Andrea Rothfuss und Christian Schmied als Fahnenträger bei der Schlussfeier
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Andrea Rothfuss und Christian Schmied als Fahnenträger bei der Schlussfeier

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Paralympics-Ticker: Paralympics 2026 offiziell beendet

Bei der Schlussfeier der Paralympics 2026 strahlen Rothfuss und Schmiedt als Fahnenträger. Anja Wicker hat sich im Langlauf Silber gesichert. Marco Maier verpasst seine fünfte Medaille. Alle News der Paralympischen Winterspiele im Ticker.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio am .

Die wichtigsten Paralympics-News am Sonntag

  • Rothfuss und Schmiedt strahlen als Fahnenträger bei der Schlussfeier (21.30 Uhr)
  • Ski Alpin: Glötzner und Rauen im Slalom in den Top-Ten (14.37 Uhr)
  • Langlauf: Marco Maier verpasst verpasst fünfte Medaille (14.32 Uhr)
  • Langlauf: Vierte Medaille: Wicker holt Silber im Langlauf (10.30 Uhr)
  • Paralympics 2026 - das Wichtigste im Überblick

21.30 Uhr: Rothfuss und Schmiedt strahlen als Fahnenträger bei der Schlussfeier

Die Paralympischen Winterspiele 2026 Mailand/Cortina enden mit der Schlussfeier in der Curling-Arena von Cortina d'Ampezzo. Der Para-Skirennläuferin Andrea Rothfuss und dem Para-Snowboarder Christian Schmiedt wurde die Ehre zuteil, die deutsche Fahne durch die Arena zu tragen. Mit breitem Grinsen und stolzen Gesichtern drehten die Sportler zur DJ-Musik ihre Runde.

Bei den Spielen in Sotschi hatte Rothfuss bereits bei der Eröffnungsfeier die Fahne getragen. "Dass einem Athleten diese Ehre einmal zuteilwird, ist schon etwas ganz Besonderes. Noch ein zweites Mal die Fahne tragen zu dürfen bei meinen letzten Spielen, ist einfach unbeschreiblich", meinte Rothfuss. Nach einer zweijährigen Auszeit wegen Depressionen hatte sie erst im vergangenen Dezember ihr Comeback gefeiert und ist wegen ihres offenen Umgangs mit mentalen Problemen für viele Menschen ein Vorbild.

Die weitere Show war geprägt von modernen Tänzen und poppigen aber auch ruhigen Musikstücken. Im Anschluss wurde ein Ausblick auf die Paralympischen Winterspiele 2030 in Frankreich geworfen. Mit einer Rede des Präsidenten des Organisationskomitees der Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2026, Giovanni Malagò, wurden die Paralympics offiziell beschlossen.

Im Video: Zwischen Gold-Freuden und bitteren Tränen

Anna-Lena Forster
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Anna-Lena Forster

14.37 Uhr: Glötzner und Rauen im Slalom in den Top-Ten

Der einbeinige Skirennfahrer Christoph Glötzner hat es bei den Paralympischen Winterspielen in Norditalien in die Top-Ten geschafft. Bei schwierigen Bedingungen mit reichlich Neuschnee und dichtem Nebel auf der Tofana-Piste fuhr der 22-Jährige im Slalom der stehenden Startklasse in 1:34,93 auf den siebten Platz.

"Eigentlich war schon das große Ziel eine Medaille, vor allem im Slalom", sagte Glötzner dem SID: "Gerade mit den Umständen und den Ausscheidern davor, ist es schon ein Ergebnis, womit man zumindest leben kann." Der Oberpfälzer fuhr damit sein erstes Paralympics-Ergebnis ein, nachdem er im Riesenslalom im ersten Lauf nach einem Sturz ausgeschieden und in Peking vor vier Jahren bei seinem Debüt ebenfalls nicht ins Ziel gekommen war.

In der Klasse der Sehbehinderten fuhr Alexander Rauen mit Guide Jeremias Wilke auf Rang neun (1:44,85). Auf den Sieger aus Italien Giacomo Bertagnolli fehlten dem 24-Jährigen vom TSV Kareth-Lappersdorf über 15 Sekunden. Zweiter wurde der Pole Michal Golas vor dem Kanadier Kalle Ericsson auf Rang drei.

Leon Gensert schied im zweiten Lauf im Slalom der sitzenden Klasse aus. Dort ging der Sieg an den Niederländer Jeroen Kampschreur. Das Podest komplettierten Jesper Pedersen (Norwegen) und Takeshi Suzuki (Japan).

14.32 Uhr: Marco Maier verpasst fünfte Medaille im Langlauf

Der viermalige Medaillengewinner Marco Maier verpasste am Finaltag das Podest deutlich. Auf der ungeliebten Langdistanz über 20 Kilometer kam der Allgäuer in der stehenden Klasse auf Position sieben, zu Bronze fehlten fast anderthalb Minuten. Maier hatte im Biathlon dreimal Bronze sowie mit der offenen Langlauf-Staffel Silber geholt.

10.30 Uhr: Vierte Medaille: Wicker holt Silber im Langlauf

Anja Wicker hat sich bei den Paralympischen Winterspielen ihre vierte Medaille gesichert. Nach einmal Silber und zweimal Bronze im Biathlon gewann die 34-Jährige zum Abschluss der Skilanglauf-Wettbewerbe über die Langstrecke nochmals Silber und damit ihre insgesamt siebte Medaille bei Paralympics. Ihre vorherigen sechs Podestplätze bei Winterspielen holte sie allesamt im Biathlon, nun feierte sie Premiere im Skilanglauf.

Damit verbesserte die Stuttgarterin die Bilanz der deutschen Langläufer auf viermal Silber, dazu kam einmal Bronze. Bei Schneeregen in Tesero lag Wicker über 20 km in der sitzenden Klasse 54,1 Sekunden hinter Siegerin Kim Yunyi aus Südkorea, die sonstige Dominatorin Oksana Masters (+1:11,2 Minuten) aus den USA wurde Dritte. Die Deutsche lag auf der längsten Strecke lange auf Kurs Bronze, zog auf den letzten fünf Kilometern aber noch an der US-Amerikanerin vorbei.

10.00 Uhr: Slalom-Start wegen Wetter verschoben

Der ursprünglich für 9 Uhr geplante Start des Slaloms der Männer wurde nach einer Jury-Inspektion um eine Stunde nach hinten verschoben. Grund dafür sind starke Schneefälle in Cortina. Der 2. Lauf soll um 14 Uhr stattfinden.

Aus deutscher Sicht sind Alexander Rauen in der Klasse der Sehbeeinträchtigten, Christoph Glötzner (stehend) und Leon Gensert (sitzend) dabei. Auch in Tesero herrschen erschwerte Bedingungen. Die Langlauf-Strecke hat durch anhaltenden Schneeregen bereits arg gelitten. Der Intervallstart über 20 km ab 9 Uhr mit Anja Wicker findet aber statt.

