Mit dem Fall Collien Fernandes hat die Diskussion um sogenannte Deepfakes, also manipulierte Fotos und Videos, an Fahrt gewonnen. Die Schauspielerin beschuldigt ihren Ex-Mann Christian Ulmen, gefälschte Profile mit pornographischen Inhalten über sie erstellt zu haben. Für Ulmen gilt die Unschuldsvermutung.
"Enkeltricks" mit KI-Stimmen
Sicher ist: Die moderne Technologie ermöglicht es, einen Menschen täuschend echt nachzuahmen. Solche Fake-Videos überschwemmen die sozialen Plattformen, ohne ihr Wissen werden Frauen für pornographische Inhalte missbraucht. Auch in anderen Bereichen werden gefälschte Inhalte eingesetzt: Die angebliche Enkelin ruft aus dem Krankenhaus ihre Oma an und bittet sie um Geld. Hinter diesem "Enkeltrick" aber steckt eine gefakte Stimme. Gerade Ältere fallen auf diese Betrugsmasche herein und verlieren ihr Erspartes.
Gefälschte Werbung mit kaum Konsequenzen
Ebenso beim bandenmäßig organisierten Anlagebetrug, bei dem gefälschte Profile mit angesehenen Experten die Verbraucher in eine Falle locken. Obwohl diese Vergehen bekannt sind, werden sie nur selten geahndet.
Die "Münchner Runde" live
Welche neuen Gesetze sind nötig, und wie kann die rechtliche Lage der Opfer endlich verbessert werden? Wie können wir gegen die digitale Gewalt gezielt vorgehen? Wie können die Bürgerinnen und Bürger sich selbst schützen?
Darüber diskutieren bei der "Münchner Runde" Georg Eisenreich (CSU), Justizminister in Bayern, Katharina Schulze, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag, die Publizistin und Netzaktivistin Anke Domscheit-Berg, die Autorin Sarah Pohl und der Börsenexperte Dirk Müller. Moderiert wird die Sendung von Christian Nitsche.
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