ARCHIV - 28.05.2026, Österreich, Matrei am Brenner: Teilnehmer der Demonstration protestieren bei der Autobahn Auffahrt des Brenners in Matrei am Brenner in Fahrtrichtung Norden gegen die Verkehrsflut am Brenner (Aufnahme mit einer Drohne). Alle Straßen im Brenner-Korridor sind wegen einer Demonstration für den Transitverkehr gesperrt. Foto: Jason Tschepljakow/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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Demonstration und Totalsperre auf Brennerautobahn

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Brenner-Ticker: Alle News in der Nachlese

In der Gemeinde Matrei am Brenner haben Tausende Menschen gegen die hohe Verkehrsbelastung demonstriert. Autobahn und Ausweichrouten waren gesperrt. Ein Verkehrschaos blieb aber aus. Alle News zur Brenner-Sperre in der Ticker- Nachlese.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio Nachrichten am .

Die Straßensperre am Brenner ist wieder aufgehoben. Wir schließen diesen Ticker und bedanken uns für Ihr Interesse. Einen zusammenfassenden Artikel finden Sie hier.

19.46 Uhr: Besonders Sonntag wird mit starkem Verkehr gerechnet

Der österreichische Autofahrerclub ÖAMTC rechnet jedoch damit, dass Reisende ihre aufgeschobenen Fahrten ab Samstagabend antreten. Besonders am Sonntag wird mit Staus und langen Fahrzeiten auf dem Weg von und nach Italien gerechnet. Denn auch die Luegbrücke auf der Brenneroute ist nur einspurig befahrbar.

19.15 Uhr: Brennerautobahn nach Demo-Sperre wieder offen

Die Sperre der Brennerautobahn im österreichischen Bundesland Tirol ist nach einer Demonstration aufgehoben worden. "Alle Spuren sind wieder offen", sagte ein Sprecher des Autobahnbetreibers Asfinag am Samstagabend der Deutschen Presse-Agentur.

Der Brenner-Pass an der Grenze zwischen Österreich und Italien war seit dem Vormittag wegen eines Protests gegen die hohe Verkehrsbelastung blockiert. Auch auf italienischer Seite war die Autobahn tagsüber wegen der Demonstration gesperrt. In Richtung Norden wurde der italienische Abschnitt Sterzing - Brenner ebenfalls wieder für den Leichtverkehr geöffnet. Die Freigabe für Lkw war für 20 Uhr geplant.

18.39 Uhr: Protestkundgebung "überwältigend und fulminant"

Auf der Brenner-Autobahn in Österreich haben am Samstag zahlreiche Menschen gegen die hohe Verkehrsbelastung protestiert. Der Bürgermeister des Ortes Gries, Karl Mühlsteiger, hatte die Kundgebung als Privatperson angemeldet. Er zog ein positive Fazit: "Es war überwältigend und es war fulminant." Er sprach von knapp 5.000 Demonstrierenden. Die Feuerwehr hatte die Zahl der Teilnehmer nach Angaben der Nachrichtenagentur APA zuvor mit 4.500 angegeben.

Der Protest sei ein "sehr, sehr deutliches Zeichen an die hohe Politik", sagte Mühlsteiger. Die könne das Problem nun "nicht mehr kleinreden beziehungsweise ignorieren". Mühlsteiger hatte zuvor gesagt, das massive Verkehrsaufkommen auf der Brenner-Autobahn sei "für die Bevölkerung nicht mehr schaffbar, nicht mehr aushaltbar". 

18.10 Uhr: Freie Fahrt in Bayern

Die Warnungen vor Mega-Staus wegen der Komplettsperre des Brennerpasses aufgrund einer Demonstration gegen Verkehrsflut haben offensichtlich die Autofahrer von einem Start Richtung Süden abgehalten. Auf den Autobahnen in Bayern südlich von München rollte der Verkehr fast ohne Behinderungen - zur Überraschung der Experten.

"Wie es scheint, haben alle die Warnungen ernst genommen", sagte Miriam Melanie Köhler vom ADAC Südbayern. "Es ist ruhiger als sonst an Reisetagen in den Ferien." Die Lage sei den ganzen Tag schon auf Autobahnen und Landstraßen "ausnehmend ruhig", ergänzt Stefan Sonntag, Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd.

