Am 27. Spieltag der 3. Liga empfing der TSV 1860 München zu Hause im Grünwalder Stadion den FC Erzgebirge Aue. In einer extrem ausgeglichenen Partie wurde die frühe Führung von Maximilian Wolfram (7.) kurze Zeit später von Ex-Löwe Marcel Bär (12.) ausgeglichen. Nach dem Seitenwechsel schenkte die Auer Defensive Sigurd Haugen (50.) einen Scorerpunkt und den Löwen die erneute Führung zum 2:1. Nach einer intensiven und umkämpften Schlussphase, durften die Münchner ihren vierten Sieg in Folge feiern. Eine 17-minütige Unterbrechung wegen dichten Nebels.
Es war von Anfang an ein heiß umkämpftes Duell, bei dem die Gäste aus Aue zunächst besser ins Spiel kamen. Auf dem Abstiegsplatz stehend, brauchten sie dringend die drei Punkte. Die Löwen aus München waren allerdings nach drei Siegen in Folge auf einem Höhenflug und hatten wieder Hoffnung für das Ziel Aufstieg gesammelt.
Wolfram trifft – Ex-Löwe Bär gleicht aus
Das anfangs starke Spiel von Erzgebirge Aue trafen die Löwen mit ihrer frühen Führung ins Mark. Kevin Volland zog aus rund 20 Metern vom rechten Strafraumeck ab. Der Klärungsversuch von Torhüter Martin Männel war allerdings nicht konsequent genug. Der Abpraller landete bei Maximilian Wolfram, der ins leere Tor einschieben konnte (7.).
Lange wollten sich die Auer den Rückstand aber nicht gefallen lassen. Fünf Minuten später war es ausgerechnet Ex-Löwe Marcel Bär, der zum 1:1 ausglich (12.). Dabei sah Innenverteidiger Max Reinthaler mit seinem Klärungsversuch nicht besonders glücklich aus, als er Bär aus kurzer Distanz anschoss.
Eine ausgeglichene Halbzeit mit Chancen auf beiden Seiten endete nach einer starken Parade von Münchens Keeper Thomas Dähne (44.), der einen Abschluss von Bär per eleganter Flugparade klärte und den unglücklichen Rückstand vor der Pause verhinderte.
Feuerwerk auf und neben dem Platz
Nach der Halbzeitpause ging es ohne Wechsel in den zweiten Durchgang. Die Sicht wurde schlechter und schlechter, während die Münchner direkt ein Feuerwerk auf dem Platz zündeten. Luan Simnica wollte einen Ball im Sechzehner klären, schoss eine Bogenlampe in die Luft, die dank der Schulter von Siemen Voet zur perfekten Vorlage wurde. Sigurd Haugen musste nur noch den Fuß hinhalten, um auf 2:1 zu erhöhen (50.). Für die erneute Führung durften sich die Löwen eindeutig bei der Auer Defensive bedanken.
Kurz danach musste die Partie aufgrund des dichten Nebels unterbrochen werden. Als die Spieler den Platz schon verlassen hatten, wurde auf der Tribüne der Löwen-Fans Feuerwerk entzündet. Zwischenzeitlich konnte man weder im Stadion noch im Fernsehen überhaupt etwas außer Rauch und Flutlicht erkennen. Im Hinblick auf die gerade gefeierte Führung war diese Unterbrechung wohl der ungünstigste Zeitpunkt für den TSV 1860 München.
Löwen setzen Siegesserie fort
Knapp 17 Minuten dauerte die Zwangspause an, trotzdem kamen beide Mannschaften aktiv wieder aus der Kabine, auch wenn die Sicht weiterhin schlecht war. Die Intensität blieb hoch, der TSV 1860 München versuchte konsequent nach vorne zu spielen, während es den Gästen ein wenig an Durchschlagskraft mangelte.
Ein überragender Pass von Mika Clausen in der 89. Minute hätte die Münchner fast den Sieg gekostet. Er hob den Ball über die Abwehrkette, wo Bär im Strafraum lauerte. Die Direktabnahme flog jedoch deutlich übers Tor. Eine Ecke für Aue kurz danach bot den Gästen wieder drei Abschlussmöglichkeiten, die aber alle geblockt werden konnten. Die Abwehrschlacht der Löwen endete mit einem 2:1-Sieg und somit dem vierten Dreier in Serie. Der Münchner Aufstiegstraum lebt weiter.
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