Schäden nach den Raketenangriffen auf Teheran. Die iranische Hauptstadt wurde in der Nacht erneut bombardiert. (Archivbild vom 29.3.)
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Schäden nach den Raketenangriffen auf Teheran. Die iranische Hauptstadt wurde in der Nacht erneut bombardiert. (Archivbild vom 29.3.)

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Nahost-Ticker: News vom 31. März in der Nachlese

Die News vom 31. März in der Ticker-Nachlese.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio Nachrichten am .

Mit Informationen der ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten sowie der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen.

Karte zur militärischen Lage im Nahen Osten

23.26 Uhr: Ministerium - Mindestens acht Tote bei israelischen Luftangriffen auf Süden Libanons

Bei israelischen Luftangriffen auf mehrere Orte im Süden des Libanon sind am Dienstag nach offiziellen libanesischen Angaben mindestens acht Menschen getötet worden. Demnach kamen in der Gegend um die Küstenstadt Tyros drei Menschen ums Leben, in der Region um Sidon seien vier weitere Menschen gestorben.

Im unweit der Grenze zu Israel gelegenen Bint Dschubail wurde demnach ein Treffpunkt einer Rettungsorganisation getroffen, die mit der vom Iran finanzierten Hisbollah-Miliz verbunden ist. Dabei wurden laut dem Ministerium ein Sanitäter getötet und 13 weitere Menschen verletzt.

22.22 Uhr: Trump - US-Militäreinsatz gegen Iran nähert sich dem Ende

Der militärische Einsatz der USA gegen den Iran nähert sich nach den Worten von US-Präsident Donald Trump dem Ende. "Wir machen das großartig", sagt Trump in einem Interview mit dem Sender NBC News. "Und es geht zu Ende."

Im Video: USA deuten Ende der Attacken auf den Iran an

Ein ankommendes Geschoss explodiert in der Bucht von Haifa.
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ARCHIV - 28.02.2026, Israel, Haifa: Ein ankommendes Geschoss explodiert in der Bucht von Haifa.

21.14 Uhr: Netanjahu geht von Sturz der iranischen Führung aus

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu geht eigenen Angaben zufolge davon aus, dass Irans Regierung früher oder später stürzen wird. "Das Ayatollah-Regime im Iran ist schwächer denn je", sagte er in einer am Abend ausgestrahlten Videobotschaft. Wann und wie genau sich ein Machtwechsel vollziehen könnte, ließ er offen.

Der Kampf gegen die iranische Führung sei noch nicht vorbei, sage Netanjahu zugleich. Der Iran kann demnach Israel noch immer bedrohen, allerdings nicht mehr seine Existenz gefährden. Teheran sei inzwischen etwa nicht mehr in der Lage, Zehntausende ballistische Raketen und Marschflugkörper auf Israel zu feuern. 

Der israelische Regierungschef hatte sich bereits mehrfach direkt an das iranische Volk gewandt und dabei zum Sturz der Führung in Teheran aufgerufen.

21.13 Uhr: Israels Botschafter kritisiert Menschenrechtsbeauftragten scharf

Der israelische Botschafter in Deutschland, Ron Prosor, hat den Menschenrechtsbeauftragten der Bundesregierung, Lars Castellucci, scharf kritisiert. "Sehr geehrter Herr Castellucci, mit solchen Freunden braucht man keine Gegner", schrieb Prosor am Dienstagabend auf X. Er reagierte damit auf einen Post des SPD-Politikers, in dem dieser Israel für die Ausweitung der Todesstrafe kritisierte.

Prosor kritisierte eine "Doppelmoral". Die Kommentare Castelluccis erfolgten, während die Bürger Israels unter dem Beschuss von Staaten stünden, die die Vernichtung des Landes anstrebten. "Sie tun nichts, um das nächste Massaker an Juden zu verhindern - aber drohen Israel, wenn es seine Bürger schützt", so der Botschafter. Die Aussagen des SPD-Politikers nannte er zudem "arrogante Belehrungen".

