Nach einer missglückten Flucht vor einer Polizeikontrolle werden die Einsatzkräfte am späten Donnerstagabend zu einem schweren Unfall an der A3 bei Hösbach alarmiert. Zwei Männer müssen schwer verletzt in Kliniken gebracht werden, ein Auto ist so stark deformiert, dass die Feuerwehr den Fahrer aus dem Wrack schneidet. Was als Routinekontrolle der Polizei beginnt, endet in einem schweren Verkehrsunfall mit erheblichen Folgen für alle Beteiligten.
Flucht vor Polizeikontrolle endet im Crash
Wie das Polizeipräsidium Unterfranken mitteilt, kontrolliert die Aschaffenburger Polizei am Donnerstagabend Fahrzeuge auf der A3. Kurz vor 20 Uhr soll ein 29-jähriger Mercedes-Fahrer, der in Richtung Nürnberg unterwegs ist, angehalten werden. Zunächst folgt er scheinbar den Anweisungen und bremst ab. Nach Polizeiangaben bringt er sein Fahrzeug jedoch nicht vollständig zum Stehen – stattdessen drückt er aufs Gas und flüchtet mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Frankfurt vor der Streife.
Hohe Geschwindigkeit, verlorene Kontrolle
Nach derzeitigem Ermittlungsstand will der Mann auf der Flucht die A3 auf Höhe des Marktes Hösbach verlassen. Mit hoher Geschwindigkeit verliert er in der Ausfahrt offenbar die Kontrolle über seine Limousine. Er überfährt zunächst die Leitplanke und prallt anschließend in das Auto eines entgegenkommenden 46-Jährigen. Dessen Fahrzeug wird so stark beschädigt, dass der Mann eingeklemmt wird. Einsatzkräfte der Feuerwehr befreien ihn aus dem Wrack. Beide Fahrer erleiden schwere Verletzungen und werden vom Rettungsdienst in Krankenhäuser gebracht. An beiden Autos entsteht laut Polizei Totalschaden.
Verdacht auf Drogen und gestohlenes Kennzeichen
Im Zuge der Unfallaufnahme stellen die Beamten weitere Verdachtsmomente fest: Nach Polizeiangaben hat der 29-Jährige Kokain zu sich genommen. Außerdem sei das Kennzeichen seines Fahrzeugs als gestohlen gemeldet. Gegen den Mann wird nun unter anderem wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens ermittelt – dieser Tatbestand greife auch bei besonders rücksichtslosen Alleinfahrten mit hohen Geschwindigkeiten. Zudem wirft die Polizei ihm Gefährdung des Straßenverkehrs und fahrlässige Körperverletzung vor.
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