Abschleppdienst am Auto, davor ein Streifenwagen
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Nach der Verfolgungsfahrt holte ein Abschleppdienst den Wagen

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Hubschrauber und zehn Streifenwagen verfolgen flüchtenden Fahrer

Zehn Streifenwagen und ein Hubschrauber haben in der vergangenen Nacht einen Autofahrer auf der A93 nach Regensburg verfolgt. Mit bis zu 240 Kilometern pro Stunde fuhr er vor einer Kontrolle davon – mit riskanten Überholmanövern.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten aus der Oberpfalz am .

Eine nächtliche Verfolgungsfahrt von Oberfranken bis in die Regensburger Innenstadt hat sich ein 36-jähriger Mercedesfahrer mit der Polizei geliefert. Der Mann war in der Nacht zum Samstag davongerast, als ihn Schleierfahnder der Grenzpolizeiinspektion Selb kontrollieren wollten. Erst war er ihnen gegen 23:30 Uhr noch auf einen Parkplatz nahe der Anschlussstelle Regnitzlosau gefolgt, gab dann aber plötzlich Gas.

Flucht mit riskanten Überholmanövern

Bei seiner Flucht fuhr er laut Polizei mit bis zu 240 km/h und beging "gröbste Verkehrsverstöße". So überschritt er demnach nicht nur mehrfach die Höchstgeschwindigkeit. Er überholte zudem rechts und auf dem Standstreifen, um an den Polizeiwagen vorbeizukommen, die ihn stoppen wollten. Die Beamten versuchten daraufhin nicht mehr, den Mercedes anzuhalten – aus Rücksicht auf die Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer. Die Flotte an Streifenwagen, die hinter dem Flüchtigen herjagte, stieg während der Verfolgungsfahrt auf zehn Fahrzeuge an, auch ein Hubschrauber war im Einsatz.

Endstation Sackgasse

An der Anschlussstelle Regensburg Süd verließ der Fahrer die A93 in Richtung Innenstadt. In einer Sackgasse war schließlich Endstation, die Polizei konnte den 36-jährigen Deutschen widerstandslos festnehmen. Der Mann aus dem Landkreis Kelheim hatte keinen gültigen Führerschein und stand unter Drogeneinfluss.

Gegen ihn wird nun unter anderem wegen gefährlicher Eingriffe in den Straßenverkehr, Gefährdung des Straßenverkehrs, verbotener Kraftfahrzeugrennen, Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Fahrens unter Drogeneinwirkung sowie wegen diverser Verkehrsordnungswidrigkeiten ermittelt. Die Verkehrspolizei Regensburg sucht Zeugen und Verkehrsteilnehmer, die durch die Fahrweise des Mannes gefährdet wurden.

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