20.58 Uhr: USA warnen Bürger in Saudi-Arabien vor möglichen Angriffen

Das US-Außenministerium warnt amerikanische Staatsbürger in Saudi-Arabien vor möglichen Angriffen und ruft sie auf, Schutz zu suchen. Die US-Botschaft teilt in einem Sicherheitshinweis mit, dass Hotels, US-Unternehmen und Bildungseinrichtungen potenzielle Ziele seien. Amerikaner sollen bis auf Weiteres in Gebäuden bleiben und sich von Fenstern fernhalten. Iranischen staatlichen Medien zufolge wollen die Revolutionsgarden ab Mittwoch als Vergeltung für Attacken auf den Iran US-Firmen im Nahen Osten ins Visier nehmen.

20.46 Uhr: EU kritisiert Israels Pläne zur Todesstrafe

Deutschland und die anderen 26-EU-Staaten haben Israels Pläne zur Einführung der Todesstrafe für Terroristen scharf kritisiert. Die Verabschiedung des entsprechenden Gesetzes durch das israelische Parlament stelle einen schwerwiegenden Rückschritt gegenüber der bisherigen Praxis sowie gegenüber den eigenen Verpflichtungen Israels dar, teilte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas im Namen der Mitgliedstaaten mit. Man sei zutiefst besorgt über den faktisch diskriminierenden Charakter des Gesetzes.

Die EU fordere Israel weiter auf, an seiner bisherigen grundsätzlichen Haltung festzuhalten und seinen völkerrechtlichen Verpflichtungen sowie seinem Bekenntnis zu demokratischen Grundsätzen nachzukommen, wie das auch in den Bestimmungen des Assoziierungsabkommens zwischen der EU und Israel verankert sei.

20.34 Uhr: Nordisrael am Abend unter Dauerbeschuss der Hisbollah

Die libanesische Hisbollah feuert weiterhin Raketen und Drohnen auf Israel - in mehreren Gebieten im Norden des Landes haben am Abend immer wieder die Warnsirenen geheult. Betroffen war auch die Küstenstadt Haifa. Im westlichen Teil Galiläas gab es laut der Zeitung «Haaretz» innerhalb einer Stunde sechsmal Raketenalarm. Israelischen Medien zufolge wurde ein Kind in Nordisrael leicht verletzt.

Aus dem Libanon gab es derweil Berichte über Angriffe Israels. Über Opfer wurde zunächst nichts bekannt. Vor einem Bombardement in den südlichen Vororten von Beirut hatte das israelische Militär Menschen in einem Gebäude und angrenzenden Häusern aufgerufen, diese zu verlassen, da sie sich in der Nähe einer «Einrichtung der Hisbollah» befänden. Die dicht besiedelten Vororte im Süden Beiruts gelten als Hochburg der Miliz.

20.10 Uhr: Irans Präsident fordert "Garantien" bei Beendigung des Krieges

"Wir haben den nötigen Willen, um den Konflikt zu beenden", sagte der iranische Präsident Massud Peseschkian am Dienstag in einem Telefonat mit EU-Ratspräsident António Costa. Dies gelte "unter der Bedingung", dass die "notwendigen Garantien" gegeben seien, "um eine Wiederholung der Aggression zu verhindern".

Peseschkian forderte finanzielle Entschädigungen sowie eine klare Festlegung der Verantwortlichkeiten für den Krieg. Von der Führung in Teheran war in den vergangenen Wochen mehrfach betont worden, der Krieg ende nicht, wenn US-Präsident Donald Trump dies wolle, sondern wenn der Iran dies beschließe.

18.00 Uhr: China und Pakistan fordern Waffenruhe

China und Pakistan fordern eine sofortige Waffenruhe am Persischen Golf und im Nahen Osten. Zudem dringen sie auf rasche Friedensgespräche und die Wiederherstellung der normalen Schifffahrt in der Straße von Hormus, wie die Außenminister beider Länder bei einem Treffen in Peking mitteilen.

17.45 Uhr: Blauhelm-Soldaten im Libanon getötet

Bei zwei Angriffen im Südlibanon sind drei indonesische UN-Blauhelmsoldaten getötet und zwei weitere verletzt worden. Ersten Erkenntnissen zufolge starben zwei der Soldaten am Montag bei der Explosion einer am Straßenrand platzierten Bombe, die ihren Konvoi traf, so der Chef der UN-Friedenstruppen, Jean-Pierre Lacroix. Ein weiterer indonesischer Soldat war in der Nacht zum Montag getötet worden, als ein Geschoss in der Nähe einer Stellung der UN-Truppe Unifil explodierte.

