Die wichtigsten News zum Ukraine-Krieg im Überblick:
- Gazprom - Ukrainischer Drohnenangriff auf Turkstream-Pipeline abgewehrt (11.57 Uhr)
- Ein Toter und Verletzte in der Ukraine (08.30 Uhr)
- Russland - Ukrainischer Drohnenangriff auf Öl-Anlagen (07.35 Uhr)
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Mit Informationen der ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten sowie der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen.
13.40 Uhr: Russland will mit hohem Sold Studenten rekrutieren
Wegen der zunehmenden Bedeutung von Drohnen im Ukraine-Krieg bemüht sich Russland gezielt um die Rekrutierung von qualifiziertem Personal an Universitäten. Studenten werden mit hohen finanziellen Angeboten umworben, sich als Drohnenpiloten oder andere Spezialisten beim Militär einzuschreiben, wie auf den Internetseiten mehrerer Hochschulen zu ersehen ist. Medienberichten zufolge soll der Staat Universitäten Quoten für die Gewinnung von Militärpersonal vorgegeben haben, ähnlich wie sie zum Teil für Unternehmen gelten. Nach Angaben von Kreml-Sprecher Dmitri Peskow richtet sich die Rekrutierungskampagne für die neuen Drohnenstreitkräfte nicht nur an Studenten.
11.57 Uhr: Gazprom - Ukrainischer Drohnenangriff auf Turkstream-Pipeline abgewehrt
Der russische Energiekonzern Gazprom hat der Ukraine einen Drohnenangriff auf die Turkstream-Pipeline vorgeworfen. Der Angriff auf die Pipeline, durch die russisches Erdgas über die Türkei nach Europa gelangt, sei abgewehrt worden, teilte der russische Energiekonzern Gazprom mit. Demnach hatten drei Drohnen die Kompressorstation Russkaja, den Startpunkt der Pipeline in der Region Krasnodar, ins Visier genommen. Es seien keine Schäden entstanden, erklärte Gazprom. Die Ukraine äußerte sich zunächst nicht zu dem Vorfall.
08.30 Uhr: Ein Toter und Verletzte in der Ukraine
Im südostukrainischen Gebiet Dnipropetrowsk wurde nach Angaben von Gouverneur Olexander Hanscha eine Person bei russischen Angriffen mit Drohnen und Artillerie in der Stadt Synelnykowe getötet. Ein Zwölfjähriger und eine 42 Jahre alte Frau seien verletzt worden. Russland attackierte das Nachbarland in der Nacht mit 172 Kampfdrohnen, wie die ukrainische Luftwaffe mitteilte. Davon seien 147 abgewehrt worden, 22 seien eingeschlagen.
07.35 Uhr: Russland - Ukrainischer Drohnenangriff auf Öl-Anlagen
Russland hat nach eigenen Angaben mehrere ukrainische Drohnen in der Nähe von Ölraffinerien in der Stadt Ufa tief im Landesinnern abgeschossen. Trümmerteile einer Drohne seien dort in einem Industriegebiet niedergegangen, auf dem Gelände einer Fabrik brenne es, teilt der Gouverneur der Teilrepublik Baschkortostan, Radij Chabirow, auf seinem Telegram-Kanal mit. Eine weitere Drohne habe ein Wohnhaus getroffen. Verletzt wurde demnach niemand.
Ufa liegt im Südosten des europäischen Teils von Russland und mehr als 1.000 Kilometer von der Ukraine entfernt. Die Ukraine hat im vergangenen Monat ihre Angriffe auf die russische Ölinfrastruktur verstärkt, um die Einnahmen der Führung in Moskau zur Finanzierung ihres Angriffskrieges zu schmälern, und dabei verstärkt auch weitreichende Drohnen eingesetzt.
Donnerstag, 2. April 2026
21.16 Uhr: Merz und Starmer stimmen sich vor Trump-Rede ab
Wenige Stunden vor der Rede an die Nation von US-Präsident Donald Trump stimmen sich Bundeskanzler Friedrich Merz und der britische Premierminister Keir Starmer telefonisch über die Kriege im Nahen Osten und in der Ukraine ab. Die britische Regierung teilt mit, beide Regierungschefs hätten die Notwendigkeit betont, die sichere Schifffahrt in der Straße von Hormus zu gewährleisten. Zudem müsse der Sanktionsdruck auf Russland aufrecht erhalten werden. Trump hat einem Medienbericht zufolge gedroht, die Hilfen für die Ukraine einzustellen, falls die Europäer nicht bei der Öffnung der Straße von Hormus helfen.20.22 Uhr: Trump droht laut Zeitung Europäern – Waffen für Ukraine nur bei Hormus-Teilnahme
US-Präsident Donald Trump hat einem Zeitungsbericht zufolge mit dem Ende von US-Waffenlieferungen an die Ukraine gedroht. Dadurch sollten die die europäischen Verbündeten dazu bewegt werden, sich einer "Koalition der Willigen" anzuschließen, die die Straße von Hormus wieder öffnen solle, berichtet die "Financial Times" unter Berufung auf Personen, die über die Gespräche informiert seien. Trump habe damit gedroht, die Lieferungen an die von europäischen Ländern finanzierte Nato-Initiative PURL zur Waffenbeschaffung für die Ukraine einzustellen.