Im Audio: Letzer Tag der Paralympics

Anja Wicker
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Anja Wicker

Die Paralympics-Highlights vom 15. März

  • Para Langlauf: 20km Intervallstart freier Stil sitzend (Frauen/Männer) (09.00 Uhr)
  • Para Ski Alpin: Slalom alle Klassen (Männer) Lauf 1 (10.00 Uhr)
  • Para Langlauf: 20km Intervallstart freier Stil stehend (Frauen/Männer) (10.20 Uhr)
  • Para Langlauf: 20km Intervallstart freier Stil VI (Frauen/Männer) (11.45 Uhr)
  • Para Eishockey: Bronze-Spiel China - Tschechien (12.05 Uhr)
  • Para Ski Alpin: Slalom alle Klassen (Männer) (14.00 Uhr)
  • Para Eishockey: Finale USA - Kanada (16.05 Uhr)
  • Schlussfeier (20.30 Uhr)

Die wichtigsten Paralympics-News am Samstag

  • Langlauf: Staffel mit Marco Maier holt Paralympics-Silber (12.00 Uhr)
  • Andrea Rothfuss und Christian Schmiedt tragen deutsche Fahne (11.30 Uhr)
  • Langlauf: Deutsche Mixed-Staffel auf Rang vier (10.32 Uhr)
  • Paralympics 2026 - das Wichtigste im Überblick
Jubel Langlauf-Staffel nach Silber
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Jubel Langlauf-Staffel nach Silber

14.14 Uhr: Nur Vierte: Forster verpasst Gold-Hattrick klar

Monoskifahrerin Anna-Lena Forster hat ihr Gold-Triple bei den Paralympischen Winterspielen in Norditalien klar verpasst. Nach den Siegen in der Abfahrt und dem Riesenslalom reichte es für die 30-Jährige aus Radolfzell in ihrer Paradedisziplin Slalom überraschend nur zu Rang vier, auf dem ungeliebten flachen Hang von Cortina d'Ampezzo endeten ihre Spiele mit einer Enttäuschung. Acht Hundertstel fehlten zu Bronze.

In der stehenden Klasse fuhr die deutsche Fahnenträgerin Andrea Rothfuss in ihrem letzten paralympischen Rennen auf den siebten Platz. Die Vierte im Super-G und Riesenslalom lag 5,29 Sekunden hinter der Russin Warwara Worontschinkina (1:26,95 Minuten), die ihre zweite Goldmedaille in Cortina und die insgesamt fünfte russische der Spiele gewann. Anna-Maria Rieder aus Oberammergau schaffte den Sprung auf Rang sechs (+3,37), 1,13 Sekunden fehlten zu Bronze.

Die 17-jährige Maya Fügenschuh erreichte mit Guide Johanna Holzmann in 1:43,12 Minuten den zehnten Platz in der Klasse der Sehbehinderten. Der Sieg ging erneut an die Österreicherin Veronika Aigner (1:22,73), die wie Arsjö ihr viertes Gold einfuhr.

12.00 Uhr: Deutsche Langlauf-Staffel holt Paralympics-Silber

Die deutsche Langlauf-Staffel hat am vorletzten Tag der Paralympischen Spielen in Italien Silber gewonnen. In der Besetzung Theo Bold mit Guide Jakob Bold, Sebastian Marburger, Linn Kazmaier mit Guide Florian Baumann und Marco Maier kam das deutsche Quartett im offenen Wettbewerb über 4x2,5 km nur 5,4 Sekunden hinter Sieger China ins Ziel. Bronze ging an Norwegen. Bis zum vierten Wechsel hatte Deutschland noch ganz knapp vor den Chinesen auf Goldkurs gelegen. Doch Maier, der wegen verkürzter Finger an der linken Hand nur mit einem Stock läuft, musste China, das mit einem sehbehinderten Athleten mit Begleitläufer auf Position vier ins Rennen gegangen war, auf der Schlussrunde ziehen lassen. 

"Er ist einfach eine andere Startklasse und dominiert dort. Mit einem Stock mitzuhalten, war sehr gut. Er war letztlich ein zu starker Gegner", sagte Maier: "Aber wir können superglücklich sein. Das haben wir gut gemacht, es war eine Teamleistung." Eine Staffelmedaille habe nochmal "einen anderen Stellenwert" als im Einzel, sagte Kazmaier. Der zweite Platz glänze "fast schon golden, so wie die ganze Woche gelaufen ist", betonte Bundestrainer Ralf Rombach: "Ich bin schon froh."

11.30 Uhr: Rothfuss und Schmiedt tragen deutsche Fahne

Die alpine Skirennläuferin Andrea Rothfuss und Snowboarder Christian Schmiedt vom oberbayerischen Verein SV Camp 2 Race sind die deutschen Fahnenträger der Abschlussfeier der Winter-Paralympics in Italien. Wie der Deutschen Behindertensportverband (DBS) am vorletzten Wettkampftag bekanntgab, wird das Duo gemeinsam mit dem deutschen Alpin-Team bei der Zeremonie ins Curling Stadion in Cortina d'Ampezzo einlaufen.

Für den 37-jährigen Schmiedt waren die Spiele in Italien die zweiten Paralympics nach 2022 in Peking. Wie vor vier Jahren China belegte der einzige deutsche Snowboarder in Cortina im Cross den neunten Platz sowie im Banked Slalom Rang zehn. "Dass die Wahl auf mich fallen könnte, damit hätte ich überhaupt gar nicht gerechnet und bin völlig überrascht. Es ist etwas ganz Besonderes. Ich freue ich sehr und werde die deutsche Fahne ordentlich schwingen", sagte der Betriebsprüfer.

10.32 Uhr: Deutsche Langlauf-Mixed-Staffel auf Rang vier

Die deutschen Skilangläufer haben bei den Paralympischen Winterspielen eine Medaille in der Mixed-Staffel knapp verpasst. Nico Messinger, Anja Wicker, Leonie Maria Walter und Lennart Volkert kamen nach 4x2,5 km auf Rang vier, aufs Treppchen fehlten 13,9 Sekunden. Der Rückstand zu Sieger USA betrug 46,2 Sekunden. Für den Deutschen Behindertensportverband (DBS) bleibt es damit im Skilanglauf bislang bei zweimal Silber und einmal Bronze. 

10.16 Uhr: Nur Vierte nach dem ersten Lauf: Forster muss aufholen

Monoskifahrerin Anna-Lena Forster muss sich für ihr Gold-Triple bei den Paralympischen Winterspielen in Norditalien gewaltig strecken. Die 30-Jährige aus Radolfzell liegt in ihrer Paradedisziplin Slalom nach dem ersten Lauf der sitzenden Startklasse nur auf Rang vier, muss auf dem ungeliebten flachen Hang von Cortina d'Ampezzo gar um eine Medaille bangen. Der entscheidende Durchgang beginnt um 13.00 Uhr.

Forster geht in diesen mit einem Rückstand von 1,58 Sekunden auf die führende Spanierin Audrey Pascual Seco (43,02 Sekunden).

Audio: Forster muss im Slalom um eine Medaille bangen

Anna-Lena Forster
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Anna-Lena Forster

10.00 Uhr: Anna-Maria im Slalom auf Top-Ten-Kurs

Nach dem ersten Durchgang im Slalom der stehenden Klasse können sich Anna-Maria Rieder aus Oberammergau und Andrea Rothfuss noch leise Hoffnungen auf eine Medaille machen. Rieder, die vor vier Jahren Bronze in Peking gewonnen hatte, liegt trotz einer zwischenzeitlich etwas zaghaften Fahrt auf Rang sieben, Rothfuss ist Neunte.Der Rückstand auf die Spitze, wo die Schwedin Ebba Ärsjo einmal mehr überragte, beträgt für die beiden deutschen Fahrerinnen zwar schon mehr als 4,5 Sekunden, das Podest ist angesichts von etwa 1,5 Sekunden Rückstand aber noch in Reichweite.