Israels UN-Botschafter Danny Danon macht die Hisbollah für den Tod der beiden Soldaten verantwortlich. Die Miliz bringe die Blauhelme in die Schusslinie. Das indonesische Außenministerium erklärt hingegen, die anhaltenden israelischen Militäreinsätze im Libanon setzten die UN-Friedenstruppen einer großen Gefahr aus.

17.10 Uhr: Iran droht mit Anschlägen auf US-Firmen

Die iranischen Revolutionsgarden drohen mit Attacken auf US-Unternehmen in der Region. Laut staatlichen Medien gibt es eine Liste mit 18 anvisierten Konzernen - unter ihnen Microsoft, Google, Apple, Intel, IBM, Tesla und Boeing. "Diese Unternehmen müssen ab dem 1. April um 20.00 Uhr Teheraner Zeit als Vergeltung für jeden Terrorakt im Iran mit der Zerstörung ihrer jeweiligen Zweigstellen rechnen", heißt es in einer Erklärung der Garden.

17.00 Uhr: Israel will im Süd-Libanon ganze Dörfer zerstören

Israel will das Grenzgebiet im Süden des Libanon unbewohnbar machen. In den Dörfern nahe der gemeinsamen Grenze sollen alle Häuser zerstört werden, kündigte Verteidigungsminister Israel Katz am Dienstag an. Ziel seien Verwüstungen wie im Gazastreifen. Die rund 600.000 aus dem Süden des Nachbarlandes geflohenen Menschen dürften erst in ihre Heimat zurückkehren, wenn der Norden Israels wieder sicher sei.

16.52 Uhr: Ex-Außenminister: Pharmaunternehmen im Iran bombardiert

Im Iran ist nach Worten des früheren Außenministers Mohammed-Dschawad Sarif ein Pharmaunternehmen Ziel eines Angriffs geworden. "Nach einem Monat voller Kriegsverbrechen wurde heute die Firma Tofigh Daru Research & Engineering zum Ziel", schrieb der ehemalige Minister auf der Plattform X. "Die verzweifelten Angreifer – denen es nicht gelungen ist, ihre teuflischen Wahnvorstellungen zu verwirklichen – haben nun gezielt einen Hersteller von pharmazeutischen Wirkstoffen, darunter auch Krebsmedikamente, angegriffen." Er veröffentliche dazu ein Foto, das ein zerstörtes und ausgebranntes Stockwerk der Einrichtung zeigen soll.

Der amtierende Außenminister Abbas Araghtschi warf Israel Kriegsverbrechen vor. Zugleich drohte er auf X mit Vergeltung. Die Streitkräfte würden die Angreifer hart bestrafen.

15.36 Uhr: US-Verteidigungsminister – Nächste Tage im Krieg werden entscheidend

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth sieht die kommenden Tage im Krieg mit dem Iran als entscheidend an. "In nur einem Monat haben wir die Bedingungen festgelegt – die kommenden Tage werden entscheidend sein", sagte er bei einer Pressekonferenz in Washington. Hegseth betonte, er bevorzuge es, den Krieg mit einem Abkommen zu beenden. "In der Zwischenzeit werden wir mit Bomben verhandeln."

Hegseth sagte, die neue iranische Führung sollte sich klüger verhalten als die alte und einem Abkommen zustimmen. US-Präsident Donald Trump sei dazu bereit. "Wenn der Iran nicht bereit ist, wird das US-Kriegsministerium mit noch größerer Intensität weitermachen."

Obwohl auch am Dienstag unter anderem Israel, Saudi-Arabien und Kuwait iranische Angriffe meldeten, bei denen es Verletzte und Schäden gab, bekräftigte Hegseth die Darstellung, der Iran sei militärisch am Ende. "Ja, sie feuern noch ein paar Raketen ab. Aber wir fangen sie ab." Nie zuvor im Krieg sei die Zahl der vom Iran abgefeuerten Drohnen und Raketen so gering gewesen wie in den vergangenen 24 Stunden.