19.46 Uhr: Selenskyj spricht nach Telefonat mit US-Vertretern von "positivem" Gespräch
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach eigenen Angaben ein Videotelefonat mit den US-Unterhändlern Steve Witkoff und Jared Kushner sowie Nato-Generalsekretär Mark Rutte und dem US-Senator Lindsey Graham über eine Beendigung des Kriegs geführt. Das Gespräch sei "positiv" verlaufen, sagte Selenskyj anschließend in seiner täglichen, über Online-Netzwerke verbreiteten Videoansprache. "Wir haben vereinbart, die Sicherheitsgarantien zu verstärken, und ich habe unser Team bereits beauftragt, die Dokumente zügig zu aktualisieren, damit die Sicherheitsgarantien für die Ukraine solide sind, die Aussicht auf den Wiederaufbau nach dem Krieg realistisch ist und alles umgesetzt werden kann", sagte Selenskyj zudem.
16.50 Uhr: Vier Tote bei Drohnenexplosion in Zentralukraine
In der Zentralukraine sind vier Menschen infolge einer Drohnenexplosion getötet worden. Sie haben sich einer abgestürzten Drohne aus Neugier genähert, wie die Staatsanwaltschaft des Gebiets Tscherkassy mitteilte. Der Flugkörper sei während eines Luftalarms im Landkreis Solotonoscha auf offenen Gelände außerhalb von Ortschaften herabgestürzt. Nach Angaben von Gouverneur Ihor Taburez handelte es sich um eine russische Drohne. Die Behörden warnten erneut davor, sich Kampfmittelresten und unbekannten Gegenständen zu nähern.
15.48 Uhr: Abgestürzte Drohne in Finnland stammte aus der Ukraine
Eine Drohne, die nahe der russischen Grenze in Finnland abgestürzt war, stammt aus der Ukraine. Das bestätigte die finnische Polizei am Mittwoch. Die Drohne war am Dienstag auf einem zugefrorenen See in Parikkala an der Ostgrenze des Landes entdeckt worden. Mit einer kontrollierten Explosion machte die Polizei sie unschädlich. Erst vor wenigen Tagen waren zwei ukrainische Drohnen im Südosten Finnlands abgestürzt. Verletzt wurde bei den Vorfällen niemand.
15.33 Uhr: Mehrere Tote in der Ukraine bei massiven russischen Drohnenangriffen
Bei massiven russischen Drohnenangriffen auf die Ukraine sind am Mittwoch erneut mehrere Menschen getötet und zivile Infrastruktur beschädigt worden. Die Militärverwaltung der zentralen ukrainischen Region Tscherkassi erklärte im Onlinedienst Telegram, vier Menschen seien bei einem Drohnenangriff getötet worden.
Am späten Vormittag wurden zudem bei einem Angriff auf ein ziviles Fahrzeug in der Region Cherson nach Angaben der dortigen Militärverwaltung eine Frau getötet und zwei Menschen schwer verletzt. In der Nacht zum Mittwoch griff Russland der ukrainischen Luftwaffe zufolge die Ukraine mit insgesamt 339 Drohnen an, wovon 298 abgefangen worden seien.
14.57 Uhr: Russland lehnt ukrainischen Vorschlag für Ostern-Waffenruhe als PR-Aktion ab
Russland hat einen ukrainischen Vorschlag für eine Waffenruhe zu Ostern als PR-Aktion von Präsident Wolodymyr Selenskyj zurückgewiesen. Dessen Ziel sei es, Verluste des Militärs auszugleichen, die Armee neu zu gruppieren und die ukrainischen Streitkräfte auf die Fortsetzung der Kämpfe vorzubereiten, sagt die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa. Alles, was man von der Ukraine höre, sei kriegstreibende Rhetorik. Selenskyj hatte am Dienstag angekündigt, er wolle US-Vermittler bitten, Russland das ukrainische Angebot für eine Oster-Waffenruhe bei Angriffen auf die Energie-Infrastruktur zu übermitteln.
14.34 Uhr: EU-Kommission treibt Vorbereitungen für Ukraine-Kredit voran
Die EU-Kommission von Ursula von der Leyen treibt die Vorbereitungen zur Auszahlung neuer Milliardenhilfen an die Ukraine ungeachtet des ungarischen Vetos voran. Die Behörde legte in Brüssel einen Vorschlag vor, der nach einer Aufhebung der Blockade Budapests die Bereitstellung von 45 Milliarden Euro bis Ende dieses Jahres ermöglichen soll. Das Geld soll den dringendsten Finanzbedarf der Ukraine decken und dem Land eine Fortsetzung seines Abwehrkampfes gegen Russland ermöglichen. Ungarns Regierungschef Viktor Orban hat ein Veto gegen das derzeitige Finanzierungskonzept für die neuen Ukraine-Hilfen eingelegt, weil er der Ukraine vorwirft, eine Wiederaufnahme russischer Öllieferungen nach Ungarn über die Druschba-Pipeline zu blockieren.
14.16 Uhr: Ukrainische Angriffe legen russische Öl- und Erdgas-Schifffahrt lahm
Nach ukrainischen Drohnenangriffen sind die Öl- und Flüssigerdgas-Exporte aus den russischen Ostsee-Häfen Primorsk und Ust-Luga finnischen Angaben zufolge zum Erliegen gekommen. Die Verladung auf Tanker stehe seit gut einer Woche weitgehend still, teilte die finnische Grenzschutzbehörde, die den Schiffsverkehr in der Region überwacht, am Mittwoch mit. Derzeit würden nur sehr wenige Tanker die beiden Ölhäfen verlassen, sagte Mikko Hirvi, Leiter der Abteilung für maritime Sicherheit beim finnischen Grenzschutz, der Nachrichtenagentur Reuters. "Wir sprechen hier von einzelnen Schiffen." Die Angriffe auf die Häfen hielten zuletzt an. So wurde Ust-Luga am Dienstag zum fünften Mal binnen zehn Tagen getroffen.