Josef Seebacher von der Niederlassung Südbayern der Autobahn GmbH des Bundes sagte: "Im gesamten Netz der südbayerischen Autobahnen hatten wir mindestens 30 Prozent weniger Verkehr als an einem sonstigen normalen Samstag." Über die Alpen sei extrem wenig Verkehr gewesen - auch nicht auf die Tauernautobahn oder anderen Ausweich-Routen. "Die Leute sind wirklich daheimgeblieben."

13.08 Uhr: Kundgebung gegen Brenner-Transit in Matrei

Am Mittag ist in Matrei am Brenner die Protestkundgebung gegen die hohe Verkehrsbelastung auf der zentralen Alpenquerung gestartet. Nach Schätzungen von BR-Reportern kamen mehrere tausend Menschen zu der Demonstration. Der Bürgermeister der Gemeinde, der die Veranstaltung als Privatmann angemeldet hatte, hatte im Vorfeld erklärt, er sei bereits mit ein paar hundert Teilnehmern zufrieden.

Im Video: Stau-Alarm Richtung Süden? Lage am Brenner am Nachmittag ruhiger als gedacht

Brennero Ortschild
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Brennero Ortschild

13.00 Uhr: Lkw müssen an Tiroler Grenze umkehren

Wegen der Komplettsperre des Brennerpasses hat die Tiroler Polizei kommende Lastwagen gleich nach der Grenze bei Kufstein ausgeleitet und nach Deutschland zurückgeschickt. Das teilte ein Sprecher der Polizei in Tirol auf Anfrage mit. Lastwagen im Transitverkehr dürften während der Brenner-Sperre gar nicht erst nach Tirol einreisen. Die Fahrer würden deshalb kontrolliert und bei geplantem Transit gleich an der Grenze zurückgewiesen. Damit soll verhindert werden, dass sich auf den Zufahrtsstrecken und Autobahnen lange Staus bilden.

Teils scheine es zu Diskussionen zwischen Lkw-Fahrern und Grenzbeamten zu kommen, was den Verkehr etwas aufstaue, sagte eine ADAC-Sprecherin. Größere Zwischenfälle wurden aber nicht bekannt. Staus auf der bayerischen Seite blieben aus, der Verkehr lief.

Im Video: Sperrung der Brennerautobahn ist angelaufen

Mitarbeiter der Asfinag und der Polizei haben die Brennerautobahn für den Verkehr abgeriegelt.
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Am Vormittag vor der Brenner-Sperrung ist ein größeres Verkehrschaos ausgeblieben. Experten hatten zuvor viel Verkehr befürchtet.

12.10 Uhr: Polizei in Bayern rechnet mit Nachholeffekt nach der Demo

Die Polizei in Bayern erwartet einen Schwung Autofahrer, wenn die Demonstration auf der Brennerautobahn vorbei ist. Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd rät Autofahrern auf BR-Anfrage, lieber später zu fahren - eher am Montag als am Sonntag, damit sich das Ganze entzerrt. Bislang sei die Verkehrssituation aber außergewöhnlich ruhig. Die Leute hätten sich darauf eingestellt, dass am Brenner gesperrt wird.

11.55 Uhr: Anschlag auf Zugtrasse? Verspätungen auf Brennerbahnlinie

Zeitgleich zur Sperre des Brennerpasses kommt es nach einem Feuerwehreinsatz auf der Brennerbahnlinie zu Verspätungen. Am frühen Morgen sei es nördlich von Verona zu einem Brand an der Bahnstrecke gekommen, teilte die staatliche Eisenbahngesellschaft Ferrovie dello Stato (FS) mit. Der Bahnverkehr zwischen Peri und Dolcè am Gardasee sei erheblich beeinträchtigt. Unbekannte hätten Schäden an der Infrastruktur verursacht.

Der betroffene Streckenabschnitt liegt auf der Brennerbahnstrecke nördlich von Verona und gehört zur wichtigsten Eisenbahnverbindung in Richtung Brennerpass und weiter nach Österreich. Nach Angaben des Südtiroler Nachrichtenportals "stol.it" (externer Link, möglicherweise Bezahlschranke) sind die Auswirkungen auch in Südtirol zu spüren.

