FC-Bayern-Sportvorstand Max Eberl und FCB-Ehrenpräsident Uli Hoeneß
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FC-Bayern-Sportvorstand Max Eberl und FCB-Ehrenpräsident Uli Hoeneß

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60:40 - und doch Zweifel: Wackelt Eberls Zukunft beim FC Bayern?

Max Eberl feiert mit dem FC Bayern sportliche Erfolge, doch hinter den Kulissen scheint die Zukunft des Sportvorstandes trotzdem unklar zu sein. Wie fest sitzt Eberl wirklich im Sattel an der Säbener Straße?

Über dieses Thema berichtet: Sportschau am .

Als Max Eberl im März 2024 nach München kam, galt er als Wunschkandidat des FC Bayern – auch von Uli Hoeneß. Der Ehrenpräsident hatte sich früh für den Ex-Gladbach-Manager als Sportvorstand stark gemacht. Klar war aber auch: Wer beim Rekordmeister arbeitet, bewegt sich im direkten Einflussbereich von Hoeneß.

Das Verhältnis zwischen Eberl und Hoeneß – zwischen Vertrauen und Kritik

Das hat Eberl in den letzten zwei Jahren immer wieder zu spüren bekommen. Schnell wurde seine Arbeit vom Aufsichtsrat immer wieder kritisch beäugt - vor allem der Bayern-Patriarch äußerte sich mehrfach und nicht immer wohlwollend öffentlich zur Arbeit des Sportvorstands.

Wie zuletzt nach dem Pokal-Erfolg des FC Bayern: Hoeneß' Aussagen zur Zukunft des Sportvorstands sorgten für Aufmerksamkeit. Der 74-Jährige sprach von einer "60:40"-Tendenz für eine Vertragsverlängerung, fügte aber gleichzeitig hinzu: "Da sind noch Zweifel" - trotz des sportlichen Erfolgs, der neben Kompanys Handschrift auch die von Eberl trägt.

Hoeneß: Eberl hat "großen Anteil am sportlichen Erfolg"

Er war es, der Michael Olise und Luis Diaz an die Isar lockte, er war es, der den Vertrag mit Trainer Vincent Kompany vorzeitig verlängerte - ein Schritt, der sich insbesondere nach dem Abschied von Pep Guardiola bei Manchester City langfristig noch als strategisch klug erweisen könnte. Selbst Hoeneß räumte zuletzt ein, Eberl habe "einen großen Anteil am Erfolg dieser Saison".

Trotzdem scheint Eberl innerhalb des Vereins häufig unter besonderer Beobachtung zu stehen. Positive Entwicklungen werden oft als gemeinschaftliche Leistung des Klubs bewertet, während Fehlentscheidungen schnell mit seiner Person verknüpft werden. Laut Medienberichten werfen Teile der Klubführung ihm vor, bei Transfers zu schnell zu handeln oder Entscheidungen nicht ausreichend intern abzustimmen.

Einer von Eberls Kritikern ist Karl-Heinz Rummenigge

Der frühere Sportvorstand Hasan Salihamidzic, der vor drei Jahren eiskalt abserviert wurde, kennt das alles. "Ich musste das auch durchmachen. Beim FC Bayern musst du mit allem rechnen, besonders wenn Uli Hoeneß, Karl-Heinz Rummenigge und Herbert Hainer da sind. Es gibt immer ein Interview, das du nicht erwartest", sagte Salihamidzic bei Sport1.

Vor allem Rummenigge gilt Berichten zufolge innerhalb des Aufsichtsrats als kritische Stimme gegenüber Eberl. Diskutiert werden demnach vor allem Kommunikationswege, die Transferpolitik sowie steigende Gehaltsstrukturen innerhalb des Kaders. Kritiker bemängeln, Eberl informiere wichtige Gremien nicht immer frühzeitig genug oder handle in Verhandlungen teilweise zu offensiv - wie bei den Vertragsverlängerungen mit Jamal Musiala, Alphonso Davies, Dayot Upamecano und Joshua Kimmich. Sie sind in den Augen von Hoeneß & Co. finanziell zu kostspielig ausgefallen. Offizielle Zahlen gibt es nicht, doch Berichten zufolge soll allein die Unterschrift von Davies mit einer Signing Fee von rund 20 Millionen Euro verbunden gewesen sein.

Eberl reagiert auf Kritik gelassen

Eberl selbst reagiert öffentlich meist ruhig, kontrolliert und diplomatisch. Auf die jüngsten Aussagen von Hoeneß antwortete er sachlich: Er sei bereit weiterzumachen – "wenn man das möchte".

Über eine mögliche Vertragsverlängerung Eberls kann offiziell frühestens ab Juli gesprochen werden, da Vorstandsverträge beim FC Bayern traditionell erst ein Jahr vor Ablauf verlängert werden. Spätestens bei der nächsten Sitzung des Aufsichtsrats im August dürfte die Zukunft des Sportvorstands also erneut intensiv diskutiert werden.

Video: Max Eberl zu Hoeneß'-Aussagen

Max Eberl
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Max Eberl

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