13.58 Uhr: Vier Tote nach russischem Drohennangriff
Bei einem russischen Drohnenangriff in der zentralukrainischen Region Tscherkassy sind den örtlichen Behörden zufolge vier Menschen getötet worden. Der Angriff dauere noch an, teilt der Gouverneur der Region, Ihor Taburez, auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Er fordert die Bewohner auf, in Schutzräumen zu bleiben.
11.58 Uhr: Russland - Luhansk in der Ukraine vollständig unter Kontrolle
Russland hat nach eigenen Angaben die vollständige Kontrolle über die Region Luhansk in der Ostukraine übernommen. Dies teilt das Verteidigungsministerium in Moskau mit, wie die staatliche Nachrichtenagentur RIA meldet. Demnach nahmen die russischen Streitkräfte zudem die Ortschaft Werchnja Pyssariwka in der nordöstlichen Region Charkiw sowie Bojkowe in der südöstlichen Region Saporischschja ein. Die Angaben konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden.
Russland kontrolliert bereits seit Längerem mehr als 99 Prozent von Luhansk. Die Region ist eine von vier ostukrainischen Regionen, die Russland für sich beansprucht und 2022 für annektiert erklärt hatte.
09.58 Uhr: Ermittler untersuchen Absturz von Militärflieger auf Krim
Nach dem Absturz eines russischen Militärflugzeugs auf der von Moskau annektierten ukrainischen Schwarzmeer-Halbinsel Krim haben die Behörden die Ermittlungen aufgenommen. An Bord seien 7 Besatzungsmitglieder und 23 Passagiere gewesen, teilte das Ermittlungskomitee in Moskau mit. Der Absturz habe eine technische Ursache, eine äußere Einwirkung wurde demnach nicht festgestellt, hieß es.
Die Maschine stürzte laut Ermittlungskomitee in einem bergigen Waldgebiet in der Nähe des Dorfs Kuibyschewo im Bezirk Bachtschissarai ab - unweit der Krim-Hauptstadt Simferopol. Ermittelt werde in dem Strafverfahren wegen Verstößen gegen die Sicherheitsvorschriften beim Flugbetrieb oder bei der Vorbereitung des Flugs. Das russische Militär nutzt die Krim für Angriffe auf die Ukraine, gegen die Moskau seit mehr als vier Jahren Krieg führt. Die Turboprop-Maschinen der Marke Antonow werden vom Militär auch als Transportflugzeuge eingesetzt.
01.57 Uhr: Drei Tote bei Explosion in russischer Chemiefabrik
Bei einem Großbrand in einer Petrochemie-Anlage in der russischen Region Tatarstan sind mindestens drei Menschen ums Leben gekommen, darunter ein Feuerwehrmann. 68 Menschen werden verletzt, teilt der Betreiber Sibur mit. Im Werk Nizhnekamskneftekhim explodiert nach einem Druckverlust ein Gasgemisch in einer Anlage für synthetischen Kautschuk. Das Feuer ist unter Kontrolle, eine Ausbreitung droht nicht. Die Produktion werde um sechs Prozent reduziert, sagt Sibur-Chef Mikhail Karasalow. In umliegenden Wohnblocks sind Fenster zerstört worden.
00.56 Uhr: 29 Tote bei Absturz von russischem Militärflugzeug auf Krim
Beim Absturz eines russischen Militärflugzeugs über der von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim sind nach Angaben aus Moskau 29 Menschen ums Leben gekommen. Ein Such- und Rettungsteam habe die Absturzstelle gefunden und von sechs getöteten Besatzungsmitgliedern und 23 Passagieren gesprochen, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau staatlichen Nachrichtenagenturen zufolge mit.
Als Ursache werde ein technischer Defekt angenommen, äußere Einwirkungen habe es nicht gegeben, hieß es.
00.02: EU-Außenbeauftragte für gemeinsames Vorgehen gegen Schattenflotte
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas plädiert dafür, für ein Ende des Ukraine-Kriegs den wirtschaftlichen Druck auf Russland noch einmal deutlich zu erhöhen. "Wir müssen mit der Schattenflotte etwas tun, denn das ist ein Instrument, das Russland nutzt, um Öl herauszuholen aus Russland und zu verteilen", sagte Kallas den ARD-"Tagesthemen". Auf diese Weise bekomme Russland Einkünfte, um den Krieg zu finanzieren.
Jetzt liege der Schwerpunkt darauf, mehr Druck auf Russland auszuüben, so dass Moskau diesen Krieg beende. Sie betonte, der russischen Volkswirtschaft gehe es nicht gut.
Mittwoch, 1. April 2026
21.08 Uhr: Selenskyj kündigt Videogespräch mit US-Vertretern an
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat ein Videogespräch mit US-Vertretern angekündigt. Es sei für den morgigen Mittwoch geplant und die US-Seite habe darum gebeten, hatte er vor einem Treffen mit EU-Außenministern in Kiew gesagt. Dabei sein sollen demnach Selenskyj selbst und der Sekretär des nationalen Sicherheitsrats, Rustem Umjerow, sowie der US-Sondergesandte Steve Witkoff, US-Präsident Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner und der US-Senator Lindsey Graham. Es werde darum gehen "wo wir stehen" und wie nah ein dreiseitiges Treffen sei, sagte Selenskyj. die Ukraine sei bereit, einen Waffenstillstand zu vereinbaren.
