Surfer auf der Eisbachwelle in München (Archivbild)
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Surfer auf der Eisbachwelle in München (Archivbild)

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Eisbachwelle München: Surfen im Sommer wieder möglich?

München soll im Sommer eines seiner Wahrzeichen zurückbekommen: die legendäre Eisbachwelle. Dieses Ziel hat der künftige Münchner Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) genannt. Unterdessen wird weiter nach Wegen gesucht, die Welle wiederzubeleben.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten aus Oberbayern am .

Das Surfen auf der legendären Eisbachwelle soll "spätestens bis zum Sommer" wieder möglich sein. Dieses Ziel nennt der künftige Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) auf BR24-Nachfrage. Grundsätzlich werde angestrebt, "die Welle so schnell wie möglich wieder zum Laufen zu bringen, das war ja auch immer die Aussage von Dieter Reiter", teilt Krauses Büro mit.

Suche nach sicherer Lösung geht weiter

Die Eisbachwelle ist auch für Krause "Ausdruck des entspannten Lebensgefühls unserer Stadt und ein echtes Wahrzeichen". Demnächst will er sich mit den zuständigen Referaten zusammensetzen und sich über den aktuellen Stand informieren. Die Stadtverwaltung arbeite auch eng mit Surfern und Experten aus dem Universitätsbereich zusammen, "um eine sichere und rechtlich saubere Lösung zu finden", so der künftige OB. Sein neues Amt tritt er am 1. Mai an. Derzeit vertritt er als zweiter Bürgermeister den noch amtierenden OB Reiter, der krankgeschrieben ist.

"Wiederbelebung" bisher erfolglos

Die Welle ist seit Oktober verschwunden. Damals war im Eisbach – wie auch in anderen Flüssen und Bächen – die turnusmäßige Bachauskehr durchgeführt worden. Das Wasser war abgesenkt und das Bachbett von Unrat und Sedimenten befreit worden. Anders als in früheren Jahren hat sich danach die berühmte Welle neben dem Haus der Kunst aber nicht mehr aufgebaut. Seitdem wurden diverse "Wiederbelebungsversuche" unternommen – auch vonseiten der Surfer mit teils unerlaubten Mitteln. Seit Februar ist das Surfen per Allgemeinverfügung verboten.

Verschärfte Auflagen seit Unfall

Vor beinahe einem Jahr hatte es an der Eisbachwelle einen tödlichen Unfall gegeben: Die am Knöchel befestigte Fangleine einer Surferin hatte sich damals unter Wasser verfangen. Die 33-jährige Frau konnte sich nicht befreien. Sie starb im Krankenhaus. Nach dem Unglück war die Welle zunächst für Surfer gesperrt, ehe die Stadt sie unter verschärften Auflagen wieder freigab.

Weil die Dunkelheit die Rettungsarbeiten erschwert hatte, wurde während der Bachauskehr zudem eine neue Beleuchtung installiert, die bei Bedarf eingeschaltet werden kann. Regulären Surfbetrieb hat es seitdem aber noch nicht wieder gegeben.

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