Wo sind die Bayern am zufriedensten, wo am unzufriedensten? Klicken Sie sie sich durch unser interaktives Tool – und vergleichen Sie die Regierungsbezirke miteinander anhand verschiedener Themenfelder. Basis sind die Regionalumfragen des BR24 BayernTrends zur Kommunalwahl.
Interaktive Grafik: Regierungsbezirke im Vergleich
Großer Zuspruch für die Lebensbedingungen in Bayern
Generell gilt: Die Bayern sind mit den Lebensbedingungen in ihrer Stadt oder Gemeinde insgesamt in einer großen Mehrheit – 85 Prozent – zufrieden. Ihre Unzufriedenheit gaben lediglich 15 Prozent kund. Der Vergleich der Regierungsbezirke zeigt ein ausgewogenes Bild: mit der größten Zufriedenheit (jeweils 87 Prozent) in Oberbayern und der Oberpfalz. Am anderen Ende verzeichnet Mittelfranken mit 81 Prozent nur geringfügig weniger Zufriedene.
Auch das Miteinander der Bürgerinnen und Bürger loben die Bayern mehrheitlich: 73 Prozent sind zufrieden damit, nur 23 Prozent unzufrieden. Der Rest wusste es nicht oder hat keine Angaben gemacht. Am besten schneidet hier Niederbayern ab (as Verhältnis zwischen Zufriedenen und Unzufriedenen liegt bei 79 Prozent zu 18 Prozent). Vergleichsweise am schlechtesten platziert ist Mittelfranken, wo das Verhältnis zwischen Zufriedenen und Unzufriedenen aber immerhin noch bei 68 zu 27 liegt.
Die größte Sorge vor allem in Oberbayern: bezahlbarer Wohnraum
Sorgenkind Nummer eins der Bayern: bezahlbarer Wohnraum und Mieten. Im bayernweiten Durchschnitt sind nur 30 Prozent mit der Situation zufrieden und 57 Prozent unzufrieden. Das kritischste Urteil fällen die Oberbayern, wo nur 18 Prozent zufrieden sind gegenüber einem Anteil von 73 Prozent an Unzufriedenen. In Oberbayern liegt auch die Metropolregion München. Vergleichsweise am besten schneidet Niederbayern ab (42:41).
Niederbayern am zufriedensten mit Schulen und Kitas
Niederbayern hat im Urteil der Bürger mit Abstand die besten Schulen und Kitas: 69 Prozent sind zufrieden mit den Betreuungs- und Bildungseinrichtungen in ihrer Stadt oder Gemeinde. Am anderen Ende der Skala liegt Oberbayern, wo nur 51 Prozent mit Schulen und Kitas zufrieden sind. In allen Regierungsbezirken – und so auch im bayerischen Durchschnitt – ist die Unzufriedenheit allerdings eher niedrig. Sie pendelt zwischen 16 (Niederbayern) und 26 Prozent (Oberbayern).
ÖPNV: Unzufriedenheit überwiegt, besonders in Niederbayern
Der öffentliche Nahverkehr ist ein Problem in Bayern. Mit 53 Prozent sind die Mittelfranken noch am zufriedensten mit U-Bahn, Bus und Tram. Schlusslicht hier: Niederbayern mit nur 28 Prozent Zufriedenheit. 62 Prozent sind in dem Regierungsbezirk unzufrieden mit dem ÖPNV. Auch im bayernweiten Durchschnitt überwiegt die Unzufriedenheit mit 48 Prozent (gegenüber 44 Prozent Zufriedenheit).
Infrastruktur vor allem in Oberfranken mit schlechter Bewertung
Beim Zustand der Straßen, Brücken und Radwege scheint es vor allem in Oberfranken zu hapern. Die Zufriedenheit von 39 Prozent (gegenüber 61 Prozent Unzufriedenheit) ist in dem Bezirk auffällig niedrig – sowohl gegenüber dem eher ausgewogenen Bayern-Schnitt (51:48), vor allem aber gegenüber Schwaben, wo 54 Prozent zufrieden und 45 Prozent unzufrieden sind.
Gelingt die Integration von Ausländern? 50 Prozent der Bayern sind zufrieden, bei einem 37-Prozent-Anteil an Unzufriedenen. Am ehesten äußerten sich die Oberbayern positiv (52 Prozent Zufriedenheit, 37 Prozent Unzufriedenheit), am wenigsten zufrieden sind die Unterfranken (44:37).
Wo es kaum Unterschiede gibt
Kaum Abweichungen gibt es beim Thema Sicherheit und Ordnung. Hier sind die meisten Bayern sehr zufrieden – mit Werten zwischen 83 Prozent in Niederbayern und 75 Prozent in Unterfranken. Der Durchschnitt: 79 Prozent. Auch die wirtschaftliche Situation beurteilen die Bayern ähnlich – die Unterschiede zwischen den Bezirken sind eher gering. Am höchsten ist hier der Zufriedenheitswert in Schwaben mit 62 Prozent (gegenüber 33 Prozent an Unzufriedenen), am niedrigsten in Unterfranken mit 51:45.
Der BR24 BayernTrend zur Kommunalwahl
Für den BR24 BayernTrend zur Kommunalwahl befragte das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap vom 29. Januar bis 20. Februar 2026 telefonisch und online insgesamt 3.621 Wahlberechtigte in Bayern – in jedem bayerischen Regierungsbezirk mehr als 500. Es handelt sich um eine repräsentative Studie. Veröffentlicht werden die Ergebnisse in Kooperation mit mehreren bayerischen Regionalzeitungen: "Augsburger Allgemeine", "Donaukurier", "Main-Post", "Mittelbayerische", "Münchner Merkur", "Nürnberger Nachrichten", "Passauer Neue Presse", "tz".
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