20.56 Uhr: EU und Deutschland helfen ukrainischer Bahn
Deutschland und die EU wollen der ukrainischen Bahn mit Generatoren, Baumaschinen und Fahrzeugen helfen. Zum Abschluss des Besuchs der EU-Außenminister in Kiew übergaben die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas und Bundesaußenminister Johann Wadephul den Bahn-Verantwortlichen die ersten Geräte. "Seit Ende 2025 greifen russische Streitkräfte fahrende Züge, Nahverkehrszüge und Lokomotiven zunehmend mit Drohnen und Raketen an", sagte Wadephul. Die Eisenbahn sei gezielten Angriffen ausgesetzt, die eines der wichtigsten Elemente der gesellschaftlichen Stabilität in der Ukraine treffen sollten.
Wadephul zufolge soll der unmittelbare Bedarf gedeckt und gleichzeitig die langfristige Widerstandsfähigkeit der Bahngestärkt werden, indem man schnelle Reparaturen ermögliche.
20.30 Uhr: Selenskyj - Ungarn blockiert EU-Hilfspaket "um Russland zu gefallen"
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wirft dem ungarischen Regierungschef Viktor Orban vor, einen von der EU beschlossenen Hilfskredit in Höhe von 90 Milliarden Euro für die Ukraine zu blockieren, "um Russland zu gefallen". Selenskyj erhob den Vorwurf am Dienstag in Kiew bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas.
Durch die Blockadehaltung würden sich dringend nötige Reparaturarbeiten an von Russland beschädigten Infrastruktureinrichtungen verzögern. Diese Arbeiten hätten Selenskyj zufolge mit fünf der 90 Milliarden Euro aus EU-Mitteln finanziert werden sollen. Die Baumaßnahmen, die im März beginnen sollten, seien bereits verschoben worden. Kiew ist dringend auf die EU-Mittel angewiesen. 60 der 90 Milliarden sollen laut Kiew in die Armee investiert werden, um deren Kampftüchtigkeit in den Jahren 2026 und 2027 zu gewährleisten.
18.50 Uhr: Abgehörtes Telefonat - Ungarn trickst mit Russland
Der ungarische Außenminister Peter Szijjarto hat seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow offenbar in einem Telefonat dubiose Amtshilfe zugesagt. Nach Recherchen des Nachrichtenportals Vsquare.org [externer Inhalt, möglicherweise Bezahlinhalt] hat er Lawrow angeboten, sich gemeinsam mit der Slowakei dafür einzusetzen, dass die Schwester eines russischen Geschäftsmanns von der EU-Sanktionsliste gestrichen wird.
Der ungarische Außenminister bezeichnete es auf Facebook als Skandal, dass "ausländische Geheimdienste meine Telefonate kontinuierlich abgehört haben und dass diese ausländischen Geheimdienste diese Telefonate nun eineinhalb Wochen vor den ungarischen Parlamentswahlen veröffentlicht haben".
17.35 Uhr: Wieder Drohne über finnischem Territorium
Nach dem Absturz zweier ukrainischer Drohnen am Wochenende ist in Finnland erneut eine Drohne aufgetaucht. Laut dem Grenzschutz befand sie sich auf dem Eis des Pyhäjärvi-Sees in Parikkala an der Ostgrenze des Landes. Das berichtete der finnische Rundfunk. Unbekannt ist bislang, was für eine Drohne es war und wo sie herkam. Das Gebiet um den See wurde demnach gesperrt, und die Bewohner sollten ihre Häuser sicherheitshalber vorläufig verlassen. Offenbar ist niemand verletzt worden.
Am Wochenende waren mehrere ukrainische Drohnen im Südosten Finnlands abgestürzt, die wohl durch russische Störsignale abgelenkt worden waren.
16.29 Uhr: Selenskyj will USA um Übermittlung von Waffenruhe-Angebot bitten
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will die USA bei Online-Gesprächen am Mittwoch bitten, Russland ein Angebot für eine Waffenruhe bei Angriffen auf die Energie-Infrastruktur zu übermitteln. Sollte Moskau einer solchen Waffenruhe nicht zustimmen, werde die Ukraine weiterhin mit eigenen Angriffen auf den russischen Beschuss reagieren, sagt Selenskyj. Er äußert sich bei einer Veranstaltung zum Jahrestag des Massakers von Butscha. Selenskyj fügt hinzu, der Sekretär des ukrainischen Sicherheitsrates, Rustem Umjerow, halte sich derzeit zu Gesprächen mit mehreren Ländern in der Türkei auf. Weitere Einzelheiten nennt er jedoch nicht.
15.51 Uhr: Gericht erlaubt Pfändung russischer Immobilien in Österreich
Sechs ukrainische Unternehmen, darunter der staatliche Energiekonzern Naftogaz, haben in Österreich einen juristischen Etappensieg gegen Russland erzielt. Das Wiener Landesgericht für Zivilrechtssachen bestätigte am Dienstag die Vollstreckbarkeit eines internationalen Schiedsspruchs. Damit bleibt der Weg für die Zwangsversteigerung von 23 russischen Immobilien in Österreich offen. Mit dem Erlös wollen die ukrainischen Firmen einen Teilbetrag von 120 Millionen Euro eintreiben.
Hintergrund ist ein Schiedsspruch aus Den Haag vom April 2023, der Russland zur Zahlung von rund 4,2 Milliarden Dollar an die ukrainischen Gesellschaften verpflichtet. Russland hatte sich gegen die Pfändungen in Österreich gewehrt und sich auf die Staatenimmunität berufen. Nach völkerrechtlichen Bestimmungen unterlägen die betroffenen Immobilien nicht der österreichischen Gerichtsbarkeit.
