Emma Aicher oder doch wieder Mikaela Shiffrin? Zwischen diesen beiden Alpinstars entscheidet sich im letzten Rennen des Winters, wer die große Kristallkugel gewinnt. Durch ihren dritten Platz im norwegischen Hafjell hat die 22-jährige Deutsch-Schwedin noch eine kleine Chance, der US-Amerikanerin die Kugel zu entreißen. Bei 85 Punkten Rückstand braucht sie im abschließenden Riesenslalom aber ein kleines Wunder.
Aicher hat nur noch Minimalchance
Als große Favoritin wird nämlich Shiffrin in den Riesenslalom gehen. Die 31-Jährige gewann den neunten von zehn Weltcup-Slaloms, und das souverän. 85 Punkte Vorsprung auf Aicher bedeutet für sie: Ihr reicht am Mittwoch schon ein 15. Platz, um zum sechsten Mal den Gesamtweltcup zu gewinnen. Emma Aicher müsste gewinnen und Shiffrin dürfte bestenfalls 16. werden, wenn die Deutsche das Blatt noch zu ihren Gunsten wenden möchte.
Auf dem nicht so anspruchsvollen Slalomhang zeigte Shiffrin einmal mehr eindrucksvoll, wer die Beste in dieser Disziplin ist. Mit 1,32 Sekunden Vorsprung siegte sie vor der Schweizerin Wendy Holdener. Aicher kam mit 1,36 Sekunden Rückstand auf Rang drei. Lena Dürr (Germering) beendete die Slalom-Saison mit einem 17. Rang.
Lucas Pinheiro Braathen schnappt sich kleine Kugel im Riesenslalom
Im letzten Weltcup-Riesenslalom der Saison hat Gesamtweltcupsieger Marco Odermatt die kleine Kristallkugel noch aus der Hand gegeben. In Hafjell schied der Schweizer bereits im ersten Durchgang aus. Damit war der Weg frei für die Konkurrenten. Am Ende behielt Lucas Pinheiro Braathen die Nerven. Er gewann den Weltcup vor Loic Meillard (Schweiz/+ 0,58 Sekunden) und Atle Lie McGrath aus Norwegen (+ 0,87).
Meillard oder Braathen? Der Brasilianer behält die Nerven
Nach dem ersten Lauf hatten nur noch Meillard und eben Braathen die Chance, die Disziplinwertung zu gewinnen. Die Entscheidung fiel dann wirklich im allerletzten Lauf, als Braathen zwar nicht alles riskierte, aber eine gute halbe Sekunde Vorsprung auf Meillard ins Ziel rettete.
Drei Deutsche unter den besten elf
Erfreulich das Ergebnis der drei deutschen Fahrer: Anton Grammel wurde Siebter (+ 1,88) und feierte das beste Ergebnis seiner Karriere. Hinter ihm landeten Fabian Gratz ( + 2,37) und Jonas Stockinger ( + 2,46) auf den Rängen zehn und elf.
"Es freut mich. Nur schade, dass ich immer erst am Ende der Saison meine besten Rennen zeige", so ein zufriedener Anton Grammel. Seine Prophezeiung für die Zukunft: "Es ist nur eine Frage der Zeit, bis dass einer von uns auch mal richtig jubeln darf."
Braathen: Viel mehr als ein Weltcupsieg
Völlig überwältigt vom Gewinn der kleinen Kristallkugel zeigte sich Braathen: "Die Kugel ist mehr als ein Weltcupsieg. Ich bin so stolz, denn es ist wirklich so schwer. Das ist wirklich groß für mich, denn Marco Odermatt ist so gut und so stabil."
Im Video: Braathen holt Kugel im Riesenslalom
Lukas Pinheiro Braathen
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