Katharina ist Meteorologin und Wetterberaterin beim Deutschen Wetterdienst am Flughafen München.
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Beruf Meteorologin

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Meteorologin am Flughafen München: Im Einsatz für die Sicherheit

Ob Nebel, Gewitter oder Sturm: Am Flughafen ist das Wetter entscheidend für die Flugsicherheit. Katharina ist Meteorologin beim Deutschen Wetterdienst. Sie erstellt am Münchner Flughafen unter Zeitdruck Prognosen – ein Job mit großer Verantwortung.

Über dieses Thema berichtet: alpha Uni am .

Ob Nebel, Gewitterzellen oder starker Wind – im Luftverkehr ist das Wetter ein entscheidender Faktor. Katharina ist Meteorologin beim Deutschen Wetterdienst (DWD) und arbeitet am Flughafen München. Täglich bewertet sie die aktuelle Wetterlage neu. Sie berät Pilotinnen und Piloten sowie die Flugsicherung und behält dabei das Flugwetter für die Flughäfen München und Nürnberg im Blick.

Im Flugverkehr ist das Wetter immer auch eine Frage der Sicherheit. Fehler in der Einschätzung können schwerwiegende Folgen haben. Entsprechend hoch ist die Verantwortung, die mit jeder Prognose verbunden ist.

Frühschicht beim DWD am Flughafen München: Entscheidungen unter Zeitdruck

5:45 Uhr, Dienstbeginn: Katharina übernimmt die Frühschicht am Flughafen München. An diesem Tag ist sie "Beraterin vom Dienst" und damit verantwortlich für die aktuelle Einschätzung der Wetterlage. Vor ihr befinden sich mehrere Monitore mit Wetterdaten, Karten und Radarbildern. "Man muss immer alles parallel im Auge behalten. Verändern sich die Wolken? Blitzt es im Radar? Am Flughafen ist auch wichtig: Dreht der Wind oder muss der Tower die Betriebsrichtung anpassen?", sagt sie.

Die Arbeit erfordert schnelle Einschätzungen und klare Entscheidungen. "In meinem Job geht es um Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein. Man muss zu seinen Vorhersagen stehen und sich irgendwann entscheiden", sagt Katharina.

Nebel und Vereisung: Kritische Faktoren im Flugverkehr

Am Flughafen München ist Nebel ein zentrales Thema – dieser kann den Flugbetrieb erheblich erschweren. Besonders kritisch wird es bei Minusgraden. "Wenn der Nebel gefriert, lagern sich unterkühlte Tröpfchen am Flugzeug an und bilden eine Eisschicht", sagt Katharina. "Das erhöht das Gewicht und verändert die Aerodynamik."

Umso wichtiger ist eine präzise Vorhersage. Schon minimale Unterschiede können große Auswirkungen haben. Ein Grad Celsius entscheidet im Zweifel darüber, ob Enteisungen an Flugzeugen notwendig sind oder nicht.

Meteorologie studieren: Katharinas Weg zum Deutschen Wetterdienst

Für Katharina ist der Job am Flughafen ein Traumjob. Sie hat ein duales Studium der Meteorologie an der Hochschule des Bundes absolviert. Seit 2025 arbeitet sie als Meteorologin beim Deutschen Wetterdienst im Bereich Flugwetter. Die Faszination für Wetterphänomene begleitet sie schon lange: "Mich hat schon immer fasziniert, welche Kraft das Wetter haben kann. Aus aufsteigender Luft entsteht ein massives Gewitter mit viel Energie, starken Böen und Hagel. Ich wollte verstehen, wie das möglich ist, wie Natur solche Kräfte entwickelt und wie man sie vorhersagen kann, um Menschen rechtzeitig zu warnen", sagt sie.

Multitasking im Dienst: Radar, Wettermodelle und Windänderungen im Blick

Katharinas Arbeit ist geprägt von parallelen Aufgaben: Daten analysieren, Prognosen erstellen, Anfragen beantworten. Besonders anspruchsvoll ist die telefonische Beratung. In der Hotline des Deutschen Wetterdienstes melden sich vom Ballonfahrer bis zum Linienpiloten alle, die Informationen zum aktuellen Flugwetter brauchen.

"Die Telefonberatung ist bei uns die Königsdisziplin. Es klingelt und man weiß nicht, was einen erwartet", sagt Katharina. Man müsse sich in Sekunden in eine Strecke einarbeiten und mögliche Gefahren erkennen. Wichtig dabei: Die Meteorologinnen und Meteorologen liefern nur die Entscheidungsgrundlage. "Wir beraten nur, geben unsere Messwerte weiter. Jeder Pilot muss selbst entscheiden, ob er fliegt oder nicht", erklärt sie.

Extremwetter: Wenn Wetterprognosen über Starts und Landungen entscheiden

Bei schwierigen Wetterlagen steigt der Druck. So wie bei Sturmtief "Elli", das im Januar 2026 Teile Deutschlands lahmlegte. Für Katharina war es die erste komplexe Winterwetterlage. "Dann ist bei uns Hochbetrieb", beschreibt Katharina. "Die Routineaufgaben müssen zu bestimmten Zeiten erledigt werden, gleichzeitig können auch mehrere Telefone klingeln – dann heißt es priorisieren."

In solchen Extremsituationen sind die Prognosen der Meteorologinnen und Meteorologen besonders gefragt. Im Ernstfall muss der Flugverkehr eingeschränkt oder sogar eingestellt werden – für Flughafen und Airlines bedeutet das Kosten in Millionenhöhe. "Für mich ist es superwichtig, dass meine Vorhersagen eine hohe Qualität haben, weil davon Menschenleben abhängen. Es geht immer um Sicherheit", sagt Katharina.

Gehalt: Wie viel verdient ein Meteorologe oder eine Meteorologin?

Katharinas Einstiegsgehalt beim Deutschen Wetterdienst liegt laut DWD und Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD) bei rund 3.786 Euro brutto im Monat (externer Link), später sind bis zu 5.612 Euro brutto möglich (Einstieg in A10, später A11).

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