15.38 Uhr: Ukraine greift erneut russischen Ölhafen Ust-Luga an der Ostsee an
Die Ukraine hat erneut den russischen Ostseehafen Ust-Luga an der Ostsee mit Drohnen angegriffen. Dabei sei ein Ölverladeterminal getroffen worden, sagten mehrere Insider am Dienstag. Es war bereits der fünfte Angriff auf den Hafen innerhalb von zehn Tagen.
Russlands Schwierigkeiten beim Export von Rohöl dürften sich damit noch verschärfen. Drei mit der Angelegenheit vertrauten Personen zufolge trafen die ukrainischen Drohnen Anlagen zum Verladen von Rohöl, die vom russischen Pipeline-Monopolisten Transneft betrieben werden. Eine Stellungnahme von Transneft lag zunächst nicht vor.
14.40 Uhr: Waffenruhe über Ostern? Russland skeptisch
Russland reagiert skeptisch auf den Vorschlag des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, über Ostern gegenseitig keine Energieanlagen anzugreifen. Man habe keine detaillierten Vorschläge für eine Waffenruhe über Ostern gesehen und bevorzuge stattdessen ein umfassendes Friedensabkommen, sagt der russische Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow. Die Führung in Moskau stehe dem Vorschlag skeptisch gegenüber. "Selenskyj muss Verantwortung übernehmen und die richtige Entscheidung treffen, damit wir Frieden erreichen und nicht nur eine Waffenruhe", fügt Peskow hinzu. Je länger Selenskyj zögere, desto höher werde der Preis für einen Frieden für Kiew sein.
13.22 Uhr: Deutschland verstärkt Arbeit in Sondertribunal für russische Verbrechen
Deutschland will nach Angaben von Außenminister Johann Wadephul mehr Verantwortung bei der Aufklärung und Ahndung russischer Kriegsverbrechen in der Ukraine übernehmen. Die Bundesregierung habe dem Generalsekretär des Europarates mitgeteilt, dem Verwaltungsrat beitreten zu wollen, sagte Wadephul am Dienstag bei einem Besuch in Kiew.
Deutschland ist zudem Mitglied der Schadensersatzkommission, die darauf abzielt, Russland zu Reparationszahlungen an die 2022 angegriffene Ukraine zu verpflichten. Vor Beratungen mit den EU-Außenministern in der ukrainischen Hauptstadt kündigte der CDU-Politiker außerdem an, die humanitäre Hilfe für die Ukraine um weitere 70 Millionen Euro zu erhöhen.
12.00 Uhr: Kallas will neue Russland-Sanktionen mit den USA
EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat bei einem Besuch in der Ukraine an die USA appelliert, neue Sanktionen gegen Russland zu prüfen. "Wir wären deutlich stärker, wenn wir geschlossen auftreten und gemeinsam Druck auf Russland ausüben würden", sagte sie bei der Reise mit EU-Außenministern zum vierten Jahrestag der Befreiung von Butscha.
Zugleich warnte Kallas, die Ukraine dürfe angesichts des Kriegs mit dem Iran nicht in den Hintergrund geraten.
07.56 Uhr: Erneut Schäden an russischem Ostsee-Hafen Ust-Luga durch Drohnen
Der russische Ostseehafen Ust-Luga ist nach Angaben des Regionalgouverneurs innerhalb einer Woche zum dritten Mal Ziel eines Drohnenangriffs geworden. "Der Hafen von Ust-Luga wurde beschädigt", erklärte der Gouverneur der Region Leningrad, Alexander Drosdenko, am Dienstag in Onlinediensten. Drei Menschen seien verletzt worden, darunter zwei Kinder. In der Nacht habe die russische Luftabwehr im Nordwesten der Region, die St. Petersburg umschließt, 38 Drohnen abgefangen.
Der Hafen am Finnischen Meerbusen nahe der estnischen Grenze gilt als wichtiger Umschlagplatz für Dünger, Öl und Kohle aus Russland. Nach Angaben russischer Behörden war er bereits in den vergangenen Tagen mehrfach Ziel von Angriffen. Demnach hätten ukrainische Drohnenangriffe am Mittwoch und Sonntag Brände im Hafen ausgelöst.
Im Audio: Vor vier Jahren wurde Butscha befreit
Ukrainer gedenken der Opfer des russischen Angriffskriegs auf ihr Land.
07.56 Uhr: Erneut Schäden an russischem Ostsee-Hafen Ust-Luga durch Drohnen
Der russische Ostseehafen Ust-Luga ist nach Angaben des Regionalgouverneurs innerhalb einer Woche zum dritten Mal Ziel eines Drohnenangriffs geworden. "Der Hafen von Ust-Luga wurde beschädigt", erklärte der Gouverneur der Region Leningrad, Alexander Drosdenko, am Dienstag in Onlinediensten. Drei Menschen seien verletzt worden, darunter zwei Kinder. In der Nacht habe die russische Luftabwehr im Nordwesten der Region, die St. Petersburg umschließt, 38 Drohnen abgefangen.
Der Hafen am Finnischen Meerbusen nahe der estnischen Grenze gilt als wichtiger Umschlagplatz für Dünger, Öl und Kohle aus Russland. Nach Angaben russischer Behörden war er bereits in den vergangenen Tagen mehrfach Ziel von Angriffen. Demnach hätten ukrainische Drohnenangriffe am Mittwoch und Sonntag Brände im Hafen ausgelöst.