Die Paralympics-Highlights vom 14. März

  • Para Ski Alpin: Slalom alle Klassen (Frauen) Lauf 1 (9. Uhr)
  • Para Langlauf: 4x2,5km Mixed Staffel (Mixed) (10 Uhr)
  • Para Langlauf: 4x2,5km Offene Staffel (Mixed) (11.15 Uhr)
  • Para Eishockey: Spiel um Platz 7 Slowakei - Japan (12.05 Uhr)
  • Para Ski Alpin: Slalom alle Klassen (Frauen) (13 Uhr)
  • Rollstuhlcurling: Finale Kanada - China (15.05 Uhr)
  • Para Eishockey: Spiel um Platz 5 Italien - Deutschland (16.05 Uhr)

Die wichtigsten Paralympics-News am Freitag

  • Para-Biathlon: Marco Maier gewinnt dritte Bronzemedaille (13.38 Uhr)
  • Para-Biathlon: Anja Wicker holt Bronze in der Sprintverfolgung (12.43 Uhr)
  • Kein deutscher Boykott der Schlussfeier (08.40 Uhr)
  • Paralympics 2026 - das Wichtigste im Überblick

Video: Paralympics kompakt

Leonie Walter aus Deutschland im Ziel bei den Paralympics im Para Biathlon im Tesero Cross-Country Skiing Stadium.
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Leonie Walter aus Deutschland im Ziel bei den Paralympics im Para Biathlon im Tesero Cross-Country Skiing Stadium.

16.08 Uhr: Biathletin Walter bekommt nachträglich Bronze

Der Bronze-Hattrick der Biathleten ist perfekt: Leonie Walter bekommt von der Jury am grünen Tisch die Bronzemedaille zugesprochen, das berichtet der Deutsche Behindertensportverband. Im Finale der Sprint-Verfolgung der Frauen mit Sehbehinderung hatte Walter technische Probleme mit Gewehr und Kopfhörern, musste schließlich zum nächsten Schießstand geführt werden. Ein Prozedere, dass sie 51 Sekunden kostete und den Anschluss auf die Medaillenplätze verlieren ließ.

Diese 51 Sekunden wurden ihr am grünen Tisch gutgeschrieben - und brachten sie auf den dritten Rang hinter Carina Edlingerova (CZE) und Yue Wang aus China, vorbei an der Tschechin Simona Bubenickova, die auf dem Bronze Rang ins Ziel gekommen war. Es folgten mehr als anderthalbstunden Verwirrung bis zur offiziellen Entscheidung. Mehrfach wurde Protest eingelegt. Schließlich entschied die Jury: Bronze gehen sowohl an Walter als auch an Bubenickova.

14.20 Uhr: Walter nach Schießstand-Chaos mit Bronze belohnt?

Große Unsicherheit beim Para-Biathlon: Wegen eines Gewehrfehlers musste Leonie Walter in aussichtsreicher Position die Athletinnen auf den Medaillenrängen ziehen lassen. Ihr Gewehr und ihre Kopfhörer hatten gestreikt. So kam sie hinter Carina Edlinger (CZE), Yue Wang (CHI), Simona Bubenickova (CZE) und ihren Teamkolleginnen, Johanna Recktenwald und Linn Kazmaier ins Ziel.

Doch nachträglich bekam sie nach einer Jury-Überprüfung für den technischen Defekt eine Zeitgutschrift von einer Minute - und rückte dadurch auf den Bronzerang vor. Es fehlt jedoch noch die finale Jury-Entscheidung.

13.57 Uhr: Alexander Rauen im Riesenslalom knapp an Top-Ten vorbei

Im Riesenslalom der sehbehinderten Alpinisten schrammt Alexander Rauen knapp an den Top-Ten vorbei. Mit Guide Jeremias Wilke setzte sich der Skirennfahrer vom TSV Kareth-Lappersdorf im ersten Lauf auf Rang zwölf, machte im zweiten Durchgang noch einen Platz gut und beendete das Rennen auf Platz elf mit +0.16 Sekunden Rückstand auf die Top-Ten.

Der Italiener Giacomo Bertagnolli sicherte sich die Goldmedaille vor dem Österreicher Johannes Aigner (+0.46) und dem Kanadier Kalle Ericsson (+0.93).

13.38 Uhr: Marco Maier gewinnt dritte Bronzemedaille im Para-Biathlon

Marco Maier hat seine dritte Bronzemedaille im Para-Biathlon gewonnen. Nach einem spannenden Schlussprint von Gewinner Cai Jiayun aus China und dem zweitplatzierten Ukrainer Grygorii Vovchynskyi kam der Oberstdorfer, der wegen der hohen Temperaturen erneut in kurzer Hose gestartet war, mit +35,1 Sekunden Rückstand ins Ziel. Nach seinem ersten Platz in der Qualifikation war der Sieg schon zum Greifen nah, doch leistete sich der Allgäuer im Finale drei Strafrunden und musste zwei Konkurrenten noch vorbeiziehen lassen.

Nach dem Rennen ist Maier nicht ganz zufrieden: "Klar, ich habe eine Medaille gewonnen, darüber kann man zufrieden sein. Man gewinnt Medaillen, man kann keine Medaillen verlieren. Aber wenn man so knapp dran war, vielleicht ganz oben zu stehen, dann ärgert das einen im ersten Moment schon."

Für den Schwaben ist es nach Bronze im Einzel und im Sprint die dritte Medaille bei den diesjährigen Paralympics. Seinen Traum vom Paralympics-Sieg konnte sich der 26-Jährige nicht erfüllen. Seine drei Medaillen hat Maier seiner im Vorjahr verstorbenen Mutter gewidmet.

Video: Marco Maier ist nach Bronze nicht zufrieden

Marco Maier im Rennen mit kurzer Hose
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Marco Maier im Rennen mit kurzer Hose

12.43 Uhr: Dritte Medaille: Anja Wicker holt Bronze im Para-Biathlon

Bei der Sprintverfolgung im Para-Biathlon hat Anja Wicker ihre dritte paralympische Medaille gewonnen. Bei zwei fehlerfreien Schießen überquerte die 34-Jährige vom MTV Stuttgart die Ziellinie mit +1:06.0 Minuten Rückstand auf die Gewinnerin Kendall Gretsch aus den USA. Die Silbermedaille sicherte sich die Koreanerin Yunji Kim.

Für Wicker ist es nach Bronze im Sprint und Silber im Einzel die dritte Medaille bei den diesjährigen Paralympics. Nach verkorkster Qualifikation mit vier Fehlern arbeitete sich die Stuttgarterin mit einem starken Finale noch von Rang vier auf drei nach vorne.

„Ich weiß gerade nicht so richtig, was passiert ist. Unglaublich", freute sich die Medaillengewinnerin in der Sportschau nach dem Rennen. „Dass ich so cool am Schießstand bleibe und dass ich so Granaten-Ski unten dran hatte und irgendwie über die Strecke geflogen bin, ist unfassbar.“

Video: Anja Wicker freut sich am Sportschau-Mikrofon über Platz drei

Anja Wicker auf der Strecke
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Anja Wicker auf der Strecke

11.50 Uhr: Snowboarder Schmiedt nur Zehnter im Bankes Slalom

Der deutsche Snowboard-Pionier Christian Schmiedt hat bei den Paralympischen Winterspielen das angestrebte Spitzenergebnis verpasst. Der 37-Jährige vom oberbayerischen Verein SV Camp 2 Race e.V. fuhr im vorgezogenen Banked Slalom in der Startklasse LL1 auf Rang zehn und blieb damit hinter seinem selbstgesteckten Ziel einer Platzierung unter den besten acht. Schmiedt lag nach dem ersten Lauf auf Position neun, konnte seine Zeit im zweiten Durchgang nicht mehr verbessern und fiel noch einen Platz zurück. Letztlich fehlten fast neun Sekunden auf Sieger Noah Elliott aus den USA.