15.13 Uhr: Unicef – Über 340 Kinder durch Krieg in Nahost bislang getötet

Mehr als vier Wochen nach dem Beginn der militärischen Eskalation im Nahen Osten zahlen Kinder in der Region laut Unicef weiterhin einen hohen Preis. Mehr als 340 Jungen und Mädchen wurden laut Berichten bereits getötet und Tausende verletzt, wie Unicef Deutschland am Dienstag in Köln mitteilte. Dazu zählten unter anderem 216 getötete und 1.767 verletzte Kinder im Iran sowie 124 getötete und 413 verletzte Kinder im Libanon, wie das UN-Kinderhilfswerk erklärte.

Die Unicef-Exekutivdirektorin Catherine Russell sagte: "Kinder in der Region sind schrecklicher Gewalt ausgesetzt." Sie rief die Konfliktparteien dazu auf, "das Leben der Zivilbevölkerung zu schützen und die Rechte von Kindern zu wahren". Das Kinderhilfswerk bekräftigte die Forderung nach einem sofortigen Ende der Feindseligkeiten. Alle Konfliktparteien sollten größtmögliche Zurückhaltung üben. Gemäß dem humanitären Völkerrecht müssten die Zivilbevölkerung, insbesondere Kinder, sowie zivile Einrichtungen jederzeit geschützt werden.

Laut Unicef wurden mehr als 1,2 Millionen Kinder in den betroffenen Ländern durch den Krieg vertrieben. Viele Kinder erlebten traumatische Ereignisse und verlören alles, was ihnen bisher Halt und Sicherheit gegeben habe. Anhaltende Gewalt und Instabilität könnten die Entwicklung der Kinder beeinträchtigen – mit langfristigen Folgen.

14.55 Uhr: Entwicklungsministerin sagt Hilfe für Nahen Osten zu

Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan will Länder im Nahen Osten mit rund 177 Millionen Euro unterstützen. Sie stelle Mittel für Jordanien, Libanon und die Palästinensischen Gebiete bereit, kündigte Alabali Radovan am Dienstag in Berlin an. Die SPD-Politikerin hält sich derzeit in Jordanien auf.

Ein Teil der Summe sei bereits für die Region eingeplant gewesen, ein weiterer Teil ergebe sich durch Umschichtungen innerhalb des Haushalts, so die Ministerin weiter. Unter anderem stünden 50 Millionen Euro aus dem Paket für die Versorgung der syrischen Flüchtlinge in Jordanien zur Verfügung. 30 Millionen Euro aus dem Paket stelle das Ministerium für die Menschen in Gaza und im Westjordanland bereit. 75 Millionen Euro seien für den Libanon vorgesehen.

Alabali Radovan betonte, der Iran-Krieg treffe die Menschen in der Region besonders hart. Es gehe jetzt um einen baldigen und nachhaltigen Frieden für die Region. Die Menschen bräuchten Perspektiven vor Ort.

14.08 Uhr: Trump an Verbündete – "Holt euch euer eigenes Öl"

US-Präsident Donald Trump hat auf seiner Plattform Truth Social seinem Frust über die verbündeten Staaten Luft gemacht, die sich nicht an einem Einsatz in der Straße von Hormus beteiligen wollen, aber über die hohen Benzinpreise klagen. "Holt euch euer eigenes Öl!", schrieb Trump am Dienstag.

Weiter heißt es: "All jene Länder, die wegen der Straße von Hormus kein Kerosin bekommen können – wie das Vereinigte Königreich, das sich geweigert hat, sich an der 'Enthauptung' des Iran zu beteiligen –, habe ich einen Vorschlag: Erstens: Kauft bei den USA, wir haben genug davon. Und zweitens: Fasst endlich Mut, fahrt zur Straße von Hormus und nehmt es euch einfach. Ihr müsst anfangen zu lernen, wie man für sich selbst kämpft; die USA werden nicht mehr da sein, um euch zu helfen, genauso wie ihr nicht für uns da wart. Der Iran ist im Grunde genommen dezimiert worden. Der schwierige Teil ist geschafft."

Konkret nahm Trump auch Frankreich ins Visier. In einem weiteren Beitrag auf Truth Social schrieb er: "Frankreich hat Flugzeugen, die mit Militärgütern beladen nach Israel fliegen wollten, den Überflug über französisches Hoheitsgebiet verweigert. Frankreich hat sich in Bezug auf den 'Schlächter des Iran', der nun erfolgreich ausgeschaltet wurde, sehr unkooperativ verhalten", schrieb Trump und fügte hinzu: "Die USA werden das nicht vergessen!"

