Geld stinkt nicht - das wussten schon die alten Römer. Seit heute gibt es eine weitere Einnahmequelle in Rom: Touristen sollen nun auch Eintritt bezahlen, wenn sie Zugang zum weltberühmten Trevi-Brunnen haben wollen. Vom heutigen Montag an werden zwei Euro fällig für den abgegrenzten Bereich direkt am Wasserbecken des "Fontana di Trevi".
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Die italienische Hauptstadt versucht mit dieser Maßnahme, die Besucherströme an einem der wichtigsten Touristenmagnete Roms besser zu kanalisieren und Gedränge zu verhindern. Zuletzt war vor allem durch die Sozialen Medien der berühmte Brunnen zu einem beliebten Motiv geworden - etwa mit dem traditionellen Münzwurf über die Schulter ins Wasser, der Glück bringen soll.
Kampf ums beste Selfie am Wasserbecken
Oftmals wirkte das Gedränge am überfüllten Wasserbecken wie ein Kampf ums beste Selfie, weshalb die Stadt bereits seit gut einem Jahr eine Obergrenze an Besuchern festgelegt hat: Maximal 400 Personen dürfen sich gleichzeitig am Becken aufhalten. Im vergangenen Jahr wurden mehr als zehn Millionen Besucher gezählt mit Spitzenwerten von bis zu 70.000 Personen pro Tag.
Das Ticket folge nun, um "der Überfüllung entgegenzuwirken, das Besuchererlebnis zu verbessern und eines der beliebtesten Monumente der Stadt zu schützen", hieß es aus Rom. Jedoch macht die Stadt auch Ausnahmen: Für die eigenen Bewohner ist der Zutritt nach wie vor kostenlos. Ausgenommen sind auch Menschen mit Behinderung und deren Begleitpersonen sowie Kinder unter sechs Jahren. Und auch die große Piazza vor dem Brunnen bleibt weiterhin für alle frei zugänglich.
Trevi-Brunnen seit Fellini-Film weltbekannt
Erbaut wurde der Trevi-Brunnen nicht etwa von den alten Römern - sondern erst in der Barockzeit im 18. Jahrhundert. Zu Weltruhm gelangte der Brunnen aber erst in den 1960er-Jahren durch die Badeszene mit Anita Ekberg im Fellini-Klassiker "La dolce Vita". Seitdem zählt der Brunnen mitten in Rom zu den Hauptattraktionen der "Ewigen Stadt".
Rom verlangt von Touristen Eintritt für den Trevi-Brunnen
Mit Informationen von dpa.
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