FDP-Chef Christian Dürr
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FDP-Chef Dürr kündigt Rücktritt an

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Nach Wahl-Niederlagen: FDP-Chef Dürr kündigt Rücktritt an

Nach den Niederlagen der FDP bei den Landtagswahlen in diesem Jahr hat der Bundesvorsitzende Christian Dürr seinen Rücktritt angekündigt. Beim Bundesparteitag im Mai soll ein neuer Vorstand gewählt werden – Dürr steht dabei wieder zur Wahl.

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Als Konsequenz aus dem schlechten Abschneiden der FDP bei den jüngsten Landtagswahlen tritt die gesamte Parteiführung um den Vorsitzenden Christian Dürr zurück. In einer Sitzung des FDP-Vorstands habe Dürr am Montag erklärt, seinen Posten zur Verfügung zu stellen, verlautete aus Teilnehmerkreisen in Berlin.

Präsidium und Bundesvorstand sollen nach Angaben aus der FDP beim Bundesparteitag Ende Mai neu gewählt werden – ein Jahr früher als eigentlich vorgesehen. Das hat der Bundesvorstand nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa bei seiner Sitzung in Berlin beschlossen. 

"Neue Legitimation": Dürr kündigt erneute Kandidatur an

Dürr kündigte an, bei der Neuwahl der FDP-Spitze erneut für den Vorsitz zu kandidieren. "Es braucht auf dem kommenden Bundesparteitag eine neue Legitimation", sagte Dürr. "Das ist die Konsequenz aus zwei verlorenen Landtagswahlen." Die Neuwahl auf dem Bundesparteitag solle für eine "klare Kursbestimmung" sorgen – "insbesondere in Bezug auf meine Person". 

Er sei bereit, auch in einer Kampfabstimmung gegen Gegenkandidaten bei der Neuwahl zur Parteispitze anzutreten, sagte Dürr. "Ich denke nicht daran, aufzugeben", fügte er hinzu. Mit dem geschlossenen Rücktritt sei der Bundesvorstand seinem Vorschlag nachgekommen, sagte Dürr weiter. 

Seit Mai 2025: Dürrs kurzer Aufstieg an die FDP-Spitze

Der aus Niedersachsen kommende Dürr war erst im Mai vergangenen Jahres an die Spitze der Bundespartei gewählt worden. Er folgte Christian Lindner nach, der die Verantwortung für das Scheitern der FDP an der Fünf-Prozent-Hürde bei der Bundestagswahl im Februar 2025 übernahm und sich aus der Politik zurückzog. 

Der 48 Jahre alte Dürr hat Wirtschaftswissenschaften studiert. Er trat 1996 in die FDP ein und war von 2003 bis 2017 Abgeordneter im Niedersächsischen Landtag. 2017 zog er in den Bundestag ein, wo er ab 2021 an der Spitze der Fraktion stand. 

Auch Generalsekretärin Büttner stellt sich erneut zur Wahl

Dürr suchte sich die Unternehmerin Nicole Büttner als Generalsekretärin aus, die dann im vergangenen Mai vom Bundesparteitag gewählt wurde. Büttner ist seit 2005 Mitglied der FDP, war zuvor aber nicht in der Bundespolitik aktiv. Sie ist Geschäftsführerin des Berliner KI-Unternehmens Merantix Momentum. 

Auch sie kündigte an, sich auf dem Parteitag erneut zur Wahl zu stellen. "Die FDP steht vor existenziellen Herausforderungen, und dafür braucht die Parteiführung eine klare und neue Legitimation", sagte Büttner. "Mit einer Neuwahl ermöglichen wir eine Richtungsentscheidung über die Zukunft der FDP."

Parteiinterne Kritik: Vorwurf fehlender Strategie

Dürr und Büttner war es seit ihrem Antritt nicht gelungen, die FDP wieder auf Erfolgskurs zu bringen. Ihre parteiinternen Kritiker wie die Europapolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann, der NRW-Landesvorsitzende Henning Höne oder der Chef der Jungen Liberalen, Finn Flebbe, werfen ihnen vor, keine erkennbare Strategie für die Erholung der FDP zu haben. Statt eigene inhaltliche Akzente zu setzen, reagiere die Parteiführung nur auf die Politik der Bundesregierung und beschränke sich auf Kritik.

Wahlniederlagen in Serie: FDP verpasst mehrfach den Einzug

Die FDP kam bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz am Sonntag nur auf 2,1 Prozent der Stimmen, zuvor hatte sie in Baden-Württemberg 4,4 Prozent erreicht – und damit in beiden Ländern den Einzug in den Landtag verpasst. Auch bei der Bundestagswahl im Februar 2025 war die Partei an der Fünfprozenthürde gescheitert.

Mit Informationen von AFP und dpa

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