Das Rennen war wegen der ungünstigen Wettervorhersage kurzfristig von Samstag auf Freitag vorgezogen worden. Die Organisatoren hätten "Angst, dass ihnen der ganze Kurs absäuft", teilte der deutsche Trainer Sebastian Schwerdt auf SID-Anfrage mit. Sein Athlet hatte für die Verlegung wenig Verständnis. "Ich wäre bei Regen oder Hagel Rennen gefahren am Samstag, wenn dadurch einfach mehr hätten dabei sein können und auch andere da gewesen wären", sagte Schmiedt.

11.40 Uhr: Leon Gensert scheidet im Riesenslalom aus

Leon Gensert kommt beim Riesenslalom der sitzenden Startklasse im ersten Lauf nicht ins Ziel. Bei schwierigen Bedingungen und einem schwierigen Kurs hatte aber nicht nur er zu kämpfen: Ganze 15 Monoskifahrer kamen im ersten Lauf nicht ins Ziel."Es wäre toll gewesen, ins Ziel zu kommen oder das Ziel zu sehen, weil auch echt viele Freunde und Familie hier sind", sagte Gensert, der es nach einem Schlüsselbeinbruch erst auf den letzten Drücker zu den Paralympics geschafft hatte. "Es war für alle extrem schwer. Ich hätte es mir bei meinen ersten Paralympics anders gewünscht. Im Slalom am Sonntag werde ich nochmal alles geben."

10.40 Uhr: Glötzner scheidet auch im Riesenslalom aus

Der einbeinige Skirennfahrer Christoph Glötzner bleibt bei den Paralympischen Winterspielen vom Pech verfolgt. Der 22-Jährige aus Neumarkt schied in Cortina d'Ampezzo wie schon in der alpinen Super-Kombination auch im Riesenslalom nach einem Sturz im ersten Lauf vorzeitig aus und musste seine leisen Hoffnungen auf eine Medaille begraben.

"Es ärgert mich mehr als in der Super-Kombination", sagte Glötzner dem SID: "Ich hatte mich auf mein erstes Paralympics-Ergebnis gefreut. Andererseits will ich vorne mitmischen, gerade als Einbeiner muss man einfach immer volles Risiko gehen." Auf der schwierigen Tofana-Piste schieden fast alle einbeinigen Starter aus. "Es war nicht leicht für uns", sagte Glötzner, "deswegen will ich mir da auch nicht viel vorwerfen".

08.40 Uhr: Kein deutscher Boykott der Paralympics Schlussfeier

Die deutsche Mannschaft sieht von einem Boykott bei der Schlussfeier der Paralympischen Winterspiele ab. "In enger Abstimmung mit dem Team haben wir bereits im Vorfeld und zu Beginn der Paralympischen Spiele Zeichen gesetzt. Nun begleiten wir sie dabei, am Sonntag im Curling-Stadion von Cortina gemeinsam einen emotionalen Abschluss dieser Spiele zu erleben", teilte der Deutsche Behindertensportverband (DBS) auf SID-Anfrage mit.

Wie viele andere Nationen war Deutschland der Eröffnungszeremonie im Amphitheater von Verona am vergangenen Freitag ferngeblieben. Der DBS hatte die Entscheidung mit "der Konzentration auf die bevorstehenden Wettkämpfe als auch dem Anliegen, die solidarische Haltung gegenüber der ukrainischen Delegation respektvoll zum Ausdruck zu bringen" begründet.

Die Paralympics-Highlights vom 13. März

  • 09.00 Uhr: Para Ski Alpin: Riesenslalom alle Klassen (Männer) Lauf 1
  • 09.00 Uhr: Para Snowboard: Banked Slalom (Männer/Frauen)
  • 10.00 Uhr: Para Biathlon: Sprint-Verfolgung (Männer/Frauen) Qualifikation
  • 10.05 Uhr: Rollstuhlcurling: 1 - 4, 2 - 3 (Mixed Team Halbfinale)
  • 12.30 Uhr: Para Ski Alpin: Riesenslalom alle Klassen (Männer)
  • 12.30 Uhr: Para Biathlon: Sprint-Verfolgung (Männer/Frauen)
  • 14.35 Uhr: Para Eishockey: USA – Tschechien (Männer Halbfinale)
  • 18.35 Uhr: Rollstuhlcurling: Bronze-Spiel (Mixed Team) Spiel um Platz 3
  • 19.05 Uhr: Para Eishockey: Kanada – China (Männer Halbfinale)

Die wichtigsten Paralympics-News am Donnerstag

  • Para-Eishockey: Deutschland feiert ersten Turniersieg gegen die Slowakei (16.50 Uhr)
  • Ski Alpin: Anna-Lena Forster triumphiert auch im Riesenslalom (14.03 Uhr)
  • Ski Alpin: Rieder solide - Rothfuss zurück an der Spitze (13.45 Uhr)
  • Ski Alpin: Starkes Paralympics-Debüt von Maya Fügenschuh (13.30 Uhr)
  • Paralympics 2026 - das Wichtigste im Überblick

Im Video: Die Highlights der Paralympics am Donnerstag

Anna-Lena Forster
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Anna-Lena Forster

21.17 Uhr: Deutsches Para-Eishockey-Team trifft auf Italien

Das deutsche Para-Eishockey-Team kennt seinen Gegner für das Spiel um Platz fünf bei den Paralympics 2026. Gastgeber Italien setzte sich 5:0 gegen Japan durch. Gegen Italien hatte das deutsche Team in der Vorrunde bereits gespielt und eine 1:2-Niederlage erlitten.

16.50 Uhr: Felix Schrader überragt: Para-Eishockey-Team besiegt Slowakei

Die deutsche Para-Eishockey-Mannschaft konnte gegen die Slowakei den ersten Turniersieg und damit den ersten Sieg bei Paralympics seit 20 Jahren feiern. Man of the Match und der einzige Torschütze der Partie war Felix Schrader mit vier Treffern.

Nach einem starken Start mit einer frühen Führung in der zweiten Minute durch Schrader, legte der Stürmer von den ERC Hannover Ice Lions in Minute neun nochmal nach. Die 2:0-Führung gaben die Deutschen allerdings vor allem im mittleren Drittel aus der Hand. Die Slowakei holte auf und führte zwischenzeitlich mit 3:2. Im letzten Abschnitt kam der Ausgleich dann fast aus dem Nichts. Wieder war es Schrader, der zum 3:3 traf und damit sein Team in die Overtime rettete. Schrader bestätigte seinen Sahnetag und schoss in der Verlängerung das Golden Goal zum 4:3.

Zielsetzung vor dem Turnier war es, den Weltranglistenplatz zu bestätigen und das Turnier auf Rang fünf zu beenden. Beim Spiel um Platz fünf am Samstag ab 16.05 Uhr kann das deutsche Para-Eishockey-Team dieses Ziel erreichen.

Im Video: Der Gold-Lauf von Anna-Lena Forster

Monoskifahrerin Anna-Lena Forster jubelt
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Monoskifahrerin Anna-Lena Forster jubelt

14.03 Uhr: Anna-Lena Forster triumphiert auch im Riesenslalom

Nach Gold in der Abfahrt und Silber in der Super-Kombination holt sich Anna-Lena Forster (BRSV Radolfzell) die nächste Goldmedaille bei den Paralympics im Riesenslalom. Als Führende nach dem ersten Durchgang mit 0,54 Sekunden Vorsprung zeigte sie einen überragenden zweiten Lauf, baute ihre Führung auf 1,28 Sekunden aus und sicherte sich den Sieg vor der zweitplatzierten Japanerin Momoka Muraoka und der Chinesin Liu Sitong auf dem dritten Rang. Für die Monoskifahrerin, der bei der Eröffnungsfeier die Ehre der Fahnenträgerin zuteil wurde, ist es bei ihrer vierten Paralympics-Teilnahme die insgesamt sechste Goldmedaille.