05.36 Uhr: Befreiung von Butscha – EU-Vertreter zu Jahrestag in Ukraine
Mehrere EU-Außenminister wollen am Dienstag bei einem Besuch in der ukrainischen Stadt Butscha des dortigen Massakers vor vier Jahren gedenken. Bei dem informellen Treffen solle an die "schreckliche Tragödie" in dem Vorort von Kiew erinnert werden, sagte eine Sprecherin der EU-Kommission. Zudem geht es um die weitere Unterstützung der Ukraine in ihrem Abwehrkrieg gegen die russischen Angriffstruppen.
Der russischen Armee wird vorgeworfen, zu Beginn des Ukraine-Kriegs in Butscha hunderte Zivilisten getötet zu haben. Die russischen Truppen zogen sich dann am 31. März 2022 aus Butscha zurück. Zwei Tage später wurde das Massaker bekannt. Moskau streitet bis heute ab, für die Gräueltaten verantwortlich zu sein.
00.51 Uhr: Toter und Verletzte in Region Poltawa
Bei einem russischen Drohnenangriff ist im zentralukrainischen Gebiet Poltawa nach Behördenangaben ein Mensch getötet worden. Zudem wurden drei Menschen verletzt, wie Militärgouverneur Witalij Djakiwnytsch auf Telegram schrieb. Zwei von ihnen, darunter ein elfjähriger Junge, seien ins Krankenhaus eingeliefert worden. Demnach waren Drohnentrümmer abgestürzt. Ein Mehrfamilienhaus sei beschädigt worden.
Dienstag, 31. März 2026
23.47 Uhr: Selenskyj weist Bericht über möglichen Zahlungsstopp für Staatsdiener zurück
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Berichte über einen möglichen Zahlungsstopp für Staatsbedienstete und Soldaten zurückgewiesen. "Heute werden die Gehälter ausgezahlt, die Armee wird finanziert und die Renten werden ausgezahlt. Alles wird bezahlt. Ich glaube, wir leisten ziemlich gute Arbeit", sagte Selenskyj vor Journalisten. Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte am Freitag berichtet, der ukrainischen Regierung fehle das nötige Geld, um staatliche Ausgaben bis Ende Juni zu leisten. Hintergrund ist die Blockade eines bereits im Dezember von der EU beschlossenen Hilfskredits in Höhe von 90 Milliarden Euro, den der ungarische Regierungschef Viktor Orban derzeit blockiert.
18.16 Uhr: Deutschland und Polen sichern Ukraine Unterstützung zu
Deutschland und Polen sichern der Ukraine auch vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs ihre unverbrüchliche Unterstützung zu. Es gebe "die Gefahr, dass die Eskalation im Nahen Osten den Fokus der internationalen Unterstützung von der Ukraine ablenkt und die Entwicklung auf den Energiemärkten Russlands in die Hände spielt", sagte Außenminister Johann Wadephul (CDU) bei einem Treffen mit seinem polnischen Kollegen Radoslaw Sikorski in der Internationalen Jugendbegegnungsstätte Krzyzowa (Kreisau).
Wadephul fügte hinzu: "Unsere gemeinsame Antwort darauf ist klar: Wir weichen keinen Schritt zurück. Wir stehen voll und ganz an der Seite der Ukraine." In Kreisau sei besonders "offensichtlich, dass die entschiedene Unterstützung der Ukraine in ihrem Freiheitskampf nicht nur eine sicherheitspolitische Konsequenz ist. Sie ist gleichzeitig die zwingende Konsequenz aus unserer Geschichte."
Sikorski betonte, europäische Werte wie Frieden, Versöhnung, Freiheit und Solidarität würden sich nicht von selbst verteidigen: "Das ist etwas, um das wir uns jeden Tag bemühen müssen." Er kritisierte, Russland sei zu den "schlimmsten zaristischen und kommunistischen Mustern der Geschichte zurückgekehrt" und schüre in seinem Volk den Drang nach Vorherrschaft und Aggression gegenüber den Nachbarn.
16.23 Uhr: Ukraine-Unterstützer ausgespäht? Mutmaßlicher Spion in Haft
Im Zuge des Krieges in der Ukraine hat die Bundesanwaltschaft einen weiteren mutmaßlichen Russland-Spion festnehmen lassen. Ein Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs erließ am Samstag Haftbefehl, wie die oberste Anklagebehörde in Deutschland mitteilte. Der Ukrainer kam in Untersuchungshaft. Der 53-Jährige sei dringend verdächtig, für einen ausländischen Geheimdienst tätig gewesen zu sein.
Die Bundesanwaltschaft wirft ihm vor, im Auftrag eines russischen Geheimdienstes Informationen über einen sich in Deutschland aufhaltenden Mann gesammelt zu haben. Dieser habe sich nach Beginn des russischen Angriffskrieges für ukrainische Streitkräfte an Kampfhandlungen beteiligt. "Die Ausspähaktion diente vermutlich auch der Vorbereitung weiterer geheimdienstlicher Operationen gegen die Zielperson in Deutschland", hieß es.
Der Beschuldigte sei am Freitag in Hagen vorläufig festgenommen worden, teilte die Bundesanwaltschaft mit. Das dortige Polizeipräsidium sei mit den polizeilichen Ermittlungen beauftragt.
Es ist nicht die erste Festnahme dieser Art. Erst vor einer Woche hatte die Bundesanwaltschaft in Rheine in Nordrhein-Westfalen eine 45 Jahre Rumänin und im spanischen Elda einen 43-jährigen Ukrainer festnehmen lassen. Sie sollen ebenfalls im Auftrag eines russischen Geheimdienstes einen Mann in Deutschland ausspioniert haben, der Drohnen und dazugehörige Bauteile in die Ukraine liefert. Einen Zusammenhang mit der aktuellen Festnahme gibt es nicht, wie eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft sagte.
