Telefongespräch mit einem Smartphone (Symbolbild)
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München: Telefonbetrüger bringt Seniorin um halbe Million Euro

Sie stellte Goldbarren und Bargeld im Wert von rund 500.000 Euro in einem Kochtopf vor die Tür: Eine Seniorin ist in München Opfer eines Telefonbetrügers geworden, der sich als Polizeibeamter ausgab. Ein anderer Fall ging dagegen gut aus.

Über dieses Thema berichtet: BR24 am .

Eine Seniorin aus München hat Betrügern nach dem Anruf eines Betrügers Goldbarren und Bargeld im Wert von rund 500.000 Euro übergeben. Der Anrufer hatte sich bei der über 80-Jährigen am Mittwochvormittag als Polizeibeamter ausgegeben und behauptet, in ihrer Nachbarschaft habe es zahlreiche Einbrüche gegeben. Er forderte die Frau auf, ihre Wertgegenstände in einem Kochtopf vor die Wohnungstür zu stellen, um sie in Sicherheit zu bringen.

Die Seniorin stellte daraufhin Goldbarren für knapp 500.000 Euro sowie 20.000 Euro Bargeld vor die Tür. Erst später bemerkte sie den Betrug und verständigte die Polizei. Die Fahndung blieb allerdings erfolglos. Die Polizei bittet Zeugen um Hinweise, die im betroffenen Bereich (Schleißheimer Straße, Winzererstraße und Ackermannstraße) am Mittwochvormittag Verdächtiges beobachtet haben.

Schockanruf: Zeugin fotografiert Betrüger – Fahndung erfolgreich

Ein anderer Fall in München, der sich am Mittwoch der vergangenen Woche abspielte, ging dagegen laut Polizeiangaben gut aus. Eine Seniorin aus München war ebenfalls auf einen Schockanruf hereingefallen und hatte Betrügern mehrere zehntausend Euro übergeben. Eine Anruferin hatte der über 90-Jährigen erklärt, ihr Neffe habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht. Um eine Haft zu verhindern, müsse die Seniorin 60.000 Euro Kaution bezahlen.

Die Frau übergab daraufhin vor einer Sparkassenfiliale eine Stofftasche mit mehreren zehntausend Euro an einen Mann. Einer Passantin kam die Situation verdächtig vor, weil der Abholer der Seniorin dabei ein Mobiltelefon ans Ohr hielt. Die Zeugin sprach die Seniorin an und warnte sie vor einem möglichen Betrug. Der Täter war allerdings bereits mit dem Geld geflüchtet. Die Zeugin konnte den Mann und sein Auto aber noch fotografieren.

Dank der Hinweise der Zeugin nahm die Polizei wenige Tage später einen Tatverdächtigen fest. Zivilkräfte erkannten das gesuchte Fahrzeug im Bereich der Schwanthalerhöhe. Die Beamten nahmen einen 21-jährigen Polen ohne festen Wohnsitz in Deutschland fest und stellten rund 1.000 Euro Bargeld sicher. Ein Ermittlungsrichter ordnete kurz darauf Untersuchungshaft an.

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