Die deutschen Skispringer haben einen neuen Bundestrainer. Wie der Deutsche Skiverband (DSV) am Mittwoch bekannt gab, tritt Andreas Mitter die Nachfolge von Stefan Horngacher an. Horngacher hatte sich am Ende der zurückliegenden Olympia-Saison als Chefcoach verabschiedet. Mitter war bisher Assistent von Horngacher und für die Entwicklung des Perspektivkaders zuständig.
Mitter will neue Impulse setzen
"Ich freue mich sehr auf meine neue Aufgabe im Deutschen Skiverband und möchte mein Know-how und meine Erfahrung als langjähriger Trainer einbringen", wird Mitter in der Pressemitteilung zitiert: "Zusammen mit meinen Trainerkollegen wollen wir neue Impulse in der Trainingsarbeit setzen, um das Potenzial der Mannschaft bestmöglich zu entwickeln. Darüber hinaus gilt es mit den Trainern aller Lehrgangsgruppen im DSV inhaltliche Schwerpunkte für eine langfristige und positive Entwicklung für den Skisprung in Deutschland zu setzen."
Mitter kennt das System Skisprung
Der 44-Jährige startete seine Trainerlaufbahn beim SC Partenkirchen. Zwischen 2016 und 2018 war er Chef des finnischen Verbandes, wo er unter anderem mit Skisprung-Legende Janna Ahonen arbeitete und den Skisprung-Talent Antti Aalto auf seinen ersten Schritten in den Weltcup begleitete. Seit 2019 ist Mitter im Deutschen Skiverband tätig.
"Andreas kennt das System Skisprung in Deutschland in all seinen Facetten. Er hat sich über die letzten Jahre sowohl in Deutschland als auch international eine sehr hohe Wertschätzung erarbeitet", sagte Sportdirektor Weltcup Horst Hüttel.
Schwacher DSV-Winter trotz Raimunds Olympiasieg
Die Aufgaben für den neuen Bundestrainer sind klar: Den deutschen Skisprung wieder zu alten Erfolgen bringen. Abgesehen von Philipp Raimunds überraschenden Olympiasieg verlief der Winter enttäuschend. Lediglich dreizehnmal standen die DSV-Adler in Team oder Einzel auf dem Treppchen. Einzig der Oberstdorfer Raimund konnte im Saisonfinale in Lahti einen Weltcup gewinnen. Besonders das wochenlange Formtief der einstigen Größen Andreas Wellinger und Karl Geiger bereitete Sorgen. Geiger verpasste deshalb auch die Olympischen Spiele.
Um an die alten Zeiten anknüpfen zu können, stellt der DSV sein Trainerteam nicht nur in vorderster Position um. Mit Jens Deimel und Tino Haase ergänzen zwei Trainer das Team, die schon unter Bundestrainer Werner Schuster mitwirkten.