"Ich bin so froh, dass es geklappt hat und einfach super stolz", freute sich die 30-Jährige nach dem Rennen. "Im Riesenslalom eine Goldmedaille gewonnen zu haben - abgefahren!"

Im Video: Anna-Lena Forster jubelt nach Gold-Coup

Anna-Lena Forster
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Anna-Lena Forster

13.45 Uhr: Rieder solide - Rothfuss zurück an der Spitze

In der stehenden Klasse des Riesenslaloms von Cortina zeigte die Garmisch-Partenkirchnerin Anna-Maria Rieder (RSV Murnau) im ersten Lauf noch eine verhaltene Vorstellung. Mit einer besseren Körpersprache in Durchgang zwei und einer soliden Leistung beendete die 26-Jährige das Rennen auf Platz sieben.

Ihre Teamkollegin Andrea Rothfuss (VSG Mitteltal) fuhr zwei beeindruckende Läufe und verpasste das Podest nur knapp um 0,69 Sekunden. "Hätte mir vor einem halben Jahr jemand gesagt, dass ich nicht nur hier in Cortina dabei bin, sondern auch ums Podium mitfahre, hätte ich denjenigen für verrückt erklärt", freute sie sich nach dem Rennen. Rothfuss hatte sich nach einer langen Pause wegen einer Depression wieder zurück an die Spitze gekämpft.

Video: Emotionales Interview von Andrea Rothfuss nach dem Riesenslalom

Andrea Rothfuss erleichtert im Zielbereich
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Andrea Rothfuss erleichtert im Zielbereich

13.30 Uhr: Starkes Paralympics-Debüt von Maya Fügenschuh

In der Klasse der sehbehinderten Alpinistinnen landete die Allgäuern Maya Fügenschuh beim Riesenslalom in Cortina auf Platz neun. Beim Sieg der Österreicherin Veronika Aigner zeigte die Paralympics-Debütantin mit ihrer Begleiterin Johanna Holzmann aus Memmingen zwei solide Läufe und machte mit der Startnummer 13 drei Plätze gut.

„Es ist einfach überwältigend hier überhaupt am Start zu stehen“, sagte die 17-Jährige nach dem Rennen am ARD-Mikrofon. „Klar wäre fahrtechnisch mehr drin gewesen, aber ich bin mega happy, einfach dabei zu sein.“

10.35 Uhr: Forster greift im Riesenslalom nach Gold

Nach Gold in der Abfahrt und Silber in der Super-Kombination war Forster als große Favoritin in den Riesenslalom gegangen. Forster bewältigte den mit 47 Toren gespickten Kurs nach einen sauberen Vorstellung in 1:15,12 Minuten und liegt zur Halbzeit des Rennens auf Platz eins. Eine Vorentscheidung ist das aber noch lange nicht: Forsters Vorsprung auf Peking-Siegerin Momoka Muraoka, die wegen eines Schlüsselbeinbruchs erst kurz vor den Spielen ins Renngeschehen zurückgekehrt war, beträgt schließlich nur 0,54 Sekunden. Sitong Liu (China/+1,26 Sekunden) ist derzeit Dritte.

Die Paralympics-Highlights vom 12. März

  • Para Ski Alpin: Riesenslalom alle Klassen (Frauen) Lauf 1 (9.00 Uhr
  • Para Ski Alpin: Riesenslalom alle Klassen (Frauen) (12.30 Uhr)
  • Rollstuhlcurling: Kanada – Südkorea (Mixed Team Vorrunde) (13.35 Uhr)
  • Rollstuhlcurling: China – Schweden (Mixed Team Vorrunde)
  • Rollstuhlcurling: Norwegen – USA (Mixed Team Vorrunde)
  • Rollstuhlcurling: Italien – Lettland (Mixed Team Vorrunde)
  • Para Eishockey: Slowakei – Deutschland (Männer Play-offs) (14.35 Uhr)
  • Rollstuhlcurling: China – Slowakei (Mixed Team Vorrunde) (18.35 Uhr)
  • Rollstuhlcurling: Norwegen – Großbritannien (Mixed Team Vorrunde)
  • Para Eishockey: Italien – Japan (Männer Play-offs) (19.05 Uhr)

Video: Paralympics Kompakt

Kathrin Marchand
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Kathrin Marchand war mit den Bedingungen nicht zufrieden

Die wichtigsten Paralympics-News am Mittwoch

16.17 Uhr: Scharfe Kritik an Langlauf-Jury

Kathrin Marchand hat die Verhältnisse auf der Loipe im Langlauf-Einzel über 10 Kilometer bei den Paralympics 2026 scharf kritisiert. "Ich verstehe nicht, warum nicht gesalzen wurde, weil es war wirklich eine Katastrophe", schimpfte die 35-Jährige und sprach von "scheiß Bedingungen". Auch Bundestrainer Ralf Rombach zeigte Unverständnis für die Organisatoren: "Ich bin überhaupt nicht glücklich mit der Entscheidung der Jury. Für mich war es vollkommen klar, dass es heute ohne Salz nicht geht. Dass sie nicht gesalzen haben, ist aus meiner Sicht der Veranstaltung nicht würdig."

13.19 Uhr: Leonie Walter gewinnt Bronze - und darf sie behalten

Para-Langläuferin Leonie Walter hat ihre zweite Medaille bei den Paralympics gewonnen. Die 22-Jährige lief gemeinsam mit Guide Christoph Krasmann im Rennen der sehbeinträchtigten Klasse über 10 Kilometer zu Bronze. Nach Bronze im Biathlon-Sprint ist es Walters zweite Medaille. Am Vortag war Walter im Klassik-Sprint als Zweite durch das Ziel gekommen, doch aufgrund eines Verstoßes gegen die Technik-Regel von Guide Krasmann wurde sie auf Rang vier zurückgestuft. Silber ging an Linn Kazmaier. Nun darf Walter aber ihre Medaille behalten.

Gold ging wie schon am Vortag an die Russin Anastasiia Bagiian. Silber ging an die Tschechin Simona Bubenickova. Kazmaier wurde Fünfte.

12.48 Uhr: Auch Marburger muss abbrechen

Nach Kathrin Marchand musste auch Langläufer Sebastian Marburger bei den stehenden Männern etwa auf halber Strecke wegen Erschöpfung aussteigen. Der 28-Jährige hatte bis dato ebenfalls um den dritten Platz mitgekämpft. Tags zuvor hatte er im Klassik-Sprint bei seiner Paralympics-Premiere Silber gewonnen. Vor den Spielen hatte ein hartnäckiger Infekt den Langläufer, dem nach einem Motorradunfall das rechte Bein amputiert wurde, längere Zeit außer Gefecht gesetzt.

12.35 Uhr: Entwarnung bei Marchand

Für Langläuferin Kathrin Marchand ist bei den Paralympischen Winterspielen der Traum von einer Medaille auf bittere Art und Weise geplatzt. Die frühere Ruderin lag im Rennen der stehenden Klasse über die Mitteldistanz lange Zeit auf Kurs Bronze, hatte nach fünf Kilometern bereits 23,3 Sekunden Vorsprung auf die Viertplatzierte. Doch dann erlitt sie nach ersten Informationen einen Schwächeanfall. Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) gab kurze Zeit später leichte Entwarnung. "Es ist nichts Ernstes, der Mannschaftsarzt ist bei ihr", sagte Sprecher Benjamin Schieler der ARD: "Sie hatte einen Schwächeanfall, hatte leichten Schwindel und musste sich hinsetzen."

