Archivbild (2025): Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU)
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Pflegereform: Warken will Kinderlose stärker belasten

Wer keine Kinder hat, muss womöglich künftig mehr in die Pflegeversicherung einzahlen als bisher. Gesundheitsministerin Warken plant laut "Redaktionsnetzwerk Deutschland", den Beitragszuschlag für Kinderlose um 0,1 Prozentpunkte zu erhöhen.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio am .

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) plant einem Medienbericht zufolge in der Pflegeversicherung eine höhere Belastung von Menschen ohne Kinder. Wie das "RedaktionsNetzwerk Deutschland" (RND) unter Berufung auf Koalitionskreise berichtet (externer Link, möglicherweise Bezahlinhalt), soll laut Warkens Plänen der Beitragszuschlag für Kinderlose um 0,1 Prozentpunkte auf dann 0,7 Prozent steigen. 

Beitragssatz von 4,3 Prozent geplant – für Kinderlose ab 23 Jahren

Versicherte ohne Kinder sollten den Angaben zufolge künftig ab einem Alter von 23 Jahren insgesamt einen Beitragssatz von 4,3 Prozent zahlen. Bei Versicherten mit Kindern bliebe es bei den bisherigen Sätzen von 3,6 Prozent (ein Kind), 3,35 Prozent (zwei Kinder) und 3,1 Prozent (drei Kinder), schreibt das RND.

Defizit von 22,5 Milliarden Euro erwartet

Warken rechnet in der Pflegeversicherung in den kommenden beiden Jahren mit einem Defizit von zusammen 22,5 Milliarden Euro, sollten Reformen ausbleiben. Wann Warken einen Gesetzentwurf zur Reform der Pflege ins Kabinett einbringt, ist derzeit unklar. Ursprünglich hatte das Gesundheitsministerium einen Zeitpunkt Mitte Mai angegeben.

Bei Zuschüssen für die Heimunterbringung sparen

Bekannt ist bereits, dass Warken unter anderem bei den Zuschüssen für die Heimunterbringung sparen will. Das würde zu deutlichen Zusatzkosten für die Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen führen. Auch soll wohl der Zugang zu Leistungen der Pflegeversicherung generell erschwert werden.

Mit Informationen von AFP und epd

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