Im Badesee Rudufer in Michelau sind in den vergangenen beiden Wochen zahlreiche Höckerschwäne verendet. Bis zu 50 tote Tiere waren zuletzt in der eisfreien Mitte des Sees gesichtet worden. Jetzt wurden ihre Kadaver geborgen. Das Landratsamt Lichtenfels informierte in einem Schreiben über die Einzelheiten und über den mutmaßlichen Hintergrund des vermehrten Sterbens der Wasservögel.
Schwäne vermutlich an Vogelgrippe gestorben
Die Schwäne sind wahrscheinlich an der Vogelgrippe gestorben. Das Friedrich-Löffler-Institut hat bereits in der vergangenen Woche einen toten Schwan aus dem Gewässer untersucht und bei ihm das H5N1-Virus nachgewiesen, das als Vogelgrippe oder Geflügelpest bekannt ist. Der Verdacht liegt deshalb nahe, dass die nun geborgenen Tiere ebenfalls daran verendet sind. Sie sollen jetzt entsprechend beprobt werden.
Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr holten die toten Schwäne aus dem Wasser und brachten sie an Land – insgesamt 43 Kadaver. Eine gefahrlose Bergung war erst jetzt möglich, erklärte das Landratsamt Lichtenfels den Zeitpunkt der Aktion – zuvor war die Wasserfläche noch zu vereist. Im Beisein des Veterinäramts wurden die Schwäne in Plastikcontainer verladen. Durch die Bergung soll auch verhindert werden, dass sich der Erreger durch Tiere, die Aas fressen, weiter ausbreitet.
H5N1-Virus breitet sich stark aus
Die Vogelgrippe ist in Deutschland gerade rasant auf dem Vormarsch – vor allem, weil viele Vögel durch das kalte Winterwetter und wenig Futter stark geschwächt sind. So sind sie anfälliger für Infektionen.
Das Landratsamt Lichtenfels bittet Spaziergänger, den Uferbereich am Badesee Rudufer nicht zu betreten und Hunde unbedingt an die Leine zu nehmen. Geflügelhalter sollen für einen erhöhten Schutz ihrer Bände sorgen, damit der Erreger nicht übergreift.
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