur mit sich selbst. In einem Video, das am Mittwoch im Staatsfernsehen ausgestrahlt wurde, fragte Ebrahim Solfaghari, Sprecher des zentralen Hauptquartiers "Chatam Al-Anbija": "Sind Ihre internen Konflikte so eskaliert, dass Sie mit sich selbst verhandeln?" Dies erfolgte kurz nach dem Bericht, dass die Trump-Regierung dem Iran über Pakistan einen 15-Punkte-Plan für eine Waffenruhe übermittelt hatte. "Unser erstes und letztes Wort war von Anfang an dasselbe und wird es auch bleiben: Jemand wie wir wird sich niemals mit jemandem wie Ihnen einigen", sagte Solfaghari. "Nicht jetzt, niemals."

05.30 Uhr: Trotz Iran-Krieg - Umschlag an deutschen LNG-Terminals stabil

Trotz des Kriegs im Iran, gestörter Lieferketten und stark gestiegener Preise läuft der Flüssigerdgas-Umschlag an den norddeutschen Terminals nahezu ohne Einschränkungen. Der Großteil der LNG-Importe stammt weiterhin aus den USA, die 2025 rund 94 Prozent der deutschen Importe ausmachten, so der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Auch das LNG-Terminal auf Rügen in Mukran arbeitet wie gewohnt, teilt die Deutsche Regas mit.

04.30 Uhr: Demokraten im US-Senat erzwingen erneut Abstimmung zum Iran-Krieg

Die Demokraten im US-Senat haben erneut eine Abstimmung zum Nahostkrieg erzwungen, doch die Positionen blieben unverändert. Wie bei zwei vorherigen Versuchen scheiterte auch diesmal eine Resolution zu den Kriegsbefugnissen mit 47 zu 53 Stimmen. Die Resolution hätte Präsident Trump verpflichtet, vor weiteren Angriffen auf den Iran die Zustimmung des Kongresses einzuholen. Senator Rand Paul aus Kentucky war der einzige Republikaner, der dafür stimmte, während Senator John Fetterman aus Pennsylvania als einziger Demokrat dagegen votierte. Demokraten fordern wöchentliche Abstimmungen, um den Senat zu öffentlichen Anhörungen zu drängen. "Dieser Krieg ergibt absolut keinen Sinn", sagte Senator Chris Murphy aus Connecticut, der die Abstimmung am Dienstagabend initiiert hatte

04.24 Uhr: Irak gewährt schiitischen Milizen Handlungsspielräume bei Angriffen

Die irakische Regierung hat schiitischen Milizen und anderen Mitgliedern der Sicherheitskräfte das Recht auf Selbstverteidigung im Falle von Angriffen eingeräumt. Dies berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Iraq News Agency am Mittwoch. Die Volksmobilisierungskräfte (PMF), eine politische und militärische Gruppierung überwiegend schiitischer Milizen, haben sich zu einer bedeutenden Macht im Irak entwickelt. Sie behaupten, bei Angriffen der USA ins Visier geraten zu sein, nachdem sie selbst Einrichtungen angegriffen hatten, die mit den Vereinigten Staaten im Irak in Verbindung stehen.

03.14 Uhr: Israel an Iran-Gesprächen nicht beteiligt

Israel nimmt laut UN-Botschafter Danny Danon nicht an den geplanten Gesprächen zwischen den USA und dem Iran teil, die angeblich später in dieser Woche in Pakistan stattfinden sollen. Danon erklärte, Israel sei nicht Teil der Verhandlungen. "Während wir hier sprechen, führen Israel und die USA weiterhin militärische Angriffe auf Ziele im Iran durch, und das werden wir auch weiter tun", sagte er vor UN-Reportern. Die Angriffe hätten "viel erreicht", aber noch nicht alles, so Danon. Zudem betonte er, dass Israel entschlossen sei, sicherzustellen, dass der Iran weder nukleare Fähigkeiten noch ballistische Raketen entwickelt.

02.20 Uhr: Israelische Angriffe im Libanon - Neun Menschen getötet

Israelische Angriffe im Süden des Libanon haben nach Angaben libanesischer Behörden neun Todesopfer gefordert. Bei den Angriffen am Dienstagabend wurden zudem Dutzende Menschen verletzt, teilte das libanesische Gesundheitsministerium mit. In der Provinz Nabatije kamen drei Menschen ums Leben, 18 weitere wurden verletzt. In der Provinz Sidon gab es sechs Tote und fünf Verletzte, in Tyros wurden 29 Menschen verletzt. Seit dem 2. März sind bei israelischen Angriffen im Libanon mindestens 1.072 Menschen ums Leben gekommen und 2.966 verletzt worden, darunter 121 Kinder und 81 Frauen.

02.17 Uhr: Treibstofflager am Flughafen Kuwait nach Drohnenangriff in Brand

Bei einem Drohnenangriff auf den internationalen Flughafen von Kuwait ist ein Treibstofflager getroffen worden und in Brand geraten. Laut ersten Informationen ist der Schaden gering, Verletzte gibt es keine. Die Regierung teilte auf der Plattform X mit, dass Notfallmaßnahmen und die Feuerwehr sofort eingesetzt wurden. Alle relevanten Einsatzkräfte sind am Flughafen am Rande von Kuwait-Stadt im Einsatz, so die Luftfahrtbehörde.

02.03 Uhr: Teheran lobt Steinmeiers Kritik am Krieg

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bekommt für seine Kritik am Iran-Krieg erwartbare Unterstützung der iranischen Führung, aber auch einige Kritik aus Deutschland zu hören. Das Staatsoberhaupt hatte den von Israel und den USA begonnenen Krieg als völkerrechtswidrig eingestuft. Irans Außenminister Abbas Araghtschi erklärte am Abend auf der Plattform X, Steinmeier gebühre Anerkennung dafür, "dass er die Verstöße gegen die Iraner verurteilt hat". Wer Rechtsstaatlichkeit schätze, solle ebenfalls seine Stimme erheben.

Mittwoch, 25. März 2026

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