10.50 Uhr: Wicker verpasst Medaille um 1,5 Sekunden

Anja Wicker hat ihre erste paralympische Medaille im Langlauf um nur 1,5 Sekunden verpasst. Im klassischen Sprint über 10 Kilometer belegte die 34-Jährige beim Sieg der US-Amerikanerin Oksana Masters, die ihre 12. paralympische Goldmedaille gewann, am Ende den vierten Platz. Silber ging an die Südkoreanerin Kim Yunji vor Kendall Gretsch aus den USA.

Im Biathlon hatte Wicker, deren untere Wirbelsäule fehlgebildet ist, am vergangenen Wochenende mit Bronze und Silber bereits ihre vierte und fünfte Paralympische Medaille bei ihren dritten Spielen gewonnen. Ihre 54-jährige Teamkollegin Andrea Eskau beendete das Klassik-Rennen bei ihrer neunten Paralympics-Teilnahme auf Platz zehn.

Im Video: Linn Kazmaier über ihren Protest bei der russischen Hymne

Linn Kazmaier (l) und Guide Florian Baumann (2.v.l) aus Deutschland stehen neben Anastasiia Bagajan (2.v.r).
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Linn Kazmaier (l) und Guide Florian Baumann (2.v.l) aus Deutschland stehen neben Anastasiia Bagajan (2.v.r).

09.45 Uhr: Kazmaier-Protest bei russischer Hymne

Langläuferin Linn Kazmaier hat bei der Siegerehrung gemeinsam mit ihrem Guide Florian Baumann gegen die Wiederzulassung Russlands unter eigener Flagge protestiert. Kazmaier hatte am Dienstag die Silbermedaille gewonnen, die Russin Anastasiia Bagiian Gold. Bei den Paralympics wird erstmals seit 2014 die russische Hymne gespielt und die russische Flagge gehisst. Kazmaier und Baumann wendeten sich bei der Siegerehrung ab, als die russische Hymne ertönte. Beim Siegerfoto nahmen sie Abstand zu den russischen Athleten, ein abschließendes Siegerselfie verweigerten die beiden Deutschen.

"Menschlich gönnt man es den Personen total. Ich kenne die Leute nicht, ich weiß nicht: Vielleicht unterstützen sie das System in Russland genauso wenig. Vielleicht sind es total nette Menschen, mit denen wir eigentlich befreundet sein könnten", erklärte die 19-jährige Kazmaier am ARD-Mikrofon und fügte an: "Dass das Politische das so überschattet, ist einfach total schade. Es ist einfach politisch nicht vertretbar. Es fühlt sich komisch und falsch an."

Die Paralympics-Highlights vom 11. März

  • 09.05 Uhr: Rollstuhlcurling: Lettland – Norwegen (Mixed Team Vorrunde)
  • 09.45 Uhr: Para Langlauf: 10km klassisch sitzend/stehend/VI (Männer/Frauen) 🏅
  • 14.35 Uhr: Rollstuhlcurling: Spiele um Gold, Silber, Bronze (Mixed Doubles) 🏅
  • 20.05 Uhr: Rollstuhlcurling: Italien – Schweden (Mixed Team Vorrunde)
  • 20.05 Uhr: Rollstuhlcurling: Slowakei – Kanada (Mixed Team Vorrunde)
  • 20.05 Uhr: Rollstuhlcurling: Lettland – Großbritannien (Mixed Team Vorrunde)

Die wichtigsten Paralympics-News am Dienstag

  • Langlauf: Walter disqualifiziert, Silber für Kazmaier (15.10 Uhr)
  • Langlauf: Sebastian Marburger gewinnt Silber (13.55 Uhr)
  • Ski Alpin: Anna-Lena Forster holt Silber in der Super-Kombination (13.45 Uhr)
  • Paralympics 2026 - das Wichtigste im Überblick

Im Video: Die Highlights der Paralympics vom 10. März

Anna-Lena Forster jubelt im Zielbereich der Piste in Cortina.
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Anna-Lena Forster jubelt im Zielbereich der Piste in Cortina.

15.10 Uhr: Langläuferin Kazmaier gewinnt Silber nach Walter-Disqualifikation

Die Freude über Silber im Sprint währte nur kurz: Leonie Walter wurde wegen eines technischen Verstoßes nachträglich disqualifiziert. Stattdessen rückte Linn Kazmeier einen Platz nach vorne und hielt bei der Siegerehrung plötzlich Silber statt Bronze in der Hand. Die Russin Anastasiia Bagiian gewann Gold, Bronze ging an die Chinesin Jihong Cong.

13.55 Uhr: Langläufer Marburger gewinnt Silber im Sprint

Langläufer Sebastian Marburger hat die Silbermedaille im Sprint stehend gewonnen. Der 28-Jährige musste sich am Dienstag nur dem Belarussen Raman Svirydzenka geschlagen geben (+2,7). Bronze ging an den Franzosen Benjamin Daviet (+6,8). Marburger hatte schon im Halbfinale eine starke Leistung gezeigt und war mit der zweitschnellsten Zeit ins Finale eingezogen.

13.45 Uhr: Monoskifahrerin holt Silber in der Super-Kombination

Monoskifahrerin Anna-Lena Forster hat ihre zweite Goldmedaille knapp verpasst. Die deutsche Fahnenträgerin musste sich in Cortina d'Ampezzo in der Super-Kombination der sitzenden Startklasse ihrer spanischen Rivalin Audrey Pascual Seco geschlagen geben und gewann Silber. Bronze ging an die Chinesin Sitong Liu (+3,31).

In der stehenden Klasse kam Andrea Rothfuss nach ihrem starken vierten Platz im Super-G auf Rang sechs. Der Rückstand der 36-Jährigen, die erst im Dezember nach einer Depression ins Renngeschehen zurückgekehrt war, auf Goldmedaillengewinnerin Ebba Arsjö (2:00,15) betrug 12,16 Sekunden. Anna-Maria Rieder aus Oberammergau landete auf Rang elf (+15,80).

12.04 Uhr: Eishockey-Team verliert auch gegen Italien

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat ihr erstes Tor bei Paralympics seit 20 Jahren geschossen. Das Team ging gegen Italien in Führung, musste sich am Ende aber dennoch geschlagen geben. Italien drehte das Spiel und gewann mit 2:1. Deutschland ist damit nach drei Niederlagen aus drei Spielen in der Gruppe A Tabellenletzter und spielt nun in einer Zwischenrunde im die Plätze fünf bis acht.

10.05 Uhr: Erstmals wieder Russen gegen Ukrainer bei Paralympics

Bei den Langlaufwettbewerben der Paralympischen Spiele in Italien treffen erstmals auf paralympischer Bühne wieder russische und ukrainischen Athletinnen und Athleten in Rennen direkt aufeinander. In der Sprint-Qualifikation der sitzenden Männer geht der Russe Ivan Golubkov laut Startliste nur 30 Sekunden nach dem Ukrainer Pavlo Bal ins Rennen. In der Klasse sind zudem vier weitere Ukrainer am Start.

Kurz darauf folgt bei den sehbehinderten Frauen ein weiteres direktes Aufeinandertreffen: Die Russin Anastasiia Bagiian geht unmittelbar vor der Ukrainerin Oksana Shyshkova in das klassische Rennen über die Sprint-Distanz. Ihre ukrainische Teamkollegin Romana Obasheva folgt nur wenig später.

