Von der Möglichkeit der doppelten Staatsbürgerschaft haben die meisten Menschen Gebrauch gemacht, die im vergangenen Jahr eingebürgert wurden.
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Die meisten Menschen, die 2025 die deutsche Staatsangehörigkeit erhielten, behielten auch ihren bisherigen Pass. (Symbolbild)

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Über 80 Prozent der deutschen Neubürger wählen Doppelpass

Die meisten Menschen, die 2025 die deutsche Staatsangehörigkeit erhielten, behielten auch ihren bisherigen Pass. Das geht aus einer Umfrage hervor. Möglich ist der Doppelpass durch die Reform des Staatsangehörigkeitsrechts von 2024.

Über dieses Thema berichtet: Bayern-2-Nachrichten am .

Von der Möglichkeit der doppelten Staatsbürgerschaft haben die meisten Menschen Gebrauch gemacht, die im vergangenen Jahr eingebürgert wurden. Das geht aus den Ergebnissen einer Umfrage des Mediendienstes Integration hervor.

Demnach lag der Anteil der eingebürgerten Personen mit Mehrstaatigkeit in den Städten, die entsprechende Daten erhoben haben, zwischen 85 und 98 Prozent. Die wenigen Neubürger, die keinen Doppelpass erhielten, waren den Angaben zufolge meist zuvor staatenlos oder stammten aus Ländern, die Mehrstaatigkeit grundsätzlich oder weitgehend ausschließen. Dazu zählen etwa Indien, Äthiopien und Eritrea.

Reform ermöglichte Doppelpass bei Einbürgerung

Die damalige Koalition aus SPD, Grünen und FDP hatte eine Reform des Staatsangehörigkeitsrechts beschlossen, die Ende Juni 2024 in Kraft trat. Seitdem können Menschen bei einer Einbürgerung ihre bisherige Staatsangehörigkeit grundsätzlich behalten.

Zudem wurde die erforderliche Aufenthaltsdauer für eine Einbürgerung von acht auf fünf Jahre verkürzt. Besonders gut integrierte Ausländer konnten sich nach der Reform bereits nach drei Jahren einbürgern lassen. Diese sogenannte Turbo-Einbürgerung wurde von der schwarz-roten Bundesregierung im vergangenen Jahr wieder abgeschafft.

Zahl der Anträge leicht rückläufig

Nach Angaben des Mediendienstes Integration ging die Zahl der neu gestellten Einbürgerungsanträge im Jahr 2025 um rund zehn Prozent auf etwa 189.000 zurück. Die meisten Anträge wurden im vergangenen Jahr in Berlin gestellt, wo rund 36.100 Menschen die Einbürgerung beantragten. Unter den Großstädten folgte München mit rund 17.800 Anträgen auf Platz zwei. Gleichzeitig bleibt der Bearbeitungsstau in der bayerischen Landeshauptstadt hoch. Anfang Mai waren dort laut Mediendienst mehr als 40.200 Anträge noch nicht entschieden.

Im vergangenen Jahr dürfte die Zahl der Einbürgerungen bundesweit deutlich über 300.000 gelegen haben. Darauf deuten veröffentlichte Zahlen aus mehreren Bundesländern sowie Recherchen der "Welt am Sonntag" hin. Am häufigsten wurden Menschen aus Syrien eingebürgert, gefolgt von Personen aus der Türkei, Afghanistan, dem Iran und Russland.

Sinkende Asylbewerberzahlen

Was die Zahl der Asylanträge betrifft soll es sich laut Angaben der Bild-Zeitung (externer Link, möglicherweise Bezahlinhalt), die sich auf Zahlen aus dem Bundesinnenministerium beruft, im Mai um den tiefsten Monatsstand seit dem Jahr 2013 handeln. Bundesweit wurden in diesem Monat 5.566 Asylanträge gestellt. Der Rückgang betrage gegenüber Mai 2023 sogar 75 Prozent.

Mit Informationen von dpa.

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