Immer noch ist der Grimme-Preis der wichtigste Fernsehpreis Deutschlands, auch wenn es in Marl längst nicht mehr nur um klassische Fernsehformate geht. Insgesamt ist der BR elf Mal für den Grimme-Preis 2026 nominiert. In der Kategorie “Besondere journalistische Leistung” darf Nahostkorrespondentin Sophie von der Tann auf einen Preis hoffen, für ihre „hochpräzise und menschennahe Berichterstattung“ über Israel und die palästinensischen Gebiete. Neben ihr sind Golineh Atai und das Projekt "Das Damascus Dossier" nominiert.
Grimme-Preis Verleihung am 24. April 2026
In “Pop Secret Stories” erzählen junge Kulturjournalistinnen und Kulturjournalisten des BR Geschichten aus der Popkultur, die so noch nie erzählt wurden: Pop Secrets eben. Bereits online verfügbar sind 32 Folgen, in denen ironisch und temporeich unter anderem das Geheimnis hinter Nina Chubas Erfolg gelüftet, die wahre Identität von Italo-Schlager-Star Roy Bianco enthüllt oder die bislang unveröffentlichte Geschichte vom Streik am Set von Michael Bully Herbigs „Schuh des Manitu“ erzählt wird. Auch der Entstehung des diesjährigen Wiesn-Hits “Wackelkontakt” von Oimara ging "Pop Secret Stories" auf den Grund.
“Geheime” Geschichten aus der Popkultur
Das Format wählt dabei nicht den Weg eines klassischen Kulturmagazins, sondern lebt vor allem davon, Popkultur-Momente in cineastisch gedrehten Reenactments für eine jungen Zielgruppe zum Leben zu erwecken.
BR insgesamt elf Mal nominiert
Der BR geht auch in der Kategorie Fiktion ins Rennen, mit der Serie „Die Ermittlung“ über die Auschwitz-Prozesse sowie den Spielfilmen „Luise“ und „Rohbau“. Ebenfalls auf der Grimme-Short-List stehen die Doku-Serie „Rise & Fall 1860 München“ über die wendungsreiche Geschichte des Traditions-Fußballklubs sowie die Doku-Koproduktionen „Das Srebrenica Tape“, Riefenstahl“ und „Petra Kelly – Act Now!“. Außerdem gelistet: der Dokumentarfilm „Der talentierte Mr. F“ und das junge Geschichtsformat „Y-Kollektiv: Y-History“, an denen der BR beteiligt ist.
Der nach dem Adolf Grimme benannte Preis wird seit 1964 verliehen und würdigt laut Grimme-Statut Produktionen “welche die spezifischen Möglichkeiten des Mediums Fernsehen auf hervorragende Weise nutzen, weiterentwickeln und nach Form und Inhalt Vorbild für die Fernsehpraxis in der digitalen Welt sein können.“
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