11.19 Uhr: Raststätte Inntal-West nicht überlaufen

An der Raststätte Inntal-West ist es ruhig. Die Asfinag hat alle Mülleimer geleert, sodass man vorbereitet wäre. Wer hier momentan Rast macht, weiß von der Brenner-Sperrung. Viele haben andere Ziele, zum Beispiel in Osttirol, und fahren nicht über den Brenner. Am Freitagabend hatte sich der Verkehr laut ADAC auf der A93 Richtung Grenzübergang Kiefersfelden noch auf einer Strecke von bis zu 16 Kilometern gestaut, was zu bis zu einer Stunde Zeitverlust führte.

Im Video: Brenner wegen Demo gesperrt - Kommt jetzt der Rekord-Stau?

Blick auf die Brennerautobahn A13 in Fahrtrichtung Italien während einer Demonstration, durch die die wichtigste Verkehrsverbindung zwischen Deutschland und Italien in beide Richtungen nahezu vollständig blockiert ist (Luftaufnahme).
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Für acht Stunden geht nichts mehr: Alle Straßen im Brenner-Korridor sind wegen einer Demonstration für den Transitverkehr gesperrt.

11.12 Uhr: Verkehr auf der Brennerautobahn eingestellt

Die Komplettsperre des Brennerpasses für den Transitverkehr ist seit 11.00 Uhr in Kraft. Die Sperre dauert auf österreichischer Seite bis 19.00 Uhr, auf italienischer Seite bis 20.00 Uhr. Sie gilt für die Brenner-Autobahn und sämtliche Nebenstrecken. Anlass der Sperre ist eine Protestaktion auf der Brenner-Autobahn. Dort wollen Bewohner der Region gegen die Verkehrsflut demonstrieren. Die Polizei hatte dazu aufgerufen, Tirol während der Sperre weiträumig zu umfahren.

Fast elf Millionen Autos und rund 2,5 Millionen Lastwagen haben 2025 laut Autobahnbetreiber Asfinag die mautpflichtige Autobahn benutzt. Damit ist die Strecke die verkehrsreichste Nord-Süd-Verbindung der Alpen. 

10.15 Uhr: Auch Verkehrspolizei Bozen meldet keine Staus

Auf italienischer Seite ist die Verkehrslage nach Angaben der Behörden ebenfalls derzeit "äußerst ruhig". Katia Grenga von der Verkehrspolizei Bozen sagte: "Offenbar haben die frühzeitigen Informationen ihre Wirkung gezeigt. Viele Autofahrer haben sich entschieden, ihre Abreise vorzuziehen oder zu verschieben."

10.04 Uhr: Keine Verkehrsbehinderungen auf bayerischer Brenner-Route

Trotz der inzwischen begonnenen Brenner-Sperre ist es auf bayerischer Seite bislang ruhig. "Bis jetzt läuft der Verkehr", sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd. Es könne sein, dass viele nach den Warnungen "zum Glück" tatsächlich nicht gefahren seien. "Wir sind als Polizei immer skeptisch, wenn es ruhig ist - aber im Moment sind wir vorsichtig optimistisch. Wir sind froh, dass niemand unnötig im Stau steht."

Auch in der Nacht sei der Verkehr ganz normal ruhig geflossen. Behörden und Polizei hatten nicht ausgeschlossen, dass viele schon nachts fahren würden, um vor der Sperre über den Brenner zu kommen. Auch beim ADAC hieß es: "Wir haben im Moment keine Staus zu verzeichnen." Der Autoclub ist extra mit Stauberatern und einem Staubeobachtungsflugzeug unterwegs. 

9.01 Uhr: Lkw-Sperre ist angelaufen

Auf der A13, der Brennerautobahn von Österreich nach Italien, ist am Morgen das zeitweise Fahrverbot in Kraft getreten. Zunächst dürfen keine Lkw mehr auffahren. Ab 11.00 Uhr gilt die Sperre dann auch für Pkw. Bislang ist die Lage ruhig. Auch auf bayerischer Seite. Auf der A8 und der A93 gibt es nach wie vor keine größere Staumeldung, ähnlich ruhig verhält es sich im Rest des Freistaats. Auch auf der Tauernroute und den anderen Reiserouten in Österreich ist es derzeit entspannt. Ein längerer Stau wird nur in der Schweiz auf der Gotthard-Route gemeldet.