13.31 Uhr: Iran-Krieg treibt Düngerpreise

Der Krieg im Iran lässt die Preise für Dünger weltweit steigen und setzt auch Landwirte in Deutschland zunehmend unter Druck. Der Deutsche Bauernverband schlägt deshalb Alarm und warnt insbesondere mit Blick auf die Frühjahrsbestellung vor einer kritischen Lage.

"Die deutlichen Preissteigerungen beim Dünger machen uns mit Blick auf den Frühsommer große Sorgen", sagte Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes, der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag. "Die massiv gestiegenen Preise für Diesel und Düngemittel schnüren der Landwirtschaft die Luft ab." Rukwied forderte, die Energiesteuer auf Diesel vorübergehend auszusetzen. "Hier ist Eile geboten, damit die Erzeugung von Lebensmitteln aufrechterhalten werden kann."

12.20 Uhr: Teilen von Fotos oder Videos kann in Iran Todesstrafe nach sich ziehen

Ein Sprecher der iranischen Justiz hat erklärt, dass Personen, denen Spionage oder Zusammenarbeit mit feindlichen Staaten vorgeworfen wird, nach einem verschärften Gesetz die Todesstrafe droht. Zudem könne ihr gesamtes Vermögen eingezogen werden. Auch das Teilen von Fotos oder Videos, die dem Gegner bei der Zielerfassung helfen könnten, könne als Zusammenarbeit gewertet werden.

Iranische Medien berichteten zuletzt, dass inzwischen mehr als 1000 Menschen festgenommen worden seien. Ihnen wird vorgeworfen, sensible Orte gefilmt, regierungskritische Inhalte im Internet verbreitet oder "mit dem Feind kooperiert" zu haben. Der Sprecher erklärte, das Gesetz sei bereits 2025 verabschiedet worden.

Es gelte für operative, nachrichtendienstliche sowie bestimmte mediale Aktivitäten, die als Unterstützung feindlicher Regierungen – insbesondere der USA und Israels – angesehen würden. Wer durch Falschinformationen Angst verbreite, müsse zudem mit Haftstrafen rechnen, die in Kriegszeiten verschärft würden. In diesem Zusammenhang seien bereits rund 200 Anklagen erhoben worden. Bei der Anwendung des Gesetzes werde keine Nachsicht geübt.

12.08 Uhr: Israel möchte Pufferzone im Südlibanon einrichten

Israels Verteidigungsminister Israel Katz hat angekündigt, dass sein Land eine Pufferzone zwischen Israel und dem Libanon einrichten will. Diese solle sich zwischen der israelischen Grenze und dem Fluss Litani im Süden des Libanon erstrecken. Israel werde die vollständige Kontrolle über das Gebiet übernehmen, sobald die Kämpfe gegen die Hisbollah beendet seien. Der Fluss liegt rund 30 Kilometer von der Grenze entfernt auf libanesischem Territorium.

Katz erklärte weiter, dass den mehr als 600.000 libanesischen Einwohnern, die in den Norden evakuiert wurden, eine Rückkehr in Gebiete südlich des Litani vorerst untersagt bleiben solle, bis die Sicherheit der Bevölkerung im Norden Israels gewährleistet sei. Zu diesem Zweck sollen alle Häuser in grenznahen Dörfern im Libanon nach dem Vorbild des Gazastreifens zerstört werden, um mögliche Bedrohungen dauerhaft zu beseitigen.

12.02 Uhr: Israel hat laut Russlands Außenminister Lawrow kein Interesse an guten Beziehungen des Iran zu Nachbarn

Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat gewarnt, dass sich die Krise im Nahen Osten zu einem noch größeren Konflikt ausweiten könnte. Die USA und Israel hätten kein Interesse an einer Normalisierung der Beziehungen zwischen dem Iran und seinen Nachbarstaaten, erklärte Lawrow.

Zugleich warf er den USA vor, mit ihren Plänen für einen Regierungsumsturz im Iran – ebenso wie zuvor in Venezuela – vor allem das Ziel zu verfolgen, die Kontrolle über Öl- und Gasreserven zu erlangen.

