Es war ein kurioses Bild, dass Luis Vogt vor dem Start der Abfahrt bot. Mit einer Zahnbürste im Mund, die Augen verschlossen, bereitete er sich vor dem Start vor. Der Grund: Die elektrische Zahnbürste sorgt für eine Stimulation und damit für eine mentale Fokussierung. So erklärte es die ehemalige Skifahrerin Martina Ertl im ZDF. Andere Sportler kreisen beispielsweise mit der Zunge. Dadurch soll die Nervosität heruntergefahren werden.
In Crans Montana konnte Vogt aber auch mit Zahnbürste nicht ganz an seine starken Leistungen aus der Vorwoche anknüpfen. Bei der Abfahrt in Kitzbühel wurde er Achter. In Crans-Montana landete er aber trotzdem auf dem 18. Platz. Trotzdem wird der 23-Jährige die Rennen bei den Olympischen Spielen verpassen, weil er nach der Nominierung erst unter die Top-8 fuhr.
Luis Vogt vor der Abfahrt in Crans Montana
Jocher und Baumann hinter Vogt
Vogt war aber der beste Deutsche an diesem Tag. Sein Teamkollege vom SC Garmisch, Simon Jocher, landete auf dem 21. Rang. Der Oberbayer, der anders als Vogt bei den Olympischen Spielen an den Start gehen wird, fing zunächst gut an, verlor nach dem Sprung aber etwas, Romed Baumann landete dahinter auf dem 31. Platz.
Der Sieg ging an den Schweizer Franjo von Allmen. Der Schweizer Abfahrtsweltmeister kam mit einem Vorsprung von über sechs Zehnteln im Ziel an (+0,65 Sekunden). Zweiter wurde der Italiener Dominik Paris vor dem US-Amerikaner Ryan Cochran-Siegle (+0,70 Sekunden).


