BR-Recherche: Polizei nutzt Daten aus Handy Apps

München: Mindestens zwei Landeskriminalämter in Deutschland haben bei Ermittlungen bereits kommerziell gehandelte Daten aus Handy Apps genutzt - also etwa Standortdaten. Das haben Recherchen des BR und von netzpolitik.org ergeben. Demnach bestätigte das Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern auf Anfrage, Standortdaten aus der Werbeindustrie eingesetzt zu haben. Auch das LKA Brandenburg gab an, zur Kriminalitätsbekämpfung Dienste von Datenhändlern in Anspruch zu nehmen. Strafrechtsprofessor Zöller von der LMU München hält diese Praxis für rechtswidrig. Die Daten seien nicht entstanden, um von der Polizei zur Gefahrenabwehr oder Strafverfolgung genutzt zu werden. Deshalb handle es sich bei dieser Zweckänderung um einen Eingriff in das Grundrecht der informationellen Selbstbestimmung.

Sendung: Bayern 2 Nachrichten, 02.06.2026 06:00 Uhr

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