Auf dem Eisbach kann seit Monaten nicht gesurft werden.
Bildrechte: picture alliance / SZ Photo | Stephan Rumpf

Der Eisbach in München ohne Surf-Welle.

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Doch keine Eisbachwelle: Stadt entfernt eingebauten Gitterrost

Überraschung am Donnerstag: Eine kleine Welle hatte sich am Münchner Eisbach aufgebaut. Bei Surfern sorgte die Nachricht kurzzeitig für Jubel, doch schon einen Tag später ist die Welle weg. Das sind die Hintergründe.

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Seit fast einem halben Jahr kann am Eisbach in München nicht mehr gesurft werden. Nach einer Auskehr des Baches im Oktober baute sich die weltberühmte Welle am Südrand des Englischen Gartens nicht wieder auf – zum Verdruss vieler Surfer.

Stadt München: Rost wieder ausgebaut

Am gestrigen Donnertag dann die Überraschung: Eine kleine Welle hatte sich wieder gebildet – allerdings blieb das von kurzer Dauer. Laut dem Baureferat der Stadt München haben Unbekannte illegal ein Gitterrost eingebaut. Dadurch habe sich eine "recht große" Welle gebildet, sagte ein Sprecher dem BR. Der unerlaubte Rost sei am Freitagmorgen jedoch entfernt worden. Statt eine Welle zu bilden, plätschere der Eisbach nun wieder mit Weißwasser vor sich hin.

Versuche sollen weitergehen

Versuche, die Eisbachwelle grundsätzlich wieder zu beleben, sollen allerdings bald fortgesetzt werden. Im Februar hatte es mehrere Anläufe gegeben, die Welle wieder herzustellen – so, dass sie surfbar ist und keine Gefahren birgt. Ein Konfliktpunkt sind Fragen der Haftung, wenn offiziell in den Eisbach etwas eingebaut wird. Die Stadt München hatte das Surfen auf der Eisbachwelle im Februar bis auf Weiteres verboten. Ihr Argument: Das Weißwasser sei zum Surfen nicht geeignet und die Lage aktuell lebensgefährlich.

Baureferat: Wassersituation muss sich erst bessern

Beim letzten Testversuch hätten die Surfer auch probeweise surfen wollen – das wurde laut dem Referat für Klima- und Umweltschutz für die Zeit des Versuchs erlaubt. Allerdings habe der Wasserstand im Eisbach nicht gepasst. Das Baureferat teilte nun mit: "Sobald sich die Wassersituation gebessert hat, die Vorversuche abgeschlossen werden konnten und ausreichend Erkenntnisse daraus vorliegen sowie die grundlegenden Haftungsfragen einvernehmlich geklärt sind, kann der geplante Hauptversuch zur Wiederherstellung der Eisbachwelle starten."

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