(Archivbild) Menschen mit Warnwesten und Fahnen bei einem Verdi-Warnstreik
Bildrechte: pa/dpa/Michael Bihlmayer

(Archivbild) Ob Verwaltung, Lehre oder Uniklinik: An vielen Hochschulen in Deutschland sind für Mittwoch Warnstreiks geplant.

Per Mail sharen
Artikel mit Audio-InhaltenAudiobeitrag

Tarifstreit: Am Mittwoch Warnstreiks an Bayerns Hochschulen

Ob Verwaltung, Lehre oder Uniklinik: An vielen Hochschulen in Deutschland sind für Mittwoch Warnstreiks geplant. Auch in Bayern wird es Aktionen geben, um den Gewerkschafts-Forderungen für den öffentlichen Dienst der Länder Nachdruck zu verleihen.

Über dieses Thema berichtet: BAYERN 3-Nachrichten am .

Im Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst der Länder nehmen die Gewerkschaften die bayerischen Hochschulen mit einem "Campus-Streiktag" in den Blick. Für Mittwoch rufen Verdi und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) die Beschäftigten an den Hochschulen, in Studierendenwerken und Forschungseinrichtungen zu Warnstreiks auf, auch die Unikliniken sind betroffen.

Warnstreiks in Hörsälen, Bibliotheken, Mensen und Laboren

Verdi kündigte an, dass Beschäftigte aus Verwaltung, Lehre, Bibliotheken, Technik, Laboren, Gebäudemanagement, Mensen und Servicebereichen in Bayern öffentlich für ihre Interessen eintreten würden. Die Warnstreiks sollten zeigen, dass Bildung und Wissenschaft "kein Kostenfaktor, sondern Zukunftsinvestitionen" sind.

"Forschung, Lehre und Studium entstehen nicht im luftleeren Raum: Sie brauchen eine verlässliche Grundfinanzierung, ausreichend Personal und gute Tarifbedingungen – statt Dauerüberlastung, Befristung und schleichender Auszehrung", betonte der Verdi-Landesfachbereichsleiter für Bildung und Wissenschaft, Robert Hinke.

Gewerkschaften kritisieren "Sparkurs" zulasten der Beschäftigten

Der "Campus-Streiktag" umfasst neben Arbeitsniederlegungen auch Kundgebungen, Infostände und Aktionen an mehreren Standorten in Bayern. Darunter sind unter anderem München, Nürnberg/Erlangen, Regensburg, Augsburg, Bamberg, Würzburg, Bayreuth und Passau.

Der für die Universität Passau zuständige Verdi-Fachsekretär Josef Ilsanker sprach von einer "politischen Bankrotterklärung", weil die Länder trotz hoher Anforderungen an Bildung, Wissenschaft und Forschung sparen wollten. "Schon jetzt fahren viele Universitäten einen Sparkurs zulasten der Beschäftigten und der Lehrveranstaltungen. Wer hier weiter den Rotstift ansetzt, zerschlägt das Fundament für eine erfolgreiche Zukunft", so Ilsanker.

Einschränkungen an Unikliniken erwartet

Ebenfalls erneut zu Streikaktionen aufgerufen sind am Mittwoch Beschäftigte der sechs bayerischen Unikliniken, die bereits seit Montag im Warnstreik sind. Die Beschäftigten stehen laut Verdi auch wegen Personalmangels unter hohem Druck. Der Klinikbetrieb werde laufen, es sei jedoch mit Einschränkungen zu rechnen, hieß es seitens der Gewerkschaften, Notdienstvereinbarungen seien getroffen worden.

Die Gewerkschaften fordern in dem Tarifkonflikt unter anderem Gehaltserhöhungen von sieben Prozent, mindestens aber monatlich 300 Euro. Nachwuchskräfte sollen 200 Euro im Monat mehr bekommen und nach erfolgreicher Ausbildung unbefristet übernommen werden. Bislang waren die Verhandlungen ohne Annäherung geendet. Mitte Februar wollen beide Seiten in Potsdam abschließend aufeinandertreffen.

Mit Informationen von dpa

Die Beschäftigten streiken für mehr Geld, im aktuellen Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst.
Bildrechte: BR
Artikel mit Video-InhaltenVideobeitrag

Die Beschäftigten streiken für mehr Geld, im aktuellen Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst.

Das ist die Europäische Perspektive bei BR24.

"Hier ist Bayern": Der BR24 Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!