16.21 Uhr: EU-Außenminister wollen am Dienstag in Butscha des Massakers gedenken
Mehrere Außenminister der EU gedenken am Dienstag bei einem Besuch im ukrainischen Butscha des dortigen Massakers nach Beginn des russischen Angriffskriegs. Zum vierten Jahrestag der Befreiung Butschas von den russischen Truppen solle bei einem informellen Treffen vor Ort an die "schreckliche Tragödie" erinnert werden, sagte eine Sprecherin der EU-Kommission am Montag in Brüssel.
Die Zusammenkunft soll nach ihren Angaben zudem dafür genutzt werden, "erneut Unterstützung für die Ukraine zu mobilisieren". Zu den Teilnehmern werden auch die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas und der ukrainische Außenminister Andrej Sybiha gehören.
Der russischen Armee wird vorgeworfen, zu Beginn des Ukraine-Kriegs in dem nordwestlich der Hauptstadt Kiew gelegenen Butscha hunderte Zivilisten getötet zu haben. Am 31. März 2022 zogen sich die russischen Truppen dann aus Butscha zurück, zwei Tage später wurde das Massaker bekannt.
Die Bilder aus Butscha sorgten weltweit für Entsetzen. Verhandlungen zwischen den Kriegsparteien wurden eingestellt. Moskau streitet bis heute ab, für die Gräueltaten verantwortlich zu sein.
15.07 Uhr: Selenskyj – Ukraine zu Waffenruhe über Ostern bereit
Die Ukraine ist nach den Worten von Präsident Wolodymyr Selenskyj zu einer Waffenruhe über die Ostertage bereit. Dies könne eine vollständige Waffenruhe sein oder eine Feuerpause bei Angriffen auf Energieanlagen, sagte er ukrainischen Medien zufolge.
"Eine Waffenruhe für Ernährungssicherheit und Energie, also sowohl auf See als auch in der Luft. Vollständig – damit weder Raketen noch Drohnen fliegen. Keine Angriffe auf die Infrastruktur", sagte er im Gespräch mit Journalisten. Die Ukraine habe dies vorgeschlagen, Russland solle einen Termin nennen. Noch besser wäre natürlich eine dauerhafte Waffenruhe.
Selenskyj sagte nicht, welche Ostertage er meint. Die orthodoxen Kirchen in der Ukraine wie in Russland feiern das Osterfest in diesem Jahr am 12. April – eine Woche nach den westlichen Kirchen.
In dem seit mehr als vier Jahren dauernden Angriffskrieg gegen die Ukraine hat es mehrere Versuche gegeben, über Feiertage ein Schweigen der Waffen zu vereinbaren. Meist hatte dies wenig Einfluss auf die Kämpfe. Zuletzt verkündete Russlands Präsident Wladimir Putin 2025 Feuerpausen über Ostern und die Weltkriegsgedenktage im Mai, lehnte aber eine Weihnachts-Waffenruhe ab.
14.20 Uhr: Ukrainer reagieren verärgert auf Äußerungen von Rheinmetall-Chef
In der Ukraine haben Äußerungen von Rheinmetall-Chef Armin Papperger zu heimischen Drohnenherstellern einen Proteststurm ausgelöst. Papperger hatte gesagt, an ukrainischen Drohnen arbeiteten "ukrainische Hausfrauen", die Teile über 3-D-Drucker in der Küche produzierten. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nannte die Aussagen des deutschen Rüstungsmanagers am Montag "befremdlich". "Wenn jede ukrainische Hausfrau Drohnen bauen kann, dann kann auch jede ukrainische Hausfrau Chef von Rheinmetall sein", fügte er in einem Seitenhieb auf Papperger hinzu.
Die ukrainische Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko hob vor allem die Rolle der Frauen bei der Verteidigung des Landes hervor. Online stellten sich Ukrainer und ihre Unterstützer unter dem Hashtag #MadeByHousewives hinter das Land. Rheinmetall selbst betonte: "Wir haben größten Respekt vor den enormen Anstrengungen des ukrainischen Volkes, sich gegen den russischen Angriff zu verteidigen." "Es spricht besonders für die Ukraine, dass sie selbst mit begrenzten Mitteln äußerst effektiv kämpft", hieß es weiter.
14.17 Uhr: Drohnenvorfall – Selenskyj spricht mit Finnlands Staatschef
Nach dem Absturz ukrainischer Drohnen in Finnland hat Präsident Wolodymyr Selenskyj ein Telefonat mit seinem finnischen Kollegen Alexander Stubb geführt. "Natürlich haben wir den Drohnenvorfall erwähnt, der sich kürzlich auf dem Territorium Finnlands ereignet hat. Alex und ich sehen die Situation auf gleiche Weise", schrieb Selenskyj auf sozialen Netzwerken. Kiew werde alle notwendigen Informationen bereitstellen.
Parallel dazu teilte das ukrainische Außenministerium mit, dass Kiew sich für den Vorfall entschuldigt habe. "Wir können mit Sicherheit sagen, dass auf keinen Fall ukrainische Drohnen in Richtung Finnland geflogen sind", sagte Außenamtssprecher Heorhij Tychyj Journalisten in Kiew. Die wahrscheinlichste Variante sei, dass die Drohnen durch elektronische Störsignale der russischen Flugabwehr vom ursprünglichen Kurs abgebracht worden seien.