11.50 Uhr: Israels Militär auf "weitere Wochen" von Kämpfen vorbereitet

Israel ist nach Angaben eines Militärsprechers auf "weitere Wochen" der Kämpfe im Iran vorbereitet. Die Entscheidung darüber liege jedoch bei der politischen Führung, erklärte Militärsprecher Nadaw Schoschani vor Reportern. "Aber wir sind bereit, noch wochenlang weiterzumachen. Wir haben die Ziele dafür, die Munition dafür, die personellen Ressourcen dafür."

Der Angriff Israels und der USA auf den Iran hatte Ende Februar begonnen. US-Präsident Donald Trump hatte damals erklärt, der Einsatz werde vier Wochen oder weniger dauern.

11.01 Uhr: Nahost-Krieg treibt Inflation in Euro-Zone deutlich an

Mit Beginn des Nahost-Kriegs sind die Preise im Euroraum deutlich gestiegen und schüren neue Inflationssorgen. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich im März um durchschnittlich 2,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das EU-Statistikamt Eurostat am Dienstag mitteilte. Experten hatten mit 2,6 Prozent gerechnet, nach 1,9 Prozent im Februar.

Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt eine Inflationsrate von 2,0 Prozent an, die als optimal für die Wirtschaft im Währungsraum gilt. Damit wächst der Druck auf die EZB, bei ihrer nächsten Sitzung Ende April eine Anhebung des Leitzinses in Erwägung zu ziehen, um der steigenden Inflation entgegenzuwirken.

10.46 Uhr: Trump will Iran-Krieg auch ohne Wiederöffnung der Straße von Hormus beenden

US-Präsident Donald Trump will einem Zeitungsbericht zufolge die vom Iran weitgehend blockierte Straße von Hormus nicht durch einen US-Militäreinsatz wieder öffnen lassen. Laut dem "Wall Street Journal" ("WSJ") vom Montagabend (Ortszeit), unter Berufung auf US-Regierungsmitarbeiter, sei Trump bereit, den Krieg zu beenden, auch wenn die für den Öl- und Gashandel wichtige Meerenge weiterhin größtenteils gesperrt bleibe.

Dem Bericht zufolge seien Trump und seine Berater in den vergangenen Tagen zu dem Schluss gekommen, dass ein Militäreinsatz zur Öffnung der Meerenge den Krieg zu sehr verlängern würde. Stattdessen wolle der US-Präsident die iranische Marine und das Raketenarsenal des Landes gezielt außer Gefecht setzen.

Der Iran solle laut Trumps Plan unter diplomatischen Druck gesetzt werden, die Straße von Hormus wieder zu öffnen. Sollten diese Bemühungen scheitern, sollen nach Trumps Vorstellungen die Verbündeten der USA in Europa und in der Golfregion die Führung bei der Wiederöffnung der Meerenge übernehmen.

10.27 Uhr: EU-Kommissar fordert Vorbereitung auf anhaltende Störung der Energiemärkte

EU-Energiekommissar Dan Jorgensen hat die Regierungen der EU-Staaten aufgefordert, sich auf eine längerfristige Störung der Energiemärkte infolge des Iran-Kriegs vorzubereiten.

In einem Schreiben an die Minister, das Reuters vorliegt, heißt es, die derzeitigen Auswirkungen des Kriegs auf die Energieversorgung Europas seien noch begrenzt. Die Regierungen seien jedoch aufgefordert, "rechtzeitig Vorkehrungen für eine möglicherweise anhaltende Störung zu treffen".Jorgensen richtete sein Schreiben an die Minister im Vorfeld einer Dringlichkeitssitzung an diesem Dienstag.

10.19 Uhr: Italien verweigert US-Militär Landung auf Stützpunkt

Italien hat mehreren US-Flugzeugen die Landung auf einem Stützpunkt auf der Mittelmeerinsel Sizilien im Zusammenhang mit dem Krieg gegen den Iran verweigert. Wie die Tageszeitung "Corriere della Sera" berichtete, erteilte Verteidigungsminister Guido Crosetto dem US-Militär vor einigen Tagen keine Genehmigung, den Militärflughafen Sigonella für einen Weiterflug in den Nahen Osten zu nutzen. Aus dem Umfeld des Ministeriums in Rom wurde dies bestätigt.

