Das Problem beginnt in der Küche: Wer sein Biomüll-Sammelgefäß an warmen Tagen näher betrachtet, kann beobachten, dass sich Fliegen von Speiseresten wie Fleisch und Fisch magisch angezogen fühlen. Wenn man sie lässt, also sein Vorsortierbehältnis nicht abdeckt, legen Fliegen dort gerne ihre Eier ab, denn dann hat der Fliegen-Nachwuchs gleich etwas zu fressen: Der braucht tierisches Eiweiß, um zu wachsen.
Gesteinsmehl macht die Maden kalt
Will man die ekligen Maden schnell wieder loswerden, streut man spezielles Biotonnenpulver, Gesteinsmehl oder gelöschten Kalk aus dem Baumarkt oder Gartencenter über die Brut. Diese Maßnahme sorgt dafür, dass die Maden austrocknen.
Trockenheit ist ohnehin das Zauberwort in der sommerlichen Biotonne: Wenn man seine Obst- und Gemüsereste dick in Zeitungspapier einwickelt und erst dann in die Tonne wirft, und außerdem lagenweise Zeitungspapier, Küchenpapier, gebrauchte Papiertaschentücher oder Holzspäne zwischen die Bioabfälle mischt, saugt dies die im Biomüll enthaltene Feuchtigkeit auf und in der Tonne bleibt es trocken.
Was genau ist Biomüll?
Was darf eigentlich rein in die Biotonne – und was ist verboten? Grundsätzlich können alle Küchenabfälle in der Biotonne entsorgt werden, die tierischen und pflanzlichen Ursprungs sind. Von welken Salatblättern bis hin zu Fleischresten ist alles erlaubt. Ausnahmen sind Hundekot und verstorbene Haustiere. Auch die Pflanzenabfälle aus dem Garten dürfen in die Biotonne, wenn man keinen eigenen Kompost im Garten hat. Allerdings kann es hier regionale Unterschiede geben.
Biotonne: Das ist erlaubt
- Obst-, Gemüse- und Pflanzenreste (auch von Südfrüchten)
- Tee- und Kaffeefilter (mit Tee- und Kaffeesatz)
- Nuss- und Eierschalen
- Küchentücher aus Papier
- Fisch- und Fleischreste (roh und gekocht; auch Wurst)
- Milchprodukte
- Brotreste
- Rasenschnitt und Laub
- Sträucher und kleine Äste
- verwelkte Blumen und Balkon-Pflanzen (mit Blumenerde)
- Haare und Federn, Vogelsand
Bio-Tonne: Das ist verboten
- Kot von Tieren
- Kleintierstreu
- verstorbene Haustiere
- Plastik (auch keine "kompostierbaren" Plastiktüten)
- Flüssigkeiten (auch Milch und Öle)
- Staubsaugerbeutel
- Windeln
- Zigarettenkippen und Asche
- Kleidung
Dieser Artikel ist erstmals am 9.8.2020 auf BR24 erschienen. Das Thema ist weiterhin aktuell. Daher haben wir diesen Artikel aktualisiert und erneut publiziert.
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