09.07 Uhr: Eishockey-Trainer nimmt hohe Pleiten gelassen

"Es hat hinten richtig gescheppert", die Einschätzung von Eishockey-Trainer Peter Willmann kann man angesichts der Auftaktniederlagen des deutschen Teams nicht widersprechen. 0:12 gegen China, 0:13 gegen die USA - knapp waren die Partien sicherlich nicht. "Meine Eindrücke sind positiv, wir schauen nicht auf das Resultat", sagte der Bundestrainer. Man wolle sich stattdessen auf die guten Phasen der Spiele konzentrieren. Für ihn seien die ersten beiden Vorrundenpartien "Vorbereitungsspiele" – wie ein "Trainingscamp auf höchstem Niveau". Nun steht das Duell gegen Italien an. Dort könnte Deutschland sich in Position bringen, das Spiel um Platz 5 npch zu erreichen.

Die Paralympics-Highlights von Tag 5

  • 09.00 Uhr Para Ski Alpin: Kombination alle Klassen (Männer/Frauen) Lauf 1
  • 09.35 Uhr Rollstuhlcurling: Großbritannien – Italien (Mixed Team Vorrunde)
  • Rollstuhlcurling: China – Kanada (Mixed Team Vorrunde)
  • Rollstuhlcurling: Südkorea – Norwegen (Mixed Team Vorrunde)
  • 09.45 Uhr Para Langlauf: Klassik-Sprint (Männer/Frauen) Qualifikation
  • 10.05 Uhr Para Eishockey: Italien – Deutschland (Männer Vorrunde)
  • 12.15 Uhr Para Langlauf: Klassik-Sprint (Männer/Frauen) 🏅
  • 13.00 Uhr Para Ski Alpin: Kombination alle Klassen (Männer/Frauen) 🏅
  • 13.35 Uhr Para Eishockey: USA – China (Männer Vorrunde)
  • 14.35 Uhr Rollstuhlcurling: #1 - #4, #2 - #3 (Mixed Doubles Halbfinale)
  • 17.05 Uhr Para Eishockey: Kanada – Tschechien (Männer Vorrunde)
  • 18.35 Uhr Rollstuhlcurling: Slowakei – USA (Mixed Team Vorrunde)
  • Rollstuhlcurling: Lettland – China (Mixed Team Vorrunde)
  • 20.35 Uhr Para Eishockey: Slowakei – Japan (Männer Vorrunde)

Im Video: Die Paralympics-Highlights des 3. Wettkampftages

Anna-Lena Forster (Deutschland) in Aktion, nachdem sie nach einem Sprung ein Gate verpasst hatte und disqualifiziert wurde.
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Anna-Lena Forster (Deutschland) in Aktion, nachdem sie nach einem Sprung ein Gate verpasst hatte und disqualifiziert wurde.

Die wichtigsten Paralympics-News am Montag

18.58 Uhr: Nächste zweistellige Pleite für Eishockey-Team

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft bei bei den Paralympischen Winterspielen die nächste deftige Niederlage kassiert. Nach dem 0:12 zum Auftakt gegen China war auch beim 0:13 (0:6, 0:5, 0:2) im zweiten Vorrundenspiel gegen den Rekord-Goldmedaillengewinner USA ein großer Klassenunterschied ersichtlich.

Deutschland kam in der einseitigen Begegnung vor 1.284 Zuschauern zu nur einem Torschuss. Die US-Amerikaner, die die letzten vier Goldmedaillen bei Winterspielen gewannen, dominierten nach Belieben.

Die Paralympics-Highlights von Tag 4

  • Para Ski Alpin: Super-G alle Klassen, Männer/Frauen (8.55 Uhr)
  • Rollstuhlcurling: Südkorea – Großbritannien (Mixed Team Vorrunde) (9.35 Uhr)
  • Rollstuhlcurling: Schweden – USA (Mixed Team Vorrunde) (9.35 Uhr)
  • Rollstuhlcurling: Kanada – Italien (Mixed Team Vorrunde) (9.35 Uhr)
  • Rollstuhlcurling: Slowakei – Italien (Mixed Team Vorrunde) (9.35 Uhr)
  • Para Eishockey: China – Italien (Männer Vorrunde) (10.05 Uhr)
  • Para Eishockey: Tschechien – Slowakei (Männer Vorrunde) (13.35 Uhr)
  • Rollstuhlcurling: Lettland – Japan (Mixed Doubles Vorrunde) (14.35 Uhr)
  • Rollstuhlcurling: Italien – Großbritannien (Mixed Doubles Vorrunde) (14.35 Uhr)
  • Rollstuhlcurling: USA – China (Mixed Doubles Vorrunde) (14.35 Uhr)
  • Rollstuhlcurling: Südkorea – Estland (Mixed Doubles Vorrunde) (14.35 Uhr)
  • Para Eishockey: Deutschland – USA (Männer Vorrunde) (17.05 Uhr)
  • Rollstuhlcurling: Norwegen – China (Mixed Team Vorrunde) (18.35 Uhr)
  • Rollstuhlcurling: Slowakei – Schweden (Mixed Team Vorrunde) (18.35 Uhr)
  • Para Eishockey: Japan – Kanada (Männer Vorrunde) (20.25 Uhr)

Im Video: Die Highlights der Paralympics am Sonntag

Marco Maier gewinnt Bronze im Para-Biathlon
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Marco Maier gewinnt Bronze im Para-Biathlon

Die wichtigsten Paralympics-News am Sonntag

14.00 Uhr: Auch Recktenwald holt Biathlon-Medaille

Johanna Recktenwald hat für die dritte Biathlon-Medaille am zweiten Wettkampftag gesorgt. Ohne Schießfehler lief Recktenwald mit Guide Emily Weiss in der Klasse der sehbehinderten Frauenauf den Bronzerang. Der Sieg ging erneut an die Chinesin Yue Wang vor der Tschechien Simona Bubenickova. Leonie Walter, die am Samstag im Sprint Bronze gewonnen hatte, kam nach zwei Fehlern und damit Strafminuten auf Platz fünf. Linn Kazmaier belegte mit einem Fehler direkt dahinter Rang sechs.

13.15 Uhr: Para-Biathlet Marco Maier macht Bronze-Double perfekt

Para-Biathlet Marco Maier hat seine zweite Medaille bei diesen Paralympischen Spielen geholt. Der gebürtige Oberstdorfer lief nach Bronze im Sprint auch im Einzel auf den dritten Rang. In der stehenden Klasse kam Maier (+43,2) mit einer Strafminute hinter dem Chinesen Jiayun Cai (30:24,1/1) und dem Kanadier Mark Arendz (+28,4/1) auf das Podest. Wie schon am Samstaglief der 26-Jährige aufgrund der warmen Temperaturen in kurzer Hose. Es ist seine vierte Medaille bei Winterspielen. Alexander Ehler und Steffen Lehmker kamen auf den Rängen 11 und 13.

11.40 Uhr: Para-Snowboarder Schmiedt scheitert schon im Viertelfinale

Für den deutschen Snowboard-Pionier Christian Schmiedt war bei den Paralympischen Winterspielen früh Schluss. Der 37-Jährige aus Backnang schied im Snowboardcross in Cortina d'Ampezzo bereits im Viertelfinale aus. Der WM-Vierte, der als Neunter der Qualifikation ins Rennen gegangen war, hatte nach erheblichen Problemen am Start keine Chance mehr auf einen der ersten beiden Plätze in seinem Lauf. Schmiedt war der einzige deutsche Starter.

"Ich wollte mindestens eine Runde weiter kommen. Dieser verflixte Platz neun bei den Paralympics verfolgt mich jetzt wohl", sagte Schmiedt: "Start verkackt, danach auch ein, zwei Fehler eingebaut, dann habe ich aufgeholt, aber die anderen waren einfach schon zu weit weg. Es hat einfach nicht gereicht. Scheiße." Am kommenden Samstag geht Schmiedt noch in der Disziplin Banked Slalom an den Start.