Tags zuvor waren mehrere ukrainische Drohnen östlich der finnischen Stadt Kouvola abgestürzt. Helsinki hatte die Luftraumverletzung als ernste Angelegenheit bezeichnet. Die Ukraine hatte zuvor mehrfach russische Ostseehäfen im Gebiet Leningrad angegriffen, um den russischen Export von Erdöl zu stören. Mehrere Drohnen waren dabei auch in den baltischen Staaten Litauen, Lettland und Estland abgestürzt.
11.47 Uhr: Verbündete wollen laut Selenskyj weniger Angriffe auf russischen Ölsektor
Die Ukraine erhält von nach den Worten von Präsident Wolodymyr Selenskyj von einigen Verbündeten Signale, die weitreichenden Angriffe auf den russischen Ölsektor zurückzufahren. In einem WhatsApp-Chat mit Journalisten fügt er hinzu, falls Russland das ukrainische Energiesystem nicht mehr attackiere, sei die Ukraine sei im Gegenzug bereit, ihre Angriffe einzustellen.
11.42 Uhr: Kreml-Sprecher – Keine Mobilmachung geplant
In Russland ist nach Angaben des Präsidialamts keine weitere militärische Mobilmachung geplant. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow erklärte, dass dieses Thema "nicht auf der Agenda" stehe. Präsident Wladimir Putin hatte im September 2022 die erste Teilmobilmachung seit dem Zweiten Weltkrieg angeordnet, bei der Verteidigungsminister Sergej Schoigu 300.000 Reservisten einberufen wollte. Seitdem gab es wiederholt Spekulationen über eine mögliche weitere Mobilisierung, insbesondere nachdem viele Russen im wehrfähigen Alter das Land verlassen hatten.
07.01 Uhr: Ukraine baut Partnerschaften aus – Kooperationen mit VAE, Katar und Saudi-Arabien
Nach einem Abkommen mit Saudi-Arabien hat die Ukraine nun auch eine Verteidigungskooperation mit den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar vereinbart. Der Fokus liegt auf dem Austausch von Expertise zur Abwehr von Raketen und unbemannten Flugsystemen, teilte Katars Verteidigungsministerium mit. Das Abkommen wurde während des Besuchs von Präsident Selenskyj vorgestellt, der zuvor mit dem Emir von Abu Dhabi, Scheich Mohammed bin Sajid al-Nahjan, eine Kooperation in den VAE vereinbart hatte. Zudem sprach Selenskyj in Jordanien mit König Abdullah über eine mögliche Sicherheitspartnerschaft zur Drohnenabwehr.
05.39 Uhr: Ein Toter bei Drohnenangriff im Südwesten Russlands
Bei einem ukrainischem Drohnenangriff auf Taganrog in der russischen Region Rostow wurde ein Mensch getötet, acht weitere verletzt. Wohnhäuser, öffentliche Einrichtungen und Industrieanlagen wurden beschädigt. In Krasnodar wurden drei Menschen verletzt, darunter zwei Kinder. In Belgorod wurden zwei Frauen nach einem Drohnenangriff auf Fahrzeuge in kritischem Zustand ins Krankenhaus eingeliefert.
Montag, 30. März 2026
21.30 Uhr: Selenskyj berichtet über Beratungen zu Sicherheitspartnerschaft mit Jordanien
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach eigenen Angaben bei seinem Besuch in Jordanien mit König Abdullah über eine mögliche Sicherheitspartnerschaft zur Abwehr von Drohnenangriffen gesprochen. Angesichts des Iran-Krieges biete die Ukraine Expertise in der Luftverteidigung an, teilt Selenskyj auf Telegram mit. Im Gegenzug für ihre Expertise erhoffe sich die Ukraine Unterstützung bei ihrer eigenen Verteidigung.
17.59 Uhr: Mehrere Tote in der Ukraine nach russischen Luftangriffen
Bei einem russischen Luftangriff auf die Stadt Kramatorsk im Osten der Ukraine sind nach offiziellen Angaben drei Menschen ums Leben gekommen. Unter den Toten war ein 13-jähriger Junge, teilte der regionale Militärverwalter Wadim Filaschkin auf Telegram mit. Weitere sieben Bewohner seien verletzt worden. Durch die Explosion der Fliegerbombe seien mehrere Wohngebäude beschädigt worden. Möglicherweise gebe es unter den Trümmern weitere Opfer. «Alle zuständigen Rettungskräfte sind vor Ort im Einsatz», schrieb Filaschkin.
Nach einem Bericht der Agentur Unian wurden bei einem russischen Drohnenangriff auf einen Kinderspielplatz in der Region Mykolajiw im Süden der Ukraine zehn Menschen verletzt, unter ihnen acht Kinder. Ein 13-jähriges Mädchen sei wenig später im Krankenhaus an ihren schweren Verletzungen gestorben, teilten die Ermittlungsbehörden mit.
15.20 Uhr: Zwei Drohnen in Finnland abgestürzt
Auf finnischem Territorium sind offenbar zwei ukrainische Drohnen abgestürzt. Das sagte Ministerpräsident Petteri Orpo am Sonntag dem Sender Yle. Er geht davon aus, dass russische Störsignale die Drohnen vom Kurs abgebracht haben. Verteidigungsminister Antti Häkkänen erklärte dazu: "Drohnen sind in finnisches Hoheitsgebiet eingedrungen. Wir nehmen dies sehr ernst." Das EU- und Nato-Land Finnland teilt sich eine mehr als 1.300 Kilometer lange Grenze mit Russland.
Sonntag, 29. März 2026
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