Warkens Gesundheitsreform sorgt auch koalitionsintern für Kritik

Berlin: Die Gesundheitsreform von CDU-Ministerin Warken sößt auch innerhalb der Koalition zunehmend auf Kritik. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Miersch sprach im Deutschlandfunk von einer - Zitat - "Unwucht" zu Lasten der Patienten. Warken wolle sich offensichtlich nicht mit der Pharmaindustrie anlegen und zum Beispiel geringere Kosten bei patentgeschützten Medikamenten einfordern. Es dürfe auch nicht sein, dass Privatpatienten deutlich schneller Facharzttermine erhalten als gesetzlich Versicherte, so Miersch. Zudem dürfe der gesetzlichen Krankenversicherung nicht die Gesundheitsversorgung von Grundsicherungsempfängern aufgebürdet werden. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Schwesig von der SPD kritisierte in der "Bild am Sonntag" vor allem die geplanten Einschränkungen bei der Hautkrebsvorsorge. // Zuvor hatten Vertreter der Ärzteschaft, der gesetzlichen Krankenversicherung, Patienten- und Verbraucherschützer Vorbehalte gegen die geplante Reform geäußert.

Sendung: Bayern 2 Nachrichten, 19.04.2026 16:00 Uhr

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