8.55 Uhr: Ruhige Verkehrslage überrascht Experten

Kurz vor der Sperre der Brenner-Route im österreichischen Bundesland Tirol berichtet der Autofahrerclub ÖAMTC über eine überraschend entspannte Verkehrslage. "Es ist im Moment ruhiger als sonst", sagte ein Sprecher mit Blick auf Pfingst-Reisewochenenden in den Vorjahren. Die Stau-Experten des ÖAMTC hatten damit gerechnet, dass viele Reisende versuchen würden, Tirol noch Samstagfrüh zu durchfahren, kurz bevor die Sperre am Vormittag in Kraft tritt. Behörden haben dazu aufgerufen, Tirol am Tag der Sperre großräumig zu umfahren. Der ÖAMTC rechnet daher im Laufe des Tages mit stärkerem Reiseverkehr auf der Tauernautobahn (A 10) und der Pyhrnautobahn (A 9).

8.44 Uhr: Polizei in Südtirol mit deutlich mehr Einsatzkräften

Mit Blick auf die Brenner-Sperre und ein erwartetes erhöhtes Verkehrsaufkommen am heutigen Samstag hat Südtirol die Aufmerksamkeit des Zivilschutzes erhöht. "Diese Brenner-Blockade ist in Kombination mit diesem Rückreisewochenende zweifelsohne ein Moment von Zivilschutzrelevanz", sagte der Chef der Agentur für Bevölkerungsschutz, Klaus Unterweger, dem Sender Rai Südtirol. Die Aufmerksamkeitsstufe sei deswegen erhöht worden. Die Verkehrspolizei in Südtirol hat ihre Präsenz deutlich verstärkt. Auch eine intensivere Überwachung entlang der Brennerachse war angekündigt. Von unnötigen Reisen auf der Strecke wurde dringend abgeraten.

8.03 Uhr: Kaum Verkehr vor Sperrung auf der Brennerautobahn

Kurz vor Beginn der Sperre der Brennerautobahn scheint die Lage ausgesprochen ruhig zu sein. Die Befürchtung, dass die Massen versuchen würden, den Brenner noch vor der Sperrung zu passieren, bewahrheitete sich bis dato nicht. Am Morgen war auf den Webcams der Betreibergesellschaft Asfinag (externer Link) entlang der A13 kaum Verkehr zu erkennen. Lediglich einzelne Lastwagen und Autos verkehrten auf der Route. Ab 9.00 Uhr soll die Autobahn dann für Lkw gesperrt werden, ab 11.00 Uhr dürfen auch Pkw nicht mehr auffahren. Die Sperrung soll bis 19.00 Uhr andauern.

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Vor dem Start der Sperrung der Brennerautobahn am Vormittag ist die Straße auf Höhe der Mautstelle Schönberg praktisch leer.

6.59 Uhr: ADAC befürchtet Verkehrsprobleme bis südlich von München

Wegen der bevorstehenden Vollsperrung am Brenner droht in Bayern ein erhebliches Verkehrschaos. Der ADAC hat seine Stauwarnung bis weit nach Bayern hinein ausgeweitet und rechnet mit stehendem Verkehr bis in den Großraum südlich von München. Betroffen seien dabei nicht nur die Autobahnen, sondern auch Landstraßen.

Besonders die umliegenden bayerischen Dörfer haben "massive Angst vor Ausweichverkehr", wie BR-Reporterin Alisa Schröter erfahren hat. Einige Gemeinden bereiten sich auf den Ernstfall vor. So kündigte etwa Frasdorf an, bei zu viel Stau müsse man "einfach selber schauen, dass wir Straßen sperren", um Rettungswege freizuhalten. Bereits am Freitag hatte eine spontane Blockabfertigung in Tirol für lange Lkw-Staus auf der Inntalautobahn gesorgt.

Die größte Unbekannte bleibe jedoch das Vorgehen der Tiroler Behörden. Es sei unklar, ob diese den Verkehr an den Grenzen nur dosieren oder "sogar ganz sperren". Sollte Letzteres eintreten, droht ein Szenario, das die Polizei gestern bestätigt habe: Autofahrer würden nicht nur im Stau stehen, sondern von den Beamten "tatsächlich wieder gen Norden zurückgeleitet" werden.

