Spielszene ERC Ingolstadt - EHC München
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DEL-Play-offs: Bayerns Hoffnungsträger greifen im Titelrennen an

Die DEL-Play-offs starten und drei bayerische Teams sind mittendrin. Während der EHC München und der ERC Ingolstadt im direkten Duell aufeinandertreffen, fordern die Straubing Tigers den Meister Berlin.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio am .

Die heiße Saison-Phase in der Deutschen Eishockey Liga beginnt: Die Play-offs versprechen intensive Serien. Gespielt wird im Best-of-Seven-Modus, vier Siege sind also für das Weiterkommen nötig. Als großer Favorit auf den Titel gelten die Kölner Haie, die mit einem beeindruckenden Punkterekord von 116 Zählern und 13 Punkten Vorsprung durch die Hauptrunde marschiert sind. Doch in den Play-offs werden die Karten bekanntlich neu gemischt. Drei bayerische Vereine belegen nach der Hauptrunde die Plätze drei bis fünf und sind somit im Viertelfinale vertreten: Die Straubing Tigers (3.), der EHC München (4.) und der ERC Ingolstadt (5.).

München und Ingolstadt treffen im Viertelfinale aufeinander

Im Viertelfinale kommt es zum direkten Duell zwischen dem EHC Red Bull München und dem ERC Ingolstadt. Also eine Neuauflage des Finals von 2022/23, damals ging der Sieg an München. Das erste Spiel steigt am Dienstag, 24. März, um 19:00 Uhr in München.

Der EHC geht leicht favorisiert in die Serie. München ist top besetzt: Kapitän Patrick Hager knackte in dieser Saison die Marke von 1.000 DEL-Spielen und die Defensive glänzt mit Spielern wie Verteidiger Ryan Murphy. Ein Wermutstropfen ist, dass Nationaltorhüter Mathias Niederberger wohl für den Rest der Saison ausfallen wird, doch Antoine Bibeau überzeugte in der Hauptrunde mit konstant starken Leistungen. Außerdem haben die Münchner sich im Februar mit Albert Smits ein Welt-Talent gesichert und können sich in der Offensive wieder auf Rückkehrer Chris DeSousa verlassen.

Ingolstadts Riley Barber bester Stürmer der Saison

Die Ingolstädter kommen mit viel Offensivpower. Jüngst wurde Riley Barber (32 Tore) als Stürmer des Jahres ausgezeichnet und ist zweitbester Scorer der Liga. Mit enormem Tempo nach vorne und einem besonders schnellen Umschaltspiel forderten die Oberbayern in der Hauptrunde ihre Gegner heraus. Allerdings konnte der ERC in dieser Saison nur eines der vier Spiele gegen München gewinnen und verlor zum Ende der Hauptrunde mit 3:5 bei den Iserlohn Roosters. Erfahrung bringt DEL-Legende Daniel Pietta (39) mit, der weiterhin Rekorde sammelt und seinen Vertrag nochmal verlängert hat.

Straubing Tigers jetzt schon mit historischer Saison

Parallel zum bayerischen Play-off-Duell empfangen die Straubing Tigers den amtierenden Meister, die Eisbären Berlin (24. März 2026 um 19:30 Uhr). Straubing spielt die beste Saison der Vereinsgeschichte: Die Mannschaft von Headcoach Craig Woodcroft stellte in dieser Saison einen neuen Vereins-Punkterekord auf: Mit 101 Zählern übertraf das Team den bisherigen Bestwert der Clubgeschichte.

Außerdem scheint aktuell alles zu stimmen bei den Niederbayern. Schon nach den ersten zehn Hauptrundenspielen war klar, dass sie eine historisch gute Saison spielen. Sie waren das zweikampfstärkste Team mit den meisten Schüssen der Liga, ließen aber (zusammen mit den Kölner Haien) auf der Gegenseite am wenigsten Schüsse zu. Zudem spielen sie mit einem enormen Tempo und die Balance zwischen Offensive und Defensive stimmt.

Straubing nimmt es mit Meister Berlin auf

Die Vorzeichen für den Play-off-Auftakt gegen Berlin stehen gut für die Straubing Tigers, haben sie doch in der Hauptrunde drei von vier Duellen gewonnen und genießen Heimrecht im Eisstadion am Pulverturm. Die Mannschaft von Trainer Craig Woodcroft überzeugt mit viel Puckbesitz, klaren Strukturen und starkem Passspiel.

Berlin hingegen reist mit Play-off-Erfahrung und zuletzt fünf Siegen in Serie an, trotz einer von Ausfällen geprägten Saison. In den vergangenen zwei Jahren setzten sich die Eisbären in den Play-offs jeweils gegen Straubing durch. Berlin bleibt gefährlich, doch Straubing hat die Chance, endlich den nächsten Schritt zu machen.

Bayerische Teams dicht beieinander

Aus bayerischer Sicht könnten die Play-offs kaum spannender sein. München wirkt wie ein stabiler Titelkandidat, während Straubing mit seiner historischen Saison für Furore sorgt. Ingolstadt hingegen geht mit viel Offensivqualität ins Rennen. Die große Frage bleibt: Kann überhaupt ein Team die überragenden Kölner Haie stoppen?

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