10.50 Uhr: Anja Wicker holt Paralympics-Silber im Biathlon

Biathletin Anja Wicker hat bei den Paralympischen Spielen in Italien auch in ihrem zweiten Wettkampf eine Medaille gewonnen und nur um 12,8 Sekunden Gold verpasst. Im schießlastigen Einzelrennen sicherte sich die 34-Jährige beim Sieg der Südkoreanerin Yunji Kim die Silbermedaille. Bronze ging an die US-Amerikanern Kendall Gretsch. Bei vier Schießeinlagen unterlief Wicker, deren untere Wirbelsäule fehlgebildet ist, ein Fehler, der eine Strafminute nach sich zog. Am Vortag hatte die Stuttgarterin bereits Bronze im Sprint gewonnen. Nach Gold und Silber bei den Spielen 2014 in Sotschi sowie Bronze vor vier Jahren in Peking ist es für die Gesamtweltcupsiegerin im Para Biathlon die fünfte paralympische Medaille.

Anja Wicker
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Anja Wicker

Die Paralympics-Highlights von Tag 3

  • Para Biathlon: Einzel Frauen sitzend (10.00 Uhr)
  • Para Biathlon: Einzel Männer sitzend (10.30 Uhr)
  • Para Biathlon: Einzel Frauen stehend (12.10 Uhr)
  • Para Biathlon: Einzel Männer stehend (12.30 Uhr)
  • Para Snowboard: Snowboardcross Männer und Frauen (11.00 Uhr)
  • Para Biathlon: Einzel Frauen sehbeeinträchtigt (13.15 Uhr)
  • Para Biathlon: Einzel Männer sehbeeinträchtigt (14.00 Uhr)

Die wichtigsten Paralympics-News am Samstag

15.30 Uhr: Deutsches Eishockey-Team verliert zweistellig

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat bei ihrem Comeback bei den Paralympischen Winterspielen mächtig Lehrgeld zahlen müssen. Das Team um Fahnenträger Jörg Wedde war im ersten Vorrundenspiel in der Gruppe A gegen den favorisierten Peking-Dritten China beim 0:12 (0:5, 0:3, 0:4) in allen Belangen chancenlos. Deutschland ist nach Turin 2006 erst zum zweiten Mal dabei.

Deutschland trifft als nächstes am Montag (17.05 Uhr) auf Rekord-Paralympicssieger USA, am Dienstag (10.05 Uhr) steht das Gruppenfinale gegen Gastgeber Italien an. Die beiden besten Mannschaften der zwei Vierergruppen ziehen ins Halbfinale ein, die anderen Teams spielen in einer Platzierungsrunde um die Ränge fünf bis acht. Deutschlands ausgegebenes Ziel ist der fünfte Platz.

13.15 Uhr: Marco Maier gewinnt Bronze im Biathlon-Sprint

Marco Maier hat bei den Paralympics im Biathlon für die nächste Medaille des deutschen Teams gesorgt. Der 26-jährige Oberstdorfer gewann im Sprint über 7,5 km der stehenden Klasse hauchdünn Bronze. Maier, der wegen der warmen Temperaturen in kurzer Hose gestartet war, musste sich nach fehlerfreier Schießleistung den beiden Chinesen Cai Jiayun (0) und Liu Xiaobin (0/+21,8 Sekunden) geschlagen geben. Der DBS-Biathlet hatte 28,8 Sekunden Rückstand zur Spitze, aber nur 0,2 Sekunden Vorsprung vor Rang vier. Für Maier war es die dritte Paralympics-Medaille seiner Karriere. Alexander Ehler und Steffen Lehmker landeten auf den Rängen neun und 13.

10.52 Uhr: Wicker holt Bronze im Biathlon-Sprint

Biathletin Anja Wicker hat bei den Paralympischen Winterspielen gleich in ihrem ersten Rennen eine Medaille errungen. Die Stuttgarterin holte zum Auftakt der Wettbewerbe im Sprint über 7,5 km der sitzenden Startklasse in Tesero Bronze. Die 54-jährige Andrea Eskau wurde Achte.

Gold gewann die überragende Amerikanerin Oksana Masters. Die 36-Jährige triumphierte nach fehlerfreier Schießleistung vor ihrer Teamkollegin Kendall Gretsch (0/+16,0 Sekunden). Gesamtweltcupsiegerin Wicker hatte nach zwei Schießfehlern 1:11,1 Minuten Rückstand.

10.30 Uhr: Forster gewinnt erstmals Gold in der Abfahrt

Fahnenträgerin Anna-Lena Forster hat bei den Paralympischen Winterspielen nach einem Hundertstelkrimi für einen goldenen Blitzstart gesorgt. Die Monoskifahrerin gewann am ersten Tag der Wettbewerbe die Abfahrt der sitzenden Startklasse in Cortina d'Ampezzo und bescherte dem Team D einen perfekten Auftakt.

Forster setzte sich in 1:25,79 Minuten mit fünf Hundertsteln Vorsprung vor ihrer spanischen Weltcup-Konkurrentin Audrey Pascual Seco durch. Die Chinesin Sitong Liu (+5,48) komplettierte das Podium. Weltmeisterin und Mitfavoritin Barbara van Bergen stürzte als erste Starterin und landete im Fangnetz, konnte aber anschließend langsam in den Zielbereich fahren.

Für die 30-jährige Forster ist es die erste Goldmedaille in der Abfahrt, in Peking hatte sie Silber geholt. Insgesamt triumphierte die Radolfzellerin bereits fünf Mal bei Winterspielen, ihr Medaillenkonto steht mittlerweile bei zehn.

Audio: Forster holt Gold

Anna-Lena Forster
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Anna-Lena Forster

Die Paralympics-Highlights von Tag 2

  • Para Ski alpin: Abfahrt, Frauen und Männer (9.30 Uhr)
  • Para Biathlon: Sprint Frauen sitzend (10.00 Uhr)
  • Para Biathlon: Sprint Männer sitzend (10.35 Uhr)
  • Para Snowboard: Snowboardcross Männer und Frauen (11.00 Uhr)
  • Para Biathlon: Sprint Frauen stehend (12.00 Uhr)
  • Para Biathlon: Sprint Männer stehend (12.40 Uhr)
  • Para Biathlon: Sprint Frauen sehbeeinträchtigt (13.15 Uhr)
  • Para Eishockey: Vorrunde, China - Deutschland (13.35 Uhr)
  • Para Biathlon: Sprint Männer sehbeeinträchtigt (13.50 Uhr)

Die wichtigsten Paralympics-News am Freitag

21.19 Uhr: Paralympics in Verona feierlich eröffnet

Die 14. Paralympischen Winterspiele in Italien sind mit der Eröffnungsfeier offiziell gestartet. Zwölf Tage nach dem Schlussakt der Olympischen Winterspiele am selben Ort liefen im römischen Amphitheater von Verona 28 der 55 teilnehmenden Nationen mit Sportlerinnen und Sportlern mit Handicap ein - darunter auch Russland und Belarus. Beim wenig stimmungsvollen Einzug der Nationen fungierten keine Athleten als Fahnenträger. Stattdessen wurden Videos – darunter auch eines des deutschen Teams, für das Anna-Lena Forster und Jörg Wedde als Fahnenträger nominiert waren – auf einer Leinwand gezeigt, während Freiwillige alle 55 Fahnen vor Ort eintrugen. Das Internationale Paralympics Komitee (IPC) hatte dies mit den weiten Wegen zwischen Verona und den Wettkampforten begründet, die eine Teilnahme der Teams erschwert hätten.

Audio: Die Paralympics sind eröffnet

Die Eröffnungsfeier in Verona
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Die Eröffnungsfeier in Verona

Arena in Verona
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Arena in Verona

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