Demnach sei Italien über das Vorhaben des US-Militärs erst informiert worden, als sich die Flugzeuge bereits in der Luft befanden. Zuvor habe es weder eine Genehmigungsanfrage noch eine Information an den Nato-Partner gegeben. Zudem sei unklar geblieben, um welche Art von Flügen es sich gehandelt habe. Der Flugplatz Sigonella liegt nahe der Stadt Catania im Osten Siziliens. Dort befinden sich sowohl ein Stützpunkt der italienischen Luftwaffe als auch Einrichtungen der US Navy. Das Gelände wird zudem von der Nato genutzt.

10.18 Uhr: Drei chinesische Schiffe sollen Straße von Hormus passiert haben

Das chinesische Außenministerium hat mitgeteilt, dass drei chinesische Schiffe kürzlich die Straße von Hormus passiert haben. Man wisse die Unterstützung der beteiligten Parteien zu schätzen, erklärte ein Sprecher des Außenministeriums in Peking, ohne weitere Details zu nennen.

Eigentlich blockiert der Iran die Straße von Hormus derzeit für Handelsschiffe und Tanker. Zuletzt hatte es jedoch Berichte gegeben, wonach einzelne Schiffe gegen Geldzahlungen passieren durften. China zählt zudem zu den Staaten, mit denen der Iran an guten Beziehungen interessiert ist.

Der Sprecher betonte außerdem, China sei bereit, konstruktiv zur Wiederherstellung des Friedens im Nahen Osten beizutragen. Die Regierung in Peking setzt damit ihre Bemühungen fort, sich als Stabilitätsfaktor zu präsentieren und sich zugleich von den USA unter Präsident Donald Trump abzugrenzen.

09.13 Uhr: Mehrere Einschläge nach iranischem Raketenangriff auf Israel

Nach einem erneuten iranischen Raketenangriff auf Israel hat es nach Angaben der Polizei mehrere Einschläge im Großraum Tel Aviv gegeben. Polizei und Sprengstoffexperten seien damit beschäftigt, die Einschlagsorte zu sichern, teilte die Polizei mit.

LautAngaben des Rettungsdienstes Magen David Adom wurden sechs Menschen verletzt. Gebäude und Fahrzeuge seien beschädigt worden, berichteten israelische Medien. Das Nachrichtenportal "ynet" meldete, Teheran habe erneut Streumunition eingesetzt.

08.49 Uhr: Tote nach Angriff auf religiöse Anlage im Iran

Im Krieg der USA und Israels gegen den Iran sind nach Angaben staatlicher Medien bei einem Luftangriff auf eine religiöse Anlage im Nordwesten des Landes drei Menschen ums Leben gekommen. Bei der Attacke in der Stadt Sandschan seien zudem zwölf weitere Menschen verletzt und in Krankenhäuser gebracht worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna.

Dem Bericht zufolge wurden bei der Bombardierung des Komplexes ein Verwaltungsgebäude, ein Gästehaus, eine Bibliothek sowie umliegende Gebäude beschädigt. Ein von der Nachrichtenagentur veröffentlichtes Video zeigte ein vollständig zerstörtes Gebäude, Trümmer und Rauch. Die Moschee selbst blieb den Aufnahmen zufolge unversehrt.

08:46 Uhr: "Dutzende Terroristen" im Südlibanon getötet

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben bei ihrem Einsatz im Süden des Libanon innerhalb von 24 Stunden "Dutzende Terroristen" getötet. Diese seien identifiziert worden, als sie versucht hätten, aus Verstecken heraus Soldaten anzugreifen. Einer habe demnach einen Angriff mit einer Panzerabwehrrakete vorbereitet.

Zudem sei ein Kämpfer der libanesischen Hisbollah-Miliz festgenommen worden, der israelische Truppen beobachtet habe, hieß es weiter. Die Soldaten hätten im Süden des Libanon unter anderem Waffenlager, Kommandoposten und unterirdische Anlagen zerstört.