Im Video: BR-Reporterin Alisa Schröter zur Verkehrslage in Bayern

BR-Korrespondentin Alisa Schröter.
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BR-Korrespondentin Alisa Schröter.

6.16 Uhr: Mobilitätsexperte sieht in verändertem Verkehrsverhalten Grund für Unmut

Angesichts der angekündigten Sperrung der Brennerautobahn durch Protestierende rechnet der Innsbrucker Verkehrswissenschaftler Stefan Tischler mit weiteren Aktionen dieser Art. Im BR24-Interview sagte er: "Ein Mehr an Protesten ist auch in Zukunft zu erwarten." Konkret sei bereits eine Sperre entlang der Fernpassroute für Juni in Vorbereitung. Auch an der Brennerautobahn seien weitere Blockaden denkbar.

Als einen Grund für den wachsenden Unmut in der Bevölkerung nannte der Experte von der Uni Innsbruck eine Veränderung des Verkehrsverhaltens. Moderne Navigationssysteme würden es heutzutage auch nicht ortskundigen Fahrern ermöglichen, auf Schleichwege auszuweichen. Dies führe zu verstopften Straßen und sogar Forstwegen, was in den letzten Jahren "die Emotionen nochmals aufkochen lassen" habe. Der umstrittene Brennerbasistunnel hätte die aktuellen Proteste nach Tischlers Einschätzung nicht verhindert. Der Tunnel werde "bestenfalls nur einen Teil des Verkehrs von der Straße auf die Schiene verlagern können" und zusätzlich "einen sogenannten Neuverkehr erzeugen".

Im Video: Interview mit Mobilitätsexperte Stephan Tischler

Verkehrswissenschaftler Stephan Tischler erklärt, warum der Verkehr über den Brenner so stark zugenommen hat.
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Verkehrswissenschaftler Stephan Tischler erklärt, warum der Verkehr über den Brenner so stark zugenommen hat.

04.10 Uhr: Stau schon ab Rosenheim? Helfer sind gerüstet

Die Behörden und Einsatzkräfte stellen sich vorsorglich auf ein mögliches Verkehrschaos auch schon weit vor dem Brenner ein. So bereitet sich das Bayerische Rote Kreuz auf Stau-Einsätze zwischen Rosenheim und der österreichischen Grenze vor. Helfer mit Motorrädern könnten im Notfall Menschen im Stau mit Wasser versorgen, hieß es im Vorfeld.

Die Polizei im Süden Bayerns hat ihr Personal aufgestockt. "Wir sind mit der größtmöglichen Stärke im Dienst", sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd. "Unser Hauptziel ist, dass der Verkehr fließt und die Rettungsgasse freigehalten wird" – damit im Ernstfall schnell Hilfe an den Ereignisort kommen könne. Es sei der größte Verkehrseinsatz seit Bestehen des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd.

04.02 Uhr: Brenner-Blockade: Stundenlange Sperre in beide Richtungen

Die auch von zahlreichen deutschen Touristen genutzte Brennerautobahn im österreichischen Bundesland Tirol wird am Samstag wegen eines Anwohnerprotests ganztägig gesperrt. Autos dürfen die Brennerautobahn A13 durch die Alpen von 11.00 bis 19.00 Uhr nicht befahren, für Lkw gilt die Sperrung bereits ab 09.00 Uhr. Das Gebiet muss weiträumig umfahren werden, auch auf den Ausweichstrecken ist laut dem Auswärtigen Amt in Berlin und dem ADAC bis in den Sonntag hinein mit Staus zu rechnen.

Anlass der Sperrung ist eine Protestkundgebung gegen die Belastung der Anwohner durch den massiven Verkehr an der Brennerautobahn, die der Bürgermeister des angrenzenden Tiroler Ortes Gries, Karl Mühlsteiger, als Privatperson angemeldet hat. Die Sperrung der wichtigsten Verkehrsverbindung nach Italien fällt in die Pfingstferien mehrerer deutscher Bundesländer. 

Im Video: Brenner blockiert – was jetzt?

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