Symbolbild: Eine Person steht barfuß auf einer Waage, die mehr als 130 Kilogramm anzeigt.Gesundheit und Übergewicht
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Symbolbild: Mehr als die Hälfte der bayerischen Bevölkerung ist laut Statistikamt übergewichtig

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Mehr als die Hälfte aller Bayern ist übergewichtig

Eine Auswertung des Landesamts für Statistik kommt zu dem Ergebnis, dass mehr als die Hälfte der bayerischen Bevölkerung übergewichtig ist. Als Referenzwert wurde der Body-Mass-Index (BMI) herangezogen, der in der Oberpfalz den höchsten Wert erzielt.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio Nachrichten am .

Gut die Hälfte der Bevölkerung in Bayern ist übergewichtig. Das hat das Bayerische Landesamt für Statistik mit Sitz in Fürth am Dienstag mitgeteilt. Als Referenzwert zogen die Statistiker den Body-Mass-Index (BMI) heran. Der lag in Bayern im vergangenen Jahr im Schnitt bei 25,8. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) gelten Personen ab 18 Jahren mit einem BMI von 25 und mehr als übergewichtig.

Landesamt für Statistik: Die Bayern sind zu schwer

51 Prozent aller erwachsenen Bayern gelten laut Statistiker als übergewichtig oder adipös, also fettleibig. Männer sind dabei deutlich häufiger von Übergewicht betroffen als Frauen. Das ergeben die Auswertungen des Mikrozensus aus dem Zusatzprogramm Gesundheit für das Jahr 2025, heißt es vom Statistikamt. Die bayerischen Männer wiegen bei einer Körpergröße von 1,79 Meter im Durchschnitt 85,7 Kilogramm. Ihr BMI, für dessen Berechnung das Körpergewicht in ein Verhältnis zur Körpergröße gesetzt wird, liegt bei 26,7. Die bayerischen Frauen sind durchschnittlich 1,66 Meter groß, wiegen 68,3 Kilogramm und haben einen BMI von 24,9.

Immerhin seien 46 Prozent der bayerischen Bevölkerung normalgewichtig – 55 Prozent der Frauen und 38 Prozent der Männer. Aber mehr als ein Drittel der Bevölkerung in Bayern hat einen BMI zwischen 25 und unter 30. 16 Prozent der Bayern haben einen BMI von 30 oder höher und sind somit stark übergewichtig. Untergewicht komme laut Statistikamt seltener vor und betreffe insgesamt zwei Prozent der Bevölkerung in Bayern.

BMI in der Oberpfalz am höchsten

Beim durchschnittlichen BMI werden auch Unterschiede zwischen den Regierungsbezirken sichtbar. So weist Oberbayern mit 25,4 den niedrigsten BMI und die Oberpfalz mit 26,4 den höchsten BMI in Bayern auf. In Schwaben liegt der BMI durchschnittlich bei 25,9, in Niederbayern, Mittel- und Unterfranken bei jeweils 26,1 und in Oberfranken bei 26,3.

Die Bevölkerung in der Landeshauptstadt München hat einen Durchschnitts-BMI von 24,6. Etwas höher ist er in Augsburg (25,5) und Nürnberg (25,8).

Insgesamt ist der BMI der bayerischen Bevölkerung ab 18 Jahren seit 2005 um 0,4 gestiegen. Damals lag der durchschnittliche BMI noch bei 25,4. Im Vergleich zur letzten Erhebung des BMI im Mikrozensus 2021 liegt er unverändert bei 25,8.

Der Body-Mass-Index (BMI) und seine Probleme

Der BMI ist ein international anerkanntes Maß zur Beurteilung von Über- und Untergewicht. Er errechnet sich aus dem Körpergewicht in Kilogramm dividiert durch die Körpergröße in Metern im Quadrat (BMI = kg / m2). Die WHO stuft Erwachsene ab 18 Jahren mit einem BMI unter 18,5 als untergewichtig, zwischen 18,5 und unter 25 als normalgewichtig und mit einem BMI von 25 bis unter 30 als übergewichtig beziehungsweise ab 30 als stark übergewichtig oder adipös ein. Allerdings bleiben unter anderem das Geschlecht, das Alter oder die Muskelmasse bei der Einteilung unberücksichtigt.

Deshalb gibt es auch schon lange Kritik am BMI. Er alleine sei kein gutes Maß für Übergewicht und lasse vor allem keine Aussage über die Gesundheit eines Menschen zu. Eine internationale Experten-Kommission aus schlägt zum Beispiel vor, neben dem BMI Daten zum Körperfett – etwa zum Taillenumfang oder als direkte Fettmessung – mit heranzuziehen.

Da der BMI nur zwei Faktoren in seine Berechnungen einbezieht (Größe und Gewicht), kann er für manche Personen sogar eine völlig falsche Aussage treffen: beispielsweise haben größere Menschen tendenziell einen höheren BMI und gelten so schneller als übergewichtig als kleinere Menschen. Da Muskeln schwerer sind als Fett, haben auch gut trainierte, muskulöse Sportler oft einen hohen BMI. Jedoch ist viel Muskelmasse anerkanntermaßen ein Zeichen für Gesundheit, schließlich gehören die Muskeln zu den besten Stoffwechselorganen im menschlichen Körper. Obendrein, so die Experten, hängt ein optimales Gewicht auch von Statur und Lebenssituation ab.

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