Archiv: Dunkle Regenwolken ziehen über den Weißensee bei Füssen
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Erst schwere Gewitter - dann wechselhaftes Wetter

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Unwetterwarnungen: Gewitter ziehen über Bayern

Ein stabiles Sommerhoch mit Sonne und Wärme ist in den nächsten Tagen in Bayern nicht in Sicht. Seit dem frühen Dienstagabend gilt für Teile Bayerns eine Unwetterwarnung des DWD. Wie entwickelt sich das Wetter in den kommenden Tagen? Ein Ausblick.

Über dieses Thema berichtet: Bayern-2-Nachrichten am .

Ein stabiles Sommerhoch mit Sonne und Wärme ist in den nächsten Tagen in Bayern nicht in Sicht. Statt Ausflugs-, Bade- und Biergartenwetter prägen Tiefdruckgebiete das Wettergeschehen – und das voraussichtlich auch über das bevorstehende lange Wochenende. Die Folge: wechselhaftes Wetter mit Schauern und Gewittern sowie insgesamt nur mäßig warmen Temperaturen stehen auf der Wetterkarte in Bayern.

Kräftige Gewitter drohen – Unwetterwarnungen für Teile Bayerns

Bereits am Nachmittag bildeten sich in warmer und teils feuchter Biskaya-Luft einzelne Schauer und Gewitter in Bayern, vor allem an den Alpen und in Teilen Frankens. In den Abendstunden griff von Baden-Württemberg her die Kaltfront von Schottland-Tief "Nesrin" auf den Westen Bayerns über. Besonders in Unterfranken, dem westlichen Mittelfranken und in Schwaben drohten vereinzelt kräftige Gewitter mit Starkregen und Hagel.

Derzeit hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) eine Unwetterwarnung ausgesprochen für einen breiten Gürtel rund um die Städte Ingolstadt und Regensburg bis kurz vor der tschechischen Grenze. Es sei demnach örtlich unter anderem mit Starkregen und Hagel zu rechnen. Zudem drohen Sturm oder schwere Sturmböen von bis zu 100 km/h, die Bäume entwurzeln oder Äste abbrechen können. Im weiteren Verlauf und in der Nacht zieht die Front mit schauerartigen, lokal kräftigen und gewittrigen Regenfällen ostwärts weiter. Eingangs der Nacht sind noch einzelne kräftige Gewitter dabei.

Karte: Aktuelle Unwetterwarnungen für Bayern

Am Mittwoch Aprilwetter im Juni

Am Mittwoch strömt hinter der abziehenden Kaltfront feuchte und kühlere Atlantikluft nach Bayern. Am Vormittag fällt vor allem im Südosten noch vereinzelt gewittriger Regen, sonst bleibt es zunächst oft trocken.

Im Tagesverlauf bekommt unter schwachen Zwischenhocheinfluss die Wolkendecke Lücken und es gibt ab und zu sonnige Abschnitte. Gleichzeitig entwickeln sich neue Schauer oder Gewitter, die jedoch kein Unwetterpotenzial mehr aufweisen. Ein Hauch von Aprilwetter Anfang Juni bei maximal 16 bis 22 Grad.

Fronleichnam erst freundlich, dann erneut Schauer und Gewitter

Der Donnerstag, Fronleichnamstag, beginnt vielerorts freundlich und meist trocken, einzig im Norden Bayerns können am Vormittag einzelne Tropfen fallen. Damit dürften die meisten Fronleichnamsprozessionen weitgehend trocken über die Bühne gehen. Ab den Mittags- und Nachmittagsstunden nimmt mit einem neuen Tiefausläufer von Westen die Schauer- und Gewitterneigung jedoch erneut zu.

Lokal können die Gewitter wieder kräftiger ausfallen, begleitet von teils stürmisch auffrischendem Wind und Sturmböen um 80 km/h. Vereinzelt sind erneut Schäden durch umstürzende Bäume oder herabfallende Äste möglich. Auch abseits von Gewittern frischt der Wind lebhaft auf. Vor den Gewittern steigen die Temperaturen nochmals auf 19 bis 25 Grad.

Brückentag unbeständig – Hoffnung fürs Wochenende

Auch am Freitag, einem Brückentag, geht es windig und unbeständig weiter mit Wolken, sonnigen Abschnitten und wiederholten Schauern und einzelnen Gewittern. Am Wochenende sind die Modelle uneins und es besteht ein Fünkchen Hoffnung.

Während die Mehrzahl der Modelle allerdings die Fortdauer der wechselhaften Witterung mit einzelnen Schauern und Gewittern zeigen, deuten einige wenige Modelle von Südwesten her steigenden Luftdruck an. Dies würde mehr Sonne und weniger Regen bedeuten. Eins ist ziemlich sicher: Es bleibt in beiden Fällen nur mäßig warm.

Nach trockenem Frühjahr Regen gut für die Natur

So unerquicklich das Wetter für Ausflügler und Urlauber auch sein mag – für die Natur kommt es zur rechten Zeit.

Nach dem trockensten Frühling seit Beginn der Wetteraufzeichnungen sind die Niederschläge für Wiesen, Wälder und Landwirtschaft dringend nötig – vorausgesetzt, lokale Sturzfluten bleiben aus.

Schafskälte vom 4. bis 20. Juni

An Fronleichnam beginnt die sogenannte "Schafskälte", deren Zeitraum bis 20. Juni andauert. Ihr eigentlicher Stichtag liegt am 11. Juni. Zwar bleibt es in den kommenden Tagen für diese Jahreszeit etwas zu kühl, aber markante Kälteeinbrüche bleiben in diesem Jahr nach aktuellem Stand aus. Selbst in den Nächten wird es nicht wirklich kalt.

Generell haben solche meteorologischen Singularitäten wie die Schafskälte oder auch die Eisheiligen durch den Klimawandel den Schrecken verloren.

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