07.07 Uhr: Feuer auf Öltanker im Hafen von Dubai gelöscht

Das nach einem mutmaßlich iranischen Drohnenangriff ausgebrochene Feuer auf einem kuwaitischen Öltanker ist nach Angaben aus Dubai gelöscht worden. Die 24 Besatzungsmitglieder der "Al Salmi" seien in Sicherheit, Verletzte habe es nicht gegeben, teilten die Behörden des Golfemirats mit.

Die Kuwait Petrol Corporation (KPC) erklärte unterdessen, der voll beladene Supertanker sei bei einem iranischen Angriff getroffen und am Rumpf beschädigt worden. Laut der kuwaitischen Nachrichtenagentur Kuna warnte KPC vor einer möglichen Ölpest. Den Schiffsinformationsdiensten Lloyd's List Intelligence und TankerTrackers zufolge hatte der Tanker rund zwei Millionen Barrel Öl aus Kuwait und Saudi-Arabien geladen. Nach Angaben von Lloyd's war als Zielhafen Qingdao in China vorgesehen.

05.23 Uhr: Irans Staatsmedien – Stromausfälle in Teheran

In Teilen der iranischen Hauptstadt ist Staatsmedien zufolge nach Explosionen der Strom ausgefallen. "Stromausfälle in Teilen Teherans, nachdem mehrere Explosionen zu hören waren", meldete die iranische staatliche Nachrichtenagentur Fars. Die iranische staatliche Nachrichtenagentur Tasnim berichtete, einige Bewohner im Osten Teherans seien ohne Strom, und die Behörden arbeiteten daran, die Versorgung wiederherzustellen.

02.13 Uhr: Saudi-Arabien meldet iranische Angriffe

Iran setzt den Beschuss benachbarter Golfstaaten fort. Das Verteidigungsministerium in Saudi-Arabien meldete in der Nacht wiederholte Angriffe mit ballistischen Raketen. Die Geschosse seien von der Luftabwehr abgefangen und zerstört worden.

02.02 Uhr: Netanjahu – Mehr als die Hälfte der Kriegsziele in Iran erreicht

In dem Krieg Israels und der USA gegen Iran sind nach Auffassung des israelischen Regierungschefs Benjamin Netanjahu mehr als die Hälfte der Ziele erreicht worden. "Wir haben definitiv die Hälfte hinter uns", sagte Netanjahu in einem Interview mit dem US-Sender Newsmax. Netanjahu zeigte sich zuversichtlich, dass die iranische Führung fallen werde. "Ich denke, dieses Regime wird von innen heraus zusammenbrechen", sagte er. "Wir schwächen ihre militärischen Fähigkeiten, wir schwächen ihre Raketenfähigkeiten, wir schwächen ihre atomaren Fähigkeiten und wir schwächen sie außerdem von innen." Einen Zeitplan für den Verlauf des Krieges nannte er nicht.

00.40 Uhr: Tanker vor der Küste von Dubai beschossen

Ein Tanker ist im Persischen Golf unter Beschuss geraten. Wie die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt mitteilte, traf ein nicht näher beschriebenes Projektil das Schiff rund 57 Kilometer nordwestlich von Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten und löste einen Brand aus. Die Besatzung sei in Sicherheit, die Behörden ermittelten. Von wo und von wem das Geschoss abgefeuert wurde, ist noch unklar.

00.17 Uhr: Selenskyj – "Historische Vereinbarungen" mit Golfstaaten

Mehrere Golfstaaten wollen nach den Worten des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj mit der Ukraine zusammenarbeiten. Es gebe bereits "historische Vereinbarungen" mit Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar, sagte Selenskyj nach einer Reise in den Nahen Osten und die Golfregion in seiner abendlichen Videobotschaft. Außerdem arbeite die Ukraine mit Jordanien und Kuwait zusammen. Es gebe weitere Anfragen aus Bahrain und Oman.Die Ukraine, die sich seit mehr als vier Jahren gegen eine russische Invasion verteidigt, bietet seit dem Ausbruch des Iran-Krieges vor gut einem Monat den Staaten im Nahen Osten und den Golfmonarchien Hilfe bei der Abwehr von iranischen Drohnen an.

Dienstag, 31. März 2026

Audio: Trump spekuliert über Einsatz von Bodentruppen

(Archivbild): US-Bodentruppen im Einsatz
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(Archivbild): US-Bodentruppen im Einsatz

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